Die purpurnen Flüsse

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#1
Hat jemand gestern im ZDF die Folge „Die letzte Jagd“ gesehen und sich genauso geärgert über die Darstellung der Jagd und die ganzen sachlichen Fehler?
 
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#2
Erstmal habe ich mir unter "Die purpurnen Flüsse" was anderes vorgestellt (Jean Reno) und mich auf einen spannenden Film gefreut.
Nachdem ich gespannt habe, dass es sich um ganz etwas anderes handelte war ich kurz enttäuscht. Die Enttäuschung verflog recht schnell, als die rothaarige Ermittlerin das erste Anti-Jagd-Statement raushaute.
Der ganze Film war von Antijagd-Statements und Unwahrheiten gespickt.
Mir schwoll der Kamm.
Bin aber letztendlich eingeschlafen.

Muss man nicht ansehen:
https://www.zdf.de/serien/die-purpurnen-fluesse/die-purpurnen-fluesse---die-letzte-jagd-100.html
 
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#4
Herr erbarme Dich, ist das langweilig o_O
Der Auftakt mit dieser Parforcejagd und der enthaupteten Leiche mit Eichenbruch im Äser war ja ganz vielversprechend, aber dann beginnt die rituelle Folterung des Zusehers. Die Stimme von der blonden französischen Tatverdächtigen ist ja noch schlimmer als die von Galadriel :eek: Passiert da noch was oder geht das jetzt so weiter?
 
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#5
Gähn :ROFLMAO:, habs vor Ende ausgemacht... völliges Zerrbild in Bezug auf Adel und Jagd bzw. total hanebüchene Handlung...
Da wars gestern im Nebelwald schöner !
Einzig die Darstellerin Nora v. Waldstetten hat was, wie ich finde, wobei sie sonst deutlich bessere Rollen spielt. Vermutlich hatte ich nur deshalb angelassen...
 
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#8
Mir ging es wie "Kanzelschläfer". Ich dachte an Jean Reno und war durch die erste Filmeinstellung des großen Waldgebietes von oben "angefixt". Die Klischees waren derart überzeichnet es war so erbärmlich wie leider meist bei den öffentlich-rechtlichen Kanälen. Glaubt der hippe Medienschaffende wirklich, dass sich Lischchen Müller die Welt des Adels so vorstellt?

Für eine gute Unterhaltung darf man überzeichnen. Aber dafür muß die Handlung einen packen, die Charaktere überzeugen und es sollte auch ein wenig versucht werden Spannung zu erzeugen.

Trotz der Aussicht, einen Film ohne Werbeunterbrechungen ansehen zu dürfen musste ich wegzappen. Ich hab es nicht mehr ausgehalten.

Ich frage mich oft, warum unsere Hiesigen trotz üppiger Filmförderung (oder vielleicht deshalb) so gar nichts hinkriegen im Vergleich zu unseren Freunden aus Übersee. Dieses bemühte Gesinnungsfernsehen, der ständige Versuch, eine Botschaft im Film zu vermitteln langweilt. Und nicht nur das. Es beleidigt einen. Man wird für dumm verkauft.

Nachdem politische Talkshows aus demselben Grund ebenfalls nicht mehr "gehen" sind ARD und ZDF sowie die Dritten nur noch für gelegentliche, meist ärgerliche Nachrichtensendungen gut. Eigentlich ein bißchen wenig für die Zwangsabgabe.
 
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#9
Das ist ein Film, das ist Fiktion....:geek:

So wie der Biologe in "Jurrassic Park" oder ein Elefant in "Dumbo" - haben auch mit der Realität gleich viel zu tun :alien:
 
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#10
Ersteres war zumindest früher mal spannend und letzteres sollte für Kinder sein, du vergleichst also Äpfel mit Roastbeef.......
 
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#11
Das ist ein Film, das ist Fiktion....:geek:

So wie der Biologe in "Jurrassic Park" oder ein Elefant in "Dumbo" - haben auch mit der Realität gleich viel zu tun :alien:
Einspruch: Jeder Film, und das gilt auch für sonstige Medienprodukte, weckt Emotionen und schafft auch eine emotionale "Faktenlage". Und das war hier offensichtlich erwünscht.

Genauso wie ein hinkefüßiger Propagandaminister weiland sehr geschickt bestehende Ressentiments wecken und für politische Agitation manipulativ auszunutzen wusste, so nutzt man auch heute, mit ähnlichen Methoden bei unterschiedlichen politischen Zielen, in einigen Bevölkerungsgruppen herumwaberndes Mißtrauen um dann das finstere Treiben der eiskalten, ballerfreudigen Jungadeligen mit ihren finsteren Jagdfreunde-Snobs der elitären "Upper Class" dem staunenden Gebührenzahler auf dem heimischen Sofa zu präsentieren..

Die Krimis aus rein deutscher Produktion (ergo noch abhängiger von der staatlichen/politischen Filmförderung) sind da jedoch noch deutlich plumer und vorhersehbarer: Freundliche Protagonisten aus fernen Ländern werden entweder von skrupellosen, biodeutschen Geschäftsleuten ausgebeutet und oft noch schlimmeres.
Und/oder bekommen im Film die staats- und gemeinwohl erhaltenden Fähigkeiten und Funktionen zugeschrieben, die unsere vor allem mit den eigenen menschlichen/sexuellen/familiären Problemen schon gänzlich überforderte und darüber hinaus durch vertrottelte, selbstgefällige Schreibtischfurzer als Chefs gegängelte Polizei, nicht mehr erfüllen kann.
Das Strickmuster ist überall so identisch... das man fast schon ein Konzept dahinter vermuten möchte... wes Brot ich ess, des Lied ich sing...

Fast möchte man meinen, dass sowohl "Sudel-Ede" von Schnitzler mit seiner ostzonalen Version von TV-Total als auch der Wuppertaler Reichsminister für Volksaufklärung und (damals war man noch unverblümter) Propaganda mehr Gehirnschmalz in ihre "Werke" investiert haben...


Aber feeesch, sah sie trotzdem aus, die Nora von Waldstätten...als Jägerin ;)

 
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#12
Das ist ein Film, das ist Fiktion....:geek:

So wie der Biologe in "Jurrassic Park" oder ein Elefant in "Dumbo" - haben auch mit der Realität gleich viel zu tun :alien:

Dieser klärende Hinweis geht an der Sache vorbei. ich bin ein großer Freund gut gemachter Science fiction Filme. Das bedeutet: Die Qualität von Unterhaltungsfilmen bemisst sich nicht an der Realitätsnähe.

Ein Beispiel: Die amerikanische Arztserie "greys anatomy" ist sehr gut gemacht. Spannend und gut unterhaltend. Die Fälle sind dramatisch und überspitzt etc.. Also nicht realitätsnah. Aber man kann sich in die Charaktere hineindenken. Ihre Motivation zur Handlung ist glaubhaft dargestellt.

Wir hingegen bekommen von unseren Filmschaffenden hölzern agierende Filmhelden die politisch korrekte Botschaften aufsagen in einem Satzbau und Sprachductus der völlig unpassend zur Situation ist. Diese Realitätsferne ist es was abschreckt und einem zum abschalten zwingt. Und nicht der Alien, der mit Strahlenwaffen die Heimat bedroht.
 
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#13
Das ist ein Film, das ist Fiktion....:geek:

So wie der Biologe in "Jurrassic Park" oder ein Elefant in "Dumbo" - haben auch mit der Realität gleich viel zu tun :alien:
Das ist bei so ziemlich jeder Darstellung von alles was annähernd in Richtung "Spezialwissen" geht. Unter Leuten die sich mit IT-Sicherheit beschäftigen, ist jegliche Darstellung von "Hackern" in Spielfilmen schon ein running gag. Die Filme in denen ich eine realistische Darstellung einer Reanimation inklusive korrekter Verwendung eines Defibrillators sehen durfte, kann ich ebenfalls an einer Hand abzählen.
 
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#14
Zum Gruße,
soeben einen Anruf einer Bekannten gehabt, die mich fragte, ob ich den Film gesehen hätte - was ich verneinen konnte, ich habe den ganzen Abend in einem Buch über Großwildjagd gelesen.
"... furchtbar, wie das auf der Jagd zugeht, was sagen Sie dazu?"
"Gar nichts, soweit ich weiß, war das ja nur ein Film, hat wohl eher weniger mit Realität zu tun!"
"Na - aber sonst würden die das doch nicht so zeigen...!"

Das wirkliche "Pack" hat seinen demagogischen Auftrag erfüllt... .
 
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#15
Das war ein schlecht gemachter Film, den wahrscheinlich nicht allzuviele Zuschauer gesehen haben. Lohnt nicht darüber zu streiten!
 
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