Disskussion zum Jagdlichen Weitschuss

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#1851:
Nun könnten wir diskutieren, bis zu welchem Wert das noch akzeptabel sein könnte:

gut getroffen würden bei
99% 99 von 100
95% schon jedes 20. nicht gut getroffen oder gefehlt
90% bereits jedes 10. nicht ""
70% aber dann jedes 4. nicht ""
50% jedes 2. nicht ""
?????????


Man wird davon ausgehen könnnen, sollen und dürfen, dass es sich um aufgelegte Schüsse auf stehendes Wild handelt, wobei jeder Schuss so präzise als nur möglich abzugeben ist.

Übrigens reichen bei den meisten Bundesländern 50 % TQ und weniger zum Bestehen der Jägerprüfung. Damit wird das "Grüne Abitur" zu einer Farce.
Wie schon angemerkt worden ist, wäre oder sollte bei DJ ein anderer Maßstab angewendet werden, aber geht um den jagdlichen Weitschuss.
 
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Bin ich mir nicht sicher dort zu treffen wo ich will, schiesse ich nicht. Punkt.
Dieses Argument bringen ganz bestimmt alle auf den Tisch. Nur, du kannst dir sicher sein wie du willst, gelegentlich wirst du eine Kleinigkeit übersehen und schon dampft die Kacke. Wie gesagt, du warst dir 150% sicher, aber..... Und dieses aber kann niemand zur Gänze ausschließen.
 
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Letztendlich sollte doch jeder redliche Revierpächter darauf wert legen, dass "seine" Begeher entsprechend gut schießen, auf die Entfernung die im Revier gebräuchlich ist! Ehrliche Jagd mit entsprechend sauberem Schuss ist doch tierschutzgerechte Fleischwirtschaft, die gerade heute wichtig ist! Sauberes Ansprechen, perfektes Schießen und treffen und entsprechend verarbeiten. Wir sind die einzigen in Deutschland, die außerhalb von geschlossenen Schießständen in der freien Landschaft schießen dürfen...Wenn wir unser Werkzeug nicht 100% beherrschen, wer sonst?
Deshalb müsste die Schießausbildung deutlich intensiver gemacht werden, anstatt ein paar Schuss mit .222!
Training mit Hochwildkaliber in verschiedenen Anschlägen bis mind. 150m mit Nachweis von einigen hundert Trainingsschüssen + entsprechende Bewegungsschüsse + Flintenschüsse sollten in die Jagdausbildung einfließen, dafür könnte man manch antiquiertes Theoriegedöns ausmisten!
 
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.....Bei Bewegungsjagden und bei der Flinte gehe ich notgedrungener Maßen auch ein höheres Risiko ein und habe dementsprechend eine deutlich schlechtere Quote:( Aber diese Jagdarten bereiten mir viel Freude;)
So geht es wohl fast jedem Jäger, ABER die alles entscheidende Frage zur Beurteilung ethisch sauberer Jagdausübung ist:

"ist es akzeptabel, eine Jagdart zu praktizieren, die systembedingt eine höhere Quote an Tierleid produziert, nur weil sie mehr Spaß macht?"
 
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Dieses Argument bringen ganz bestimmt alle auf den Tisch. Nur, du kannst dir sicher sein wie du willst, gelegentlich wirst du eine Kleinigkeit übersehen und schon dampft die Kacke. Wie gesagt, du warst dir 150% sicher, aber..... Und dieses aber kann niemand zur Gänze ausschließen.
Da hast du völlig Recht, um aber waidgerecht zu jagen, mein Gewissen zu beruhigen oder wie immer man das nennen möchte, betrachte ich die Sache systemisch, wenn ich das mir Mögliche getan habe um meine Fehlerquote gering zu halten, tut es mir für ein schlecht getroffenes Stück natürlich leid, aber ein Restrisko bleibt von unserem Wild eben zu tragen, dass müssen wir akzeptieren:(
Allerdings ist die Quote bei Bewegungsjagten wohl weit höher als bei guten Schützen auf etwas weitere Entfernungen.
 
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So geht es wohl fast jedem Jäger, ABER die alles entscheidende Frage zur Beurteilung ethisch sauberer Jagdausübung ist:

"ist es akzeptabel, eine Jagdart zu praktizieren, die systembedingt eine höhere Quote an Tierleid produziert, nur weil sie mehr Spaß macht?"
Ja, zumindest für mich habe ich diese Entscheidung getroffen.
Allerdings wird auch dafür regelmässig geübt (1000 Tontauben und 500-1000 Schuß auf den Laufenden/ Kino kommen im Jahr schon zusammen) das bin ich dem Wild schuldig.
 
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"ist es akzeptabel, eine Jagdart zu praktizieren, die systembedingt eine höhere Quote an Tierleid produziert, nur weil sie mehr Spaß macht?"
In unseren Ländern in Westeuropa ist die Antwort NEIN !

Im fernen Ausland wo eigentlich mehr weit geschossen wird muss man einiges relativieren. Wo raue Sitten herrschen ist das Tierleid einen ganz anderen Begriff. Das erklärt manche Praktiken und auch warum die örtliche Jäger nicht immer unsere Einstellung zum Wild und der Jagd verstehen. Am Ende muss jeder wissen ob er seine Ethik in das ferne Land exportiert oder die lokalen Gegebenheiten , auch als ethisch an Ort und stelle angesehen , übernimmt für die Dauer seines Aufenthaltes.

gut getroffen würden bei
99% 99 von 100
95% schon jedes 20. nicht gut getroffen oder gefehlt
90% bereits jedes 10. nicht ""
70% aber dann jedes 4. nicht ""
50% jedes 2. nicht ""
Die Akzeptabilität des Jadlichen Weitschusses nach Treffer Quote müsste deswegen von Land zu Land beantwortet werden.

Die Zahl 70% geistert in manche Ländern und für eine besondere Jagd herum. Das würde auch mit dem Video von Ovini übereinstimmen. Die Verfolgung und Nachsuche wären aber angeblich auf Grund des Geländes und der Kenntnissen der lokalen Führern fast 100% erfolgreich. Alles ohne Gewähr.
 
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Man wird davon ausgehen könnnen, sollen und dürfen, dass es sich um aufgelegte Schüsse auf stehendes Wild handelt, wobei jeder Schuss so präzise als nur möglich abzugeben ist.

Übrigens reichen bei den meisten Bundesländern 50 % TQ und weniger zum Bestehen der Jägerprüfung. Damit wird das "Grüne Abitur" zu einer Farce.
Wie schon angemerkt worden ist, wäre oder sollte bei DJ ein anderer Maßstab angewendet werden, aber geht um den jagdlichen Weitschuss.
Hatte sich mit meinem Post #1864 zeitgleich überschnitten! Absolute Zustimmung! Wir sind die einzigen in Deutschland, die in freier und bewohnter und begangener Natur, außerhalb von umschlossenen Schießständen scharfe Waffen abfeuern dürfen und damit Mensch und Umwelt "gefährden"! Und wir haben eine Ausbildung, die lächerlich ist! Das ist als wenn man einen 3. Klässler an die Herzoperation lässt!
Ich bin ja Polizist und wenn ich sehe, wie unsere Ausbildung, Fortbildung, jährliche Überprüfung abläuft und mir dagegen die Jägerprüfung in Bezug auf schießen ansehe wundert mich vieles nicht! Und ich habe in 30 Jahren Kripo und SEK noch nie einen Schuss außerhalb des Schießstandes abgefeuert, während der JJ nach ein paar schuss mit .222 in der Landschaft rumballern darf!
Intensives Schießen, Ballistik usw. muss Teil der Jagdausbildung werden und auch die Prüfung muss deutlich angepasst werden

Ich musste damals, vor der Jagd, viele 100 Schuss auf Scheiben, Blechdosen usw. abgeben, bis es blind klappte, bevor das erste Mal ein Tier beschossen werden durfte! Geschadet hat es nicht
 
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Die Angabe ist aus Tadschikistan aber schon wieder fast 20 Jahren alt. Ungefähr 30% wird angeschweißt , aber fast alle gefunden.
 
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Sicher , es sind ja auch nur mündliche Mitteilungen von Jägern und lokale Führer. Scheint aber nicht unrealistisch zu sein. Ob man aber so was akzeptiert ist eine andere Frage .
 
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Da hast du völlig Recht, um aber waidgerecht zu jagen, mein Gewissen zu beruhigen oder wie immer man das nennen möchte, betrachte ich die Sache systemisch, wenn ich das mir Mögliche getan habe um meine Fehlerquote gering zu halten, tut es mir für ein schlecht getroffenes Stück natürlich leid, aber ein Restrisko bleibt von unserem Wild eben zu tragen, dass müssen wir akzeptieren:(
Allerdings ist die Quote bei Bewegungsjagten wohl weit höher als bei guten Schützen auf etwas weitere Entfernungen.
Meine Antwort war für @ ebbe gedacht um seine doch etwas überhebliche Selbstüberschätzung auf die richtige Ebene zu hieven.
 

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