Doppelbüchsdrilling Schussbild

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#1
Seit einiger Zeit habe ich einen Krieghoff Neptun DBD in 8x75 RS und 20-76.

Nachdem nun die gewünschte Optik montiert ist, habe ich begonnen, etwas zu testen.

Dazu habe ich S&B SPCE auf die Vo der Ladedaten des Vorbesitzers laboriert.

Aus dem rechten Lauf liegen die Löcher geradezu kleeblattmässig zusammen; dies auf 50 und 100 Meter.

Beim rechts-links Doppelschuss liegt der linke Lauf auf 50 Meter etwa 15 cm neben dem rechten Lauf.

Ich will nun einmal auf 75 Meter testen und hoffe, dass die Ööcher näher zusammen liegen.

Was haltet ihr davon?
 
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#2
Seit einiger Zeit habe ich einen Krieghoff Neptun DBD in 8x75 RS und 20-76......

Beim rechts-links Doppelschuss liegt der linke Lauf auf 50 Meter etwa 15 cm neben dem rechten Lauf.

Ich will nun einmal auf 75 Meter testen und hoffe, dass die Ööcher näher zusammen liegen.

Was haltet ihr davon?
Du meinst, ob Du darauf hoffen darfst, dass das von links kommende Geschoß nach ~ 50m die Richtung nach innen hin, zum ersten, zum rechten, Lauf, ändert ?

Davon halte ich Abstand.... :biggrin:

Laufbündel neu garnieren, heisst das Zauberwort.
Oder andere Munition antersten...
 
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#3
Testen und evtl auch die Zeit beachten.
Wie schiesst denn nur der linke Lauf einzeln?
Was für andere Labos hast du schon probiert?Da wird noch einiges an probieren auf dich zukommen.
als letztes evtl sogar neu garnieren.
Früher hätte ich die Waffe zu Samereier geschickt mit der Bitte ne präziese Labo zu finden.
Heute ist mir kein gewerblicher WL bekannt der das anbietet.
 
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#4
Aus dem rechten Lauf liegen die Löcher geradezu kleeblattmässig zusammen; dies auf 50 und 100 Meter.

Beim rechts-links Doppelschuss liegt der linke Lauf auf 50 Meter etwa 15 cm neben dem rechten Lauf.


Was haltet ihr davon?
Liegen die Schüsse des 2. Laufes links oder Rechts neben dem Ersten Lauf ?

Mach eine 2. Schußgruppe auf 100 Meter; und ganz wichtig : Die SChußgruppen REchts oder LInks ?

Achte umbedingt auf Zeittakt ( auch wen du eine Mündungsverstellung oder " Thermostabil" hast...)

Am Besten 2 SCheiben : eine für den Rechten; eine für den linken Lauf... dann hast du auch Schußgruppen der einzelnen Läufe.

Mach je Lauf 5 Schuss augf 2 Scheiben; Foto und hier einstellen...


TM
 
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#5
Dazu habe ich S&B SPCE auf die Vo der Ladedaten des Vorbesitzers laboriert.
Das SPCE aus der 8x75RS ist echt eine Ansage !
Das splittert schon als Fabriksladung in der 8x57IRS gewaltig.
Als Dauerlösung, vor allem bei Neugarnierung, würde ich
auf Festeres greifen. Und ja, ich schieße das Kaliber auch schon Jahrzehnte …..

WTO
 
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#7
Üblicherweise kreuzen sich die Schüsse bei 75 Meter.

Daher gehe ich davon aus, das sich der Abstand von 15 cm auf 50 Meter bei 75 Meter reduziert und danach wieder größer wird.

Die SPCE sind mir zum Probieren, der Vorbesitzer hat Norma Vulkan genommen. Da die Treffpunktlage auf 50 Meter nicht unterscheidbar war, hab ich erst mal die SPCE genutzt, um zu Testen.

Bei der Geschwindigkeit der 8x75 sind die SPCE viel zu weich.

Samereier fehlt wirklich sehr, es ist ein Jammer, zumal er noch sehr jung war.
 
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#9
Wie man gelegentlich auf Schießständen und auch auf Befragen von Jägern festellen kann, stellt das sachgerechte Schießen einer Doppelbüchse, gleichgültig, ob in Bock oder Querbauweise, offensichtlich ein großes Problem dar. Dabei ist es keineswegs ein solches, sondern nur eine Frage der Zeit unter strenger Beachtung der technischer Begebenheiten, wie sie von einer solchen Waffe vorgegeben werden. Grundsätzlich wird bei einer Doppelbüchse der rechte bzw. der untere Lauf zuerst geschossen. Wer mit dem oberen oder dem linken beginnt, wird nie zurande kommen. Betrachten wir hier einmal die Vorgänge speziell in einer Bockwaffe (...)
Von den geladenen Läufen wird der untere abgefeuert. Während der Schußentwicklung geht ein Teil der Energie der abbrennenden Treibladungspulvers als Wärme an den Lauf über, und zwar grob 20 Prozent. Nach den Physikalischen Gesetz, das sich die Körper bei Erwärmung ausdehen, muß sich nun der untere Lauf durch die aufgenommene Wärme ausdehnen, und zwar radial und axial. Die radiale Ausdehnung (das Dickerwerden) können wir vernachlässigen, dafür mussen wir aber der Längenausdehnung um so mehr Gewicht beimessen. Der geschossene Lauf wird also durch die Wäre länger, und zwar deht sich ein Kohlenstoffstahl um (wichtige Formel) aus. Nun ist der untere Lauf aber durch Schinen mit dem oberen fest verbunden. wobei allerdings erwähnt werden soll, das es auch DB mit freiliegenden Läufen gibt. Der untere Lauf wird länger, dehnt sich und dabei vom oberen Lauf behindert. Die folge davon ist, daß der untere Lauf sich sehr kurzfristig nach oben biegt, also zum kalten Lauf hin, und dabei das ganze Laufbündel mit verbiegt. Durch Wärmeabstrahlung an die umgebende Luft und duch Wärmeübertritt an die Schienen und den oberen Lauf erfolgt aber relativ schnell ein Ausgleich, d.h. das Laufbündel biegt sich wieder zurück, es wir wieder gerade, und zwar in einem Zeitraum bis annähernd Sekunden.

Für das Schießen müssen wir nun unterscheiden zwischen einem Visieren über Kimme und Korn oder über ein montiertes Zielfernrohr. Bei einer Kimme-u.Korn Waffe macht das auf den oberen Lauf montierte Korn die Aufwärtsbewegung mit. Wir nun der untere Lauf abgeschossen, so ergibt sich unter den Voraussetzungen einer guten Schußleistung und des Zusammenfallens von Visier-und Fleckschußpunkt eine Treffpunktlage im Bereich des zuerst abgefeuerten unteren Laufs. Allerdings müssen die Läufe richtig justiert sein, d.h. sie müssen mit der erwählten Laborierung felck-und zusammenschießen. Bei richtig zusammengelegten Büchsenläufen speilt dann der zeitliche Abstand, mit dem die der obere zum unteren geschossen wird, keine wesentliche Rolle. Solche Doppelbüchsen schießen zusammen, gleichgültig ob kurze oder lange Pausen zwischen den beiden schüssen liegen. Tut eine derartige Waffe das nicht, so sind entweder doe Läufe nicht richtig zusammengelegt oder die Waffe muss mit einer anderen Laborierung geschossen werden. Ich persönlich habe aber festgestellt, daß die meisten Doppelbüchsen über Visier und Korn visiert, viele Laborierungen gut verdauen, d.h. zusammenschießen.

Die offensichtlichen Probleme bei Doppelbüchsen treten dann auf, wenn Zielfernrohre verwendet werden. Die Gläser sind im hinteren Laufbereich montiert. Sie ändern ihre Lage und damit ihre Visierline praktisch nicht, da sie auf den oberen, noch kalten Lauf montiert und eine Längenausdehnung nicht stattfindet. Nehmen wir an, die Waffe ist so eingeschossen, das mit dem unteren Lauf auf die gewählte Schußentfernung ( 80 o.100m) genau Felckschuß erzielt wird. Sozusagen unter dem Zielfernrohr biegt sich aber das Laufbündel nach oben, ohne das das Fernrohr die Bewegung mitmacht. Wir nun nach sehr kurzer Pause der obere Lauf geschossen, so muss zwangsläufig aufgrund der Aufwärtsbiegung der Läufe der Schuß höher sitzen, als der zuerst abgegebene.
Werden die Pausen zwischen den Schüssen verlängert, wandert die Treffpunktlage des oberen Laufs nach unten in Richtung des ersten Schusses. Sind die Pausen zu lang oder wir der obere Lauf zuerst geschossen, tritt meisst ein kreuzen der Treffpunktlagen auf, d.h. der obere Lauf schießt tiefer,also unter den Viesierpunkt. Bei der exakten Schussprüfung einer Doppelbüchse muß nun festgestellt werden, nach wieviel Sekunden die Läufe bei Gebrauch eines Zielfernrohrs zusammenschießen. Es gibt Doppelbüchsen, die bereits nach 7 Sekunden zusammenschießen, aber auch solche, die 14 Sekunden brauchen. (.....)


Quelle Günther Freres



LG Füxlein

p.s. das gilt natülich auch für QuerBüchen und auch Dopelbüchsdrillinge in ähnlicher Form
 
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#10
Wechsle mal das Pulver , selbst bei annäherend gleicher V hat bei mir der Wechsel des TLP fast 10 cm verbesserung gebracht . Ein um 20 grains anderes Geschossgewicht machte fast nichts aus .
 
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#11
Üblicherweise kreuzen sich die Schüsse bei 75 Meter.

Daher gehe ich davon aus, das sich der Abstand von 15 cm auf 50 Meter bei 75 Meter reduziert und danach wieder größer wird.

Die SPCE sind mir zum Probieren, der Vorbesitzer hat Norma Vulkan genommen. Da die Treffpunktlage auf 50 Meter nicht unterscheidbar war, hab ich erst mal die SPCE genutzt, um zu Testen.

Bei der Geschwindigkeit der 8x75 sind die SPCE viel zu weich.

Samereier fehlt wirklich sehr, es ist ein Jammer, zumal er noch sehr jung war.

Äh? Hä? Die Bohne soll um die Kurve fliegen? Ich glaub nicht dran. Linker Lauf ist auf 50m 15cm links. Dann werden das bei 75m ca. 20-25cm sein. Aber probier es aus.
Willst du Stress? Dann kauf dir ´ne Doppelbüchse :biggrin:.

Ich hätte auch gern so ´ne klassische Doppelbüchse. Schöne Dinger. Zum Anschauen, befummeln, Spaß haben, aber nicht zur Jagd. Ich kann doch nicht davon ausgehen dass ich immer nach 7 Sek den zweiten Schuss anbringe. Kann ja mal 15 oder 20 Sek dauern, und dann?

Zur Jagd käme mir nur eine Themostabile in Frage.
Naja, auf Büffelnachsuche im Busch geht wohl auch...bei kurzer Zielentfernung...
 
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#12
Mündungsverstellng Fortner 1500 €...

Alles andere kannst knicken,.... jeder Schuss den du vorher machst is sinnlos hinausgerauchtes Geld.

Gruß

HWL
 
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#13
Zu allererst muss die Büchse ohne ZF geschossen werden, siehe Freres, dann sieht man ob die Büchse fürs schießen oben ohne garniert wurde und sie trifft. Die Problematik übers ZF ist ein anderes Thema. Den Hersteller könnte man auch explizit danach fragen.

Jedenfalls bleibt als Quintessenz das verlötete DB Waffen sind, die fürs schiessen über offene Visierung gemacht werden/wurden, dann spielt auch der Zeitintervall kaum eine Rolle.

Füxlein mit DB von Gustav Genschow alias GECO
 
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#14
Wer beim Einschießen einer BB/DB die physikalischen Grundregeln mißachtet, hat schon verloren.
Jeder Lauf dehnt sich im Schuß aus, also nimmt der abgeschossene Lauf den verlöteten 2. Lauf mit. Aber wie weit, hängt vom Gasdruck und der Pulverladung ab, d.h. eine 9,3x74 R wird weniger abweichen als eine 8x75 R.
Da sich bei einer DB das Korn mit der Mündung bewegt, ist der Einfluß bei offener Visierung nicht so stark, wie bei einer Zielfernrohrwaffe.
Da muß man schon die Laufreihenfolge und den Zeittakt (üblicherweise 6-7 Minuten) schon exakt einhalten.
Als meine BB .375 H&H beim 1. Schuß einen Versager hatte, habe ich den 2 . Schuß abgefeuert und gefehlt. Zu hause habe ich dann auf dem Schießstand den Test gemacht. 80 cm darunter..
Habe mir dann eine 9,3 gekauft- mit freiliegenden Läufen.
Damit konnte ich 5 Schuß mit dem ersten Lauf machen,
und der 6. mit dem anderen Lauf saß noch im "Bierdeckel."
Hab dann die .375 auch "freilegen" lassen.
wie gesagt: Bei Großwildpatronen auf kurze Entfernung geht die Abweichung in der "Schützenstreuung" unter.
P.:)
 
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#15
Wer beim Einschießen einer BB/DB die physikalischen Grundregeln mißachtet, hat schon verloren.
Jeder Lauf dehnt sich im Schuß aus, also nimmt der abgeschossene Lauf den verlöteten 2. Lauf mit. Aber wie weit, hängt vom Gasdruck und der Pulverladung ab, d.h. eine 9,3x74 R wird weniger abweichen als eine 8x75 R.
Da sich bei einer DB das Korn mit der Mündung bewegt, ist der Einfluß bei offener Visierung nicht so stark, wie bei einer Zielfernrohrwaffe.
Da muß man schon die Laufreihenfolge und den Zeittakt (üblicherweise 6-7 Minuten) schon exakt einhalten.
..........
P.:)
Warum gibt's/gab's denn überhaupt dann fest verlötete Läufe? :unbelievable:
 
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