Die purpurnen Flüsse

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14 Jan 2010
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#33
Zum Gruße,
damit ich nicht falsch verstanden werde:
Ich denke, es ist nicht falsch, wenn Jäger auch aussehen wie Jäger und nicht wie Halb-Rambos mit Tarnkleidung, vielleicht gar noch mit Gesichtsmasken.
Was jetzt nicht heißt, dass man das nicht benutzen soll, vielleicht aber nicht, wenn man durch die Ortschaft marschiert.
Andersrum kann man durchaus auch argumentieren, dass gegen die Kurzwaffe im Holster (ohne Munition) nichts zu sagen wäre.

Viel zu oft wird der Eindruck vermittelt, wir führten Krieg gegen das Wild, hier macht Fingerspitzengefühl viel aus... .
In meinem Pirschbezirk war mittendrin ein Ausflugslokal mit Hotel, da habe auch ich (an manchen Wochenenden) übernachtet, wenn Feriengäste mir nicht vorgezogen worden waren.
Eine junge Mutter schrie auf, als sie mich eines Morgens mit Waffe aus dem Wald kommen sah und meinte, ich solle doch die Waffe weg tun, die Kinder, blablablubbsülz
Der Vater wollte unbedingt mal durchs ZF schauen und so tat ich der Frau den Gefallen, nahm die Waffe (entladen) von der Schulter und ließ den Kindsvater mal durchs ZF sehen.
Der folgende Ehekrach belustigte mich noch beim Frühstück...
Am zweiten Wochenende bat der Jungvater mich zum Abendessen an den Tisch und ich erzählte, was so alles an einem Jagdwochenende abgeht, normalerweise - und am folgenden Morgen kam es zu einem Verkehrsunfall, ein Wildkalb wurde angefahren und ich war fast direkt dabei, gab den Fangschuss - und der interessierte Jungvater war beim Aufbrechen dabei, sehr interessiert wieder und soll, dem Vernehmen nach - ich war im nächsten Jahr woanders - sich für einen Jagdkursinteressiert haben, mehr weiß ich leider nicht.
Die Ablehnung der völlig unkundigen Ehefrau hat auch nachgelassen - aber hätte ich nach "Sniper" ausgesehen, ich glaube, das wäre noch schlimmer gewesen.
 
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#35
Der heisst ROMBACH:eek: Sowas lernt man doch im Jagdkurs.... ;)
dann schau mal wie jetzt viele Jäger auf die Jagd gehen, Plastikschaft, noch besser MR Verschnitt, Tarnklamotten und Schalldämpfer...
Ja klar, der spiegelte die Realität ja korrekt wider :D
Lügenpresse......
Rombach, na klar! Wie konnte mir nur dieses Mißgeschick nur passieren? :cool:

So eine imagefördender Film hat nichts mit der jagdlichen Realität zu tun, sondern mit dem was die Leute gerne sehen wollen und was positive Gefühle bei ihnen auslöst!
 
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#38
Jean Reno hat nicht mitgewirkt bei dem Film ...
Ich hab ihn mir ganz angeschaut, war auch nicht schlimmer als ne Folge Nachrichten in unseren öffentlich rechtlichen, oder gar eine von den tausend unsinnigen Talkshows mit "Fachwissenden" leuten und " neutralen" Moderatoren.....

Wer den Fernseher anschaltet, darf sich über sowas nicht aufregen,da hilft nur auslassen die Kiste.
Oder aus'm Fenster werden.
 
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#40
Vielleicht erwarte ich zu viel, wenn ich den Fernseher anschalte für meine Gebühren. Ich kann auch damit leben, wenn die Jagd kritisch beleuchtet wird. Nur wenn ein Film nur so von sachlichen Fehlern strotzt, das Waffenrecht z.B. gilt auch für den Adel, dann schwillt mir der Kamm. Wenn ich meine Waffen so aufbewahren würde, wie im Film gezeigt und ein Polizist würde das sehen, käme ziemlich schnell das nächste SEK zur Beschlagnahme. Da werden Jäger in die rechte Ecke gestellt, das Verbot der Hetzjagd in die 50er Jahre verlegt, über die Pirsch schwadroniert als reine Trophäenjagd, Adlige als Kaste, die sich über das Gesetz stellen usw. Das hat wendig mit künstlerischer Freiheit zu tun, sondern mit schlampiger Arbeit. Jeder Drehbuchautor hat die Möglichkeit sich fachlichen Rat zu holen.
 
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#41
Vielleicht erwarte ich zu viel, wenn ich den Fernseher anschalte für meine Gebühren. Ich kann auch damit leben, wenn die Jagd kritisch beleuchtet wird. Nur wenn ein Film nur so von sachlichen Fehlern strotzt, das Waffenrecht z.B. gilt auch für den Adel, dann schwillt mir der Kamm. Wenn ich meine Waffen so aufbewahren würde, wie im Film gezeigt und ein Polizist würde das sehen, käme ziemlich schnell das nächste SEK zur Beschlagnahme. Da werden Jäger in die rechte Ecke gestellt, das Verbot der Hetzjagd in die 50er Jahre verlegt, über die Pirsch schwadroniert als reine Trophäenjagd, Adlige als Kaste, die sich über das Gesetz stellen usw. Das hat wendig mit künstlerischer Freiheit zu tun, sondern mit schlampiger Arbeit. Jeder Drehbuchautor hat die Möglichkeit sich fachlichen Rat zu holen.
Zum Gruße,
stimmt alles, aber Meinungsmache ist Meinungsmache ist Meinungsmache... .
 
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#42
Das hat wendig mit künstlerischer Freiheit zu tun, sondern mit schlampiger Arbeit. Jeder Drehbuchautor hat die Möglichkeit sich fachlichen Rat zu holen.
Fachlichen Rat holen sich wohl nur die wenigsten Autoren.
Weder wird ein Seemann sich das Traumschiff antun wollen noch ein Arzt die Schwarzwaldklinik. Selbst sogenannte Dokumentationen sollte man erst mal dem Hausmeister vorspielen damit wenigstens die schlimmsten Fehler rausgenommen werden.
 
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#43
Fachlichen Rat holen sich wohl nur die wenigsten Autoren.
Weder wird ein Seemann sich das Traumschiff antun wollen noch ein Arzt die Schwarzwaldklinik. Selbst sogenannte Dokumentationen sollte man erst mal dem Hausmeister vorspielen damit wenigstens die schlimmsten Fehler rausgenommen werden.
Wie war das noch mit den Tests im Fernsehen, z.B. bei einem Kühlschrank?
Früher hat man die Temperatur mit einem Thermometer gemessen, heute steckt man eine Blondine rein und fragt dann: War's kalt?
 
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#45
Vielleicht erwarte ich zu viel, wenn ich den Fernseher anschalte für meine Gebühren. Ich kann auch damit leben, wenn die Jagd kritisch beleuchtet wird. Nur wenn ein Film nur so von sachlichen Fehlern strotzt, das Waffenrecht z.B. gilt auch für den Adel, dann schwillt mir der Kamm. Wenn ich meine Waffen so aufbewahren würde, wie im Film gezeigt und ein Polizist würde das sehen, käme ziemlich schnell das nächste SEK zur Beschlagnahme. Da werden Jäger in die rechte Ecke gestellt, das Verbot der Hetzjagd in die 50er Jahre verlegt, über die Pirsch schwadroniert als reine Trophäenjagd, Adlige als Kaste, die sich über das Gesetz stellen usw. Das hat wendig mit künstlerischer Freiheit zu tun, sondern mit schlampiger Arbeit. Jeder Drehbuchautor hat die Möglichkeit sich fachlichen Rat zu holen.
Spielt doch in Fronkreisch. Auch wenn das Elsass lange zu uns gehörte, wird das WaffG dort nicht gelten. Ein französisches Museum hielt es auch nicht für notwendig, den Leihgeber Bundeswehr über das Abhandenkommen einer geliehenen P08 (natürlich schussbereit) zu informieren und erwähnte auf Anfrage beiläufig, dass der ebenfalls verliehene NVA-Schützenpanzerwagen ein halbes Jahr nach Leihgabe bei einem Brand vernichtet wurde. Wir arbeiten das gerade auf :)
 
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