DJV und Wild/Wald

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Stöbi missbraucht eine eingegrenzte Definition zur Abgrenzung (und moralischen Erhöhung) seiner Art der Jagd gegen andere. Das hast Du anscheinend nicht erkannt und deshalb bleibt meine Kritik an ihm nach wie vor richtig und nicht hinfällig. Wir (Stöbi und ich) diskutieren da auch nicht das erste Mal (und so wie ich ihn kenne auch nicht das letzte Mal).
 
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... und so wie ich ihn kenne auch nicht das letzte Mal ...
Natürlich nicht! Seine ganze Philosophie und Panikmache stützt sich auf diesen [Container] - weil sein Konstrukt und seine Eingebungen seien politisch/gesellschaftlich erwünscht, weil er ja Wildtiermanagement betreibt edit und die anderen selbstverständlich nicht!
Und wenn ihm dann dieses Trittbrett wegbricht, so wird's halt etwas einsam; und er ein wenig dünnhäutig: das kann man schon verstehen :unsure:
 
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Stöbi missbraucht eine eingegrenzte Definition zur Abgrenzung (und moralischen Erhöhung) seiner Art der Jagd gegen andere.....
Nein, das hast Du falsch verstanden.

Es geht nicht um "meine" Jagdausübung im Vergleich zu anderer, sondern um die Jagdausübung im Rahmen von Wildtiermanagement gegenüber traditioneller Jagd.
Welche Berechtigung hätte denn das Instrument Jagd im Rahmen von Wildtiermanagement, wenn es nicht auch "ethisch" der traditionellen Jagd überlegen wäre? Dann bliebe nur stümperhafter Aktionismus auf Kosten freilebender Tiere.
 
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Nein, das hast Du falsch verstanden.

Es geht nicht um "meine" Jagdausübung im Vergleich zu anderer, sondern um die Jagdausübung im Rahmen von Wildtiermanagement gegenüber traditioneller Jagd.
Welche Berechtigung hätte denn das Instrument Jagd im Rahmen von Wildtiermanagement, wenn es nicht auch "ethisch" der traditionellen Jagd überlegen wäre? Dann bliebe nur stümperhafter Aktionismus auf Kosten freilebender Tiere.
Ich denke, man sollte das anders formulieren. Es gibt verschiedene Arten der Jagd im Rahmen des Wildtiermanagements, die man gleichermaßen stümperhaft wie professionell ausüben kann. Traditionelle Formen per ce in die Stümperecke zu stellen, ohne sich die näheren Verhältnisse anzuschauen, ginge deutlich zu weit.
 
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Nein, das hast Du falsch verstanden.
Wer hier etwas nciht verstanden hast bist Du, sorry.

Es geht nicht um "meine" Jagdausübung im Vergleich zu anderer, sondern um die Jagdausübung im Rahmen von Wildtiermanagement gegenüber traditioneller Jagd.
Traditionelle Jagd (was ist das überhaupt?) IST eine Form des Wildtiermanagements. Sie nimmt Einfluss auf Wildtierpopulationen zur Erreichung menschengesetzter Ziele - Punkt, fertig und aus. Welche Ziele das sind und ob das effektiv oder effizient ist ist dabei völlig irrelevant.

Die Absolventen eines entsprechenden Studiengangs an einer Uni in Texas z. B. bekommen im Studium sowohl das Rüstzeug, ein Jagdgebiet eines "hunting club" so zu managen, dass da viele dicke Hirsche rumlaufen, als auch, Artenhilfsprogramme für bedrohte Arten durchzuführen. Beides fällt unter "WM". Nur wir in D müssen uns da in zwei Kategorien (Jagd / Naturschutz) kabbeln, weil die gemeinsame fachliche Basis oft fehlt.

Welche Berechtigung hätte denn das Instrument Jagd im Rahmen von Wildtiermanagement, wenn es nicht auch "ethisch" der traditionellen Jagd überlegen wäre?
Ethik spielt in dem Kontext "WM oder nicht" überhaupt keine Rolle. WM ist auch der Einsatz von 1080 gegen Neozoen in Neuseeland, ist das "ethischer" als Jungfuchserlegung am Bau? Wenn "traditionelle Jagd" ein bestimmtes Ziel erreicht ist das o.k. Ich wiederhole: dieses Ziel kann alles mögliche sein!

Dann bliebe nur stümperhafter Aktionismus auf Kosten freilebender Tiere.
Wenn Du zu Deiner eigenen Legitimation es nötig hast, "Wildtiermanagement" und keine "Jagd" zu betreiben, dann tust Du mir ehrlich gesagt leid. Du solltest nur langsam mal akzeptieren dass Du nur "Jagd gegen Jagd" argumentieren kannst, aber nicht "Jagd vs. WM".
 
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.....Die Absolventen eines entsprechenden Studiengangs an einer Uni in Texas z. B. bekommen im Studium sowohl das Rüstzeug, ein Jagdgebiet eines "hunting club" so zu managen, dass da viele dicke Hirsche rumlaufen, .....
......Ethik spielt in dem Kontext "WM oder nicht" überhaupt keine Rolle. WM ist auch der Einsatz von 1080 gegen Neozoen in Neuseeland, ....
Nicht für mich.
Da kannst Du noch weiter schreiben, bis die Tastatur glüht.
 
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Wer in D Jagd und Naturschutz formaljuristisch / organisatorisch zusammenlegt, muss vorher erst mal den teitschen Traditionswaid... in seine Schranken als Dienstleister verweisen, sonst wird er nämlich gelyncht. :cool:

Das mit den zahlreichen dicken Hirschen geht in Amiland aber nicht bei uns. Wo der Platz nicht da ist, kann auch Management nicht viel ändern. Die Problematik wurde hier schön dargestellt und ist für Vernunftgesteuerte plausibel nachvollziehbar. Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass die "Hirschzucht" von @Mohawk auf Biegen und Brechen "wissenschaftlich" erleichtert werden soll. :D:D:D
 
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Ich finde es sehr hilfreich, Dinge erstmal auf ihre Basics zu reduzieren, bevor man versucht, sie zu verändern.
Hilft, den eigenen Standpunkt klarer zu sehen. Wenn das jeder so macht, vereinfacht das die Findung von Konfliktlösungen und Kompromissen erheblich.

Unter diesem Gesichtspunkt ist die Anwendung dieser Definition:
Traditionelle Jagd (was ist das überhaupt?) IST eine Form des Wildtiermanagements. Sie nimmt Einfluss auf Wildtierpopulationen zur Erreichung menschengesetzter Ziele - Punkt, fertig und aus. Welche Ziele das sind und ob das effektiv oder effizient ist ist dabei völlig irrelevant.
durch die beteiligten Interessengruppen (Jagd, Lawi, Fowi, Natschutz, ottodingens....) zur Klärung der jeweils vorhandenen Interessen unverzichtbar.

Danach kann man zu jeweils geeignetem Vorgehen finden.

Probleme tauchen immer dort auf, wo Interessengruppen übergangen werden. Daß die von sich aus im Vorfeld aufwerfen ist nicht selbstverständlich, und auch vermeintliche Anwälte (Verbände) agieren aus politischen Erwägungen nicht immer so, wie es in bestimmten Situationen erforderlich wäre.
 
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Die Haltungen der Interessengruppen sind doch allseits bekannt. Es sind nicht immer Kompromisse möglich. Man muss die Prioritäten klar definieren. Das geht doch nicht mit Kompromissen.
 
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Die Haltungen der Interessengruppen sind doch allseits bekannt. Es sind nicht immer Kompromisse möglich. Man muss die Prioritäten klar definieren. Das geht doch nicht mit Kompromissen.
Gewiß. Aber vor diese Entscheidung gehört eine ehrliche Feststellung der jeweiligen Bedürfnisse und der sachlichen Erfordernisse. Kann Dir jeder Eheberater erklären. Und das können nur die Beteiligten vor Ort, weder der Anwalt noch die Schwiemu. Und ehrlich muß es sein, sonst bleibt immer irgendwo ein Gefühl des Zukurzgekommenseins, egal, wie die Lösung am Ende aussieht. Da muß man sich dann halt mal hinstellen und sagen, ich hätte gerne dicke Hirsche und der Schutzwald geht mir am Allerwertesten vorbei, schließlich zahl ich dafür Zigtausende im Jahr. DANN kann man drüber reden. Vorher ist das immer ein Gemauschel. Vllt stellt sich am Ende ja sogar raus, das es Ecken gibt, wo das möglich ist, oder eine Bewirtschaftungsweise, die das erlaubt. Solang immer nur jeder stur nach Regeln von Annotobak vor sich hinwerkelt und am liebsten gar nix vom andern hört, ja mei. Wir leben jetzt, die Bedingungen sind die aktuellen und evtl. muß man sich aus seiner Komfortzone bewegen. Jeder.
 
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.....Traditionelle Jagd (was ist das überhaupt?) IST eine Form des Wildtiermanagements. Sie nimmt Einfluss auf Wildtierpopulationen zur Erreichung menschengesetzter Ziele - Punkt, fertig und aus. Welche Ziele das sind und ob das effektiv oder effizient ist ist dabei völlig irrelevant.....
Deine Punkte kannst Du Dir sparen, in endgültige Wahrheiten mag sich ein Lehrer im Klassenzimmer oder ein Dozent im Lehrsaal versteigen, aber nicht hier im Internet.

Würde man tatsächlich Deine Definition übernehmen, wäre der Begriff des Wildtiermanagements völlig wertlos, dann könnte man eine Maus fangen oder eine Fliege klatschen, hätte ein "menschengesetztes" Ziel erreicht und dürfte sich somit "Wildtiermanager" nennen. ;)

Der texanische Student, der dem Jagdclub viele dicke Hirsche züchtet, betätigt sich dabei ebenso als "Gamekeeper", wie der englische Fasanenzüchter, nicht als Wildmanager. Wir sollten da besser noch eine sinnstiftende Begrifflichkeit beibehalten.

....Du solltest nur langsam mal akzeptieren dass Du nur "Jagd gegen Jagd" argumentieren kannst, aber nicht "Jagd vs. WM".
Das ist Quatsch.

Selbstverständlich kann ich zweckorientierte Jagd als Instrument des Wildtiermanagements vs. traditionelle Jagd im Sinne von (teilweise) Lustjagd gegenüberstellen.
 
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Nicht für jagdliche Puritaner wie @Stoeberjaeger . Da muss man unter den Schuldgefühlen für sein schlimmes Tun leiden und braucht die Absolution durch das aufopfernde Dienen am höheren Gut. ;)

Deine Punkte kannst Du Dir sparen, in endgültige Wahrheiten mag sich ein Lehrer im Klassenzimmer oder ein Dozent im Lehrsaal versteigen, aber nicht hier im Internet.
Auch hier im Internet kann man E-Learning betreiben und sich Vorlesungen etc. reinziehen bzw. diese präsentieren. :p

Würde man tatsächlich Deine Definition übernehmen, wäre der Begriff des Wildtiermanagements völlig wertlos,
Nicht wertLOS, wertFREI.

Du würdest auch bei den chirurgischen Techniken bei Schönheits-OPs und bei der Rekonstruktion des Gesichts eines Unfallopfers differenzieren wollen, auch wenn die gleich sind.

dann könnte man eine Maus fangen oder eine Fliege klatschen, hätte ein "menschengesetztes" Ziel erreicht und dürfte sich somit "Wildtiermanager" nennen. ;)
Etwas mehr gehört schon dazu. Ich empfehle Dir, Dich mal bei der Wildlife Society zu informieren, was man nachweisen muss, um ein "certified wildlife manager" werden zu können. Kleiner Tipp (wenn die nicht drastisch eingebrochen sind): Forststudium und Jagdschein reichen nicht. (Agrar, Biologie-, VetMed- auch nicht. )

Der texanische Student, der dem Jagdclub viele dicke Hirsche züchtet, betätigt sich dabei ebenso als "Gamekeeper", wie der englische Fasanenzüchter, nicht als Wildmanager. Wir sollten da besser noch eine sinnstiftende Begrifflichkeit beibehalten.
Wie weiter oben bereits geschrieben: game management ist eine Unterform des WM wie auch endangered species management etc. pp. Die Unterformen zu unterscheiden ist sinnvoll, aber davon bleiben sie trotzdem unter einem Dach.

Selbstverständlich kann ich zweckorientierte Jagd als Instrument des Wildtiermanagements vs. traditionelle Jagd im Sinne von (teilweise) Lustjagd gegenüberstellen.
Siehe oben den post von @z/7 . Du kannst tun und lassen was Du willst. Aber Du musst halt damit leben, dass Dir dann jemand, der sich bei dem Thema *etwas* besser auskennt als Du. kontra gibt, wenn Du mit Deiner Meinung aus Deinem stillen Kämmerlein in die Öffentlichkeit drängst.
 
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