Die Laikas

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#61
PatrickM hat gesagt.:
hypsilon hat gesagt.:
Zitat aus obriger Homepage:

"Der Laika muss sich präzise bewegen können. Auch auf den Eber wird meist mit zwei eingespielten Hunden gearbeitet. Sobald ein Eber aufgespürt wird, muss aggressiv gebellt angegriffen werden, das Tier wird eingekreist, gebissen und vom Weglaufen abgehalten."
:shock:
Also genau das Gegenteil, was man eigentlich von Stöberhunden verlangt... ?? :roll:

Vom "Eber" ganz zu schweigen...Der Bericht liest sich wie von einem Nichtjäger geschrieben...
Genau das ist aber verbotene Hetzjagd. Deshalb gib's in der GUS vielleicht hunderttausende von den Kötern aber hier nicht.

Genau das ist meiner Meinung auch die Intention der Halter hier. Die wollen Packer zum Schweineabstechen.

Meine bescheidene Erfahrung mit den Tieren:

Einmal eine Meute gesehen, schlugen sofort bei und jagten im Rudel, alle stumm, Nutzen für die Schützen gleich Null.

Mehrmals einen Einzelhund gesehen. Jagd absolut stumm und auf Sicht. Im deckungsreichen Gelände nicht mehr in der Lage die Spur eines Fuchses auch nur 10 Meter voran zu bringen.

Letztes Jahr in Dortmund auf der Jagd und Hund in der Laika-Koje in der Hundehalle. Ein Laika drin, der andere mußte draußen bleiben, ging nicht anders. Wenn die zusammen in dem 6 m²-Schlag waren fielen die übereinander her und waren von ihren Haltern auch nicht zur Räson zu bringen.

In meinen Augen einzige sinnvoll Verwendung: Gerben und als Bettvorleger verwenden.
?? Id.. !!
 
A

anonym

Guest
#62
Rotmilan hat gesagt.:
AxelF hat gesagt.:
Der Laika ist noch ein urtypischer Hund mit sehr wolfsnahem Verhalten.
rechy hat gesagt.:
Außerdem ist für die Laiki die Arbeit am Schwarzwild immer interessanter als an allem anderen Schalenwild, deshalb werden die Hunde auch fast immer rehrein (Rehe stinken und sind laaangweilig :D )
Es ist ja schön, wenn es so ist, unlogisch finde ich es aber. Einerseits ein Hund nahe am Wolf, andererseits legt er sich lieber mit stärkeren Gegner an, die er alleine nicht bezwingen könnte...
Schwarzkittel stellen sich, auch gesunde*. Und das die Hunde nicht allein jagen, sondern immer im Team, also Minimum Hund + Hundeführer wurde hier schon x-mal geschrieben.
Somit stellt sich am Schwarzwild rasch ein Erfolg ein*, woraus der Hund lernt.

Im übrigen haben sie wohl eher ein "urtypisches" Hundeverhalten, als das sie dem Wolf im Verhalten gleichen.
( Allerdings dürfte es nicht ganz leicht sein eine feste Grenze zwischen diesem und jenem zu definieren.)


* Die Schwarkittel lernen übrigens auch, in den Gebieten wo wir schon länger mit den "Ringelschwänzen" jagen, haben sie sich angepasst. Sie stellen sich entweder nicht mehr so leicht oder sie werden agressiver.
Nur die unerfahrenen Sauen (Überläufer, Frischlinge) stellen sich dann noch.


rechy
 
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#63
genau rechy 1+

Wir haben in den vergangenen Jahren ebenfalls festgestellt, dass sich das gesunde Schwarzwild dem Hund zunehmend häufiger gestellt hat und das viele Hunde geschlagen werden.

Ein Laika dagegen wird selten oder nie vom Schwarzwild geschlagen - es fehlt dem Hund die übertriebene Härte.
Und die Sauen lernen schnell - in der letzten Saison haben sich neben einer kranken Bache nur gesunde oder kranke Frischlinge gestellt.

Sicherlich kommt es für Schützen so, dass dort ein stummer Hund im Treiben ist, vor dem das Wild schnell flieht.

Richtig ist aber, dass diese Hunde aktiv Schwarzkittel suchen und aufstöbern.
Da wird erst locker gelassen, wenn die Sauen gesprengt und auf den Läufen sind. Kommt der Hundeführer dazu muss der höllisch acht geben. Bekommt die Sau Ihn mit - nimmt Sie Ihn umgehend an....
Anderes Wild wird nur angehetzt.

Weitere Vorteil ist, dass die Laiki immer in Reichweite des Hundeführers jaden. Welche Bracke kann das z.B. von sich behaupten ....

Ich habe noch nie eine Laika gesehen, die sinnlos und / oder massiv Sauen packt.
 
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#64
Hmm, also wenn man jetzt den Hund quasi nur zum Stöbern verwenden würde aber im Trieb selber keine gesunde Sau erlegt werden soll, wäre diese Rasse quasi nicht das wahre. Denn wenn die Sauen sich bei dieser Rasse wirklich so schnell stellen würde, nja dann kommt man ja überhaupt nimmer weiter und braucht eine Packung Patronen um den Sauen vor die Hämmer zu schießen um Bewegung in den Trieb zu bringen!?
 
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#65
Ich führe die Rasse nicht und kann daher nur meine Beobachtungen von mehreren Jagden mitteilen. Dabei kam ein HF mit zwei Laiki zum Einsatz.
Bei ca. 20 Drückjagden wurde bisher kein Hund geschlagen, soll aber schon vorgekommen sein.
Obwohl einzeln jagend, werden Rotten sehr gut gesprengt und mächtig auf Trapp gebracht. Einzelne Frischlinge, auch gesunde, werden gefangen und dann durch den HF abgefangen. Dabei ist von Vorteil, dass die Hunde recht Führerbezogen jagen.
Die Hunde kommen trotz ihrer Größe und Körpermasse auch in recht dickem Zeug(Kieferschonungen und Schilfpartien) sehr gut zurecht.
Habe bisher noch keine am Reh hetzende Laika erlebt.
Die sehr gute Schärfe und der volle Stimmeinsatz beeindruckt unsere Sauen immer noch. :)
 
A

anonym

Guest
#68
Weinviertlerförster hat gesagt.:
Hmm, also wenn man jetzt den Hund quasi nur zum Stöbern verwenden würde aber im Trieb selber keine gesunde Sau erlegt werden soll, wäre diese Rasse quasi nicht das wahre. Denn wenn die Sauen sich bei dieser Rasse wirklich so schnell stellen würde, nja dann kommt man ja überhaupt nimmer weiter und braucht eine Packung Patronen um den Sauen vor die Hämmer zu schießen um Bewegung in den Trieb zu bringen!?
Was meinst du denn mit "...nur Stöbern..."?
Für die Jagdweise vom Stand schnallen und solo jagen lassen sind die L. nicht geeignet.

Im Treiben sollen keine gesunden Sauen vor dem Hund erlegt werden???

Gesunde Sauen stellen sich auch vor allen anderen (Stöber-)Jagdhunden!!!!

Das ist ja gerade das Problem, was sich in den meisten Revieren ergibt, wo nur noch Hunde und keine Menschen (Treiber+ Durchgehschützen) arbeiten sollen.
Das Wild und speziell die Schwarzkittel lassen sich von den Hunden nicht mehr hinreichend bewegen oder die Hunde werden sogar massiv geschlagen (mit einem Hund wird jede Sau fertig)

Vor den L. stellen sich die Schwarzkittel auch nicht schneller als vor anderen Hunden, wie ich in diesem Faden schonmal geschrieben habe, arbeiten in unserer Stöberergruppe auch andere Rassen auf die gleiche Weise .(Man muß sie nur darauf einarbeiten , die Laiki können das von selbst 8) :lol: )

Die meiste Arbeit am Wild haben wir übrigens an kranken Stücken, und da brauchts außer Munition auch noch einen anständigen Zahnstocher, etwas Grips, etwas Mumm und Schiß (im richtigen Verhältnis) :lol: :lol:

rechy
 
A

anonym

Guest
#69
rechy hat gesagt.:
Das ist ja gerade das Problem, was sich in den meisten Revieren ergibt, wo nur noch Hunde und keine Menschen (Treiber+ Durchgehschützen) arbeiten sollen.
Das Wild und speziell die Schwarzkittel lassen sich von den Hunden nicht mehr hinreichend bewegen oder die Hunde werden sogar massiv geschlagen (mit einem Hund wird jede Sau fertig)

Vor den L. stellen sich die Schwarzkittel auch nicht schneller als vor anderen Hunden, wie ich in diesem Faden schonmal geschrieben habe, arbeiten in unserer Stöberergruppe auch andere Rassen auf die gleiche Weise .(Man muß sie nur darauf einarbeiten , die Laiki können das von selbst 8) :lol: )
Eben genau das ist das Problem. Sauen werden geradezu dazu erzogen nicht mehr zu rücken. So bildet man systematisch Hundekiller aus. Als Frili-Trupp die Wagenburg, als ÜL schon zu zweit Mister Cool und als 2 jähriger geht es ans Eingemachte.

Ich habe wenig Erfahrungen mit Laiki, aber es ist einfach so, dass Hunde die da 1.) HF nah und damit unterstützt und 2.) auch vehementer reingehen genau das Hundekillerzüchten verhindern.
Es ist auch so, dass spurlaute und nur stellende Hunde von den Sauen genau berechnet werden. Was bellt beißt auch häufig nicht. Nur standlaute Hunde kommen da anders rein und sprengen die Rotte. Meist sind Hunde die knapper im Laut sind auch rabiater.
Als Standschnaller hat man das vermutlich nie erlebt und kann es deshalb nicht nachvollziehen.

Das ist auch sachgerechter. Entweder die Sau rückt und lernt nicht, Widerstand lohnt sich, oder sie wird letztlich überwältigt und sauber abgefangen, was nach dem sofort tödlichen Schuss die zweit beste Art der Erlegung ist und ganz sicher keinen neuen Hundekiller schafft.
 
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#70
Ich bin letztes Jahr auf einer Drückjagd mit AxelF und seinem Freund dem Laika HF mit durchgegangen. Der Laika hat Führernah gejagt, meine Bracke hat jedenfalls größere Kreise gezogen, und hat auf dieser Jagd 1 kranke Bache und nen kranken Frischling gestellt die vom HF dann erlegt wurden. Der Frili hatte wenn ich mich recht erinnere einen Laufschuss und somit musste der auch nicht mehr Nachgesucht werden.

Wenn der Laika eine Rotte sprengt haben die Schützen doch auch was davon. Jedenfalls kann ich auf einer Drückjagd auch Wild erlegen ohne das mich 5min vorher der Fährtenlaut eines Hundes weckt.
 
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#71
Hallo lalelu - wie gehts - Praktikum schon beendet ?

1+ ... genau aus diesem Grund bin ich auch auf den Laika gekommen.

WH
 
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#72
Es ist doch sehr verwunderlich, daß ein Brackenführer erwähnt, daß seine Bracke "grössere" Kreise zieht als eine Laika! (und sich anschl. über den Fährtenlaut mockiert) :shock: :shock:
 
A

anonym

Guest
#73
Bracken sind auf einer DJ die Aufklärer, Finder und Geländescanner, unermütlich auch im schwersten Gelände, ausreichend laut an Sauen immer, (wenn sie denn Sauen jagen), aber eine einzelne Bracke kann schnell mit einer Sau überfordert sein, es kann dem HF passieren auch schon mal allein im Wald zu stehen, und besonders "gute" Exemplare brackieren halt Schalenwild.


Eine Bracke ist der Joker auf einer Jagd, das Kartenspilen lebt aber allgemein von einem guten Gesamtblatt. :wink:

Mit der Ergänzung durch weitere Hunde kann auch eine Bracke die Rotten sprengen, oder krankes Wild stellen evtl. binden ohne dass es durch x Reviere gehütet wird. Außerdem sind entsprechende Hunde eine direkte Umsetzung des Tierschutzgedankens und ein Schutz für HF und übrige Hunde. Es gibt Schwarzdorn, der ist so dicht, dass man nur oben rüber laufen kann oder auf allen vieren versuchen muss durch die Sautunnel zu kriechen.
 
A

anonym

Guest
#74
FSK 300 hat gesagt.:
Es ist doch sehr verwunderlich, daß ein Brackenführer erwähnt, daß seine Bracke "grössere" Kreise zieht als eine Laika! (und sich anschl. über den Fährtenlaut mockiert) :shock: :shock:
Ersteres scheint mir nur eine simple Feststellung und Hinweis an die Unbedarften zu sein (also nicht an dich).
Zweites verstehe ich als "sanfte" Kritik an tiefschlafenden Schützen (Schnarchnasen), kommen leider bei jeder D-jagd vor. :shock: :lol: :lol:




@BHD es ist immer von Vorteil, wenn sich die HF, besonders wenn sie unterschiedliche Rassen führen, vorurteilsfrei zusammenarbeiten, bzw. wenn man den Wert der verschiedenen Rassen schätzen kann, (über diese Brücke kann nicht jeder rüber)



rechy
 
A

anonym

Guest
#75
lalelu hat gesagt.:
Ich bin letztes Jahr auf einer Drückjagd mit AxelF und seinem Freund dem Laika HF mit durchgegangen. Der Laika hat Führernah gejagt, meine Bracke hat jedenfalls größere Kreise gezogen, und hat auf dieser Jagd 1 kranke Bache und nen kranken Frischling gestellt die vom HF dann erlegt wurden. Der Frili hatte wenn ich mich recht erinnere einen Laufschuss und somit musste der auch nicht mehr Nachgesucht werden.

Wenn der Laika eine Rotte sprengt haben die Schützen doch auch was davon. Jedenfalls kann ich auf einer Drückjagd auch Wild erlegen ohne das mich 5min vorher der Fährtenlaut eines Hundes weckt.
+1
Wenn´s dir gefallen hat, bau die Zusammenarbeit aus, bei uns profitieren auch viele Jäger, HF und Schützen vom Mix der eingesetzten JH-Rassen.


rechy
 
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