Die schlechtesten Bücher, die ihr kennt...

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#46
Womit ich mich auch "prächtig" amüsiert habe ist Hemingway. Der Kerl hat alles im Suff geschrieben und ist auch nur im Suff zu ertragen.
Da widerspreche ich dir ausdrücklich. Hemingway gehört für mich zu den wirklich guten. Vielleicht liegt's aber gerade an der menschlichen Trinkerei von ihm. Geschmäcker sind verschieden, in seine Bars würde ich nicht gehen, seine Bücher sind aber super.
 
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#47
Michael Kohlhaas, Schlafes Bruder, Die letzten Kinder von Schevenborn, Oleg oder die verlorene Stadt, als Hitler das rosa Kaninchen stahl,
Eben alles Bücher aus Schulzeiten, die entweder mit dem erhobenen Zeigefinger waren (Klasse 5-10) oder sterbenslangweilig waren (Oberstufe)
Es mussten eben immer Bücher mit "pädagogischem Anspruch" sein
Die Überlegung wie krieg ich Kinder zum lesen war irgendwie nicht da.
 
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#48
Meine Deutschlehrer haben auch verstanden uns mit Scheixxe zu quälen.
Was mir die größten Schmerzen verursacht hat war Kafka - Die Verwandlung, Süßkind - Das Parfüm, Hoffmanns - Sandmann usw.

Es gibt so viele Bücher, warum mussten wir über so viele psychisch Kranke lesen?
Unsere Englischlehrerin verstand es besser uns mit ihrer Buchwahl auch die jüngere Geschichte des vereinigten Königreiches und Irlands näher zu bringen und es trotzdem spannend zu halten.
Schlug sich dann auch in meinen Noten nieder ... 😂
 
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#49
Auf Platz 2 in der Liste "Für diesen Sch... hat man echt nen Baum gefällt?" Ist Effi Briest. Da muss sich einer hingesetzt haben und dachte: hey Langeweile wär doch bestimmt ein toootaal tolles Motiv fürn Buch. Und aus irgendeinem Grund hat das weder den Verleger ausgebremst, noch unseren Deutschlehrer. In dem Buch passiert einfach nix. Das jetzt keine Übertreibung es passiert wirklich null.
Die war zur Kur in Bad Ems. Mehr Langeweile geht nun wirklich nicht.
 
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#50
Bei uns wollte niemand das übliche Effi Briest, stattdessen gabs dann Frau Jenny Treibel...
 
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#51
Naja, ein Indianerangriff an der pommerschen Küste wäre Fontane wohl zu hahnebüchen gewesen...:sneaky:
Das hat er dann lieber seinem radebeuler Kollegen Karl May und den Weiten Arizonas überlassen. :LOL:
 
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#53
Ich nehme stellvertretend mal Kafka, für die ganzen Klassiker, die hier teilweise moniert werden.

Unser Lehrer hatte uns Deutsch LK ab und zu von seinen Lektürhilfen erzählt, die er geschrieben hatte, und irgendwann war in der 13. Klasse, parallel zu den Abivorbereitungen, das Projekt geboren: eine Lektürhilfe von Kafkas Verwandlung, geschrieben von Schülern für Schüler.

Die Auseinandersetzung mit dem Autor ließ mich persönlich einen anderen Blick auf diesen Menschen und seine Lebensumstände werfen. Und das Verständnis für seine Werke (von denen er wollte, dass sie nach seinem Tod vernichtet werden), hilft mir heute noch bei der Beurteilung mancher Mitmenschen.

Krönender Abschluss war natürlich nach dem bestandenen Abitur, und bevor wir uns in alle Winde zerstreuten, die Studienfahrt nach Prag mit dem eingenommenen Geld...
 
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#54
* Homo Faber
* Ansichten eines Clowns

Absolut ätzend und eine Zumutung sowas lesen zu müssen.

Da waren Faust, Nathan der Weise, Die Räuber etc. etc. noch leichte Kost dagegen.
 
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#55
Fontane fand ich auch anstrengend - zu lesen. Als ich seine Bücher dann aber von Gert Westphal VORGELESEN bekam, war es ein besonderes Vergnügen. "Vor dem Sturm" bestand aus über 30 CDs. Waren echt kurzweilige Autofahrten.

Bücher von Autoren, denen ich prinzipiell misstraue ( z. B. Peter Wohlleben), kaufe ich nur noch gebraucht, damit der Autor nicht auch noch Tantiemen von mir bekommt. Bei PW habe ich mir dann auch noch das Geld gespart.
 
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#56
zum Glück hatte ich Deutsch nur als Grundkurs und außer Königs Erläuterungen dazu keines der Werke jemals gelesen. Außer evtl mal ne Zusammenfassung auf dem Deckel.

Literatur war genauso "geil" wie Kunst..
Lehrerin ganz begeistert: "Der Schrei... was will uns der Maler mit diesem Bild sagen?"
Ich: " Dass man im Drogenrausch die Finger besser von der Malerei lassen sollte!"
" Es ist ein hässliches Bild und welche Gedanken ein Maler, der das verbrochen hat, dazu gehabt haben mag.. das soll er dem Dichter nebenan erzählen."

" haben Sie nix übrig für Malerei und Literatur?"
" Ähh.. ja so könnte man es sehr wohlwollend ausdrücken!"
 
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#57
Was mich immer genervt hat, Brecht, Enzensberger, Adorno, revolutionäres von Dutschke.
Damit wurden wir in der Oberstufe drangsaliert.
 
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#58
Max Frisch. Andorra. Auch so ein Schrott.
Mussten wir uns auch im Theater anguggen. Werkstattbühne.
War mein letzter Theaterbesuch überhaupt. Bisher hab ich dahingehend auch nichts vermisst.
Ja, das Lesen haben sie einem gründlich abgewöhnt. Ich erinnere mich auch nicht dran, dass wir jemals gefragt wurden, welches Buch wir interessant gefunden hätten.
 
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#60
Es ist kein schlechtes Buch, ganz im Gegenteil, aber die dort drin verwendete, deutsche Sprache ist nach 350 Jahren halt zum Großteil unverständlich:

"Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch" von Hans Jakob Christoffel v. Grimmelshausen (1622-1676), erschienen 1668.

Das Buch hatte ich nach der Hälfte weggelegt, weil lesen von mehr als 3-4 Seiten anstrengend wurde und einem sämtl. Konzentration für die eigendl. Handlung raubte.
Warte bis heute, daß er in einer "modernen" Übersetzung in zeitgemäßes Deutsch erscheint, ähnlich der "Reise zum Mond" seines frz. Zeitgenossen Cyrano de Bergerac (1619-1655), dem ersten Sincefiction-Roman, in dem z.B. de Bergerac schon fast 250 Jahre vor ihrer Erfindung durch Edison die Glühbirne beschrieb.
Ein schönes Buch. :)
 
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