Der weite Schuss

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Für mich endet der weidgerechte Schuss (auf rehgrosses Wild) bei:

  • 100m

    Abstimmungen: 0 0,0%
  • 150m

    Abstimmungen: 0 0,0%
  • 200m

    Abstimmungen: 1 20,0%
  • darüber

    Abstimmungen: 4 80,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    5
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#1
Dank an die Admins, die den "Werde ich alt?" Thread zeitgerecht geschlossen haben.
Einer der Gründe war sicher, dass dort Rehe auf 200m erlegt werden, was die Oberwaidgerechten auf den Plan rief, nehme ich mal an.

Ich bin nicht nur zu Hause auf der Jagd, sondern auch regelmäßig in Gerbirge. Da werden Gamsen auf 300m erlegt, Hirsche übers Tal, und selten kommen Murmeltiere mit Schüssen unter 100m zur Strecke. Birkwild, wenn mit Kugelschuss erlegt, sitzt selten auf 50m, oft weiter als 100m.

Was ist so anders mit den weiten Schüssen bei uns in der Alpenrepublik und der weidgerechten Distanz in Deutschland
(Bayern wahrscheinlich ausgenommen)?

Beim Tiroler Jägerschießen sind die Treffer auf der 100m-Scheibe manchmal schlechter als auf 300m, weil die Schützen auf 100m einfach schlampig schießen.

Der Zeilinger Greg denkt sich auch nichts dabei, auf extrem weite Distanzen zu treffen...
Wir schiessen weit, aber wir lassen den Finger gerade, wenn die Situation nicht passt.

Wie halten es die Jäger hier?

Wenn der Komment oder die Umfrage grob "unweidgerecht" ist, kann der Admin wieder zuschlagen..

WH
Mayer
 
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#2
Es kommt ganz auf die Situation an, wie ist das Wetter, hat man eine vernünftige Gewehrauflage ...

Dieses Jahr streckte ich einen Bock auf knapp 200m, muss aber zugeben das ich mich dort auch verschätzt hatte. Ich war von 150 ausgegangen.
Der Schuss hat gepasst, der Bock lag. Auf Reh werde ich mit meiner derzeitigen Waffenkonfiguration nicht weiter als 200m schiessen.

gruß Simon
 
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#3
Herr Mayer hat gesagt.:
Dank an die Admins, die den "Werde ich alt?" Thread zeitgerecht geschlossen haben.
Einer der Gründe war sicher, dass dort Rehe auf 200m erlegt werden, was die Oberwaidgerechten auf den Plan rief, nehme ich mal an.

Das war sicher nicht der Grund

Ich bin nicht nur zu Hause auf der Jagd, sondern auch regelmäßig in Gerbirge. Da werden Gamsen auf 300m erlegt, Hirsche übers Tal, und selten kommen Murmeltiere mit Schüssen unter 100m zur Strecke.

Es ist halt alles relativ
Ein Hirsch ist bedeutend größer als ein Gams und noch größer im Vergleich zum Reh.
Die Breite von Tälern ist auch keine fixe Größe
und ein Murmel hat gute Hasengröße oder ähnlich einem Fuchs


Birkwild, wenn mit Kugelschuss erlegt, sitzt selten auf 50m, oft weiter als 100m.

Wird hinsichtlich Kaliber, Geschoss und Wirkung ähnlich sein, wie bei anderm Flugwild das präpariert werden soll. Für den Kochtopf wird wohl keines geschossen.

Was ist so anders mit den weiten Schüssen bei uns in der Alpenrepublik und der weidgerechten Distanz in Deutschland
(Bayern wahrscheinlich ausgenommen)?

Weit ist weit, aber auch wieder relativ.
Was für einen ZUUU weit ist, ist für den anderen "normal"
Weit schießen kann örtlich die Regel oder die Ausnahme sein.


Beim Tiroler Jägerschießen sind die Treffer auf der 100m-Scheibe manchmal schlechter als auf 300m, weil die Schützen auf 100m einfach schlampig schießen.

Das liegt vielleicht an den Wildscheiben.
Wenn die Zehn der Gamsscheibe mit 10 cm Durchmesser schlampig beschossen wird, sind das immer noch 5 Zehner. auf 200 oder 300 m schaut es ganz anders aus. Aslo hält man genauer hin.
Ist in DE nicht anders als AT


Der Zeilinger Greg denkt sich auch nichts dabei, auf extrem weite Distanzen zu treffen...
Wir schiessen weit, aber wir lassen den Finger gerade, wenn die Situation nicht passt.

Kann man nix dagegen sagen

Wie halten es die Jäger hier?

Das wirst du im Laufe dieses Dredd sicher erfahren

Wenn der Komment oder die Umfrage grob "unweidgerecht" ist, kann der Admin wieder zuschlagen..

Über "unwaidgerecht" lässt sich immer reden, wo bei der Begriff als solcher schon wieder relativ ist.

WH Mayer

Waidheil S.H.
 
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#4
Waidgerecht, das entscheidet der Schütze ob seines persönlichen Könnens und Übung. Das kann heute für mich 300m (optimale Bedingungen, richtige Ausrüstung und beste körperliche Vorraussetzungen) und gar mehr sein und morgen 50m.(Brille vergessen, Kater und das falsche Gewehr, Leihwaffe, dabei)
Waidgerecht ist es immer dann, wenn der kleine Teufel der da heißt "Will haben, soll kein anderer haben" nicht über die Vernunft obsiegt. Da spielt die Distanz letztlich nur eine Nebenrolle.
Wer sich mit Mühe auf hundert Meter auf der 10 (Ring) hält, beschränkt sich vernünftiger Weise eher, als jener der sich schon ärgert, wenn die Gruppe aus der 0 in der Zahl zehn läuft.
Versucht ersterer sich auch mal auf dreihundert Meter ,, hört er angesch...ssen , wenn letzterer auf dreihundert Meter hinlangt kann höchstens der Neid was dagegen haben.
 
A

anonym

Guest
#7
Gutsnobrain hat gesagt.:
Waidgerecht, das entscheidet der Schütze ob seines persönlichen Könnens und Übung. Das kann heute für mich 300m (optimale Bedingungen, richtige Ausrüstung und beste körperliche Vorraussetzungen) und gar mehr sein und morgen 50m.(Brille vergessen, Kater und das falsche Gewehr, Leihwaffe, dabei)
Waidgerecht ist es immer dann, wenn der kleine Teufel der da heißt "Will haben, soll kein anderer haben" nicht über die Vernunft obsiegt. Da spielt die Distanz letztlich nur eine Nebenrolle.
Wer sich mit Mühe auf hundert Meter auf der 10 (Ring) hält, beschränkt sich vernünftiger Weise eher, als jener der sich schon ärgert, wenn die Gruppe aus der 0 in der Zahl zehn läuft.
Versucht ersterer sich auch mal auf dreihundert Meter ,, hört er angesch...ssen , wenn letzterer auf dreihundert Meter hinlangt kann höchstens der Neid was dagegen haben.
sehe ich auch so!!!
 
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#8
Zu mir hat dieser Tage einer gesagt, bei dem ich z.Z. jage: "Du, da musst weiter schießen, so nah kommst da ned ran!" Ich ned, aber die Böck zu mir! :wink:

Wenn jemand das Equipment, die Übung und das Wissen hat, um weiter zu schießen, warum ned? Bei mir ist normalerweise bei 150 m Feierabend, aber muss zugeben, hab auch schon weiter geschossen, wenn ich mich in der Entfernung verschätzt, aber dann hat's halt gepasst! Allerdings nur auf kranke Stücke...
Überwiegend schieß ich meine Reh auf 50 - 80 m, wohlgemerkt, im Feld. Denn wenn sie mal zu weit weg und ich nicht näher rankomm: Sie san ja gsund, da muss es ja ned unbedingt sein, die kommen ja wieder. :wink:

Grüßle und Waihei
Oichkatzl
 
A

anonym

Guest
#9
Ich denke, du machst es dir zu einfach, lieber TS.

Ich denke, daß viel zu oft viel zu weit geschossen wird, nehme aber gleichzeitig für mich in Anspruch, auch mal auf Reh, Fuchs, Gans die 200 Meter Marke zu überschreiten.

Zunächst mal ein scheinbarer Widerspruch, aber m. E. können verschiedene Komponenten zusammen kommen, damit aus weiten Schüssen unwaidmännische Schüsse werden:

1. Es ist dem Schützen möglich, näher ans Wild heranzukommen, sei es durch abwarten, anpirsche/ankriechen.
2. Der Schütze ignoriert mit dem Schuß seine persönliche Leistungsgrenze
3. Die Witterung (Sturm/Starkregen usw.) lässt den Schuß eigentlich nicht zu.
4. Seine Waffe ist für die Schußentfernung nicht geeignet.
 
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#10
Grand Canon hat gesagt.:
Ich denke, du machst es dir zu einfach, lieber TS.
Ich mache es mir nicht zu einfach, sondern ich habe eine Frage gestellt :wink:

Wer oft weit schießt, weiss ohnehin, dass man öfter den Finger gerade lassen muss,
weil es nicht passt und dass man nur mit geeigneter Waffe und Optik saubere Treffer hinkriegt,
dass man den Wind nicht ausser Acht lassen darf und dass das ganze Umfeld stimmen muss, etc. etc. ...
(Internetjäger sehen das oft anders)

:arrow: Off Topic // Machst du eigentlich ab und an einen Blick in deine Posteingangsbox?
 
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#11
die Frage ist falsch gestellt... ein Schuss ist dann unwaidgerecht, wenn der Schütze nicht mit ausreichender Sicherheit dazu im Stande ist das nötige Ergebnis zu erzielen...
ein Schuss auf 1000m kann beim einen waidgerecht sein, beim anderen sind schon 10m unwaidgerecht...
das kann man nicht pauschal an irgendeiner Distanz fest machen... und entsprechend kann man somit auch keinem Absolution erteilen, von wegen "alle schiessen 200m, also ist das waidgerecht, dann 'darf' ich das auch..."

man lerne lieber Waidgerechtigkeit, dann braucht man sich auch nicht zu fragen wie weit/kurz andere jagen...
denn man kann dabei nicht von anderen auf sich selber schliessen... es gibt keinen Klassendurchschnitt, wenn man selber zur Jagd geht
wenn alle aus dem Fenster springen, springt man dann auch hinterher...?
und wahrscheinlich als einziger dann ohne Fallschirm...? weil man nicht gedacht hat, das könnte irgendwie wichtig sein...?
 
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#12
Sheepy, was ist bei guten Bedingungen deine maximale weidgerechte Entfernung auf einen breit stehenden Bock, wenn dahinter ausreichend Kugelfang und davor keine Hindernisse sind, die Auflage passt und du bei gutem Licht die richtige Waffe dabei hast?

Passt dir die Frage so besser?
 
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#13
Herr Mayer hat gesagt.:
Sheepy, was ist bei guten Bedingungen deine maximale weidgerechte Entfernung auf einen breit stehenden Bock, wenn dahinter ausreichend Kugelfang und davor keine Hindernisse sind, die Auflage passt und du bei gutem Licht die richtige Waffe dabei hast?

Passt dir die Frage so besser?
- bei möglichen Wind... ist mir bei 400m schluss, weil ich mir einrede danach nicht waidgerecht genug bin den Wind sicher vorhersagen zu können...

- nicht wirklich... denn jetzt weißt du vielleicht was ich mache... und ich habe Angst davor was du für dich selber daraus für Schlüsse ziehst... ob du das kannst, machst oder solltest steht auf einem anderen Blatt...
deswegen sagte ich ja... man kümmere sich lieber um seine eigene Waidgerechtigkeit und verbessere diese selber...
PS: es sind nicht die Streukreise...
 
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#14
Oichkatzl hat gesagt.:
......
Überwiegend schieß ich meine Reh auf 50 - 80 m, wohlgemerkt, im Feld. ......

Grüßle und Waihei
Oichkatzl

bei euren Handtüchern ja auch kein Problem, mach das mal in der norddeutschen Tiefebene oder in Brandenburg oder M-V. :wink:

PS: da gehts auch man muss nur wollen und mal "unkonventionell" sitzen.
 
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