Digitale Vorsatzgeräte >900nm

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Jo und wenn so Wetter ist gehst du heim und bezahlst im Zweifel den Wildschaden und ich mit Wärmebildvorsatz jag lustig weiter. 🤷‍♂️

Das nicht sehen von Hindernissen kommt primär von Leuten die unreflektiert und ohne eigene Erfahrung Hörensagen nachplappern.
Mutige Aussage.
Ich würde ja frech behaupten, dass das vorbeten der allheiligkeit von WBK Vorsätzen eher von unwissenheit und Mangel an echter Praxis herrührt.

Meine Pulsar Helion XQ38 F zeigt mir die Äste und Grashalme nicht, die ich dann deutlich mit dem Vorsatzgerät sehen.
Ich kenne genug Situationen, in der die Sau offenichtlich frei stand und mit dem Vorsatz (zum Glück) nichts zu machen war.
Ich kenne auch genügend Situationen, in denen mit WBK Vorsatz die vermeidlich frei stehende Sau beschossen wurde... Die Ergebnisse sprechen einfach für einen Nachtsichtvorsatz.
 
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@Passion
bevor wir uns aber in die Haare kriegen - in manchen Situationen hat der WBK Vorsatz natürlich enorme Vorteile!
Ich finde die Technik auch sehr reitzvoll und hätte bestimmt gerne so ein Teil.
Im Wald würde ich es aber nicht riskieren, wenn ich die Umstände bzw. Verhältnisse nicht genau kenne (bei Tageslicht). Im Getreide müsste man sich immer sicher sein, dass das Gestrüpp nicht zu weit vor dem Ziel schon anfängt. Wenn man sich dabei also auf sehr nahe Sauen begrenzt, kann das gut funktionieren.

Ich bin letzten Jahr in einem Gärstenschlag verzweifelt, als ich immer wieder auf 15-20 m an eine Rotte Überläufer ran kam, aber mit dem Nachtsichvorsatz nichts zu machen war, obwohl sie in der WBK doch so doll standen...
 
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Besonders im Wald verbietet sich ein Wärmebildvorsatz, wenn man den Anspruch an sich stellt, waidgerecht zu jagen.
so absolut und pauschal formuliert ist das falsch. Du schreibst ja im weiteren von Deinen Erfahrungen mit dem XQ 38 F. Nutze das Modell selber und auch nach 3 Jahren fühle ich mich damit unverändert fürs spotten gut ausgestattet, aber die Technik hat sich trotzdem weiterentwickelt. Schaue ich erst durch das XQ 38 und dann durch das Infiray CH 50 geht einem sprichwörtlich ein Licht auf. Da sind Welten zwischen. Ich dachte beim ersten Mal die XQ 38 wäre defekt, komplett verstellt oder nicht scharf gestellt, aber dem war nicht so. Man braucht diese ( teure ) Auflösung auch nicht zwingend, um irgendwo ein Loch reinzumachen, aber durch die Leistungs/ Dedektionsfähigkeit des CH 50 erkenne ich ( auch ) jegliche Art von Hindernissen besser als als z.B mit dem FN 155 / 455. Bleibe dabei, wenn aufgerüstet wird dann fast immer mit einem ( hochwertigen ) WBVorsatz.
 
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Kann gut sein, hab aber gerade vor ein paar Wochen eine erfolglose Nachsuche durch viele 100m Brombeeren gemacht weil mein Mitjäger bei der gemeinsamen Pirsch mit dem 4000€ Wärmebildvorsatz die fingerdicken Äste in der Flugbahn übersehen hat. Vermutlich hast du trotzdem recht, aber Budgetgrenzen sind nun leider gelegentlich nicht nur ein emotionales Problem.
 
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Die Auflösung wird es in Zukunft sicher bei den Wärmebildvorsätzen bringen. Persönlich würde ich Saubeer zustimmen. Was im Keiler 35 pro schussbar erscheint wird im 525GT (Restlichtverstärker) schnell relativiert. Eine natürlich rein persönliche Einschätzung mit meiner Erfahrung aus einem Waldrevier.
 
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Dazu kann ich zwei schöne GEschichten aus der Praxis beitragen.

Nachtsichtvorsatz: Sauenpirsch im Buchen/ Eichen Stangenholz. Eher feuchter Boden, also kein hören auf weite Entfernung möglich. Ein einzelner Überläufer zieht langsam von links nach rechts. Mit der Hand-WBK perfekt zu erkennen. Waffe hoch und freihändig in den Anschlag, nichts zu sehen (Normal ist bei dem Gerät bei minimalen Streulich/Mond kein IR nötig). Mit der Hand WBK geschaut und die Sau stand ca. 50 Meter vor mir in einer Baumlücke. IR an, wieder in den Anschlag und wieder nichts gesehen. Die Blätter haben den IR reflektiert und mich geblendet. Das Problem war, die Sau ist nicht stehen geblieben und weg gezogen. Kam nicht mehr dran.

Wärmebildvorsatz: Ähnliche Pirsch im Stangenholz und ein einzelner Überläufer vor mir. Als ich auf Schussentfernung ran kam, ca. 50 Meter, bin ich aufs Knie, den Ellebogen auf dem anderen Knie abgestützt und habe fliegen lassen, als die Sau in der ausgeguckten Lücke (Bäume und Äste waren in der WBK gut zu erkennen) war. Letzendlich konnte ich ihr bei einer eher vertrauten Flucht (nicht hochflüchtig und sie hat zwichendurch gesichert) zuschauen. Mit der Taschenlampe stellte sich heraus, dass die ausgeguckte Lücke nicht unbedingt eine Lücke war. Es waren gut 5 Meter vor der Mündung einige kleine Äste und Gestrüpp in der Flugbahn.

Fazit: 2 laufen gelassene Sauen mit beiden Techniken. Mit dem Unterschied, dass es bei dem WBK Vorsatz auch anders hätte ausgehen können.
 
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Jo und wenn so Wetter ist gehst du heim und bezahlst im Zweifel den Wildschaden und ich mit Wärmebildvorsatz jag lustig weiter. 🤷‍♂️ Anhang anzeigen 165862

Das nicht sehen von Hindernissen kommt primär von Leuten die unreflektiert und ohne eigene Erfahrung Hörensagen nachplappern.

Kriegt man für ein paar Euro mehr ein TA435. Was in den Wärmebildsektor der sinnigste Einstieg ist.

Dann plapper ich hier mal meine Erfahrung raus. Bei der Pirsch standen auf 80m Sauen vor uns. Mein Vater schaute durch die Keiler35pro und flüsterte: „schieß doch, worauf wartest du? Die stehen doch frei. Scheibenbreit“. Im Vorsatzgerät waren die Sauen aber durch hohe Gräser verdeckt. Das sah er in der WBK nicht und hat sich nachher gewundert.

Es kommt immer auf die Situation an. Kenne ich die Gegend genau? Bin ich am Ansitz oder Pirsch. Weiß ich genau, wo welcher Bewuchs in welcher Höhe vorliegt?

Meine Erfahrung ist, selbst die teuren Geräte sehen nicht immer allen Bewuchs.

Aber selbst das billige Pard kann diese Aufgabe mit Bravur lösen.

WMH
 
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Auf was würded ihr denn beim Onlinekauf eines gebrauchten FN155 so achten. Bilder von Linse und Okular ist klar, aber sonst noch?
 
G

Gelöschtes Mitglied 13232

Guest
Eine WBK oder auch ein WB Vorsatz zeigt so lange Äste an, wie es die Auflösung des Gerätes zulässt. Ist der Ast dünn und weiter weg, reicht die Pixel pitch nicht mehr aus, um ihn in Verbindung mit der Displayauflösung als Pixel darzustellen. Da kann man schnell meinen, zwischen dem Schützen und dem Ziel ist alles frei, ist es dann aber doch nicht.
Das sieht man dann plötzlich mit dem Nachtsichtgerät/-vorsatz.
War der Tag dann noch bewölkt und es gibt kaum Temperaturunterschiede, wird es noch schwieriger.
Beide Geräte haben Stärken und Schwächen. Daher ist es meiner Meinung und Erfahrung nach am besten, eine WBK als Handgerät in Verbindung mit einem Nachtsichtvorsatz zu verwenden. Mit jedem der Geräte sieht man Dinge, die man mit dem anderen nicht sieht.
 
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