Disskussion zum Jagdlichen Weitschuss

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Dann müsste man mal definieren, was Longrange bedeutet bzw. wo es anfängt!
Für mich sind 300m auf ein Stück Wild verdammt weit!
Und das ist wieder so 100% persönliches Gefühl. Für mich und meine Jungs / Mädels sind 200 - 300m auf Wild Tagesgeschäft, aber absolut kein Longrange - Hunting! Man muss halt auch ein paar 100 Schuss im Jahr zum trainieren aufwenden, um sicher treffen zu können. Zauberei sind 300 m lange nicht, wenn Training und Equipment und natürlich Tagesform passen (passt das letzte nicht, schieße ich auch nicht auf 30m auf Tiere)
 
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....
Für unsere jagdliche Tradition wird deshalb vermutlich die point-blank-range, also die maximale Schussdistanz, die mit GEE eingeschossener Büchse noch ohne Haltepunktkorrektur beherrscht werden kann, als Beginn des long range Schießens definiert werden können.
damit läge der Mitforist, der seine Gäste dem Bierdeckeltest auf verschiedene unbekannte Entfernungen unterzieht, ja nicht so falsch.
 
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damit läge der Mitforist, der seine Gäste dem Bierdeckeltest auf verschiedene unbekannte Entfernungen unterzieht, ja nicht so falsch.
Danke...bei mir klappt es. Wer meinen test besteht, kann mit seinem Handwerkszeug entsprechend der geforderten Anforderungen, umgehen. Deshalb ist mir das sehr wichtig und ich lasse mir das hier auch nicht, von einigen wenigen, zerreden. Der Erfolg über viele Jahre gibt mir Recht.

PS. Ich selbst durfte als 15 jähriger erst auf Tiere schießen, als ich entsprechend gut schießen konnte. Kostete viel Übung!
 
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Wo jagst Du denn, dass Schüsse auf 200 - 300m Tagesgeschäft sind? Das ist sogar im Hochgebirge auf Gams kein Tagesgeschäft!
Ich habe in den letzten 35 Jahren sehr viel in Revieren gejagt, wo man im Flachland auf wahnsinnig langen Schneisen auf große Tiere jagt, trotzdem liegen die allermeisten Schüsse ( nicht nur meine!!!, aber ich habe mit den Folgen dieser Schüsse relativ viel zu tun) unter 150m!
 
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Für mich auch und während in Nordamerika die Einschätzungen über short - mid - long range deutlich weiter als bei uns ausfallen, finde ich die WIKI-Definition gar nicht schlecht: dabei beginnt long range shooting da, wo der Schütze mehr ballistische Einflüsse als nur die Erdanziehung zur Justierung seiner Visierung berücksichtigen muss.

Für unsere jagdliche Tradition wird deshalb vermutlich die point-blank-range, also die maximale Schussdistanz, die mit GEE eingeschossener Büchse noch ohne Haltepunktkorrektur beherrscht werden kann, als Beginn des long range Schießens definiert werden können.
Wie ich an anderer Stelle schrieb, habe ich viel mit Amerika. Jägern diskutiert und ich wurde oft gefragt, wieviel „one shot kills“ man so hat - unglaubliches Staunen, wenn man dann sagt, dass das eigentlich der Regelfall ist!
So viel mal zu den Schiesspraktiken der US - Jäger!
 
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ich habs iirc schon mal an anderer Stelle geschrieben: auf dem Stand der Jägerschaft treffe ich aus unserem Hegering regelmäßig nur 3-4 Leute, die auch Kugel schiessen; auf dem Vereinsstand kommen nochmal 3-4 dazu. Die anderen sehe ich nicht mal beim Hegeringschiessen. Kontrollschiessen vor Aufgang der Jagd?die von denen ich weiß, dass sie das machen, kann ich an einer Hand abzählen! Traurig, aber so siehts aus☹️
Deshlab bekommt man anscheinend überall keine freien termine, weil nur 3-4 Leute schießen gehen ;)
Leute, die Bahnen brechen aus allen Fugen.
Leider auch, weil es immer weniger Stände werden.
 
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..... wo man im Flachland auf wahnsinnig langen Schneisen auf große Tiere jagt, .....
Genau auf diesen langen Schneisen ist man manchmal froh, wenn man auch etwas weiter sicher treffen kann, weil nicht alle 100m eine Kanzel steht und das passende Wild manchmal eben etwas weiter entfernt austritt.

Das gilt aber nur dann, wenn man auf über 150m Beute machen möchte und kann.
Wenn man im "Zoo" jagt, daran auch nichts ändern möchte, fehlt natürlich der Anlass für etwas anspruchsvollere Schüsse. Dann lässt man das Wild lieber am Leben und freut sich dran, es an einem anderen Tag neu zu versuchen, oder einfach das nächste Rudel abzuwarten. ;)


.
.....trotzdem liegen die allermeisten Schüsse ( nicht nur meine!!!, aber ich habe mit den Folgen dieser Schüsse relativ viel zu tun) unter 150m!
Das ist auch besser so, wenn die Jäger in eurer Gegend die großen Tieren schon auf so kurze Distanz nicht richtig treffen und Dir viel Arbeit bescheren!
 
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Wo jagst Du denn, dass Schüsse auf 200 - 300m Tagesgeschäft sind? Das ist sogar im Hochgebirge auf Gams kein Tagesgeschäft!
Ich habe in den letzten 35 Jahren sehr viel in Revieren gejagt, wo man im Flachland auf wahnsinnig langen Schneisen auf große Tiere jagt, trotzdem liegen die allermeisten Schüsse ( nicht nur meine!!!, aber ich habe mit den Folgen dieser Schüsse relativ viel zu tun) unter 150m!
Serh viele Feldschläge müssen mit auch Entfernungen ab 150m und mehr geschossen werden. man kommt oft nicht dichter dran.
Du gehst oft nur von deinem kleinen Aktionsradius aus.
Ich bin gewiss kein Freund des weiten Schusses auf Wild. Ein paar Fertigkeiten braucht es aber, wenn man mal aus Gegenden mit den Miniparzellen raus ist.
 
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Serh viele Feldschläge müssen mit auch Entfernungen ab 150m und mehr geschossen werden. man kommt oft nicht dichter dran.
Du gehst oft nur von deinem kleinen Aktionsradius aus.
Ich bin gewiss kein Freund des weiten Schusses auf Wild. Ein paar Fertigkeiten braucht es aber, wenn man mal aus Gegenden mit den Miniparzellen raus ist.
Ach, mein Revier war 3.800 ha klein...
 
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Was nun keine Aussage zur Thematik ist.
Länge ist kein Flächenmaß ;)
3800ha zerschnittene Waldfläche sind nun keine Einladung (und erfordernis) zu weiteren Schüssen.
 
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Sorry, aber in der Kiefernwüste der Heide hat man unglaublich lange Schneisen....
Da liegst Du mit Deiner Vermutung ziemlich daneben!
 
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Genau auf diesen langen Schneisen ist man manchmal froh, wenn man auch etwas weiter sicher treffen kann, weil nicht alle 100m eine Kanzel steht und das passende Wild manchmal eben etwas weiter entfernt austritt.

Mit dem von Dir gekauften Gewehr habe ich des Öfteren weit hingelangt...😉
Ich bilde mir auch ein a) meine Grenzen zu kennen und b)auch durchaus auf 300m treffen zu können - weiss aber auch, dass auf diese Entfernung der winzigste Wackler üble Folgen haben kann!
 
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..... wieviel „one shot kills“ man so hat - unglaubliches Staunen, wenn man dann sagt, dass das eigentlich der Regelfall ist!
So viel mal zu den Schiesspraktiken der US - Jäger!
Die US-Jäger, die ich früher auch noch öfter geführt habe, waren überwiegend gute Büchsenschützen. Vermutlich im Schnitt besser als deutsche Durchschnittsjäger. Das ist auch logisch, weil dort Schießen eine viel ausgeprägtere Tradition hat und unendlich bessere Trainingsmöglichkeiten gegeben sind.

Vielleicht drücken Jäger in verschiedenen Kulturen unterschiedlich sorglos ab. Den Eindruck habe ich am stärksten bei iberischen Monterias, das ist manchmal schwer erträglich dort. Auch bei türkischen Saujagdvideos habe ich den Eindruck, dass Treffen eher als willkommener Glücksfall betrachtet wird.

Aber sind wir hier wirklich so viel disziplinierter und der lebenden Kreatur gegenüber respektvoller?
Beim Kugelschuss scheint das so zu sein, da wird der Tierschutz ganz hoch aufgehängt. Aber beim Schrotschuss sieht das doch ganz anders aus!
Wenn man eine Gans, Ente, Taube oder einen Fasan als gleichwertig leidensfähiges und ebenso "wertvolles" Geschöpf wie ein Reh oder einen Hirsch betrachtet, dann ist der Schrotschuss auf diese schnell fliegenden Tiere mit einem vielfach erhöhten Risiko gegenüber Büchsenschüssen auf Schalenwild verbunden, das Tier durch Randschrote unkonrolliert krank zu schießen. Wer trifft denn Flugwild sicherer als z. B. 70%? Wer kann denn garantieren, am Ende einer Flugwildjagd weniger als 7 Hülsen für 5 erlegte Stücke benötigt zu haben?

Definitiv pflegen wir hier eine "Zwei-Klassen-Ethik" und ich meine, so lange das so ist, sollte man nicht zu scharf über andere Jäger urteilen, die auch beim Büchsenschuss schon mit 70% Trefferwahrscheinlichkeit zufrieden sind.
 
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