Die kommende Energiekrise

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Wie bereite ich mich auf die absehbare Energie vor?

  • Habe mich nicht mit dem Thema befasst

    Stimmen: 15 10,5%
  • Versuche, Energie zu sparen

    Stimmen: 39 27,3%
  • Mir ist egal, was Energie kostet

    Stimmen: 24 16,8%
  • Heizung umgestellt auf erneuerbare Energien (oder in Planung)

    Stimmen: 45 31,5%
  • Notstromaggregat besorgt (oder in Planung)

    Stimmen: 63 44,1%
  • Mir egal, notfalls ziehe ich in meine (weitgehend autarke) Jagdhütte

    Stimmen: 24 16,8%

  • Umfrageteilnehmer
    143
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Ach geh werter Pudlich, unser primäres Problem sind doch nicht die Energiequellen sondern die Frage, wie der Saft zum Verbraucher kommt. Das hat nach einem halben Jahr W&H-Debatte sogar der Herr Windfang kapiert und jetzt bringst Du Schande über uns. :cool:

Mit dem Franzos wär das in der übernächsten Legislatur doch gleich ausgeskasperlt. Billiger A-Strom für uns gegen Übernahme von mehr militärischer Verantwortung und ein bisserl mehr Coolness bei der europäischen Schuldenpolitik. Und der Herr Windfang gibt auch endlich Ruh. :cool:
Achwatnichnoch!

harbeck und Baerbock haben doch ihr eigenes Stimmvieh gerade mit Anlauf ins Kurzwildpret getreten, als sie lauthals die Verkürzung der Bewilligungsverfahren verkündet haben.

Also wird demnächst geplant, gebaut und in Betrieb genommen und danach dürfen dann die NGOs klagen. Und so eine Überlandleitung bauen wir doch in ein paar Wochen, wenn wir nicht jeden Schreckenschreck um Erlaubnis fragen müssen.
Ausserdem - der französische Atomstrom muss doch nur über/ unter den Rhein, geht ratzfatz
 
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Was mich gerade so beiläufig etwas wundert:

Hier geht man mit der vermeintlichen Problematik gerade um, als sei sie von Gott gegeben.
Offensichtlich hält man in diesem Forum den deutschen Michel, die deutsche Gesamtbevölkerung für völlig schutz - und wehrlos, politikergeben und ohne jedes Rückgrat.

Ich bin da anderer Meinung. Selbst der dümmste grüne Fundi muss sich drüber im Klaren sein, dass man den Krug nicht solange zum Brunnen gehen lassen sollte, bis er bricht. Das Scenario, das hier aufgebaut wird, setzt voraus, dass die Politik es so Realität werden lassen will. Genau das wird aber nicht geschehen. Auch wenn die AFD - nahen Wirrköpfe es excessiv behaupten.
 
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Ich bin da anderer Meinung. Selbst der dümmste grüne Fundi muss sich drüber im Klaren sein, dass man den Krug nicht solange zum Brunnen gehen lassen sollte, bis er bricht. Das Scenario, das hier aufgebaut wird, setzt voraus, dass die Politik es so Realität werden lassen will.

Das hätte ich ebenso wie Du gesehen, wären von einer künftigen Regierungspartei im Bundestag nicht gegensätzliche Aussagen getroffen worden:

Allein Ihre Unfähigkeit, sich unter Energieversorgung etwas anderes als Grundlast vorzustellen, das ist so von gestern wie Sie selbst.

Die Zukunft wird flexibler sein, spannender, ja, auch anspruchsvoller: nicht mehr nachfrage-, sondern angebotsorientiert, nicht mehr mit wenigen zentralen Produzenten, sondern mit einer Vielfalt von kleinsten Produzenten bis hin zu riesigen Onshore- und Offshorewindparks, mit Selbstversorgern, Genossenschaften und einem neuen Bewusstsein, dass Energie kostbar und sorgsam mit ihr umzugehen ist.


Hier werden Brownouts ganz deutlich angekündigt, und der Strommangel geradezu euphemistisch schöngeredet.
 
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Weil ein Blackout ja völlig unmöglich ist, informiert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (nach Meinung mancher hier wohl ein Mittelding zwischen AfD-Amt und Prepperbehörde) über den Einsatz von Notstromgeräten im Fall eines längerfristigen Stromausfalls. Und das schon seit 2015!

 
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Nun ja - es sei durchaus möglich, ganz Deutschland mit erneuerbaren Energien zu versorgen - und in maximal 15 Jahren kriegen wir das auch locker hin, meint eine aktuelle DIW-Studie. Die Mitautorin Claudia Kemfert meint zum Thema Versorgungssicherheit: "Perspektivisch braucht das Energiesystem auch mehr Speicheroptionen sowie Flexibilitätsoptionen wie Nachfragereaktion und Echtzeitpreise, dann ist ein solches System versorgungssicher."

[Leider lässt sie sich nicht näher über die Speicher aus - sehr schade, das.]

Aber der Rest dieser Äußerung bedeutet ganz klar: "Wenn's gerade mal wenig Strom gibt, wird der halt so teuer gemacht, dass sich ihn kaum noch einer leisten kann. Dann wird dadurch auch wenig verbraucht." Oder wie Frau Barley es neulich noch formulierte: Die nicht verbrauchte Kilowattstunde ist die preiswerteste.

Jeder Brownout lässt sich damit als effiziente Energiesparmaßnahme verkaufen. Blackouts natürlich erst recht...
 
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Wie sind jetzt eigentlich die ganzen Schlaumeier, welche immer laut getönt haben wir brauchen keine NorthStream II ? Weil uns die USA mit günstigem LNG beliefern würden und wir mit NorthStream nur vom Russen abhängig wären.

Mittlerweile bin ich echt froh, daß das Ding fertig ist.
Alleine aufgrund der Tatsache, daß wir eine direkte Lieferanten/Abnehmer Beziehung haben können - ohne Erpressungspotential von Ländern die dazwischen liegen und gelegentlich auch mal was für den "Eigenbedarf" abzweigen, wenn sie sich das eigene Gas nicht mehr leisten können...

Hast Du für diese Behauptungen auch gerichtsfeste Belege? Oder werden hier nur wieder mal russische Märchenerzählungen verbreitet, wie so oft?

Kurz mal erinnern, 2004 gab es in der Ukraine die "orange Revolution" im Zuge dessen der größte russischhörige Kleptokrat Janukowitsch, vertrieben wurde. 1-2 Jahre später gingen die Vorwürfe von Seiten Russlands des Gasdiebstahls gegen die Ukraine los. Bewiesen wurden die nie und immer von der Ukraine bestritten. Die prowestliche Führung der Ukraine wurde als "hochgradig kriminell" von russischer Seite diffamiert. Klar, in so ein Land, was dann auch noch seine eigene Landessprache als Amtssprache einsetzen will, da hat man doch alles Recht einzumaschieren. Zumal das Land über die zweitgrößten Gasreserven nach Norwegen in Europa verfügt, große Kohlevorkommen hat und unter dem Festlandsockel der Krim ebenfalls umfangreiche Öl und Gasvorkommen vermutet werden.
 
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Die Kemfert ist sowas wie das "Propagandageschütz der Energiewende". Die braucht man nicht ernst nehmen.
 
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Hast Du für diese Behauptungen auch gerichtsfeste Belege? Oder werden hier nur wieder mal russische Märchenerzählungen verbreitet, wie so oft?

Auch wenn mir Russland wahrlich nicht sympathisch ist - ohne genügend Erdgas werden in D, und auch in weiten Teilen Europas - ziemlich sicher die Lichter ausgehen. Das ist einfach eine Frage simpler Mathematik.

Und jetzt ist es wohl so, daß die Gas- und Ölvorräte im Süden Russlands (die über die Ukraine geliefert werden) so langsam knapp werden, während weiter im Norden neue erschlossen wurden. Der Hauptgrund, erstmal Nordstream I zu bauen.
Nordstream II ist einfach eine billige Möglichkeit, Erdgas aus dem Norden Russlands nach Europa zu bringen - und für D mit seiner tollen Energiewende leider zwingend. Nochmal zur Verdeutlichung:

Deutschland braucht zu Spitzenzeiten so etwa 70 GW Leistung, kann auch mal mehr sein.

Davon können zuverlässig gewonnen werden:

ca. 32 GW aus Erdgas,
ca. 8 GW aus Biomasse,
ca. 5 GW aus Wasserkraft,
ca. 9 GW aus Pumpspeichern und schließlich können die Leitungen
ca. 19 GW aus dem Ausland importieren.

Macht in der Summe etwa 73 GW gesicherte Stromversorgung, wenn alle Kraftwerke voll laufen und das Ausland liefert (liefern kann). Sinkt die Verfügbarkeit auf unter 95% in der Summe über alle Kraftwerke, müssen Verbraucher vom Netz genommen werden oder man muss eben hoffen, daß die Sonne genug scheint. Aber die Wichtigkeit von Erdgas wird vor dem Hintergrund des Ausstiegs aus Kohle und Kernkraft deutlich.

Erneuerbare habe ich nicht erwähnt, weil die nicht zuverlässig liefern. So haben zum Beispiel am 07.10 um 05.00 Uhr alle Erneuerbaren Energien zusammen, inklusive Offshore Wind, nicht mal 0,7 GWh produziert.

Daß Flüssiggas vor allem nach Asien transportiert wird und kaum ein Schiff Europa anläuft, ging neulich durch die Medien (FAZ, Handelsblatt) und ist leider keine Russenpropaganda.
 
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Hier beschreibt das Österr. Bundesheer, wie es auf einen Blackout vorbereitet ist, wie es der Bevölkerung helfen kann und wie sich jeder Bürger vorbereiten sollte:


Dazu in der Beschreibung:

Ein Blackout, also ein weiträumiger, eventuell gar europaweiter Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall ist ein realistisches und gleichzeitig unterschätztes Risiko. Daher ist es das erklärte Ziel des österreichischen Bundesheeres, die Widerstandsfähigkeit unserer Republik in einem derartigen Szenario insgesamt zu verbessern. Ein wichtiger Punkt dabei ist jedoch die Eigenversorgungsfähigkeit der Bevölkerung.

Ich sage dazu nur: Ahrtal, Bundeswehr. Und stelle mal das dagegen, was die Berliner Republik dazu anbietet:

 
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Nein kann es nicht. Die Briten sind so blöd gewesen, selbst die Ausländer außer Land zu schaffen die in systemrelevanten Berufen arbeiten ohne überhaupt über das Personal zu verfügen diese zu ersetzten.
Betrifft ja auch Lebensmittel und Landwirtschaft.
Was strebt man nun als Lösung an ?
Arbeitsvisa ausstellen und die selben Leute wieder ins Land holen......

Genialer Schachzug.....

Mal sehen wann die Schotten in England einmarschieren. :whistle:
Was spricht dagegen, das die Engländer einen ernsthaften Versuch unternehmen, ihr Land eben mit auch würdig bezahlten eigenen Leuten wieder in Funktion zu bekommen? Ich würde es auch begrüßen, wenn die Polen in Polen eine würdige Arbeit und Bezahlung bekommen. Das wäre wirklich schön.
 
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