Drückjagdglas - Braucht man das wirklich?

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#1
Habe festgestellt, dass ich auch auf bewegtes Wild gerne mit einer Vergrößerung von 3 und höher schieße. Das Sehfeld ist auch bei Drückjagdgläsern bei 3 facher Vergrößerung nicht viel größer als bei normalen Gläsern. Aus meiner Sicht haben die Drückjagdgläser nur im absoluten Nahbereich Sinn.
 
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#2
Ja so handhabe ich es auch. Habe nach längerem herumfragen bei passionierten und erfolgreichen Schalenwildjägern festgstellt das erstaunlich wenige eins besitzen.
 
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#3
sehe ich anders ...

1. muss jeder selbst für sich entscheiden, was für ihn passend ist
2. kommt es extrem auf das jeweilige Revier an, in welchem die Drückjagd stattfindet

Drückjagd heißt für mich überwiegend auf flüchtiges Wild zu schießen, was sich wiederum auf größere Entfernung nicht waidmännisch gestalten lässt. Klar ... ein flüchtig anwechselndes und dann verhoffendes Stück kann dann auf Entfernung mit Vergrößerung gestreckt werden. Doch wenn ein Stück flüchtig und nah durchwechselt, möchte ich keinen Vergrößerung.

Wenn ich die Drückjagden der letzten Jahre auswerte, dann waren in den von mir besuchten Revieren:

70-80% des von mir gesehen Wildes unter 50m (was bestimmt auch daran lag, dass ich kaum Drückjagdstände kenne, auf denen über 100m Sicht sind). Diese waren perfekt mit 1-fach zu schießen (Éotech)

20-30% hat auch noch ein Teil kurz verhofft und waren somit ebenfalls mit 1facher Vergrößerung noch zu strecken.

Der Rest (über 100m, oder nicht verhoffend), war absolut der geringste Teil aufgetauchten Wildes.

Zudem hatte ich schon so ziemlich alles probiert, was man als Drückjagd"optik" haben kann ... 2,5-10x56, Drückjagdschiene, 1,25-4fach, Eotech. Für mich ist ein Eotech das Beste ... hätte ich Kohle über, wäre es ein Swaro Z6 1-6fach, welches ich überwiegend auf 1fach hätte und bei einem weiter entfernt verhoffenden STück dann hochdrehen würde.
 
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#4
Ich habe schon alles ausprobiert, komme mit dem 56er Zenith auf 3 fach gestellt am besten klar.
 
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#5
Was ist denn für dich noch ein DJ- Glas?

Ich hatte auf meinem 98-er ein 1,5-6 x42 und bin damit sehr gut gefahren.


CdB
 
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#6
Alles nur eine Erfindung der Hersteller um ahnungslosen JJ das Geld aus der Tasche zu ziehen....
 
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#8
Aus meiner Sicht haben die Drückjagdgläser nur im absoluten Nahbereich Sinn.
Im "absoluten Nahbereich" haben für mich eher Kimme und Korn einen Sinn, das ist aber auch kurz bevor ich das Messer raushole.

Auf DJ finde ich die Maßgabe keine Weitschüsse (wie Schüsse über 80m) recht sinnvoll.
Da kann man dann über den "absoluten Nahbereich" mal grübeln.


CdB
 
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#10
Der Vorteil von einem 1-6fach gegenüber KuK / Rotpunkt etc. ist natürlich die Flexibilität, falls man nämlich doch auf einen Stand kommt wo nicht bei 50 m Ende des Schussfeldes ist.

Und gegenüber einem ausgewachsenen Ansitz-ZF ist es leichter, kompakter und bietet ein grösseres Sehfeld.

Aber ob man das nun tatsächlich braucht, das muss jeder selbst überlegen & herausfinden, anstatt sich eine Meinung dazu von anderen verpassen zu lassen. Hängt eben doch stark von der Jagdgelegenheit ab...
 
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#11
Alles nur eine Erfindung der Hersteller um ahnungslosen JJ das Geld aus der Tasche zu ziehen....
Auf die Gefahr hin, dass das sarkastisch gemeint war: So sehe ich das auch. Ich habe mir als Jungjäger (der ich noch bin) ein solches Drückjagdglas gekauft... und es nach der ersten Drückjagd verkauft... Jetzt habe ich ein paar mehr Drückjagden erlebt, aber ich wollte immer eine Vergrößerung beim Schuss. Und die habe ich auch beim stink normalen 3-12x50.
 
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#12
Ich brauche persönlich kein DJ Glas. Ich kann, egal auf welcher Vergrößerung, mit beiden Augen offen schießen und bekomme die Bilder so zusammen, dass ich zum einen Übersicht habe, zum anderen gut durch das ZFR sehen kann. Daher nutze ich für alles ein S&B Zenith 2,5-10x56 FD7 und habe es in der Regel auf 3-3,5-fach stehen. Funktioniert sogar auf 10m. Da muss man nur etwas höher anhahalten, da der Schuss sonst tief sitzt.
 
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#13
Der Vorteil von einem 1-6fach gegenüber KuK / Rotpunkt etc. ist natürlich die Flexibilität, falls man nämlich doch auf einen Stand kommt wo nicht bei 50 m Ende des Schussfeldes ist.
Zur Not kann man ja nen zuschwenk-Vergrößerer dranmontieren, macht die Sache aber auch wieder um einiges schwerer.
 
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#14
Wenn man ZFs und keine Reflexvisiere gewöhnt ist, trifft man damit.
Alles Übungssache. Ich nehme auch mein ZF auf 3x.
Es geht zwar bei 2,5x los, aber damit gibts beim Swaro Tunnelblick.
Vielleicht wäre mein DocterSight II besser, aber das kommt übers Jahr nicht in Einsatz und ist daher nicht eingewöhnt.
Für meine 1-2 Drückjagdten, wo meist eh nichts kommt, ok.
Wer ein echter Drückjäger ist, wird wohl trainiert sein und zu besserem greifen.
 

steve

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#15
Man optimiert halt an so vielen Stellen mittlerweile um Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten, das Bruttosozialprodukt zu unterstützen und den Exportüberschuss "gering" zu halten, da hat das Drückjagdglas (in welcher Form auch immer) seine Berechtigung. Ich habe auch schon - meist durch Vergesslichkeit - Drückjagden/Bewegungsjagden mit dem 3-12x56 bestritten. Das funktioniert bei mir genauso wie oben beschrieben. Trotzdem setze ich meistens ein kleines Glas ein, was dann schizophrener Weise in der "Erwartungshaltung" doch wieder 3x oder 4x steht. Ich persönlich halte genau diesen Vergrößerungsbereich eigentlich für ideal, schieße damit auch flüchtig und in Einzelfällen - wenn es die Gegebenheiten im konkreten Fall erlauben - auch mal weit. Warum trotzdem das kleine Glas? Na wegen der Optimierung. Das kleine Glas hat ein Absehen was mich bei dem großen zur Geisel der Batterie des Leuchtabsehens macht. Es kann weiter nach unten gedreht werden, wenn man sich doch im Buchenrauschen-Brombeerdschungel wiederfindet und ganz zuletzt macht es die Büchse auch ein ganzes Stück führiger (wobei ich als Flintenschützen-Balance-Fanatiker sagen muss, dass die Büchse mit großem Glas gewichtsmäßig besser austariert ist).Die Krux bei allem ist immer, dass es so viele verschiedene Ansichten, Gegebenheiten, Gewohnheiten, Situationen gibt, dass man nie eine vereinheitlichende Aussage treffen kann. Und ganz zuletzt: Was heißt schon "brauchen"?
 
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