Doppelbüchsen - Die Königinnen unter den Jagdwaffen

Welche Kaliber empfehlt ihr für die europäische Gegend?

  • 7x57 R

    Stimmen: 48 12,1%
  • 8x57 IRS

    Stimmen: 234 58,8%
  • 8x75 RS

    Stimmen: 10 2,5%
  • 8,5x63R

    Stimmen: 29 7,3%
  • 9,3x74R

    Stimmen: 102 25,6%
  • 375 H&H flanged

    Stimmen: 14 3,5%
  • andere (wenn ja welche)

    Stimmen: 28 7,0%

  • Umfrageteilnehmer
    398
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Hallo Forumsmitglieder,


nachdem es für fast jede Waffenkategorie hier im Forum einen Thread gibt, habe ich mir gedacht, dass es schön wäre auch einen über Doppelbüchsen, Bockbüchsen und Doppelbüchsdrillinge zu haben(y).

Vorrangig soll es hier um Berichte, Bilder und Allgemeines über die wohl elegantesten und begehrtesten Jagdwaffen (sehr kontrovers;)) gehen. Hoffentlich finden sich einige, die bereit sind ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu teilen und diese wenn möglich durch Bilder zu unterstreichen. Die Diskussion über DAS richtige Kaliber für eine Doppelkugel, darf natürlich nicht fehlen (Europa, Afrika). Technische Themen wie welche Zielvorrichtung (Zielfernrohr, Rotpunkt, Kimme Korn), Einschießen einer solchen Jagdwaffe, Schussverhalten, etc. würden das Thema gut ergänzen und Andern bei ihrer Entscheidung helfen .

Ein Austausch über die verschiedenen Hersteller, sowohl aus der Vergangenheit (z.B.: Rigby, Purdey, Collath, Suhler Büchsenmacher, Ferlacher; vor WW 2), als aus der Gegenwart (z.B.: Heym, Krieghoff, Merkel, Chapuis, andere Büchsenmacher: Franzoj, Heuerberger; …) mit Diskussionen über jeweilige Stärken und Schwächen kann gerne hinzugefügt werden.


VG. Kipplauf_Fan:cool:
 
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So,

ich fange mal an.:)
Meine Doppelbüchse: Side by Side Merkel 141 mit Einabzug, Kaliber: 8x57IRS, keine Ejektoren, moniert ist ein Swarovski Z6(i) 2-12x50 oder ein Rotpunktvisier.

Die Waffe ist eingeschossen auf 100m Fleck und schießt gut zusammen (Geco Plus 196grs). Im Schießkino auf den laufenden Keiler und anderen Szenen geübt, und durch den geringen Rückstoß und gute Schwingverhalten sehr „effizient“ gewesen. Jagdlich, leider diese Saison bedingt durch Cor*** sehr dürftig gewesen. Knopfbock 11kg, lag im Knall bei Schuss hinterm Blatt sehr wenig Wildpretentwertung.

Persönlich bin ich ein großer Fan von Doppelkugel Waffen, zum Einen weil man auf der Ansitzjagd/ Drückjagd einen schnellen zweiten Schuss ohne Nachladen zur Verfügung hat, für eventuellen Nachschuss oder Doublette(y). Zum Anderen gefällt mir das Schwingverhalten, dass man nach dem Schuss durch die eher seitlich gerade Rückstoßbewegung und dem höheren Gewicht, bedingt durch den 2ten Lauf nicht so sehr aus dem Ziel geworfen wird. Abschließend finde ich diese Waffen einfach sehr elegant und schön, was meiner Meinung nach von keinem anderen Typen erreicht wird;).

VG. Kipplauf_Fan:cool:IMG-20201127-WA0011.jpg
 
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Ich habe selbst eine Bock-DB im Kaliber 9,3x74R: Krieghoff Ultra mit verstellbaren Läufen.

Da ich damit bei Drückjagden sehr zufrieden bin, habe ich auch so abgestimmt.

Wer es nicht ganz so dick möchte, ist auch mit einer 8x57IRS gut bedient.

TH
 
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Heym 88 B in 9,3x74R, ZF Leupold 1-6x24,
eingeschossen derzeit mit 10,0g SAX -KJG.

Wenn ich freie Wahl des Kalibers hätte, wäre die 8x65RS mein Idealkaliber!

Sicher auch nichtschlecht ist die 7x65R - v.a. wenn man sieht, wie günstig gerade gebrauchte DB/BDB in diesem Kaliber sind!
 
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Mir gefallen Doppelbüchsen sowohl optisch, als auch vom Handling her.
Leider haben sie naturgemäß ein paar Nachteile und manche zeigen quasi ein divenhaftes Verhalten. Dies in Verbindung mit den i.d.R. hohen Preisen haben mich bisher immer noch zurückschrecken lassen.

wipi
 
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Ich auch nicht. ;) Wegen "bleifrei" bin ich aber bei freier Wahl des Kalibers bei @FSK 300 , alternativ die 8,5x63R. Aktuell im Schrankt steht eine 7x65R BDB mit 1,5-6x42er ZF. War mal meine Wald-Brot und Butter-Waffe.
 
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MERKEL BB 9.3x74R, Herstellung 1968, Beschuss 11/79 laut Merkel Werkslaufkarte; Eingeschossen mit Norma 18,5g - ähnlich wie unten, nur eine knappe Handbreit tiefer liegend;
Abb.: 3 Doubletten/2 bis 5 sec. Interval, die 4 unteren auf 50m, die 2 oberen auf 100m mit Alloholfreien HDB offene Hohlszpitz 14,3g.
Ich liebe sie, führe sie aber nur noch auf Ansitz wenn Hochwild angesagt ist. ZF dann 2,5-10x52 Zeiss; bei DJ 1,5-6x42 je mit Suhler(!)-EM
Nokia 9-12 002 - HDB 14,3.jpg
4. 2,5-10x52 Diav.T (11).JPG

Ein auch montiertes 1,5-4x Nickel (gelötete Halbringe) liegt mir viel zu dicht am Auge.
 
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Ernest Dumoulin Pioneer 9,3X74
Zum Durchgehen: Haenel 8.11 in 8X57 IRS
 
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Doppelkugeln kann man nie genug haben!
Hans Fanzoj Side by Side, Ejektor, 9,3x74R mit Wechselläufen 7x65R. Beide mit 1,5-6x36.
Winkler Bock 9,3x64, Ejektor, 3-12x56 Zeiss Leucht.
Juch Bock .300 Weatherby, 2,5-10x52
Hambrusch Bergstutzen 7x75RSEvH / .22 Mag., 2,5-10x52.
Schießen alle wie Bolle zusammen, wobei der Lauf der 9,3x74R immer zwei verschiedene Geschossgewichte wollte, um zusammen zu schießen. Jetzt, mit dem 17g STA von DWM geht's gut, aber das Glück ist endlich.
Wobei: mir werden die Patronen reichen, meistens nehme ich eh den alten Schoenauer in 7x64, wenn's zur Drückjagd geht.
 
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Suhler DB, 8 x57 IRS , gesch. mit Skadi-HDB DJ, SWM Kahles 1-5x24,
gebaut nach meinen Wünschen von Günter Reetz, Suhl-Goldlauter
(gesleevte Suhler 16erDF ="DB eines armen Jägers-Mannes" ;)).

Breit und stabil, sehr gut schießend, führig ...!

Zwischen Oktober und Januar mein vielgeführtes Lieblingsgewehr zur bewegten Jagd, danach hat sie langen Frühjahrs-und Sommer Urlaub, bis auf 2-3 Üb-Termine.

IMG_0643.JPG
 
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Valmet 412 in .30-06, ursprünglich gekauft fürs bequeme Bahnreisen, inzwischen aber bei sehr vielen Gelegenheiten dabei.
Ich weiß:
- für viele keine schöne oder gar klassische BDB :-/
ich finde sie jedoch gar nicht mal so unelegant, die Gewichtsverteilung (Balance) passt mir und immerhin sind Finish und Brünierung vorbildlich - eine Art „Colt-Blue“;
die „freiliegenden“ Läufe gestatten es, die Waffe zum präzisen Einzelschuss auch auf größere Entfernung über 100m einzusetzen.
- für viele in einem DB-ungeeigneten Kaliber :-/ ok, Nachladen ist nicht so rasch möglich wie mit Rand-Kalibern, dafür fallen die Patronen nicht von selbst raus, was zB beim nächtlichen Pirschen auch Vorteile bei der Handhabung bietet; und mit 220gr CoreLokt hatte ich bisher auf Dj oder Ansitz noch keine Gelegenheit, schnellstmöglich nachladen zu müssen.
- die Montage ist keine SEM, jedoch eine 2teilige, sehr robuste Aufschubmontage a la Sako, so dass heute auch ein Vorsatzgerät völlig problemlos verwendet werden kann.
Das sehr kompakte 50er Kahles wurde ursprünglich als Universal-Zfr sowohl für Dj und Nachtansitz ausgewählt und ist kaum größer als ein klassisches 1,5-6, ermöglicht also noch einen passenden Anschlag und stört die Balance der Waffe kaum.
 

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