Die Orientierung an der Trophäe?!?

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#1
Servus Leute,

ich musste mir in letzter Zeit einige male Gedanken machen über meine Sicht der Jagd speziell auf die Trophäe bezogen. Prinzipiell interessieren mich Trophäen nicht, leider führte das schon zu einigen unangenehmen Situation und nun versuche ich meine Position zu überdenken, bzw. versuche ich die deutsche Jagd besser zu verstehen.
Ich meine auch aus einigen Beiträgen hier im Forum her ausgelesen zu haben, dass es hier mehr oder weniger zwei Lager gibt, mit "Trophäe ist sehr wichtig" und" Hauptsache es schmeckt" ;)
Ich bin jetzt schon so weit, dass ich mit bei uns im Revier einen Lauscher hohen Gabelbock ausgeguckt habe, den ich speziell wegen seiner Trophäe jagen möchte.
Ganz glücklich bin ich damit aber nicht.
Ich würde mich sehr freuen, wenn einige hier ihre Sicht auf die Trophäe teilen würden. Evtl. bekomme ich ja einen besseren Einblick in die Gepflogenheiten der Jagd hier in unseren Breitengraden.

:)
 
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#2
Gleich kommt sowieso wieder, das es doch Drecksegal ist was die drauf haben.
Mir ist es das nicht. Ich habe einfach keine Freude an Jährlingen die 2 Finger über Lauscher auf und dicke Stangen haben, klar schmeckt der auch und wird im Mai auch geschossen wenn er an einer Strasse steht, aber mich freut es nicht. Genauso wenig könnte ich mich über einen 2jährigen braven 6er freuen. Ich koche die Böcke auch ab und führ sie vor, in meinem Büro hängen immer nur die letzten 3. Ich freue mich wenn ich den Knopfbock, den die JJ als Schmalreh abgetan haben, erlegen kann und am reifen Bock.
Jeder wie Er mag und das ist auch gut so.
 
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#4
Servus Leute,

ich musste mir in letzter Zeit einige male Gedanken machen über meine Sicht der Jagd speziell auf die Trophäe bezogen. Prinzipiell interessieren mich Trophäen nicht, leider führte das schon zu einigen unangenehmen Situation und nun versuche ich meine Position zu überdenken, bzw. versuche ich die deutsche Jagd besser zu verstehen.
Ich meine auch aus einigen Beiträgen hier im Forum her ausgelesen zu haben, dass es hier mehr oder weniger zwei Lager gibt, mit "Trophäe ist sehr wichtig" und" Hauptsache es schmeckt" ;)
Ich bin jetzt schon so weit, dass ich mit bei uns im Revier einen Lauscher hohen Gabelbock ausgeguckt habe, den ich speziell wegen seiner Trophäe jagen möchte.
Ganz glücklich bin ich damit aber nicht.
Ich würde mich sehr freuen, wenn einige hier ihre Sicht auf die Trophäe teilen würden. Evtl. bekomme ich ja einen besseren Einblick in die Gepflogenheiten der Jagd hier in unseren Breitengraden.

:)
in meiner Jungjägerzeit war es schon so, dass man den Gabler sofern er nicht älter als zwei Jahre war, geschont hat und das Ziele einer Rehwildhege ein starker Sechser war. Heute sehe ich und auch viele andere Jäger das etwas anders. Bei der zunehmenden Popolation ist es egal, ob das Stück ein Spießer oder Gabler ist. Ich würde nur einen überdurchschnittlichen Sechser schonen. Einen ROTEN Punkt, den früher gab, wird nicht mehr erteilt ( auch gut so ). In dem Revier wo ich jagen durfte, war das Rehwild nie Stärker als 18 Kg im Wilpret, daher war es für uns nur zweitrangig was für ein Gehörn der Bock getragen hat, abnorme oder besonders starke Böcke waren nicht vorhanden. Deshalb haben das geschossen was nötig war.
Du brauchst Dir m.M. nach keine großen Gedanken darüber machen, ob schießen oder nicht schießen.
MfG
D.T.
 
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#5
ich musste mir in letzter Zeit einige male Gedanken machen...Ganz glücklich bin ich damit aber nicht....
Gut wenn du noch drüber nachdenkst, aber man muß sich nicht mit dem ganzen Herzen
...dranhängen.

Wer drüber nachdenkt, sein Handeln reflektiert, hat mE auch das moralische Recht sich eine gewisse "Ernte" zu erlauben.

Auch wenn man in erster Linie ein "Fleischjäger" sein will, darf man sich trotzdem über eine Trophäe freuen, in die Schubladen wird man doch zur Genüge von anderen gesteckt.
Ich kenne auch niemanden der sich nie ein Andenken an einen besonderen Moment mitgenommen hätte. Ist dir der Bock egal, dann hängst du die Trophäe nicht auf.

Gönnst du dir einen Erntebock, muß der andererseits ja auch nicht schlecht schmecken, oder?


CdB
 
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#6
Mein Sohn hat es auch nicht so mit den Trophäen. Oft liegt es auch daran, dass Nichtjäger (oft die Ehefrauen) keine Staubfänger in der Wohnung haben wollen.
Ich versuche ihn immer vom Gegenteil zu überzeugen.

Meine Erklärung:
Ich bin ein Trophäenjäger, fahre nicht nur gerne ins eigene Pachtrevier sondern dafür auch sehr oft in andere Länder.
Wenn ich nach fast 43 Jahren Jagd in meinem Jagdzimmer sitze, freue ich mich immer sehr über meine Trophäen. An jeder hängt eine erlebte Jagdgeschichte, die es nach so langer Zeit ohne Trophäe nicht mehr geben würde.
Wenn mein Sohn und ich mal Zeit gemeinsam verbringen und in meinem Jagzimmer sitzen, freue ich mich immer sehr wenn er sich eine Trophäe aussucht und ich darüber erzählen kann wie es bei dieser Jagd zuging. Er hört dann auch interessiert zu und meint vielleicht habe ich ja auch mal ein Jagdzimmer mit vielen jagdlichen Erinnerungen.

Ich bin jetzt 65 Jahre und eines Tages wird der Tag kommen an dem ich nicht mehr zur Jagd gehen kann, entweder weil ich keine Gelegeheit mehr habe oder weil es aus gesundheitlichen Gründen (hoffentlich keine Demenz :oops:) nicht mehr geht. Meine Erinnerungen an sehr viele Jagderlebnisse kann ich dann immer noch durchleben.

TH
 
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#8
Mein Sohn hat es auch nicht so mit den Trophäen. Oft liegt es auch daran, dass Nichtjäger (oft die Ehefrauen) keine Staubfänger in der Wohnung haben wollen.
Ich versuche ihn immer vom Gegenteil zu überzeugen.

Meine Erklärung:
Ich bin ein Trophäenjäger, fahre nicht nur gerne ins eigene Pachtrevier sondern dafür auch sehr oft in andere Länder.
Wenn ich nach fast 43 Jahren Jagd in meinem Jagdzimmer sitze, freue ich mich immer sehr über meine Trophäen. An jeder hängt eine erlebte Jagdgeschichte, die es nach so langer Zeit ohne Trophäe nicht mehr geben würde.
Wenn mein Sohn und ich mal Zeit gemeinsam verbringen und in meinem Jagzimmer sitzen, freue ich mich immer sehr wenn er sich eine Trophäe aussucht und ich darüber erzählen kann wie es bei dieser Jagd zuging. Er hört dann auch interessiert zu und meint vielleicht habe ich ja auch mal ein Jagdzimmer mit vielen jagdlichen Erinnerungen.

Ich bin jetzt 65 Jahre und eines Tages wird der Tag kommen an dem ich nicht mehr zur Jagd gehen kann, entweder weil ich keine Gelegeheit mehr habe oder weil es aus gesundheitlichen Gründen (hoffentlich keine Demenz :oops:) nicht mehr geht. Meine Erinnerungen an sehr viele Jagderlebnisse kann ich dann immer noch durchleben.

TH
Und wieviel weibliches hängt in deinem Zimmer?
Lieferte das kein jagdliches Erlebnis?
Is das kein "zurückerrinnern" wert?

oder wolltest du einfach mal so gegen deine Schwiegertochter (immerhin die, die dein Sohn für die richtige hält) stänkern?
 
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#9
Ganz einfach, seit 1.9 ist alles weibliche offen.
Lass denen die Freude dran haben das männliche und gut ist es.
 
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#12
Und wieviel weibliches hängt in deinem Zimmer?
Lieferte das kein jagdliches Erlebnis?
Is das kein "zurückerrinnern" wert?

oder wolltest du einfach mal so gegen deine Schwiegertochter (immerhin die, die dein Sohn für die richtige hält) stänkern?
In meinem Jagdzimmer hängt nix weibliches!

Mein Sohn ist noch nicht verheiratet.

TH
 
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#13
In meinem Jagdzimmer hängt nix weibliches!

Mein Sohn ist noch nicht verheiratet.

TH
Danke für deine für deine Antwort.

Eine passenderes Antwort hätte es nicht geben können.
Dir wünsche ich auf all deinen Jagden ein Waidmannsheil und deinem Sohn, trotz seiner Herkunft, ein glückliches Händchen bei der Partnerwahl.
 
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#15
Dafür würde ein Foto ebenso reichen.
Ist nicht das Gleiche.

Und wieviel weibliches hängt in deinem Zimmer?
Würde ich nie zum Maß machen, wieviele Jäger lassen denn die Grandeln im Rottier, oder gar wenn welche beim Damwild oder Rehwild zu finden sind?

Ich hab einige Jagdkameraden bei denen hängen die Gamskrucken von der Geiß, Geweih von RenTier, oder von weiblichen Antilopen und vom ersten (und vermutlich einzigen) Muffelschaf.

Jedem das seine.

CdB
 
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