(Deutlich) Mehr Rehe als geplant erlegt - Jagdleiter erstattet Selbstanzeige

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#31
Ich denke mal das der Umgang miteinander schon seit langem das größte Problem ist. Hobbykasper etc. Versehentlich ,Räusper gesehen habe ich einiges.....Bin" Hobbyhundeführer,"kein Profi. mache das nur aus Jux....das allerdings schon ziemlich lange.... und bin nicht auf Jagdliche Almosen angewiesen führe derzeit drei bis vor kurzem vier Hunde ;)Diskussion&..
Streitkultur sind sehr wichtig. Es kommt auf das wie an und ja hier wird auch mitgelesen. Spät geworden. Gute Nacht,denkt mal drüber nach.
 
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#32
Zum Thema:
Entweder wir haben Regeln oder wir haben keine Regeln.
Da wir in diesem Fall offenbar welche haben, gelten die für alle.
Ist der Abschussplan erfüllt, dann gibt man eben auf der DJ diese Wildart nicht frei.
Macht man das doch, ist von Vorsatz zum Regelbruch auszugehen.

Abschusspläne sind nicht in Stein gemeißelt. Kann man für das nächste JJ und die kommenden problemlos verändern, sollte ein Über- oder Unterbestand festgestellt werden.
 
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#33
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#34
Vor - ich denke - etwa 2 Jahren war ich auf einer HR-Versammlung. Auch dort wurde über eine kräftige Erhöhung nachgedacht. Die Verbissbelastung gab nicht so recht was her. Dann fingen die verschiedenen Vertreter an, sich zu verbiegen: Klimawald, Eigentum, bla-bla-bla....Irgendwann war ich dran. "Leute, wenn der Wildbestand so stark gestiegen ist und womöglich mehr überfahren wird, dann kann man ihn auch nutzen. Machen wir beim Hasen auch so. Da wird vor der Jagd gezählt, okay das geht beim Rehwild nicht. Aber man redet vorher drüber und deshalb sind wir hier. Wenn der Wildbestand sich erhöht hat und eine stärkere Nutzung zulässt - warum dann nicht.

In den beiden von mir betreuten Revieren in Bayern haben wir den Abschuss ohne Notwendigkeit bezüglich der Verbissbelastung um 65 % angehoben. Da gab es ein bisschen Raunen an den Tischen. Ja wir haben die Biotopkapazität des Reviers durch verschiedene Maßnahmen hochgeschraubt, jetzt nutzen wir das.

Wenn sich in einem Revier die Biotopkapaziät aus anderen Gründen (mehr Freiflächen warum auch immer) erhöht, kann man mehr schießen.
Ja ich bin auch gegen den Abschussplan beim Rehwild, aber deswegen müssen wir uns im Rahmen der Vorgaben bewegen und das Recht nicht einfach biegen. Es lässt sich alles (vorher) regeln.

Man geht doch nicht blind auf die Jagd (oder einige doch?) Wenn ich merke dass im Revier trotz erfülltem Abschuss doch noch zu viel Wild da ist, dann gibt es auch die nachträgliche Erhöhung. Ja Ich mag diesen bürokratischen Aufwand auch nicht, aber im Moment hilft es nix.
Es geht einfach nicht, dass jeder seine Gutsherrenmentalität in welcher Richtung auch immer auslebt. Dazu zähle ich auch die, welche in der anderen Richtung unterwegs sind.

In Tschechien ist der Bock seit 1.10. zu. Vorgestern waren 2 Böcke (noch auf) und 2 weibliche lange an der Kirrung. Ich hab trotzdem gut geschlafen, denn die Erde hat sich weiter gedreht.
 
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#35
....

Man geht doch nicht blind auf die Jagd (oder einige doch?) Wenn ich merke dass im Revier trotz erfülltem Abschuss doch noch zu viel Wild da ist, dann gibt es auch die nachträgliche Erhöhung. Ja Ich mag diesen bürokratischen Aufwand auch nicht, aber im Moment hilft es nix.
Es geht einfach nicht, dass jeder seine Gutsherrenmentalität in welcher Richtung auch immer auslebt. Dazu zähle ich auch die, welche in der anderen Richtung unterwegs sind.
...
Genau deswegen bin ich FÜR Abschusspläne.
 
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#36
Der Rehwildbestand kennt in D nur eine Richtung, nach oben !!!!
Vergiss solche verallgemeinerte Aussagen.
Da wo ich bin nicht, in keinem Revier. Die Bevölkerung merkts nicht, die sieht Rehe. Sind aber immer die gleichen schlauen Verbliebenen, die zum eigenen Schutz bis in die Hausgärten gehen.
Der arglose Nichtjäger meint ein Idyll zu erleben. Dabei sieht er nur Verzweiflungstaten.
Ja hier wurde versehentlich ein vermeintlicher Abschussplan überschossen und der Verantwortliche übernimmt dafür die Verantwortung damit sollte es aber auch gut sein.
Hab ich mir auch gedacht beim Lesen. Soll nicht vorkommen, kann aber.
Vor der obig geschilderten Situation bei uns kannst mal Glück haben mit einer Planung - oder eben Pech. Je nachdem wo die Miezekatze sich grad rumtreibt sind entweder alle da oder gar kein Reh.
 
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#37
WENN da so viel Rehwild war, hätte dem versierten Förster das die Verbisssituation das doch gleich offenbart haben und ihn vor Überraschungen schützen müssen.
Vorsicht, Streichholz! Es kam schon ein Beitrag von ElCaracho #12 der das relativiert hat und wir kennen auch das herbeigerede in manchen Ecken. Aber es gibt auch Reviere wo alles im Lot ist und das Rehwild es nicht schafft sich sichtlich um Kopf und Kragen zu knosperln.


Der übergroße Jagderfolg in diesem Jahr werde auf den dreijährigen Abschlussplan angerechnet, so dass in den kommenden Jahren in dem entsprechenden Revier weniger oder gar nicht gejagt werde." fällt dann wohl eher unter den Begriff Schadensbegrenzung.
Hoffentlich erinnnert sich Herr Block dann nächstes Jahr noch an seine vollmundige Ankündigung, man sollte ihn als Verantwortlichen die nächsten Jahre konsequent beim Wort nehmen.
Ist doch Quark, er soll eine auf den Deckel bekommen und im nächsten Jahr wird der Plan den Gegebenheiten angepasst. Nachhaltigkeit sieht auch beim Rehwild vor optimal zu nutzen. Colchicus hat das in #34 sehr anschaulich dargestellt.


Skandalös wird die Angelegenheit erst wenn die UNB das unkommentiert durchwinkt. Die Regeln sind da und sollen auch für alle gelten. Ich sehe hier noch keinen Jagszent.



CdB
 
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#38
Was willst Du von uns hören? Hang'm high?
Nein, das wollte ich nicht hören, das erscheint in dem Zusammenhang nicht angemessen. Eure Auffassung und Sichtweise zu dem Thema interessiert mich allerdings sehr wohl.

Mit aller Gewalt ein zweites Edelmannsberg? Ich bin mir sicher, das werden wir noch öfter erleben, und es ist ganz sicher auch vorher schon passiert, wenn auch mit weniger öffentlichkeitswirksamen Zahlen. 5 Jagden mit 8 Reh statt 2en sind dasselbe. Nur wirft wegen 8 Rehen keiner auf. Und das passiert ständig und überall.

Komm wieder runter, gesünder.
Raufgeklettert bin ich erst, als einer der üblichen Protagonisten hier die Haltung hat durchblicken lassen, die man dem Jagdverantwortlichen durchaus auch unterstellen könnte, wenn da nach der Jagd 42 statt 9 Rehe liegen.

Ich sollte noch anmerken, dass der Beitrag, der mich verärgert hat und mich zu einer entsprechenden Replik veranlasste offenbar zwischenzeitlich - von wem auch immer - gelöscht wurde. Mein entsprechender Beitrag wirkt nun so, als sei ich unmittelbar und mehr oder minder grundlos an die Decke gegangen.


grosso
 
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#39
Ja ich bin auch gegen den Abschussplan beim Rehwild, aber deswegen müssen wir uns im Rahmen der Vorgaben bewegen und das Recht nicht einfach biegen. Es lässt sich alles (vorher) regeln.
Ich schätze die meisten deiner Äußerungen colchicus, diese ist aber sehr gefährlich für die Jagd. Wenn die Rehwildbewirtschaftungspläne in Niederwildrevieren aufgegeben werden, kann man leicht die völlige Einstellung der Jagd auf diesen Flächen begründen - es besteht ja kein Plan mehr. Diese Flächen werden von den mit Spendengeldern vollgestopften "Naturschutzverbänden" gern gekauft und danach die Jagd beendet.
Für Hochwildreviere stellt sich dieses Problem nicht.

Ansonsten empfinde ich dieses hier beschriebene Verhalten reichlich blauäugig. Eigentlich kann niemand, der als Jagdleiter eingesetzt wird, so nachlässig sein. Riecht stark nach Vorsatz.
 
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#40
Genau deswegen bin ich FÜR Abschusspläne.
Okay bin bei Dir wenn auch eine Kontrolle stattfindet mit Wildursprungsscheinen und Plombe. Dazu bräuchten wir schon bei einer normalen Verkehrskonrolle Polizisten die Rotwild von Rehwild unterscheiden könnten. Wie hieß es letztin an der Grenze bei einem Schmalspießer: "Oh ein schöner Rehbock! (vorallem mit 55 kg gut im Wildbret:LOL:)
Wenn jemand in CZ ohne Plome angetroffen wird: Jagdschein weg und keine faule Ausrede wie "mach ich daheim ran, Frau hat Auto saubergemacht", und was sonst noch an Ausreden gibt.
Ich weigere mich schon lange in unserer Kreisgruppe auch nur einen Finger für die Hegeschau in Sachen Rehwild (für die restlichen Wildarten schon) krumm zu machen, weil ........
Ich seh doch was auf den Wiesen herumsteht. und welches Geschlechterverhältnis herrscht wenn man so durchs Land fährt. Warum haben wir in Tschechien annähernd 1 : 1 in vielen Revieren?
Wenn jemand sagt, der Zuwachs muss begrenzt werden dann soll er weibliches Wild und Kitze schießen. Aber muss man bis zum letzten Tag im Januar den letzten Bock aus dem Bestand rausschinden? Und ich bin bestimmt kein Trophäenjäger!
 
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#41
Ich schätze die meisten deiner Äußerungen colchicus, diese ist aber sehr gefährlich für die Jagd. Wenn die Rehwildbewirtschaftungspläne in Niederwildrevieren aufgegeben werden, kann man leicht die völlige Einstellung der Jagd auf diesen Flächen begründen - es besteht ja kein Plan mehr. Diese Flächen werden von den mit Spendengeldern vollgestopften "Naturschutzverbänden" gern gekauft und danach die Jagd beendet.
Für Hochwildreviere stellt sich dieses Problem nicht.

Ansonsten empfinde ich dieses hier beschriebene Verhalten reichlich blauäugig. Eigentlich kann niemand, der als Jagdleiter eingesetzt wird, so nachlässig sein. Riecht stark nach Vorsatz.
Wie ist denn der aktuelle Stand? In welchen Bundesländern gibt es Abschusspläne für Rehwild?
 
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#42
Ich gehe davon aus, dass diese hohe Jagdstrecke unbeabsichtigt zustande kam. Wer mag schon gerne sich selbst anzeigen und aus eigener Tasche ein Bußgeld bezahlen, damit sich Schützen und der Waldeigentümer daran freuen? Und es wird teurer sein, als Falschparken, was ich vom Ordnungswidrigkeitsgrad ungefähr auf eine Stufe stellen würde.
Das so locker mögliche Überschießen des Abschussplanes zeigt, dass der bisherige Plan falsch war. Und dass es blödsinnig ist, für Rehwild Abschusspläne vorzuschreiben. Der Zustand der Vegetation und Unfallrehe sind die entscheidenden Zeiger.
 
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#43
...Dazu bräuchten wir schon bei einer normalen Verkehrskonrolle Polizisten die Rotwild von Rehwild unterscheiden könnten. Wie hieß es letztin an der Grenze bei einem Schmalspießer: "Oh ein schöner Rehbock! (vorallem mit 55 kg gut im Wildbret:LOL:)
...
Wenn jemand sagt, der Zuwachs muss begrenzt werden dann soll er weibliches Wild und Kitze schießen. Aber muss man bis zum letzten Tag im Januar den letzten Bock aus dem Bestand rausschinden? Und ich bin bestimmt kein Trophäenjäger!
Moin,

Kollateralschaden!
Wenn Böcke frei sind muss man nicht ansprechen können. Da reicht es aus wenn man die Wildart erkennt! Das ist der einzige Sinn und Zweck.
Ricke, Bock, Kitz, Schmalreh, Bockkitz, Rickenkitz. Scheißegal. Schaffen viele schon beim Ansitz nicht zu unterscheiden...
Reh ist Reh: Bumm.
Wenn dann noch Sikawild vorkommt wirds richtig spannend.
 
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#44
Ich versteh Euere Abneigung gegen Abschusspläne/Abschussvereinbarungen nicht.
Genausowenig die Ablehnung von Pflicht-Hegeschauen.
Die Sprüche, dass sowieso angeblich jeder hinhängt was er will und aufschreibt wie es passt (nein, das ist definitiv eben nicht so), wäre ja auch ein prima Argument gegen Geschwindigkeitsbegrenzung. Es fahren sowieso immer welche zu schnell, also lassen wir es gleich ganz und brettern in Zukunft mit 165km durch die Innenstadt.
Damit also, braucht mir keiner kommen.

Ohne da jetzt argumentativ weiter drauf einzugehen, ahne ich zumindest, dass das (also die Abschaffung von Abschussplänen) ein weiterer Wacker sein wird, der uns sehr bald krachend auf die Füße fällt.
So von wegen die nächste Situation bei der wir und die Grundeigentümern bei der Abstimmung mit Behörden nicht (mehr) gefragt, interessant oder sonst irgendwie Ansprechpartner sind.
Die von den Ökojägern beigewünschte Verlotterung greift Raum. Und zwar in einer unfassbaren Geschwindigkeit.
Raus fahren, umbumbe, ferdisch.
Und den Rehwildzüchtern ist dann auch sowieso gar nicht mehr beizukommen. Nur mal so am Rand bemerkt.
 
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#45
Moin,
....
Reh ist Reh: Bumm.
Wenn dann noch Sikawild vorkommt wirds richtig spannend.

" Der Sikahirsch (Cervus nippon; von japanisch 鹿 shika für „Hirsch“) ist ein aus Ostasien stammender Hirsch, der durch Einbürgerungen heute in vielen Gegenden der Welt vorkommt. "


Ich mein ja nur, wenn man andernorts in Deutschland das Muffelwild ausrotten will.
Neozoe.. oder?
 
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