(Deutlich) Mehr Rehe als geplant erlegt - Jagdleiter erstattet Selbstanzeige

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#1
https://www.wlz-online.de/waldeck/twistetal/jagderfolg-war-groesser-als-erwartet-90105196.html
(die albernen Fragen überspringen)

Ich habe mal den etwas geänderten Originaltitel des Artikels als Titel des Threads verwandt.

Wenn ich das lese, frage ich mich, ob man da wirklich überrascht war und so gar nicht mit einer entsprechenden Rehwildstrecke gerechnet hatte bzw. rechnen konnte oder ob man es etwas dummdreist darauf angelegt hatte und eine Ordnungswidrigkeitsanzeige im Vorfeld billigend in Kauf genommen hat und sich ein wenig außerhalb des Gesetzes wähnte?

Man mag natürlich trefflich über den ursprünglichen Rehwildbestand und dessen vielleicht notwendiger Anpassung philosophieren, die Existenz von bindenden Spielregeln gilt aber durchaus für alle und auch bzw. gerade für offizielle Stellen dann, wenn sie mit dem Status quo nicht glücklich sind. Wer genau weiß, dass er (noch) 9 Rehe auf dem Abschussplan hat, (dem Verlauten Eingeweihter nach) keine Böcke mehr frei hat und dann 34 Jäger in den Wald schickt und ihnen jegliches Rehwild frei gibt, dem könnte man natürlich auch schon einen gewissen Vorsatz unterstellen ... oder täusche ich mich.

Ich gehöre eher nicht zu denen, die sich zwingend als 'Bambistreichler' hervortun wollen und möchte auch Beute machen, wenn ich zur Jagd gehe. Grundsätzlich tue ich aber vorab mal in meinem Verantwortungsbereich (Pachtrevier) alles, um mich innerhalb der Spielregeln zu bewegen und lege es nicht - mit Ansage - darauf an, diese zu verletzen um dann mitzuteilen, ich hätte da eine Ordnungswidrigkeit begangen und würde die nun auch brav zur Anzeige bringen. So einem üblicherweise gut ausgebildeten Leiter der Forstverwaltung, der sich sicher selbst als jagdlicher Profi bezeichnen würde, sollte das doch gleich gar nicht passieren, oder?

Ich bin sehr gespannt, wie die Untere Jagdbehörde nun mit dem lokalen Forstamt umgeht und zu welchen Sanktionen das führt. Hoffe, dass es da in der Presse noch die eine oder andere Verlautbarung zum Handling des Falls gibt.


grosso
 
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#4
Es bestätigt sich wieder mal, dass man bei der Übernahme einer Jagd in Eigenregie die Angaben der Vorpächter nicht so ohne weiters glauben sollte und dass Abschusspläne für Rehwild eigendlich überflüssig sind.
Ja, da bin ich durchaus bei dir und stimme deiner Auffassung zu. Wenn ich als privater Pächter ein Revier übernehme und (noch) einen Rehwildabschussplan habe, bin ich auch im Obligo und muss mir entsprechend ein Bild machen. Da ist es ggf. auch nicht ausreichend zu erklären, da wäre einem ein 'Ups' passiert und man sei auch ganz erschrocken ... aber dann doch bitte 'Schwamm drüber'.

WENN da so viel Rehwild war, hätte dem versierten Förster das die Verbisssituation das doch gleich offenbart haben und ihn vor Überraschungen schützen müssen.

Soweit die Verbisssituation das indiziert hätte, wäre eine Erhöhung des (noch existenten) Abschussplans angezeigt gewesen und hätte es die Verbisssituation nicht indiziert, wäre auch kein erhöhter Abschuss notwendig gewesen.

Beurteile ich das richtig, stört mich die offensichtlich zur Schau gestellte bornierte Haltung der Verantwortlichen, die ein deutliches Überschießen scheinbar billigend in Kauf genommen haben.

Vielleicht gibt es ja eine völlig andere Sichtweise auf das Thema, die mich zu einer korrigierten Einschätzung kommen lässt. In dem Fall wäre es schön, wenn ihr mich an dieser Sichtweise teilhaben lassen würdet.


grosso
 
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#5
Zuerst habe ich mich gewundert, was das Problem bei der Sache ist, aber:
Der Abschussplan für Rehwild ist offenbar immer noch nicht überall abgeschafft worden.
... und da er offensichtlich da noch nicht abgeschafft ist, ist er allgemein bekannter Teil der gültigen Spielregel für alle.


grosso
 
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#6
https://www.wlz-online.de/waldeck/twistetal/jagderfolg-war-groesser-als-erwartet-90105196.html
(die albernen Fragen überspringen)

Ich habe mal den etwas geänderten Originaltitel des Artikels als Titel des Threads verwandt.

Wenn ich das lese, frage ich mich, ob man da wirklich überrascht war und so gar nicht mit einer entsprechenden Rehwildstrecke gerechnet hatte bzw. rechnen konnte oder ob man es etwas dummdreist darauf angelegt hatte und eine Ordnungswidrigkeitsanzeige im Vorfeld billigend in Kauf genommen hat und sich ein wenig außerhalb des Gesetzes wähnte?

Man mag natürlich trefflich über den ursprünglichen Rehwildbestand und dessen vielleicht notwendiger Anpassung philosophieren, die Existenz von bindenden Spielregeln gilt aber durchaus für alle und auch bzw. gerade für offizielle Stellen dann, wenn sie mit dem Status quo nicht glücklich sind. Wer genau weiß, dass er (noch) 9 Rehe auf dem Abschussplan hat, (dem Verlauten Eingeweihter nach) keine Böcke mehr frei hat und dann 34 Jäger in den Wald schickt und ihnen jegliches Rehwild frei gibt, dem könnte man natürlich auch schon einen gewissen Vorsatz unterstellen ... oder täusche ich mich.

Ich gehöre eher nicht zu denen, die sich zwingend als 'Bambistreichler' hervortun wollen und möchte auch Beute machen, wenn ich zur Jagd gehe. Grundsätzlich tue ich aber vorab mal in meinem Verantwortungsbereich (Pachtrevier) alles, um mich innerhalb der Spielregeln zu bewegen und lege es nicht - mit Ansage - darauf an, diese zu verletzen um dann mitzuteilen, ich hätte da eine Ordnungswidrigkeit begangen und würde die nun auch brav zur Anzeige bringen. So einem üblicherweise gut ausgebildeten Leiter der Forstverwaltung, der sich sicher selbst als jagdlicher Profi bezeichnen würde, sollte das doch gleich gar nicht passieren, oder?

Ich bin sehr gespannt, wie die Untere Jagdbehörde nun mit dem lokalen Forstamt umgeht und zu welchen Sanktionen das führt. Hoffe, dass es da in der Presse noch die eine oder andere Verlautbarung zum Handling des Falls gibt.


grosso

Du, ich vermute,, er wird halt prophylaktisch 34 Jäger in den Wald geschickt haben, weil der Nachbar 25 zu wenig entsandt hatte. Außerdem muss man in Zeiten von Corona einfach mehr disponieren, weil man ja nie weis, wieviel tatsächlich kommen. Aber es ist auch vorbildhaft, wenn jemand zu seinem Lapsus steht und reuig Sühne tut. Daran könnten sich mal jene ein Beispiel nehmen, die zuwenig schießen und den Klimaschutzwald gefährden. Meinst nicht auch? Ich mein, wenn so ein Klimaschutzwald mal weggefressen ist, dann ist er weg, aber Reh kommen doch immer wieder...
 
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#7
... und da er offensichtlich da noch nicht abgeschafft ist, ist er allgemein bekannter Teil der gültigen Spielregel für alle.


grosso
Ja da hast auch wieder recht. Regeln gelten für ALLE, aber erfahrungsgemäß halten die Nachbarn zumeist gern ordentlich drunter und dann stimmt ja die Bilanz im Puff wieder.
 
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#9
Du, ich vermute,, er wird halt prophylaktisch 34 Jäger in den Wald geschickt haben, weil der Nachbar 25 zu wenig entsandt hatte. Außerdem muss man in Zeiten von Corona einfach mehr disponieren, weil man ja nie weis, wieviel tatsächlich kommen. Aber es ist auch vorbildhaft, wenn jemand zu seinem Lapsus steht und reuig Sühne tut. Daran könnten sich mal jene ein Beispiel nehmen, die zuwenig schießen und den Klimaschutzwald gefährden. Meinst nicht auch? Ich mein, wenn so ein Klimaschutzwald mal weggefressen ist, dann ist er weg, aber Reh kommen doch immer wieder...
Nee, meine ich nicht! Da leuchtet eben genau diese bornierte Haltung derer durch, die sich moralisch auf der richtigen Seite wähnen und eben glauben, mit ihrem Öko-Geplapper außerhalb der für alle gültigen Spielregeln unterwegs zu sein.

Du bestätigst mit deiner Antwort eben genau das, was ich gemutmaßt hatte. Da haben unsere Öko-Helden also wahrscheinlich in ihrer unendlichen Weisheit beschlossen, dass alle anderen zu wenig schießen und sie das dann mal, in ihrer ganzen Herrlichkeit, kompensieren. Das wolltest Du doch sagen, oder?

Ich kann den existenten Abschussplan gar nicht beurteilen und will auch nicht bezweifeln, dass der ggf. erhöht werden müsste oder eben auch in der Vergangenheit nicht erfüllt wurde.

Wenn die Nachbarn oder die Vorpächter den Plan nicht erfüllen und damit gegen die gültige Spielregel verstoßen/ verstoßen haben, ist das ggf. eben auch zu sanktionieren. Das berechtigt aber kaum, selbst die Spielregel mehr oder minder wissentlich außer Kraft zu setzen und munter zu machen, was man gerade für geboten erachtet.


grosso
 
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#10
Es bestätigt sich wieder mal, dass man bei der Übernahme einer Jagd in Eigenregie die Angaben der Vorpächter nicht so ohne weiters glauben sollte und dass Abschusspläne für Rehwild eigendlich überflüssig sind.

Ich denke, darum geht es @ Grosso hier in erster Linie aber nun mal nicht und es ändert vor allem aber auch nichts daran, das hier offensichtlich die Spielregeln, die nun mal für alle gelten, auch für jagdlich Verantwortliche in oder mit Forst-Funktion, massiv unterlaufen wurden.
Die Ankündigung des stellvertr. Forstamtsleiters und Verantwortlichen Hendrik Block
"Der übergroße Jagderfolg in diesem Jahr werde auf den dreijährigen Abschlussplan angerechnet, so dass in den kommenden Jahren in dem entsprechenden Revier weniger oder gar nicht gejagt werde." fällt dann wohl eher unter den Begriff Schadensbegrenzung.
Hoffentlich erinnnert sich Herr Block dann nächstes Jahr noch an seine vollmundige Ankündigung, man sollte ihn als Verantwortlichen die nächsten Jahre konsequent beim Wort nehmen.
Insofern ist für mich dein Versuch das Ganze durch Eröffnung des Nebenschauplatz "überflüssiger Abschussplan" zu relativieren, nicht zielführend!
Die Abschusspläne als Spielregeln existieren nun mal und sind insofern auch noch nicht "überflüssig"; vollkommen egal, wie ich persönlich zu Rehwild-Abachussplänen stehe!
Immerhin hat Herr Block sich ja selbst bei der unteren Jagdbehörde angezeigt, Respekt dafür!
Durch die Möglichkeit die Zahlen auf den 3-jährigen Abschussplan umzulegen, wird das ganze zwar eh nur wie ein Sturm im Wasserglas enden, siehe Edelmannsberg, aber clever und der weitsichtig war dieses Verhalten mit Sicherheit nicht.

Vielleicht ist das ganze auch nur ein bewusst eingesetzter Testballon auf dem Weg zu "überflüssigen Abschussplänen" in der Edelmannsberg- Tradition, irgendwie bekomme ich zumindest ein wenig den Eindruck!
 
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#11
Es bestätigt sich wieder mal, dass man bei der Übernahme einer Jagd in Eigenregie die Angaben der Vorpächter nicht so ohne weiters glauben sollte und dass Abschusspläne für Rehwild eigendlich überflüssig sind.
Wer an das Gute im Jägermenschlein glaubt, der möge das so sehen, aber die Zahl der schlechten Kartoffeln wächst in unterschiedlichen Lagern und deshalb ist es ein Fehler, die Pläne abzuschaffen.
 
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#12
Es bestätigt sich wieder mal, dass man bei der Übernahme einer Jagd in Eigenregie die Angaben der Vorpächter nicht so ohne weiters glauben sollte und dass Abschusspläne für Rehwild eigendlich überflüssig sind.
Ich war letztes Jahr bei zwei DJ in so Selbstverwaltungen. Bei der einen war die Ansage "Wir machen das jetzt selbst, der Vorpächter hat nichts geschossen, ganz schlimmer Verbiss etc. pp." 20 Schützen ein paar Treiber und ich hab meinen Hund geschnallt. Ergebnis - ich war Jagdkönig mit einer Schmalgeiss. Irgendjemand hatte noch nen Fuchs. Sonst völlig Fehlanzeige. Wetter und Einstände waren gut, Treiber haben auch nicht geschlafen.

Andere DJ: Forstamt hat die Verpachtung aufgehoben und man war sich mit dem Pächter nicht mehr grün. 400 ha, viel lichter Kieferbestand, wenig Dickung viel Verbiss. Erste Drückjagd im Jahr: 34 Rehe und eine Sau.

Man steckt nicht drin was vorher gelaufen ist!
 
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#13
Wer an das Gute im Jägermenschlein glaubt, der möge das so sehen, aber die Zahl der schlechten Kartoffeln wächst in unterschiedlichen Lagern und deshalb ist es ein Fehler, die Pläne abzuschaffen.
Bist Du denn kein Jäger oder wie darf ich deine Aussage werten?

Ich kann dir nicht schlussendlich sagen, ob es richtig oder falsch ist, die Abschusspläne für Rehwild abzuschaffen. Wenn ich die offensichtliche Haltung der Dominalverwaltung betrachte, könntest Du aber recht haben.

Ich habe mich in meinem Pachtrevier mit dem Förster (des Privatwaldbesitzers) getroffen und mit ihm den Rehwildabschuss abgesprochen bzw. vereinbart. Das war durchaus vergleichsweise einfach und ich habe bis dato diesen Abschuss erfüllt und gedenke das auch weiterhin zu tun. Wie gesagt: ich jage gerne und ich mache gerne Beute.

Was ich nicht mag, ist sich mit einer vermeintlich 'moralischen' Überlegenheit außerhalb der Spielregeln aufzustellen und dabei noch alle anderen für unzulänglich und dämlich zu halten. Daher hoffe ich, dass genau diese Haltung zu Sanktionen führt.


grosso
 
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#14
Ich denke, darum geht es @ Grosso hier in erster Linie aber nun mal nicht und es ändert vor allem aber auch nichts daran, das hier offensichtlich die Spielregeln, die nun mal für alle gelten, auch für jagdlich Verantwortliche in oder mit Forst-Funktion, massiv unterlaufen wurden.
Die Ankündigung des stellvertr. Forstamtsleiters und Verantwortlichen Hendrik Block
"Der übergroße Jagderfolg in diesem Jahr werde auf den dreijährigen Abschlussplan angerechnet, so dass in den kommenden Jahren in dem entsprechenden Revier weniger oder gar nicht gejagt werde." fällt dann wohl eher unter den Begriff Schadensbegrenzung.
Hoffentlich erinnnert sich Herr Block dann nächstes Jahr noch an seine vollmundige Ankündigung, man sollte ihn als Verantwortlichen die nächsten Jahre konsequent beim Wort nehmen.
Insofern ist für mich dein Versuch das Ganze durch Eröffnung des Nebenschauplatz "überflüssiger Abschussplan" zu relativieren, nicht zielführend!
Die Abschusspläne als Spielregeln existieren nun mal und sind insofern auch noch nicht "überflüssig"; vollkommen egal, wie ich persönlich zu Rehwild-Abachussplänen stehe!
Immerhin hat Herr Block sich ja selbst bei der unteren Jagdbehörde angezeigt, Respekt dafür!
Durch die Möglichkeit die Zahlen auf den 3-jährigen Abschussplan umzulegen, wird das ganze zwar eh nur wie ein Sturm im Wasserglas enden, siehe Edelmannsberg, aber clever und der weitsichtig war dieses Verhalten mit Sicherheit nicht.

Vielleicht ist das ganze auch nur ein bewusst eingesetzter Testballon auf dem Weg zu "überflüssigen Abschussplänen" in der Edelmannsberg- Tradition, irgendwie bekomme ich zumindest ein wenig den Eindruck!
Warst schneller (y)(y)(y)
 
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#15
Ich denke, darum geht es @ Grosso hier in erster Linie aber nun mal nicht und es ändert vor allem aber auch nichts daran, das hier offensichtlich die Spielregeln, die nun mal für alle gelten, auch für jagdlich Verantwortliche in oder mit Forst-Funktion, massiv unterlaufen wurden.
Wieso unterlaufen? Unterlaufen wäre es, wenn man den ausgetrickst hätte, hat man aber nicht.

Insofern ist für mich dein Versuch das Ganze durch Eröffnung des Nebenschauplatz "überflüssiger Abschussplan" zu relativieren, nicht zielführend!
Doch - mit einer vernünftigen Abschussregelung wäre das hier kein Grund für Diskussionen.

Die Abschusspläne als Spielregeln existieren nun mal und sind insofern auch noch nicht "überflüssig"; vollkommen egal, wie ich persönlich zu Rehwild-Abachussplänen stehe!
Ich halte vieles für überflüssig, das ist mein gutes Recht. ;)

Man steckt nicht drin was vorher gelaufen ist!
Eben. Man weiss auch weder, wie effizient die früheren Jagden organisiert waren und ob nicht ggf. jetzt durch irgendwelche Einflüsse eine nicht-normale Wildkonzentration wie vor Jahren mal in Chorin entstand. Die Strecke hängt immer von so vielen Variablen ab ...

Ich habe mich in meinem Pachtrevier mit dem Förster (des Privatwaldbesitzers) getroffen und mit ihm den Rehwildabschuss abgesprochen bzw. vereinbart. Das war durchaus vergleichsweise einfach und ich habe bis dato diesen Abschuss erfüllt und gedenke das auch weiterhin zu tun. Wie gesagt: ich jage gerne und ich mache gerne Beute.
Solche Absprachen sind doch viel besser als die klassischen Abschusspläne, weil ihr das ohne Einmischung von anderen absprechen und an Veränderungen anpassen könnt - notfalls über Nacht oder auch als Stufenplan etc. pp.

Was ich nicht mag, ist sich mit einer vermeintlich 'moralischen' Überlegenheit außerhalb der Spielregeln aufzustellen und dabei noch alle anderen für unzulänglich und dämlich zu halten. Daher hoffe ich, dass genau diese Haltung zu Sanktionen führt.
grosso
Wo interpretierst Du das jetzt her? Jagden mit 10 Rehen bei 30 Schützen sind in Ecken, in denen der Wildbestand "forstlich angepasst" ist, doch nicht sooo selten? Wieso nimmst Du gleich wieder das Schlechteste an?
 
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