Dürre 2022????

steve

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Ich bin gespannt wie sich die Situation im nächsten Frühjahr darstellt. Mein gesamtes Revier war im August vertrocknet. Immer noch liegen wir 70 Liter unter dem langjährigen Niederschlagsmittel. Aber: September, Oktober und November waren nasser als normal. Im Vergleich zum letzten Jahr hat es in allen drei Monaten quasi doppelt so viel in diesem Jahr geregnet. Mein Revier sieht fast frühlingshaft aus. Die Luzerne ist seit August ~30cm gewachsen, das Getreide überall irre aufgelaufen. Im Hunsrück hat ein Bauer Mitte November noch eine Mahd eingefahren. Am Wochenende bei der Treibjagd im hessischen Ried waren die Bäche voll und es gab ordentliche Klumpen an den Stiefeln.

Eigentlich dürfte jetzt ja nur noch wenig verdunsten und die Pflanzen dürften auch wenig Wasser entziehen, oder? Da müsste doch der Boden ordentlich Nässe ziehen…
 
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Vorgestern bei der Treibjagd schickte mich einer der Beständer ein Stück das Treiben voraus. "Da ist ein Teich, da kann auch noch eine Ente drauf sein".

Pustekuchen, das Ding war immer noch komplett trocken.

Mein Ententeich ist immer noch so trocken, dass das Entenbruthaus ca. 1,60m über der Wasseroberfläche befindet. Im Frühjahr war das Ding auch schon mal unter Wasser. Das fehlt jetzt.
 
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Es fehlen landauf - landab noch etliche Liter, die auch im Boden in den tieferen Schichten ankommen müssen. Hier im Brandenburgischen ist es nach wie vor viel zu trocken. Ein See, in dem vor vier Jahren Sauen vom Boot aus hätten bejagt werden können, hat inzwischen einen meterbreiten Sandstrand und manches Luch ist mit Halbschuhen trockenen Fußes begehbar. Und deretwegen habe ich vor Jahren noch extra Gummistiefel angeschafft ...
 
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Hier sind auch fast alle Schloote trocken.
Es regnet wohl, aber längst nicht genug um das Defizit auszugleichen. Und so krass heiß war es bei uns im Sommer eigentlich gar nicht.
 
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Bei mir im Voralpenland/Oberbayern/Alpen alles im grünen Bereich, aber da war im Sommer auch keine Dürre.

Robert
 
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7 Jul 2019
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Ein dunkler Dezember bringt ein gutes Jahr,
ein nasser macht es unfruchtbar.

(Ist eine alte Bauernregel)

Sollte man Bedenken, wenn man um Regen bettelt. Viele dieser Regeln machen durchaus einen Sinn und haben mehr Gehalt als "Wenn der Hahn kräht..."

Naja, bei uns sieht es mittlerweile wieder richtig gut aus mit dem Regenwasser in den Gräben...

Leider auch mit der schlammigen Absäufe vor unserem Stall... Ich hoffe das mit dem Kalb wiederholt sich nicht, dann wäre ich wohl wirklich selbst mit der Wathose nicht mehr zu retten...
 
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Hauendes Schwein, wenn ich deine Beiträge (gerne) lese bin ich oft froh etwas weiter oben im Gelände zu leben!
Grinsekugel
 
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Kann mit meiner "Minilandwirtschaft" nicht klagen. Die einzigen die über die Hitze geklagt haben, waren meine Erntehelferinnen. Aber die haben sich angepasst. .;)👙

Die Vermehrung von authochtonen Gräsern und Wildkräutern brachte je nach Art vom Kammgras abgesehen trotz der Trockenheit durchschnittliche bis sehr gute Erträge.

So brachten z.B. 500 qm Knautie 7 kg Saatgut. Verkaufswert über 3.000 Euro. Natürlich muss man die Erntekosten (Handernte wegen ungleicher Abreife) berücksichtigen. Aber es bleibt immer noch genug übrig.

Dort wo man mit dem Kleinmähdrescher ernten kann, sieht es noch besser aus auch wenn da trotzdem viel Samen auf dem Feld bleibt.
 

z/7

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Bei mir im Voralpenland/Oberbayern/Alpen alles im grünen Bereich, aber da war im Sommer auch keine Dürre.
Die oberflächliche Feuchte täuscht, es fehlt auch im Oberland immer noch in den tieferen Schichten. Die Niederschläge im Sommer wurden von der Vegetation gleich wieder verkonsumiert.
Ein dunkler Dezember bringt ein gutes Jahr,
ein nasser macht es unfruchtbar.
Das mag für normale Umstände oder bestimmte Gegenden gelten, in weiten Teilen Europas können wir nur hoffen, daß den Winter über reichlich Niederschläge fallen, die es mangels Vegetation und Verdunstung bis in die Tiefe schaffen, damit da wieder eine Reserve entsteht.
 

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