Die Jagd verkommt zur Schädlingsbekämpfung

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Unser Ansehen in der Bevölkerung scheint ja ganz gut zu sein und hat sich ja offensichtlich deutlich gebessert.
Wenn man Baron Heeremann mit seiner Aussage folgt: „Jeder einzelne Jäger ist ein Botschafter der Jagd“, und der zusätzliche Erkenntnis, das man langfristig an den Taten und nicht den Worten gemessen wird, scheint eine vernünftige Botschaft in der Gesellschaft angekommen zu sein. Damit scheinen die allermeisten Jäger ihre Sache gut zu machen.

Grafik aus der aktuellen topagrar:
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Der DJV hat es sogar noch besser aufgeschlüsselt.
20201031_081814.jpg
Zeigt auch das sich die Jagd bei der Meinung der nichtjagenden Bevölkerung auf mehrere Säulen stützt und nicht nur stupide auf eine Schiene reduziert, die beobachten sehr fein.
 
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Ich denke nicht, dass diese Ansehensverbesserung auf Arbeit des DJV zurückgeht, ich denke das sind einfach eine Vielzahl sachlicher kluger Gespräche von uns Jägern und unseren Multiplikatoren auf der individuellen Eben.

Und trotz des Ansehens und der hohen Zahl der Jäger bringt der DJV es immer wieder aufs Neue fertig, sich vom Forst und dem ÖJV und den Waffenrechts-Verschärfern am Ring in der Nase in der Manege herumführen zu lassen. Ich meine mich an eine einzige Aktion zu erinnern, wo wir Jäger nach Berlin gebeten wurden um in orangenen Jacken und mit Jagdhörnern „der Politik den Marsch zu blasen“ - ein einziges Mal.

Leider ist dem DJV jede Kampagnenfähigkeit abzusprechen. Das sind konfliktscheue Schnullis und technikaverse Opas. Die sehen nahezu untätig zu, wie die Politik uns zu Schädlingsbekämpfern macht, statt endlich den Kampf aufzunehmen und uns zu mobilisieren.
 
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Hatte ich auch nicht behauptet. 😉

Im übrigen, immer frisch voran. Die Posten beim DJV werden nicht vererbt. Es kann sich jeder zur Wahl stellen und es besser machen.
Aber du hast Recht, ein jeder von uns macht die Jagd zu dem was sie ist und unser Auftreten bestimmt das Bild der Öffentlichkeit.
 
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Ich denke nicht, dass diese Ansehensverbesserung auf Arbeit des DJV zurückgeht, ich denke das sind einfach eine Vielzahl sachlicher kluger Gespräche von uns Jägern und unseren Multiplikatoren auf der individuellen Eben.
Das ist sicher richtig. Trifft aber immer auf alle Bereiche im Leben zu. Jeder ist mit seinem Auftreten Multiplikator.

Und trotz des Ansehens und der hohen Zahl der Jäger bringt der DJV es immer wieder aufs Neue fertig, sich vom Forst und dem ÖJV und den Waffenrechts-Verschärfern am Ring in der Nase in der Manege herumführen zu lassen. Ich meine mich an eine einzige Aktion zu erinnern, wo wir Jäger nach Berlin gebeten wurden um in orangenen Jacken und mit Jagdhörnern „der Politik den Marsch zu blasen“ - ein einziges Mal.
Betrifft zwar nicht den DJV, sondern nur einen LJV: Düsseldorf 2015 mit eindrucksvoller Demo

Leider ist dem DJV jede Kampagnenfähigkeit abzusprechen. Das sind konfliktscheue Schnullis und technikaverse Opas. Die sehen nahezu untätig zu, wie die Politik uns zu Schädlingsbekämpfern macht, statt endlich den Kampf aufzunehmen und uns zu mobilisieren.
Hier widersprichst Du Dir doch. "Schädlingsbekämpfung" hat doch sehr viel mit technischen Neuerungen zu tun, oder?

wipi
 
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Hier widersprichst Du Dir doch. "Schädlingsbekämpfung" hat doch sehr viel mit technischen Neuerungen zu tun, oder?

wipi[/QUOTE]

ja, der Begriff technikavers war unklar, er bezog sich nicht auf Jagdtechnik sondern die sozialen Medien. Andere Interessengruppen machen richtig Druck durch Twitter etc., agieren als „Aktivisten“, eskalieren die Konflikte, skandalisieren ihre Gegner und holen dadurch für ihre Ziele alles raus. Aber die Vertreter der Jäger lassen sich an den Watschenbaum stellen - einer muss ja das Opfer sein. Die Leistung der Durchsetzung unserer Interessen ist ganz schwach.
 
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Das ist sicher richtig. Trifft aber immer auf alle Bereiche im Leben zu. Jeder ist mit seinem Auftreten Multiplikator.



Betrifft zwar nicht den DJV, sondern nur einen LJV: Düsseldorf 2015 mit eindrucksvoller Demo



Hier widersprichst Du Dir doch. "Schädlingsbekämpfung" hat doch sehr viel mit technischen Neuerungen zu tun, oder?
wipi
Neuerungen ????
mit Gift wird seit ein paar hundert Jahren "gearbeitet" und wirkt immer noch.:devilish: :evil:
 
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... Andere Interessengruppen machen richtig Druck durch Twitter etc., agieren als „Aktivisten“, eskalieren die Konflikte, skandalisieren ihre Gegner ...
Sollte der Verband mich zum "Aktivisten" machen wollen, sollte er vorsätzlich "Konflikte eskalieren" und /oder gar "Gegner skandalisieren", dann verlöre er mit mir ein Mitglied.

Buchtipp dazu:
"Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen"
von Axel Hacke,
EAN / ISBN-13 9783956142123

Zitat dazu: "When they go low, we go high!"

Seltsam auch, dass das ansehen der Jagd durch "uns" (Wer immer in diese Vereinnahmungsdialektik einbezogen ist?) also Deiner Meinung nach durch eine "Vielzahl sachlicher kluger Gespräche von uns Jägern und unseren Multiplikatoren auf der individuellen Eben" gestiegen ist, während der Verband durch "konfliktscheue Schnullis und technikaverse Opas" geführt wird. Wer sich dergestalt beleidigend und niveaulos öffentlich äußert, liefert alleine damit schon einmal den Beweis, dass er für eine Sache besser nicht öffentlich streiten sollte.

Liege ich jedoch falsch und Du bist tatsächlich nachhaltig der bessere und erfolgreichere Botschafter der Jagd, dann sei doch unbesorgt. Es wird für Dich bei Deiner Weitsicht und Eloquenz doch ein Leichtes sein, die konfliktscheuen Schnulllis an der Verbandsführung abzulösen. Bis dahin kannst Du ja schon einmal für entsprechende Öffentlichkeit sorgen und Dich als Jagdaktivist vor dem örtlichen Vegan-Shop anketten.
 

steve

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Bei dem Threadtitel muss man vorsichtig sein, dass man vergangene Tage nicht glorifiziert. Die Zeit von Gifteiern und Baubegasung ist noch nicht lange her. Mir gefällt die moderne Jagd auch nicht, aber was den Anteil an Schädlingsbekämpfung angeht haben sich in erster Linie die nützlichen und schädlichen Tierarten geändert. Der Geist dahinter ist der selbe.
 
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Wir mussten ja noch
Bundesjagdgesetz
§ 1

auswendig lernen.
Grad Punkt (2) beantwortet did Frage nach gesellschaftlichen Nutzen und Sinn von Jagd und denjenigen, die selbige ausführen, vollumfänglich.
Also hier extra für die, die meinen keinen gesellschaftlichen Auftrag in ihrem Tun zu erkennen.
"Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen; auf Grund anderer Vorschriften bestehende gleichartige Verpflichtungen bleiben unberührt. Die Hege muß so durchgeführt werden, daß Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden."

Dass mit Erfüllung dieser Aufgaben zeitgleich gewisse obsessive persönliche Leidenschaften erfüllt werden, ist doch eine prima win-win Situation.
Der gesetzlich verankerte gesellschaftliche Zweck ist eindeutig formuliert. Eine Erklärung bin ich daher niemandem schuldig.
Höchstens könnte man auf mögliche nachgefragte Erklärungen für sein Tun mit einer Gegenfrage antworten, z.b. "Und was tust Du so für die Artenvielfalt, die Landschaftspflege und das Allgemeinwohl?"
 
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