Drückjagden 20/21

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Heute eine weitere Jagd in einem hessischen Mittelgebirge bei Kaiserwetter und dem ersten Raureif, den ich diesen Herbst sehe !
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Ganz früh wechseln mich - vom Anstellen locker gemacht - 2 kapitale Kronenhirsche an.
Aug in Aug auf 30m verhoffend auf dem Grasweg: ein großartiges Bild - nat. liegt die große Kamera oben auf dem Sitz und ich nehme meinem Hund bewusst die Sicht, daß sie das nahe Wild nicht wahrnimmt.
Ier Hirsche sind (gegen Entgelt ;)) frei, aber in 5 sec aufs genaue Alter ansprechen, diese Fähigkeit ist mir nicht gegeben, daher sollten sie ziehen.
Schon im Bestand eingetaucht, gelingt nur das Suchbild:
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Später wechselt noch ein weiterer Hirsch über eine Schneise, vom Gebäude diesmal auf den ersten Blick als jung zu erkennen, aber oben hat er sicher mehr als zwei Gabeln...der Nachbar bestätigt mir das später, ihm kam er auch und daher bleibt er unbeschossen.
Rehwild sehe ich mehrfach, davon kommt mir eine Geiß mit super Hundearbeit im Schußfeld unterm Fichtenaltholz; sie will jedoch leider nicht halten.

Die Durchgeher machen einen super Job, eine Sau mit Keulenschuß eines der Standnachbarn wird in der großen Dickung neben mir gebunden und abgefangen - Nachsuche in dem Fall nicht mehr erforderlich.

Diese Teile standnah sind kein wirklicher Genuß aufgrund der störenden Geräuschkulisse, das Wild stört sich jedoch überhaupt nicht daran ! Beim Standangehen trat ich 3 Rehe weg, die direkt neben dem Rad sassen.
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Nun, dabei sein ist manchmal alles - auch auf der Jagd...;)
Ich habe die Jagd sehr genossen und 2,5 h angespannte Sinne sind äußerst gesund !

Außerdem folgt noch der ein oder andere Termin...:).
Neues Spiel, neues Glück.

Ist das bei Friedrich in Rauschenberg?
 
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Also ich sag's Euch gleich, die heutigen Bilder sind nicht so der Burner, aber eben Liveübetragung von der heutigen DJ nach Coronaregeln. Es sind immer jeweils 5er Trupps ausgelaufen, es gab kein Treffen mit anderen Gruppen, ja nur selten Sichtverbindung. Viele Felsen, Nat. Verjüngung, das Wild hat alle Chancen.
IMG_3540.JPG
Immer ein Ansteller mit 4 Schützen. Frei waren Rotkahlwild, Alttiere nur wenn vorher das Kalb erlegt wurde, Rehwild, Kitz vor Geiß, Schwarzwild, keine führenden Bachen, Raubwild, Muffelwild nur wenn krank.
Um 9 Uhr sollte das 1. Treiben beginnen. Um 8.30 Uhr war ich auf dem Stand und wollte mit dem Schälen meines Apfels beginnen. Die Schalen ergeben eine gute Kirrung :D Vor mir lag eine Senke mit guten Kugelfang. Und schon kam ein Kahlwildrudel in meine Richtung. Aber das Leittier wußte was zu tun ist und die Stücke verhoffen im dickeren, stammzahlreichen Baumholz.
Wo sind sie? Noch da oder schon umgekehrt? Das Suchbild will nichts verraten. Dann endlich ein Haupt.
IMG_3523.JPGAber die Hundeführer nähern sich meinen Stand und das Rudel bricht nach der anderen Seite weg. Dan knallt es rundum, Sauen sind auf den Läufen. Meinem Nachbarn kommen zwei Stück Kahlwild, ein altes Stück mit langem Haupt und dahinter ein wesentlich schwächeres Stück, es stellte sich als schwaches Schmaltier heraus. Alles richtig gemacht.
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Dann kam die Meute vorbei und zeigte gleich ein Musterbeispiel für rehreine Hunde. Geiß mit Kitz flüchtete hinter mir aus den Buchen und sprang Richtung Straße ab. Die Hunde ließen sich abrufen und oben verhofften die Rehe sogar...IMG_3528.JPG
Hinter mir war ein mäßiger Hang, der nach 60 m in einen Steilhang überging. Bis zur Straße waren es dann knapp 100 m. Es rauschte in den Buchen, ein schwaches Stück, von der Färbung her kein Reh und ich dachte an Muffelwild. Der Kamerasucher versuchte eine Bewegung festzuhalten. Dann sah ich das Alttier, gefolgt von einem schwachen Kalb. Im scharfen Troll und einzelnen Fluchten. Jetzt pressiert es aber, die Kamera viel in den Gurt und schon tanzte das Absehen dem Kalb hinterher. Ich musste steil nach oben schießen, kniete mich auf den Boden des Drückjagdbockes. Noch 20 m dann überriegeln sie:oops:. Dann verhoffte das Tier und das Kalb ebeso in einer Lücke. Raus war der Schuss. Ich schätzte 120 m, der Entfernungsmesser sagte später 112 m. Puuh, das ging aber jetzt schnell. Nach dem Schuss stürzte das Kalb den Steilhang herunter. Daneben das Alttier ebenfalls auf mich zu. Das wird eine Doublette :D Das Tier verhoffte 25 m vor mit im dicken Zeug, keine Chance für einen Schuss. Ich konnte das Tier nur erahnen. Es muss doch links kommen? Es kam nicht, sondern ließ mich sauber ins Weidloch blicken. Langsam verschwand es in den Stangen ohne den Hauch einer Chance:(
Nach einiger Zeit begann ich mit dem Mahnen, aber alles ruhig. Dann kamen die Hundeführer nd zogen das Kalb bis an den Rückeweg zu Tal.IMG_3535.JPG
Irgendwann kehrte wieder Ruhe ein und ich begann wieder mit dem Mahnen. Nach 10 Minuten leises Knacken :unsure:. Die Stöberhunde kommen immer wenn man sie nicht braucht, ein schnaufender Wachtel machte das Stück auf, es war ein Alttier. Aber es hat nicht geantwortet auf das Mahnen. Kann auch ein anderes Stück sein, im Tal ist ja noch mehr Rotwild umhergeflüchtet. Ist komisch, auch bei der Einzeljagd gibt es Alttiere die kommen stumm zurück, mit anderen beginnt oft eine richtige Unterhaltung.
Oben ander Straße zog das Stück wieder dorthin wo es vermutlich hergekommen ist.IMG_3537.JPG
Mit 2 Rotwild und 2 Sauen war unsere Truppe recht erfolgreich..
Insgesamt lagen 3 Sauen, 3 Rotwild, 1 Reh und 2 Füchse.
Dann kam das 2. Treiben am Nachmittag.
Der Stand sah sehr vielversprechend aus..Rundum Fi-Verjüngung auf Freiflächen, vergrast, da kann alles liegen...IMG_3541.JPG
Und immer daran denken: Der Wald hat Augen und Ohren..IMG_3542.JPGEs kamen nur zwei Böcke hochflüchtig und dann noch ein einzelnes Kalb genau zwischen mir und dem Nachbarschützen. Keiner konnte schießen.
IMG_3543.JPG
Erleichtert: Der Schuss sitzt perfekt, der Rücken hat nix abbekommen.
IMG_8762.jpg
 
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Gestern nun nach einigem Corona- und sonstigem Gezerre unsere verkleinerte Revier übergreifende Jagd. Bei bestem Wetter lagen gesamt 21 Rote, 7 Sauen und 13 Rehe.
Unser Anteil 11 Rote, 3 Sauen, 3 Rehe. Bei den Muffeln hat die Bitte um etwas Zurück-
haltung leider zu gut gewirkt, ich hätte gern zwei, drei liegen gehabt. Die Strecke war
im Ganzen etwas unterdurchschnittlich, fehlten ja zwei Reviere, aber ansonsten wieder
ein schöner Tag unter Gleichgesinnten.
 
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Nachtrag zu #63:
Es waren 35 Schützen
Strecke 3 Rotwild, 9 Sauen, 3-4 Rehe, 7 Füchse
 
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Zurück von der Jagd in einem Forstbetrieb links des Rheins...
Niesel, 8 Grad, Hundeführer-Stand, d.h. Schneisen in einem Dickungskomplex. Gut für den Hund, schwierig für mich. Nun, ich bins gewohnt und es zeigten frisch umgehauene Birken und Fichten, daß jemand sich Gedanken gemacht hat. Die 2,5h Aufmerksamkeit ist man dem Veranstalter schuldig.
Wildvorkommen in meinen Augen heute verhalten, von Schußgeschehen und Hundlaut.
Meine gute Alte findet nach 3 min, jagt wunderbar, leider ohne daß die Gruppen-Kollegen zu Schuß kommen. Immer wieder sucht sie die weitläufige Deckung ab und jagt, mehrmals in der ersten Stunde, danach wirds deutlich ruhiger. Einmal krachts vernehmlich vor mir, aber ich sehe kein Haar, wohl Rotwild.
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Über diese mit hohem Waldreitgras gewachsene Schneise will sich ein Reh vorbeistehlen, das eine Dachsbracke laut angeschoben hat, da muß die 8mm halt durch.
Gut schmecken übrigens auch die November-Böcke, falls hier jemand Bedenken verspürt. ;)
20201112_124719.jpg
Gegen Ende der Jagd läuft mich in der Dickung noch ein grauer "Tiger" an , eine kapitale Wildkatz - und überfällt auf 30 m frei meine Sichtschneise - ein tolles Bild ! Die Katze ist wirklich stark und die dicke, geringelte Lunte fällt deutlich auf!
Meiner Hündin gefällt die Witterung sehr und nochmal gehts 10 min auf Reisen...
 
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(y)(y)
Und kein Foto geschafft? Bei uns sehen immer nur die anderen Teilnehmer Wildkatzen. Letztes Jahr ist beim Saudrücken bei uns im Revier eine aus dem Treiben. Leider Wechsel von Büchse auf Kamera nicht schnell genug..
 
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(y)(y)
Und kein Foto geschafft? Bei uns sehen immer nur die anderen Teilnehmer Wildkatzen. Letztes Jahr ist beim Saudrücken bei uns im Revier eine aus dem Treiben. Leider Wechsel von Büchse auf Kamera nicht schnell genug..

... ne, als sie über die Schneise rüber war, hatte ich zwar meine Westenkamera blank gezogen, aber sie kam nicht mehr in Sicht. Unglaublich, mit welcher Eleganz sich solch Katz in einer verbrombeerten Dickung auf ehemaliger Sturmwurffläche bewegt...letztes Jahr im gleichen Wald auch ein Anblick.
Wegen Niesel habe ich heute die andere Cam im Rucksack gelassen...;)
 
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