Disskussion zum Jagdlichen Weitschuss

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Siehste … Hellseher.
Rechne noch etwas herum vielleicht kommste drauf. Bist auf jedenfalls auf dem woodway...
edi
Ist doch ganz einfach.
Lass doch mal die Hosen runter.

Aso, ich dachte noch. Vielleicht gehts ja doch mit dem 75grains A-Max und du tust dem Mann Unrecht. Esrtmal zur Klarstellung: Schallgeschwindigkeit 343m/s

Ich zitiere dich nochmal : "auf ca. 853m/s mit 75 A-max. aus 20 " und "trotzdem bis ~1100m Überschall"

Also hab ich mal der hervorragenden Hornady 4Dof bemüht. Die werden ihre Murmel wohl kennen (Der BC wird ja bekanntlich mit abnehmender Geschwindigkeit immer schlechter, das kompensiert der Rechner) Sogar mit richtigen Pulver, Wetter, 500 Höhe....extra mit dem ELD-X, mit dem besseren BC als das gleich schwere A-Max

Tjo, Überschall bis 880m

2020-09-25_125451.png

is jetzt nicht so geil für die Glaubwürdigkeit...
Vielleicht solltest Du auch mal wieder rechnen.

Um mit deiner Murmel bei 1100m noch im Überschall zu sein
2020-09-25_130246.png
brauchst Du über 1000m/s V0
Sach ma wie das geht. Ich bin gespannt....(war ne rethorische Aussage)

Gute Geschäfte noch.
 
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EJG

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Ich kenne Dein Program nicht, sehe auch nicht welche BC Werte Du eingegeben hast, laut meinem JBL bin an der Schallmauer bei 1050m mit 75 ELDM wenn ich 2800fps habe. Deswegen hatte ich ja das ~ Zeichen gesetzt. Die genauen Daten sind ja nicht so wichtig da sie ja erst nur Anhaltspunkt sind um in der Praxis zu bestaetigen. VO ist gemessen zwischen den besagten 835 m/s ohne Druck anzeichen mit Luft nach oben. Das ist jedoch auch nicht so wichtig, wichtiger ist die Erkenntniss das die schweren Geschosse viel mehr bringen auf weiter Entfernung, im Gegensatz zu Deiner Aussage mit 58gr aus 243 oder 55gr aus einer Swift.
Wir verwenden gerne 55gr aus 22-250 fuer nachts unter der Lampe wo nur bis ca. 250m geschossen wird, da macht es Sinn aber weiter raus gehts nur ueber BC.
Vergleich doch einfach mal mit Deinem Program zwischen leicht schnell und etwas langsammer mit besserem BC. Was ist das Ergebniss? Welche Energie kommt an?
Uebrigens mich hat es interessiert mit 223 zu experimentieren da die PRS regeln in einer Klasse entweder 223 oder 308 zulassen, 223 bis 77gr bei max 3000fps. Einige unsere Kunden schiessen 223 mit 75gr. Wollte wissen bis wo eine 20" 223 mithalten koennte. Fuer die Jagdlichen Entfernungen ist der Winddrift wichtiger, der ist bei 50-55gr grausig mit der 223.
Hast jetzt mal eine T3 vermessen?
edi
 
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Ich finde es beeindruckend, welche Streukreise auf, für mich unvorstellbare Distanzen möglich sind. Hierzu gehört sehr viel Training und Erfahrung.
Leider habe ich keinerlei Verständnis dafür, diese Fähigkeiten auf Wild umzusetzen. Da bleiben einfach zuviele Widrigkeiten, die man mit steigender Distanz nicht beeinflussen kann und ggfs. Krankschüsse produzieren. Ist für mich vergleichbar mit sehr hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Klar kann man mit 300 km/h über eine dreispurige freie Autobahn fahren. Dabei steigt aber das Risiko einer Katastrophe mit jedem km/h, wenn etwas nicht vorhersehbares geschieht. Beides ist das nix für mich und ich kann mir nicht erklären, weshalb jemand bereit ist dieses Risiko einzugehen. Es ist schlichtweg nicht erforderlich.
Wer diese Fähigkeit auf Papier versucht zu festigen oder auszubauen hat aber meinen größten Respekt.

wipi
 
G

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Guest
Am besten af dem kartoffelacker. Dann hat man später auch noch was davon.
:) natürlich geh ich hin bevor ich das Revier verlasse, muss doch sehen ob irgendwelche Auffälligkeiten bzw. Hinweise auf Krankheiten an dem Tier sind und Trefferlage prüfen. Ja, einen Kartoffelacker sollte man haben und nen Stiefelknecht, ansonsten wirds ne Sauerei.
 
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Ich kenne Dein Program nicht, sehe auch nicht welche BC Werte Du eingegeben hast
Hatte ich erwähnt.
Hornady 4Dof

https://www.hornady.com/team-hornady/ballistic-calculators/#!/4dof

Mit den original Angaben des Geschossherstellers. 75grains ELD-M .22Cal. Absichtlich den 4Dof Rechner. Die empfehlen den, weil er genauer die Realität widerspiegelt als der normale BC (der sich ja mit abnehmender Geschwindigkeit ebenfalls verändert).

Wie Du vielleicht gemerkt hast bin ich ein bisschen spleenig was Gechosse etc angeht. Du kannst mir glauben dass ich die Unterschiede zwischen beispielsweise einem 58grains V-Max und einem 100 grains InterLock kenne (in .243). Die Vor-und Nachteile sind mir bekannt. Da ich kein Longrange varminter bin und die terminale Wirkung eines Varmintgeschosses haben möchte ist die Energiefrage für mich jenseits von 300m irrelevant. Da überwiegen die außen- und zielballistischen Vorteile der leichten, fragilen und sackschnellen/rasanten Konstruktion.

Wenn man natürlich immer die Qualität eines Geschosses ausschließlich anhand des BC, bzw der möglichen Maximalreichweite festmacht sind die schweren Low-Drag-Geschosse immer überlegen. Das ist soweit logisch, für den Jäger aber nur bedingt zielführend. ELD-M sind bescheidene Jagdgeschosse. Eld-X ist da schon besser. Gut, für vermin passts schon.

Da ich aber Jäger bin und das auch meine Hauptanwendung ist, müssen die Geschosse bzw Laborierungen noch n bisschen mehr können als weit und präzise zu fliegen. Je nach Jagdanwendung wünsche ich mir alternative sogar gegensätzliche Eigenschaften.

Das kann man gut an der o.g. .243win verdeutlichen.
58er für vermin (rasant, zerlegefreudig), 105er (penetration und Stabilität) für Schalenwild.
 
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....Da ich aber Jäger bin und das auch meine Hauptanwendung ist, müssen die Geschosse bzw Laborierungen noch n bisschen mehr können als weit und präzise zu fliegen.....
Für mich müssen die Schalenwild-Jagdgeschosse bleifrei sein und da hört die brauchbare Wirkung bei vielen Konstruktionen aus (Mittelkaliber-Patronen) bei plusminus 400m auf, bedingt durch zu niedrige Vz und ungenügendes Ansprechen.

Letztes WE kam für meine 6,5x55 ein neues Los Fox-Geschosse an (100gr.), das ich eben mit einem Kontrollschuss (cbs) auf 400m zur aktuellen TPL meiner alten 100 gr. Fox überprüft habe und mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin (Hardox-Stahl 30x40cm mit 6cm Zentrum):

20200925_R8_400m.jpg

20200925_6,5x55_Fox_400m.jpg
 
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Für mich müssen die Schalenwild-Jagdgeschosse bleifrei sein und da hört die brauchbare Wirkung bei vielen Konstruktionen aus (Mittelkaliber-Patronen) bei plusminus 400m auf, bedingt durch zu niedrige Vz und ungenügendes Ansprechen.
Tja, für mich teilweise auch. Je nachdem wo ich gerade bin.
Dafür ist jetzt die .270 win Barnes 129grains LRX Fabrikmun bestellt. Das sollte wohl klappen....
 
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Irgendwie bin ich immer noch von dieser Konstanz beeindruckt .
0 oder 100% .
Also sauberer Treffer und sofort tot , oder glatt vorbei geschossen .
 
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Das 129 Grain LRX möchte ich in einem zweiten Anlauf auch noch 'verbauen'. Da konnte ich initial noch nicht die Wunschpräzision erreichen.


grosso
 
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Was heißt Tüfteleien, ist doch das mindeste was zu besserem Treffen auf jede Entfernung beiträgt.
@Sir Henry

das scheint aber noch nicht in alle Ecken der Republik vorgedrungen zu sein.

Wie schon gesagt, bin ich immer wieder mal beeindruckt, über welche Abenteuerbrüstungen (Auflagen mag ich das nicht nennen) einige Jäger in der Lage sind, Wild präzise zu beschießen.

Wenn wir schon im Kontext des Schusses auf Wild in der unerquicklichen Debatte der mangelnden Waidgerechtigkeit sind, dann sind diese hölzernen Zeugnisse mangelnder jagdlicher Grundqualifikation für mich weitaus kritischer zu betrachten als der weite/ weitere Schuss, ausgeführt durch jemanden, der sich seiner Fähigkeiten bewusst ist, jeweils die konkreten Rahmenbedingungen geschaffen hat und diese zudem im Training regelmäßig entwickelt.


grosso
 
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Wenn als Gastjäger wo hinkomme und DJ gehören dazu, dann darf ich nicht mit "Komfort" rechnen, sondern mit dem Minimum. Daher nehme ich meine ausziehbare Armauflage mit, die kaum was wiegt und für Punktschüsse, insbesondere auf verhoffendes Rehwild, eine gute Basis bildet.
Aber solange Armauflagen als behindertengerechte Hilfsmittel angesehen werden, braucht man sich über jagdliche Weitschüsse mit den allermeisten Jägern nicht auszutauschen.
 
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