Die Nordreportage: Prüfungsstress in der Jagdschule

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Den Wechsel von selbst formulierten Antworten zu Multiple Choice Antworten hin, kann ich aus heutiger Sicht nur begrüßen. Der Nachteil dass man auch ohne Wissen zu Punkten kommen kann wird deutlich ausgeglichen durch Transparenz Vergleichbarkeit und Justiziabelität .
und die Möglichkeit in gleicher Zeit viel mehr abfragen zu können.
Man kann auch nicht mehr die 20 vorformulierten Prüfungsfragen im Vorfeld an nette Teilnehmer ausgeben. ;)
 
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Es soll schon vorgekommen sein das die PK welche immer vom selben Kreis die selbe Jagdschule geprüft hat einfach gegen eine andere ausgetauscht wurde. Da hatte sich dann die 100% Quote der Jagdschule schnell erledigt.

In der schriftlichen Prüfung mit Multiple Choice Standardfragen? Wie sollte das gehen?
 
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Wow, hier ist ja mal wieder „Stimmung“.

Wir bieten ja vielen JJ eine erste Jagdmöglichkeit. Das Muster, dass sich immer wieder abzeichnet, ist bei allen Ausbildungsarten gleich.

Liebe JJ, reflektiert das bitte einmal. Nachhaltigkeit wird bei der Jagd doch groß geschrieben, und als Altjäger der einen Jungjäger an die Hand nimmt, erhofft man sich ja idR eine längere Zusammenarbeit:

Aufs erste Stück geführt, erlegt, große Motivation entfacht, das erste Jahr bei allen Aktivitäten dabei, häufig übermotiviert unterwegs (Vergrämen etc), Schonzeit und Arbeit im Frühjahr und das Feuer brennt nieder, die Familie verlangt Ausgleich, wenig aktiv, kurz vor dem Mai die hektische Frage: „Bin ich noch dabei ?“, dann am Anfang des zweiten Jahres wenig Anblick weil falsche Platzauswahl (ohne vorher mal Wechsel etc zu suchen), selbstständig Arbeiten zu übernehmen nervt auch, Frust entsteht. ;-)

Die JJ der Kreisgruppe haben einen unschätzbaren Start- und Standortvorteil, sprich sie können schon früh und ohne Druck mitmachen, sich kennenlernen und sind meist auch in der Gegend schon länger ansässig.
 
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Warum meinen einige hier es sei eine besondere Leistung eine Jägerprüfung bestanden zu haben?

Ja es ist ein wenig aufwändiger als nen Angelschein... das wars aber auch.

Die wenigsten Absolventen (egal welcher Ausbildung ) haben überlegenes Wissen um hier zu stärkern. Es sind immer noch "dumme" Jungjäger die ungefähr 2% von dem wissen, was man so braucht.. Der Kurs vermittelt die minimal notwendigen Kenntnisse, welche dann in einer Prüfung abgefragt wurden.
 
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24 Nov 2014
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Wir bieten ja vielen JJ eine erste Jagdmöglichkeit. Das Muster, dass sich immer wieder abzeichnet, ist bei allen Ausbildungsarten gleich.
Ja das mache ich auch muß aber auch sagen, dass die JJ die ihren Schein in 3- 4 Wochen irgendwo gemacht haben weil die Zeit und Lust auf die Ochsentour 3x in der Woche zur KJS über fast 1 Jahr schon was anderes ist.
Der KJS`ler ist eher bodenständig regional und interessiert ihm ist der Zeitaufwand, den die Jagd mit sich bring, eher bewusst er geht realistischer an die Sache ran.
Wer den JS im Schnellkurs macht, weil er keine Zeit hat sollte sein vorhaben Jäger zu werden grundsätzlich mal hinterfragen auch die Aussage ich hatte keine Lust 3x die Woche zur KJS zu fahren lässt für die Jagdliche Zukunft nix brauchbares erhoffen.
Hab mich jetzt erst wieder von einem JJ getrennt der war voller Tatendrang.
Wo andere 1500,- Zahlen sollte er mich bei der Regiearbeit und Jagd unterstützen im Gegenzug weitestgehend freie Büchse.
Das einzige was nach immer wieder anstupsen von meiner Seite aus nach 6 Monaten passiert war 1 Böckchen erlegt 4x die Kirrungen gemacht und einmal ein paar Sträucher an Kanzel weggeschnitten.
Der Junge ist Forstwirt nachdem ich ihm dann jetzt mal meinen Unmut kundgetan hab und bat mal vorbeizukommen damit wir reden können wie er sich das weiter vorstellt hat er das von mir bereitgestellte Equipment Lampe Nachtsichtgerät Kernmaterial vorbeigebracht und das war es.
Weiblicher Rehwild Abschuss 0 Raubwild 0 Federwild 0 außer heiße Luft und Lippenbekenntnisse nichts.
Hab jetzt einen Jungen Mann 66 der seit 1975 den JS hat das passt.
Er hat sich 15 Jahre um ein NW Revier gekümmert diverse Zusatzausbildungen von Mehreren Anschussseminaren über Hundeausbilder Kurse bis zum bestätigten Jagdaufseher.
Junge Jagdschein Absolventen von Schnellkursen die keine Zeit hatten für die KJS und ab und zu mal was Totschießen wollen gibt es wie Sand am Meer Jäger sind sehr selten geworden. Ob man sie wirklich Jagdlich braucht da bin ich mit nicht sicher.
 
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Evtl. will auch nicht jeder "Jäger" werden und sein gesamtes Leben um dieses eine Thema zwingen. Es will ja auch nicht jeder der könnte ein Revier pachten und nen Hund führen.
 
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@äsungsfläche
@Dergerl

Ich finde es interessant, wie sich die Erfahrungen gleichen. Auch wenn wir wahrscheinlich bzgl. einiger Aspekte komplett unterschiedliche Meinungen vertreten, würde ich doch gerne mal mit Euch ein Kaltgetränk trinken gehen. Leute kennen zu lernen ist ja mit der Sinn eines solchen Forums. Schade, dass die Messen dieses Jahr wohl noch ausfallen!
 
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Evtl. will auch nicht jeder "Jäger" werden und sein gesamtes Leben um dieses eine Thema zwingen. Es will ja auch nicht jeder der könnte ein Revier pachten und nen Hund führen.

Ja, aber für Abenteuerurlaub gibt es Jochen Schweizer, K&K und Co.

Verantwortung für ein Revier zu übernehmen bedeutet nicht, eine Dauerkarte für das Erwachsenen-Abenteuerland zu lösen.

Wir reden hier über einen Teilaspekt der Land- und Forstwirtschaft.
 
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Wenn jemand will, kann er in den Gegenden die ich kenne bei 30 DJ pro JJ als Treiber mit.
Das sind da Dorf Happenings.
Williges Menschenmaterial ist auch beim Forst gerne gesehen.
Das ist nun wirklich kein Privileg von KJS Elite Schülern.
Das mag örtlich unterschiedlich sein. Nachdem wir in Bayern auf dem Papier immer noch die Begrenzung auf 4 Treiber bei der Drückjagd haben wird es da eng. Bei Saujagden im Mais wird schnell mal eine örtliche Treiberwehr aufgestellt. Da schaut ein Jungjäger in den Ballungsgebieten meist in die Röhre.
Dann ist bei vielen großräumigen Jagden auch Ortskenntnis gefragt. Ansonsten musst mit 10 % Verlust rechnen, die dann irgendwo abgeholt werden müssen.
Insgesamt sehe ich die Teilnahme an der praktischen Jagdausübung als das größte Defizit. In CZ dürfen Jungjäger in der Ausbildungszeit schon Wild erlegen. Der Ausbilder steht aber immer daeben und hat die volle Verantwortung für das was der Jungjäger macht.
 
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