Diskussionen zu "Schwarzwild 2019/2020"

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#1
Nachdem in einem anderen Faden zu Recht moniert wurde, dass z.b. für Jungjäger zu wenig an Praxiserfahrung geboten wird, möchte ich mal ein Beispiel starten. Ich werde einen Fall schildern und dann fragen wie weiter verfahren werden soll. Natürlich steht mein weiteres Vorgehen schon fest, aber ich schreib mal als Jungjäger....
Im Sommer hatte ich an einer feuchten Stelle in einem Fichtenbaumholz, nebenan schon Stangenholzcharkakter eine Kirrung eingerichtet. Normal stecken die Sauen angrenzend in einem großen Schlag, in diesem Jahr Bioroggen.
Auf der Kirrung erschienen:
1 Überläuferbache mit einem Frischling, ca. 10 kg
1 Überläuferbache mit drei Frischlingen ca. 4 kg
Nehmen wir an, die Frischlinge sind zuordenbar, was würdet Ihr erlegen?

Das wäre die erste Frage!
 
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#2
Tja, wenn du unbedingt was erlegen möchtest bleibt dir aus Wildbiologischer Sicht ja nur ein 4kg Frischling....
 
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#5
Okay wir sind bei der ersten Frage :)Und warum würdest Du den Zwerg schießen und nicht den in Grillgröße?:unsure:
Es gibt 2 richtige Varianten.

1. Einen der 4 kg Frischlinge erlegen. Damit bleibt die Bache leichter durch die beiden anderen Frischlinge als Bache erkennbar. Irgendwann bilden sich die Striche zurück.
2. Den 10 kg Frischling erlegen. Bache führt dann nicht mehr und kann als einzelnes Stück erlegt werden.
 
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#9
Na wenn es sich hier um einen theoretischen Fall handelt, 10 kg grillgrösse einpacken und die doublette auf die Bache, sofern möglich, versuchen. Im heimischen wird nix geschossen und nicht verwertet. Bei 4kg fehlt mir die Idee wie man den Frischling verwerten soll. ASP haben wir noch nicht und Schwarzwild ist kein Ungeziefer. Außerdem haben wir keine Felder und Wiesen, somit „muss“ man nicht auf Schadflächen erlegen.
 
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#10
Na wenn es sich hier um einen theoretischen Fall handelt, 10 kg grillgrösse einpacken und die doublette auf die Bache, sofern möglich, versuchen. Im heimischen wird nix geschossen und nicht verwertet. Bei 4kg fehlt mir die Idee wie man den Frischling verwerten soll. ASP haben wir noch nicht und Schwarzwild ist kein Ungeziefer. Außerdem haben wir keine Felder und Wiesen, somit „muss“ man nicht auf Schadflächen erlegen.
Die Nachbarn in den Feldrevieren werden es Dir danken.
 
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#11
Die Nachbarn in den Feldrevieren werden es Dir danken.
Allerhöchstens der Übernächste 😉, der nächste hat auch nur Wald. Aber auch dem Übernächsten steht es frei kein Feldrevier zu pachten oder gute Konditionen rauszuhandeln. Mit dem 10 kg Frischi und ggf. dann noch der Bache dabei die als nächstes rauschig wird dürfte er sich aber auch gerne bedanken 😉
 
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#12
Wenn der Irrsinn mit Maisanbau/Wildschaden so weiter geht, wird niemand mehr Feldreviere pachten. Wenn Du denkst, dass Du dann weiter in Ruhe im Wald Sauen hätscheln kannst:unsure:
Aber wahrscheinlich pardonierst Du auch Raubwild, weil es im Wald kein Niederwild gibt...
 
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#13
Schließe mich Kurpfalzjäger seiner Antwort an. Die Wahrscheinlichkeit die Bache von dem 10kg Frischling, wen ihr dieser genommen wurde, später zu erlegen halte ich für gering. Zu mindest nach meinen Erfahrungen
Gruss fuchshaken
Sauen ziehen 3m weiter als eine Reviergrenze es zu lässt.
Kommt eine einzelne Sau in Anblick, was passiert?

Kommt eine einzelne Sau bei einer DJ in Anblick ( je nach Region also in 4 bis 6 Wochen)
Was passiert?

In beiden Fällen wird die nicht führende einzelne Bache gestreckt.
 
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#14
Wenn der Irrsinn mit Maisanbau/Wildschaden so weiter geht, wird niemand mehr Feldreviere pachten. Wenn Du denkst, dass Du dann weiter in Ruhe im Wald Sauen hätscheln kannst:unsure:
Aber wahrscheinlich pardonierst Du auch Raubwild, weil es im Wald kein Niederwild gibt...
Nicht gleich so grantig, so gut kennen wir uns dann doch nicht 😉. wenn du den Raubwildfaden verfolgst siehst dass bei uns Raubwild nicht geschont wird, auch wenn ich nicht jedes erlegte Wild ins Netz stelle. Sauen werden bei uns auch nicht geschont sonder Scharf bejagt, aber keine 4 kg Stücke und keine führenden Stücke. Nicht desto trotz jage ich so wie Generationen vor mir in der Familie es getan haben, lange bevor es einen ÖJV und was nicht alles gab! Bis dato fühle ich mich ganz wohl so wie ich jage und versuche es auch an die nächste, dann 5 Generation weiter zu geben... müssen die Nachbarn halt mit leben dass sie, wenn es soweit ist als wieder nen Lodenjockel geprägten Jungspund dazu bekommen 😁...
 
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#15
Also ich sehe das auch so wie die meisten hier. Schieße ich den 10 kg Frosch wird die Bache wieder rauschig, was aber Frischlinge im Januar ergibt, die bei uns geringere Chancen haben als anderswo. Also früher im Jahr gäbe es Herbstfrischlinge aber in dem Fall: So schnell sind sie auch nun wieder nicht mit der Vermehrung (3-3-3) Ideal wäre es die Bache zu erlegen, wenn der Frischling die Streifen verloren hat, er würde dann mit der anderen Bache mitlaufen. Aber wer vermag in der Dunkelheit auch mit Technik bei einer Rotte eine eindeutige Zuordnung vornehmen. 4 kg Frösche schieße ich, denn wir sind gleichzeitig Feldjäger. Vermutlich werden beide Bachen in den nächsten Wochen sowieso erlegt, das Thema wird sich vermutlich für mich nicht stellen.
Diese Rotte hat mir die Entscheidung abgenommen. Ich hatte sie im Mitte Juli an der Kirrung, seidem kein Fotonachweis mehr.
Aber da ist ja noch die Frage "des Jungjägers" nach dem weiteren Vorgehen der beiden einzelnen Frischlinge, die Wind bekommen haben? Da traut sich keiner ?:unsure:
 
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