DJV Stände Schießvorschrift/Gewehrriemen

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#135: Ähnlich wie der Selbsterhaltungstrieb.

Geeenau und dafür gibt es u.a. die UVV beim Hochsitzbau und der Jagdpraxis.
Alles was passieren kann, das passiert auch - - - irgendwann :cool:
 
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Wer zwingt Euch eigentlich dazu Standaufsicht zu machen, wenn das doch so ein gefährlicher Job ist und Ihr nur von Narren umgeben seid?
(... und bevor zu sehr geschrien wird - ich habe den Schein dafür auch)
Den "Schein" haben heute viele, nur den Gemeinsinn ihn auch für andere (und nicht nur wegen der Solobenutzung) zu nutzen, anscheinend weniger.
 
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So. Das ist meine Frage und die Antwort des Justitiars des DJV


Betreff: DJV Schießvorschrift

Guten Tag Herr xxx,
hoffentlich habe ich in Ihnen den richtigen Ansprechpartner für meine Frage.
Diese Verordnung
"6.4 Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen 6.4.1. Gewehrriemen sind von Schusswaffen zu entfernen"
erschließt sich mir nicht.
Man geht doch auf den Stand, um seine Schiessfertigkeit unter den gleichen Bedingungen wie im Revier zu testen oder zu verbessern. Da ich den Gewehrriemen vielfältig nutze und er ein nicht wegzudenkender Teil meiner Ausrüstung ist, ist diese Vorschrift immer wieder hinderlich.
Mir ist nicht klar, welche Gefahr von einem an der Waffe befestigten Gewehriemen ausgehen könnte.
Daher möchte ich bei Ihnen nachfragen und, falls irgendwie möglich, diese Regelung zur Diskussion stellen.
Danke, Waidmannsheil und freundliche Grüße xxxxx

-----------------

Sehr geehrte Frau xxx,
vielen Dank für Ihre Anfrage zur Schießvorschrift. Die Regelung zur Entfernung des Gewehrriemens auf dem Schießstand hat durchaus ihre Berechtigung. Damit soll eine weitere Gefahrenquelle beseitigt werden, nämlich die Gefahr, dass eine in einem Gewehrständer abgestellte Waffe durch den Riemen einer anderen Waffe versehentlich mitgerissen wird. Das mag auf einem Schießstand nicht die bedeutendste Gefahrenquelle sein, aber es ist eben auch eine (abgesehen von der Gefahr der Beschädigung der Waffen).

Wir danken für Ihre Anregung aber bitten auch um Verständnis für die bestehende Regelung.
Mit freundlichen Grüßen
xxx

--------------------

Danke für Ihre prompte Antwort, Herr xxx. Wirklich glücklich bin ich damit zwar nicht, da ich es für sinnvoll halte realitätsnah zu schiessen, aber immerhin habe ich jetzt eine Begründung.
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
xxx
 
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Wer zwingt Euch eigentlich dazu Standaufsicht zu machen, wenn das doch so ein gefährlicher Job ist und Ihr nur von Narren umgeben seid?
(... und bevor zu sehr geschrien wird - ich habe den Schein dafür auch)
Nun, es gibt nicht wenige Vereine, da musste der Stand schon ab und zu mal geschlossen werden weil kurzfristig keine Vertretung für den/die erkrankten Standaufsicht/en gefunden werden konnte, da ist man um jeden Freiwilligen froh.
Standaufsichten wachsen weder auf Bäumen und bei Lotto, Totto oder Glücksspirale gibt's auch keine zu gewinnen. Gleiches gilt für Vereinsmitglieder die Scheiben auf Platten ziehen, Rahmen/Träger bauen, Seilzuganlagen reparieren, Kugelfänge ausräumen, Dächer und Zäune reparieren, den Vorsitz oder den Kassenwart machen etc. etc. etc. .......
Viele der Mitglieder die Standaufsicht machen, sind oft auch in anderen (o.g.) Bereichen aktiv und machen durchaus nicht nur Standaufsicht.

Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, wie man so eine Frage überhaupt stellen bzw. sein "Like" darunter setzen kann aber es zeigt in erster Linie wie wenig einige an ihrer Schiessfertigkeit arbeiten. Jeder der wirklich regelmässig auf einem jagdl. Stand ist (selbst wenn er nicht oder nur marginal ins Vereinsleben eingebunden ist), müsste so einen Faden gar nicht erst eröffnen. Gruss Wisent
 
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......
Bemerkenswert auch der Blick ins Ausland: z.B. England wo es nicht mal auf der Jagd Riemen an Flinten gibt, geschweige denn auf den zahlreichen Ständen auf denen Sportler und Jäger trainieren.
........
Moin,

wo und wann hast du in England jagdlich und /oder sportlich geschossen?

Horrido,
Scharfzahn
 
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#138:
Man geht doch auf den Stand, um seine Schiessfertigkeit unter den gleichen Bedingungen wie im Revier zu testen oder zu verbessern. Da ich den Gewehrriemen vielfältig nutze und er ein nicht wegzudenkender Teil meiner Ausrüstung ist, ist diese Vorschrift immer wieder hinderlich.

Wenn schon von "vielfältig" die Rede ist, müssten sich doch Situationen bildlich zeigen lassen, wo die Verwendung des am Gewehr befindlichen Riemens auf der Jagd beispielhaft ist.
Ebenso natürlich auf dem Stand und wenn das nicht geht, dann eben schießstandanalog im Revier.
 
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Moin,

ich nutze oft den Trageriemen meiner Waffe als "Schießriemen", wie in folgendem Video gezeigt.
https://youtu.be/1HtaLUbTwZM

Die meisten Jäger nutzen keinen Riemen, da ihnen die Anwendung und Schießtechnik in der Ausbildung nicht vermittelt wurde.
Somit erkennen viele nicht den Nutzen in der Anwendung.

Horrido,
Scharfzahn
 
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Moin,

ich nutze oft den Trageriemen meiner Waffe als "Schießriemen", wie in folgendem Video gezeigt.
https://youtu.be/1HtaLUbTwZM

Die meisten Jäger nutzen keinen Riemen, da ihnen die Anwendung und Schießtechnik in der Ausbildung nicht vermittelt wurde.
Somit erkennen viele nicht den Nutzen in der Anwendung.

Horrido,
Scharfzahn
Wie oft schießt du denn stehend freihändig ???
und hast du im Ernstfall soviel Zeit, um den Riemen um den Arm zu wickeln???
Was machst du mit dem langen Riemen beim aufgelegten Schuss???
Außerdem muss der RB am Vorderschaft und darf nicht am Lauf sein.
Stell doch mal Bilder von dir selbst ein.

Würde tatsächlich der Riemenschuss zur Ausbildung gehören, müsste der Riemen für jeden neu eingestellt und angepasst werden, weil jeder andere Körpermaße hat.
 
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Man geht doch auf den Stand, um seine Schiessfertigkeit unter den gleichen Bedingungen wie im Revier zu testen oder zu verbessern.
Gleiche Bedingungen auf dem Stand habe ich beim Ansitz noch nicht erlebt. Auf dem Stand sitze ich bequem hinter einem Tisch, die Beine darunter. Unter dem Pistolengriff eine Unterlage und unterm Schaft eine höhenverstellbare Unterlage. Nach ein paar Minuten justieren geht's dann endlich los.

Auf dem 1,5 m² Hochsitz dann ein ausgesonderter Bürostuhl, der bei jeder Bewegung laut gibt. Fenster die bei meiner Größe von 1,93 mindestens 10 cm zu niedrig angebracht wurden und Wild in einer Position, in der ich als Rechtshänder mit links schießen müsste um auf sie anzulegen. Dazu noch einen Puls von 200 weil nach fünf erfolglosen Ansitzen endlich wieder Beute in Aussicht ist.
So ist das nunmal wenn man kein eigenes Revier hat.

Mit Schießstandbedingungen hat das in der Regel wenig zu tun.
 
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Auf dem Stand sitze ich bequem hinter einem Tisch, die Beine darunter. Unter dem Pistolengriff eine Unterlage und unterm Schaft eine höhenverstellbare Unterlage. Nach ein paar Minuten justieren geht's dann endlich los..
Zum Kontroll-/Einschiessen ok, aber warum schiebst du den ganzen Krempel beim jagdlichen Üben nicht einfach zur Seite und legst auf der Patronenschachtel oder Brüstung auf? Mach' es dir doch einfach mal etwas anspruchsvoller.;)

basti
 
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Moin,

ich nutze oft den Trageriemen meiner Waffe als "Schießriemen", wie in folgendem Video gezeigt.
https://youtu.be/1HtaLUbTwZM

Die meisten Jäger nutzen keinen Riemen, da ihnen die Anwendung und Schießtechnik in der Ausbildung nicht vermittelt wurde.
Somit erkennen viele nicht den Nutzen in der Anwendung.

Horrido,
Scharfzahn

Ich nutze den Riemen ebenfalls aktiv beim Schießen, und bin froh das wir das hier in der Gegend üben können. Nun zum Thema:


Faktencheck:

-Mit dem Riemen zu üben, bedeutet nicht, dass man auch die Büchse so abstellen muss. Man kann einfach am Stand vor dem Schießen den Riemen dran machen und vor dem Wegstellen wieder abnehmen. Sofern dies wirklich die einzige Begründung wäre (was zumindest der DJV so bestätigt hat), dann wäre dies die Lösung.

Aber:

Es ist laut DJV Schießstandvorschrift verboten.

Potentieller alternativer Ausweg, wenn oben genannte Erklärung nicht zieht:

Wofür gilt die DJV-Vorschrift? Nicht für Schießstände sondern für bestimmte Arten des Schießens, nämlich für das Durchführen von Einschießen, Ausbildungsschießen, Kontrollschießen, Prüfungsschießen, Übungs- und Wettkampfschießen. Nur bei diesen Disziplinen sind die Vorschriften zu beachten, wenn nun schon einer beamtendeutschklugscheissfachsimpeln muss.

Wo ist hier der Ausweg? Nun, Übungsschießen und Wettkampfschießen wird in einem Zug genannt, also kann man es so deuten, dass es um die Übung für den Wettkampf geht (Fuchs, Überläufer, Bock, Keiler). Übung für die Jagd könnte man ausklammern.
Man kann der Aufsicht aber auch sagen, die Ordnung gilt nicht für: jagdpraktisches Schießen, Ausprobierschießen, Kunstschießen, ...



Wobei ich vermute, dass man gleich vom Stand fliegt, wenn man den Herren so kommt. Wozu braucht man überhaupt einen Riemen und wieso jage ich auf Rehwild mit weniger als 4500J E0??? Ihr kennt das vermutlich...
 
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Wie oft schießt du denn stehend freihändig ???
und hast du im Ernstfall soviel Zeit, um den Riemen um den Arm zu wickeln???
Was machst du mit dem langen Riemen beim aufgelegten Schuss???
Außerdem muss der RB am Vorderschaft und darf nicht am Lauf sein.
Stell doch mal Bilder von dir selbst ein.

Würde tatsächlich der Riemenschuss zur Ausbildung gehören, müsste der Riemen für jeden neu eingestellt und angepasst werden, weil jeder andere Körpermaße hat.
Werter Sir Henry,

ich schrieb:
Die meisten Jäger nutzen keinen Riemen, da ihnen die Anwendung und Schießtechnik in der Ausbildung nicht vermittelt wurde.
Somit erkennen viele nicht den Nutzen in der Anwendung.

Wie darf ich deine Antwort jetzt zuordnen?

Horrido,
Scharfzahn

P.S.: Der Riemenbügel im Video sitzt am Vorderschaft. ;)
 
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Wieso soll hier jeder der in der Lage ist einen Gewehriemen zu benutzen jetzt Fotosessesions machen und Bilder von sich selbst einstellen?
Was ist an den bisherigen Erklärung nicht zu verstehen?
Mich stört auf Sitzen alles mögliche (am schlimmsten sind eklige, alte, versiffte, knarzende Bürostühle, keine Ahnung, wie man auf solche Ideen kommen kann), aber ein ein runterhängender Gewehrriemen war noch nicht dabei.
 
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