Drilling: neuen Lauf einziehen

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#1
Hallo *,

nur der Interesse halber: kann man heutzutage noch einen neuen Lauf in einen Ferlacher Drilling einziehen lassen (wegen Kaliberwechsel)?

Wenn ja: wer macht noch sowas und womit müßte ich kostenmäßig rechnen?

WmH

Joachim
 
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#2
Was meinst Du mit neuen Lauf "einziehen"?

Einen vorhandenen Lauf mit einem Futterlauf versehen?
Oder in das Laufbündel einen neuen Lauf einlegen und das Bündel neu garnieren?

Geht beides, die Basiswaffe muß aber schon sehr hochwertig sein, daß sich ein Aufwand lohnt, der ganz schnell im vierstelligen Bereich liegt.

Prinzipiell sollte dies jeder Büchsenmacher können, in Realität würde ich dies nur von wenigen durchführen lassen.
 
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#5
Günther Reetz macht das auch. Ich hatte einen Doppelbüchsdrilling in der Hand der von ihm einen neuen Kugellauf eingelötet bekam. Vor dieser Behandlung war das ein Standard 12/70 Drilling.
 
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#6
Ich hab einen Sauer, der war 8x57IRS und wurde auf 9x57R aufgezogen.

Vermutlich die kostengünstigste Variante, Zielfernrohr bleibt wie es ist, kein Rumgelöte und kein Brünieren.

Gruß

HWL
 
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#7
Ich möchte mir einen Drilling von Anton Sodia zulegen; Wunschkaliber wäre 16/70, 8x57irs.
In egun gebotene haben meistens 6,5x57R oder 7x65R; andere sind (bislang) viel zu teuer.
Daher die Frage nach einem Laufwechsel bzw Lauftausch.
Ob man 7x65R auf 8x65R aufziehen kann und ob das dann Sinn macht, weiss ich nicht.
 
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#9
Alternativ könnte ich bei meiner Franz Sodia BBF (7x57R) einen 8x57irs Lauf einlegen lassen.
Auch hier steht wieder die Frage nach dem Sinn im Raum,
 
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#10
- Bei rauhem Lauf ist der wieder blank und die Züge/Felder scharf.
- Die 9x57R ist weit weniger verschlußbelastend als die 8x57JRS. (Pmax um 400bar niedriger).
- Die 9mm verschießt querschnittsstärkere und schwerere Geschosse (200-310grs.) und das bei gleicher Energie.
- (das Laufbündel inkl. Monatge bleiben kann wie´s ist, hat HWL ja schon gesagt.)

Nachteil:

- Fabrikmuni gibt´s nur alle Jubeljahre mal von FN (Norma-Fertigung), ansonsten ist wiederladen angesagt (geht aber gut und preiswert, was die Komponenten angeht).
 
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#11
- Bei rauhem Lauf ist der wieder blank und die Züge/Felder scharf.
- Die 9x57R ist weit weniger verschlußbelastend als die 8x57JRS. (Pmax um 400bar niedriger).
- Die 9mm verschießt querschnittsstärkere und schwerere Geschosse (200-310grs.) und das bei gleicher Energie.
- (das Laufbündel inkl. Monatge bleiben kann wie´s ist, hat HWL ja schon gesagt.)
Super Anwort. Sind die Geschosse in .366 oder kleiner? Gibt's brauchtbare Auswahlen?
In .366 verlade ich gerne die Speer Semi-Spitzer in 270 Grain.
 
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#12
.366" sind 9,3mm (und hier gibt´s nur die auf der alten Express Patrone basierende 9,3x57R, die etwas schwach ist).
Die 9x57R sollte .358" Geschosse nutzen.
 
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#13
.358er Geschosse gibt´s von Sierra, Nosler, Hornady, Woodleigh, Degol und das Oryx von Norma.
Geschoßgewichte liegen bei 200-310grs. (bei den bleihaltigen) wobei die geeignetsten im Bereich 225-250grs. liegen sollten.
Geschosse für .38Spezial/.357Mag. lassen sich ebenso verladen, sollten aber aufgrund der viel höheren Geschwindigkeit aus einer Büchsenpatrone nur auf die Scheibe (allenfalls auf Raubwild/Raubzeug) geschossen werden. Für Schalenwild (selbst Rehwild) dürfte die Tiefenwirkung mangelhaft sein.
Kaliberänderung und Laufaufweiten von 8mm auf 9mm sollte techn. keine Schweirigkeiten machen.
Bei 6,5x57R auf 9x57R muß halt geschaut werden, ob noch genug Wandstärke am lauf übrigbleibt.
7x57R auf 9x57R dürfte nicht funktionieren, da die 7x57R eine andere Grundhülse (dickerer R und P1-Durchmesser) hat als 5,6x57R, 6,5x57R, 8x57JR(S).
 
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