Die Jagd verkommt zur Schädlingsbekämpfung

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Ja .....leider, bei ganz vielen JagdNachbarn höre zB , "Käfer kann ma net schiesse , und Frösch ach net " , viele Erklärungen unserer Naturverbundenheit findet bei Nichtjägern mehr Verständnis als bei den "echten" .....,dass zB Luder an bestimmten Plätzen ausbringen, sehr wichtig für viele Greife/Kolkraben ist, finden viele aus dem Dorf gut ....wohingegen "richtige Jäger" am liebsten alles vergraben oder in der Tonne entsorgen.....nur : mit Branntkalk und tiefen Löchern werden Milane auch nicht satt.
Wir haben dank vielen Gesprächen mit Einwohnern/Anwohnern eine sehr gute Akzeptanz, sogar wenn nachts der Strahler an der Scheune angeht, kommt zB der Nachbar (Bürgermeister) um WMH zu wünschen, und um ein Erlegerbier mitzutrinken, seine Frau kommt dann meist auch noch vorbei um "ihren Mann zu suchen" ......😁....auch gab es bisher noch nie Schäden an Jagdeinrichtungen ....!
"Ma muss nur met de Leit schwätze " .....
Viele Projekte der Verbände gehen oft an der Bevölkerung vorbei, da sind wir als "Streetworker" eher erfolgreich.....!
Grüße +WMH Olli
 
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Wir mussten ja noch
Bundesjagdgesetz
§ 1

auswendig lernen.
Grad Punkt (2) beantwortet did Frage nach gesellschaftlichen Nutzen und Sinn von Jagd und denjenigen, die selbige ausführen, vollumfänglich.
Also hier extra für die, die meinen keinen gesellschaftlichen Auftrag in ihrem Tun zu erkennen.
"Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen; auf Grund anderer Vorschriften bestehende gleichartige Verpflichtungen bleiben unberührt. Die Hege muß so durchgeführt werden, daß Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden."
Hier liegt ein Hund begraben den kaum einer sich zu nennen getraut.
Das Jagdrecht ist mit Grund und Boden verbunden, eigentlich wäre es an den Grundbesitzern auch die Grundvoraussetzungen zu erhalten die für einen artenreichen Wildbestand nötig sind. Die intensive Landwirtschaft sorgt für riesige Flächen die eigentlich für hauptsächlich eine Wildart gut ist und der dem sie dann das Jagdrecht Verpachten soll diese Wildart mit allen Mittel bekämpfen oder für seine Schäden aufkommen. Aber solange es genug Deppen gibt die noch fürstlich dafür zahlen wird sich nichts ändern.
 
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ich denke, dass eine ganze Menge "Jäger" so etwas besser nicht fragen sollten, sie könnten sonst schnell in Erklärungsnot kommen:cool:
Ja, so ist das eben, wenn man im D-Zug durch die Jagdschule fährt.
Was noch alles auf der Strecke bleibt, sehen wir ja am Threadtitel

Hier liegt ein Hund begraben den kaum einer sich zu nennen getraut.
Das Jagdrecht ist mit Grund und Boden verbunden, eigentlich wäre es an den Grundbesitzern auch die Grundvoraussetzungen zu erhalten die für einen artenreichen Wildbestand nötig sind. Die intensive Landwirtschaft sorgt für riesige Flächen die eigentlich für hauptsächlich eine Wildart gut ist und der dem sie dann das Jagdrecht Verpachten soll diese Wildart mit allen Mittel bekämpfen oder für seine Schäden aufkommen. Aber solange es genug Deppen gibt die noch fürstlich dafür zahlen wird sich nichts ändern.
Diese intensive Landwirtschaft ist aber von ganz oben, Brüssel/Berlin, gewollt.
Siehe Zuckermarktordung, siehe Wolf, um nur zwei Negativbeispiele zu nennen.
Wachse oder weiche.
Dieses überholte Prinzip wird immer weiter gefahren.
 
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Natürlich. Wenn man die vorgeschriebenen Stunden auf viele Monate verteilt, weiss man natürlich viel mehr.
Vorgeschriebene Stunden? In Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gibts das schon mal gar nicht.

Aber in der Tat, das Strecken der Lernphase führt zu langanhaltenderem Wissen. In den Schnellbesohlungs-Jagdschulen gibt es Bulimie-Lernen. Der Lernstoff wird innerhalb von 20 Tagen reingepresst und direkt am Ende ist die Prüfung. Danach bleibt nur wenig drin.

Wenn man stattdessen über 9 Monate hinweg das Wissen in kleinen gut verdauliche. Portionen aufnimmt hat man genug Zeit um es zu verarbeiten und um es zu behalten. Das Wissen muss dann ja nochmal vor der Prüfung wiederholt werden.
 
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Der Jäger in unserer Region und in unserer Zeit ist ein Erholungsjäger im Kalchreuterschen Sinne - sofern er nicht Berufsjäger ist. "Fleischjäger" gibt es in unseren Breiten nicht mehr.
Da ich mehr als ein Drittel des Jagdjahres die Jagd als Dienstleiter absolviere bin ich wohl im Kalchreuterschen Sinne eher ein „Nebenerwerbsjäger“ oder hat der Kalchreuter diese Konstellation in seiner Klassifizierung gar nicht vorgesehenen?

Letztendlich ist es Wurst ob man die Jagd als Hauptberuf oder in der Freizeit ausübt. Wer Lebewesen tötet hat in der Regel hierzu eine moralische Grundlage/Rechtfertigung. Ich töte aus/mit Lust und Leidenschaft ....wenn ich das Wild danach auch verwerten kann oder zumindest ein Gesellschaftlicher Nutzen dahinter steht.

Zurück zum Thema:
Bereits als Jäger und Sammler haben unsere Vorfahren Nahrungskonkurenten bejagt und als wir dann auf der eigenen Scholle hockten haben wir mit Inbrunst unser Nutzvieh verteidigt, den „Schädling“ Bär, Wolf, Luchs etc. hatten wir dabei zeitweise recht gut im Griff. Andere Zeiten....andere Schädlinge 🤦🏻‍♂️

Gruß, mcmilan
 
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1 Antwort...ich habs gelöscht
Nein gibt es mir nicht. hier wurde 60 bis 70% des waldes abgeholzt der Freizeit Druck ist imens und der Rückzugsort immer kleiner. Wo sollen die Tiere denn hin und von was sich ernähren?
Früher gab es keine Nachtsicht und Wärmebild und Funk Kameras. Das is der Grund warum jeder mehr sieht und meint es sei alles zuviel.
 
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Meine Einschätzung über die Tragbarkeit des Wildbestandes basierte noch nie auf gesehenen Stücken, sondern immer auf dem Aussehen des Biotops. Wenn so viel zu sehen ist, daß man die Qual der Wahl empfindet, war das bisher in Verbindung mit dem Aussehen des Biotops immer deutlich zu viel. Dazu brauchte man schon damals keine Technik.

Mit technischen Vorrichtungen sieht man jetzt vllt mehr als vorher. Trotzdem würde ich die Höhe des Abschusses lieber weiterhin auf Basis der Schäden treffen, und nicht anhand einer vermeintlichen Bestandshöhe. In deckungsreichem Gelände ist das einfach zu ungenau. Warum soll man alles schießen, wenn keine Schäden da sind? Warum soll man nix schießen, wenn man wenig sieht aber große Schäden da sind?
 
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