Dunker'scher Muskelegel

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#1
Am 09.11.2016 stand in der Ludtwigshafener Tageszeitung (Bereich Rhein-Pfalz-Kreis) ein Bericht über den Nachweis des Dunker'schen Muskelegel bei Schwarzwild.
Es wurde beschrieben, dass z.B. der Fuchs Zwischenwirt ist und Schwarzwild sich über die Aufnahme von Schnecken, die den Fuchskot aufgenommen haben, infiieren kann, aber es waren leider keinen Fotos abgebildet, die uns Auskunft über das Aussehen dieses Egels geben und somit das Erkennen möglich machen.
Der DJV hat auf seinen Webseiten leider auch nur einen kurzen Textbeitrag, https://www.jagdverband.de/content/duncker’scher-muskelegel. Auf den Seiten des BFR konnte ich nichts finden.
Interessant wäre zu wissen, ob sich Reh-, Dam- oder Rotwild ebenfalls infizieren können, weil ja nicht auszuschliessen ist, dass sie ebenfalls mit Gras Schnecken aufnehmen.
Über den Hinweis auf weitere Literaturstellen würde ich mich freuen. Waidmannsheil, DKDK.
 
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#3
Für den Dunkerschen Muskelegel gibt es im Rhein-Pfalz-Kreis Monitoringreviere, wo jedes Stück Schwarzwild hierauf beprobt wird. Habe dazu mal einen Faden eröffnet. ICh weiß aber nicht, ob schon belastbare Ergebnisse vorliegen. Dsbei wäre insbesondere interessant, ob der Nachweis stets auch mit der normalen Trichinenprobe gelingt oder teils nur in der gesondert Probe.

Hier mal das Merkblatt für die Monitoringreviere:
IMG-20160520-WA0000.jpg
 
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#4
Moin!

Dsbei wäre insbesondere interessant, ob der Nachweis stets auch mit der normalen Trichinenprobe gelingt oder teils nur in der gesondert Probe.
Der Nachweis gelingt mit der "klassischen" Methode nicht zuverlässig, so die Aussage unserer Kreisveterinärin. Die haben deshalb für alle Trichinenproben auf das passende Verfahren umgestellt.

Viele Grüße

Joe
 
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#5
Was müsst ihr dann als Probenmaterial abliefern? Auch all das, was in dem Merkblatt steht oder etwas anderes / weniger?
 
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#6
Na dann melde ich mich mal, weil wir zu den Betroffenen gehören. Vor ca. 2 Wochen wurden 2 Stück Schwarzwild erlegt (15 kg und 55 kg). Von beiden wurde der Zwerchfellpfeiler und von der kleinen zusätzlich Schweiß und Milz (wegen Schweinepest) abgegeben.

Das Feedback war: Dunker'scher Muskelegel

Da mehere Probem gemeinsam (die mixen das wohl zusammen) untersucht wurden konnte nicht mit Gewissheit gesagt werden, daß unseren Sauen betroffen waren. Verwerfen mußten wir sie aber leider trotzdem.

Um auf die Frage oben zu antworten, wir habe kein weiters Probenmaterial abgegeben, als hier erwähnt.
 
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#7
Moin!
Was müsst ihr dann als Probenmaterial abliefern? Auch all das, was in dem Merkblatt steht oder etwas anderes / weniger?
Wir liefern etwas Muskelfleisch vom Vorderlauf und was vom Zwerchfellpfeiler. Nur, wenn besondere Uuntersuchungen anstehen, kommen Proben anderer Organe und ggf. Schweiss dazu. @Defender110: Machen die bei Euch keine Nachbeprobung? Bei uns werden auch Sammelproben gemacht, aber wenn die auf die Idee kämen, dann bei einem positiven alle Stücke verwerfen zu lassen und nicht Einzelproben nachzuuntersuchen, dann gäbe das wohl einen Aufstand. Viele Grüße Joe
 
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#8
@Mohawk: Da bei euch kein Binde- und Drüsengewebe beprobt wird, verstehe ich nicht, inwieweit ihr auf ein geeignetes Verfahren umgestellt habt. P. s. bei uns wird schon immer verdaut und nicht gequetscht.
 
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#9
Das ist ja ne Menge verschiedenes Material.
Bei uns reicht auch Zwerchfell vom Ansatz am Sehnenspiegel.
Verdaut wird schon seit mehreren Jahren, da die Tierärzte die Egel im Mikroskop sonst oft nicht sehen können. Laut Amtstierärztin mussten auch nach der Verdauungsmethode die betreffenden Mitarbeiter erst intensiv geschult werden, weil die Biester wohl doch sehr winzig sind.

Den Aufstand haben wir hier von einigen Jägern auch schon gehabt - brachte aber nichts.
 
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#10
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#11
Na dann melde ich mich mal, weil wir zu den Betroffenen gehören. Vor ca. 2 Wochen wurden 2 Stück Schwarzwild erlegt (15 kg und 55 kg). Von beiden wurde der Zwerchfellpfeiler und von der kleinen zusätzlich Schweiß und Milz (wegen Schweinepest) abgegeben.

Das Feedback war: Dunker'scher Muskelegel

Da mehere Probem gemeinsam (die mixen das wohl zusammen) untersucht wurden konnte nicht mit Gewissheit gesagt werden, daß unseren Sauen betroffen waren. Verwerfen mußten wir sie aber leider trotzdem.

Um auf die Frage oben zu antworten, wir habe kein weiters Probenmaterial abgegeben, als hier erwähnt.
Daraus sollte euer Veterinäramt seine Schlüsse ziehen :

1. Man verwende für die Sammelprobe nur jeweils die Hälfte des Probenmaterials der Einzelproben. So kann man direkt im Anschluss einzelbeproben, falls die Sammelprobe positiv war.

2. Falls 1. fehlschlägt, kann man immer noch Proben der einzelnen Stücke ziehen, die zu diesem Zweck noch vorgehalten werden müssen und bei uns nicht außerhalb des Landkreises vor Freigabe verbracht werden dürfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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#14
Wenn das Stand der Dinge ist und es sonst keine Neuigkeiten gibt, warum sollte dann etwas aktualisiert werden? Für mich ist die Existenz dieses Amtes eh zweifelhafter Natur.:roll:
 
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#15
Die Frage ist eben, ob man mittlerweile ein geeignetes Nachweisverfahren entwickelt hat und wenn ja, ist es die normale Trichinenprobe im Verdauungsverfahren? Das Monitoring des RP-Kreises hat auf mich den Eindruck erweckt, als wolle man dort ein geeignetes Nachweisverfahren erst erproben / entwickeln und überprüfen, ob der Nachweis jedesmal auch mit der normalen Trichinenprobe im Verdauungsverfahren gelingt. (Die Quetschmethode ist nach Ansicht unserer Vet. im RP-Kreis bereits kein geeignetes Verfahren zum Trichinennachweis.) Die Proben, welche demnach entnommen werden müssen, sind jedoch so umfangreich, dass sich für die Probenentnahme eine zusätzliche Schulung aufdrängen würde.
 
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