Der Vorstehhund als Vollgebrauchshund

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#61
genau hier stellt sich die Frage, was jagdpraktisch problematischer ist: die beiden waidlauten Kläffer mögen dem reinen Jagderfolg abträglich gewesen sein, tierschutzrelevanter ist jedoch eindeutig der stumm jagende Hund - zumal auch hier kein Jagderfolg zu verzeichnen war!

Züchterisch gehören beide Varianten gleichermaßen aussortiert!!!
Die waidlauten und die stummen Hunde sind gleichermaßen schlimm, für mich gibt es da keinen Unterschied. Ein stummer Hund wird nicht großartig mehr Streß verbreiten, als Hunde mit Laut. Nur wir Jäger können oftmals mehr Chancen nutzen, wenn ein fester sicherer Laut im Spiel ist. Bewegungsjagden sind immer Streß für das Wild, eine Diskussion über den einen Millimeter mehr oder weniger Streß ist lachhaft, aber mit Sicherheit nicht entscheidend. Wenn wir aber schon jagen, dann auch möglichst erfolgreich und darum den festen, sicheren Laut bei den Hunden und nach Möglichkeit gute Schützen, die was an Grund kriegen!
 
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#62
@ Ipsy
Nein, der Begriff wird nicht ans Vorstehen gekoppelt, wobei bei VGP Prüfungsbedingung, daher ja mittlerweile auch andere Prüfungen, die ähnliche Anforderungen stellen!
Aber es geht um Vollgebrauch und wie im Artikel zu lesen, soll der Vorstehhund alles können, ohne vielleicht perfekt zu sein, daher macht der Vergleich beim Stöbern mit Rassen, die dafür gezüchtet sind oder in den letzten Jahren meinen ihre Hunde in diese Richtung zu bringen, nicht zielführend!

Es interessiert dann auch nicht, ob in einem Revier vielleicht ein Pincher alles abdeckt...

Recht hast du allerdings, bei der Fragestellung wie sich die Rassen entwickeln müssen.... Und hier bestimmt die Nachfrage den Markt! Und der Laut ist sicherlich etwas, was zum Vollgebrauch heute gefragt ist!
Ist übrigens auch bei einigen Vorstehhunderassen nicht neu, die den Laut als Zuchtvoraussetzung haben!
 
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#63
Die Stummjäger sind Gift und verbreiten viel mehr Stress als ein laut jagender Hund. Wenn wir beim Schwarzwild das Sprengen von Rotten gern möchten, hab ich bei Stummjägern erlebt, dass z.B. auch Rotwild in wilder Flucht auseinander spritzt. Da verbietet sich der Schuß auf Alttiere schon mal, weil man nicht weiss, ob der Nachbar das Kalb erlegt hat, oder dieses einfach den Anschluß verloren hat.
Der "Vollgebrauchshund" ist eine Eier legende Wollmilchsau, aber wenn die Anlagen und Fähigkeiten möglichst breit aufgestellt sind, ist das für die heutige Verwendung schon komfortabel.

Waihei HuJ
 
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#64
Welche Eigenschaften zeichnen gute Jagdhunde, egal welcher Rasse aus? Also socher Jagdhunde, die wirklich etwas schaffen und die die eine wirkliche Bereicherung im Jagdbetrieb sind? Mir fallen da immer 4 wichtige Eigenschaften ein: Schärfe, Nase, Laut und Härte. .
Wenn diese Eigenschaften vorhanden sind dann ist es egal ob Fiffi ein DD oder ein portugiesischer Straßenköter ist.

Vollbrauchbar sind ALLE, die dies können.
 
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#65
@ Ipsy
Nein, der Begriff wird nicht ans Vorstehen gekoppelt, wobei bei VGP Prüfungsbedingung, daher ja mittlerweile auch andere Prüfungen, die ähnliche Anforderungen stellen!
Aber es geht um Vollgebrauch und wie im Artikel zu lesen, soll der Vorstehhund alles können, ohne vielleicht perfekt zu sein, daher macht der Vergleich beim Stöbern mit Rassen, die dafür gezüchtet sind oder in den letzten Jahren meinen ihre Hunde in diese Richtung zu bringen, nicht zielführend!

Es interessiert dann auch nicht, ob in einem Revier vielleicht ein Pincher alles abdeckt...

Recht hast du allerdings, bei der Fragestellung wie sich die Rassen entwickeln müssen.... Und hier bestimmt die Nachfrage den Markt! Und der Laut ist sicherlich etwas, was zum Vollgebrauch heute gefragt ist!
Ist übrigens auch bei einigen Vorstehhunderassen nicht neu, die den Laut als Zuchtvoraussetzung haben!
@BvG
ich habe nirgends die Arbeit des Hundes im Wald auf das Stöbern beschränkt! Die Vielseitigkeit der Anforderungen kann die gleiche sein, ist die gleiche - mit den genannten "Ausnahmen"!
Und genauso, wie ich zur reinen Feldjagd keinen Wachtel einsetzen werde, weil er eben die Vorstehanlage nicht hat, werde ich keinen Hund im Wald einsetzen, der die dort zwingend notwendige Anlage zum Spur-/Fährtenlaut nicht sicher nachweist! Das kann u.U. sogar ein kontinentaler Hühnerhund sein, hab´ ich kein Problem damit; wenn dieser Hühnerhund aber stumm ist - und das sind nun mal die Masse derselben hat er "draußen" zu bleiben! Ende der Geschichte!

Alles andere ist Stückwerk und kommt dem "Pfusch am Bau" verdammt nahe! Sich dann mit versuchten Neu-Definitionen a la "führernahes Stöbern", der Nutzung von Glöckchen oder ähnlichen Dingen rauszureden, ist nix anderes als Ersatzbefriedigung und der Versuch, sich neue Pfründe zu erschließen, der Rubel muss ja auch weiterhin rollen.

Dein freundlicher Hinweis, dass die VGP(O) ja "mittlerweile... ähnliche Anforderungen stellt" (gemeint ist wohl der Laut beim "Stöbern"), bestätigt diese These ja eindrücklich (sie ist zudem schlicht falsch) ebenso, wie die Interpretation dessen, was ein Hühnerhund-Vertreter-/Richter unter "Stöbern" versteht.
 
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#66
Hey Ispy,
dachte bei anderen Prüfungen eher an die GP und ähnliches...

Gebe dir absolut Recht, dass das "Stöbern" auf einer VGP mit dem Stöbern im Jagdbetrieb nicht viel gemeinsam hat! Auch das Stöbern im Jagdbetrieb mit einem Hühnerhund ist streng genommen meistens buschieren auf Schalenwild! Kann aber auch seine Berechtigung haben...
Aber auch hier sind wir uns einig, ich persönlich finde da den spl. als unabdingbar! In manchen Ausnahmen vlt. noch sil., aber da kennt ihr euch wahrscheinlich besser aus!

Mir ging es viel mehr daraufhin zu weisen, dass Vergleiche wie Terrier können besser stöbern und dergleichen hier eigentlich nichts zu suchen haben. Es geht darum deutlich zu machen, dass der Vorsteher vieles gut und manches sehr gut kann und selbst die Sachen, die er nicht so gut kann, macht er meist noch passabel! (Untertage ausgenommen)

Gruß
 
A

anonym

Guest
#67
Es gibt nur eine Art des Stöberns. Spurlaut ist unerlässlich. Alles was nicht nach Stöberhundart stöbert, oder sollte man doch sagen, brackiert, ist Pfuschen am Bau. Aber nein, wir schaffen keine Ausschließlichkeiten, die anderen können sich ja den eigenen Postulaten anpassen, dann sind sie gern gesehen. :)Sehr geil. Gott, St. Hubertus oder wer auch immer bewahre die Vst. vor diesem Wahnsinn.
 
A

anonym

Guest
#68
... nur, das Problem mit dem Laut ... das bleibt. Es wird auch hier negiert. Zwar als unerlässlich angesehen, doch wo ist er in der Praxis? Jede Wette, dass über 50% der auf DJ eingesetzten Vorsteher nicht sicher spurlaut sind.

Was soll der "Ersatz" sichtlaut? Ich denke .. nichts wert.
 
A

anonym

Guest
#69
Die Aufgabe der Vst Zucht lässt sich in etwa wie folgt umreißen: Gesundheit, stabiles Wesen, Härte, Führerbindung, Jagdverstand, Schärfe. Der Laut ist so ziemlich das letzte Problem der Zucht und zu dem gefährlich, weil Rassen in denen er nicht sicher verankert ist ggf. mehr verlieren als gewinnen.Das Jagen mit einem Vst hat nur bedingt etwas mit dem Jagen mit einem Stöberhund zu tun. Das ist gut so und heisst nicht, dass diese Jagd schlechter ist.
 
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#70
... nur, das Problem mit dem Laut ... das bleibt. Es wird auch hier negiert. Zwar als unerlässlich angesehen, doch wo ist er in der Praxis? Jede Wette, dass über 50% der auf DJ eingesetzten Vorsteher nicht sicher spurlaut sind.

Was soll der "Ersatz" sichtlaut? Ich denke .. nichts wert.
Der Ersatz Sichtlaut ist schlicht und ergreifend ausreichend beim führerbezogenen Jagen, auch wenn das hier von einigen negiert wird.
 
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#71
Das schöne ist doch, dass es durchaus Rassen gibt, wo der Laut schon vorhanden ist! Und mit ein bisschen suchen, sogar Linien mit spl.!
Und rede vom Laut an Hasen....
 
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#74
Hab da leider nicht so viel Erfahrung, wie ich gerne hätte...
Kenne einige Klm. laufen bei uns massig rum, gibt es bei einigen Zwingern ziemlich sicher mit spl., wurde mir gesagt.
Und führe selbst PP, da gehts je nach Zwinger auch ziemlich sicher... Sowohl A- als auch B- Wurf des Züchters meiner Hündin alle spl.
War mit ein Grund für mich PP zu nehmen... Hat zumindest LN als Zuchtvoraussetzung!
Ansonsten kann ich dir nicht weiterhelfen, aber vielleicht outet sich ja noch ein Hühnerhundführer und kann für seine Rasse sprechen!

Gruß
 
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