Dutch Oven- Der schwarze Wundertopf

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170/2h finde ich gut.
Haupt-Würzen mit rosmarin, knoblauch salz Pfeffer.

Bei mir „schwebt“ das dann auf einem Rost über einem aromatensud mit Wurzelgemüse und Weiswein am Boden. Damit wird in der 2ten Stunde ab und an übergossen. Temperatur lieber etwas zu wenig und dafür länger. Bei zu viel Hitze war es mir nicht gut gelungen.
 
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nach den verschiedenen Versionen von Gulasch oder wie auch immer gearteten Bohnengerichten, habe ich am Wochenende mal "was neues" versucht.

Mann nehme 3 Frischlingsnackenstücke, ein bissi Gulasch vom Bock und etwas selbstgeräucherten Bauchspeck von der rosa Wutz.

Alles im 9-Zöller ordentlich anbruzzeln, dann kleingeschnibbelten Lauch, Möhren und etwas Sellerie dazu und als Hauptakteur der Veranstaltung nicht zu klein geschnittene Kartoffeln (auch aus eigener Sammlung). 90% vorwiegend Festkochende und rd. 10% mehlig kochende. Die allerdings recht klein gehackt.

Zwei Zwiebeln, zwei Zehen Knobi, Majoran (war ein Kompromiss, ich hätte lieber etwas mehr davon gehabt), ein Teelöffel Kümmel, Salz und Pfeffer.

Fertig. Deckel drauf, nicht zu heiß werden lassen und nach einer Stunde von den Kohlen geholt, zur Seite gestellt, noch eine Stunde ziehen lassen. Fertig. Bilder erspare ich euch, sieht eher nach Recyling aus, aber der Geschmack war genial.

Ja, Mann kann auch mal was mit Gemüse machen. Geht schon.
 
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Mitte der Woche ist ein ft6 Dutch Oven mit Füßen von Petromax eingezogen und ich habe den im Backofen brav eingebrannt und anschließend gereinigt.

Erstes Projekt sollte voller Vorfreude Rehgulasch sein. Extra Wildgewürze, frisches Gemüse, Wildfont, Rotwein, usw. besorgt. Gesagt getan... alles vorbereitet, ein kühles Pils geöffnet und den großen Kugelgrill mit der von Petromax empfohlenen Menge vorgeglühter Briketts bestückt.

Leider ist die Aktion im kompletten Desaster geendet... Entweder war die angegebene Menge Briketts für den Kugelgrill bzw. unterm Boden doch zu viel oder diese waren noch nicht lange genug durchgeglüht oder ich war zu ungeduldig. Ich habe keine Ahnung?

Auf dem Grill herrschte von Beginn an, insbesondere am Topfboden, infernale Hitze, obwohl es im Grill selbst nicht zu heiss war. Das Deckelthermometer vom Kugelgrill zeigte hier nur knapp 120-150°C an. Aber unterm Topfboden war es permanent viel zu heiss... selbst als ich die meisten Briketts entfernt und rund um den Topf gelegt habe, wurde es nicht besser. Vom Anbraten des Fleisches bis hin zum ca. 2-stündigen Garvorgang, die Temperatur blieb insgesamt stets zu hoch und das Gulasch kochte wie die Lava im Inneren eines Vulkans.

Das Ergebnis: Kennt ihr noch die alten Budspencer-Italo-Western, wo sich die Banditen ihre Bohnenpampe servieren? Genauso sah es aus und hat auch so geschmeckt. Verbrannt, grausam, leider nur noch für die Tonne. Zur Reinigung durfte ich vom Topfboden eine ca. 1cm dicke Teer-Schicht mühevoll entfernen.

Grundsätzlich kann ich recht gut grillen, meistens sind alle Gäste voll des Lobes, nix verbrannt, schwarz oder trocken. Auch die Menge an Brennstoff zum direkten und indirekten Grillen passt in der Regel. Aber mit dem Dutch Over ist das mal gründlich schief gegangen.

Zur Info: Der Dutch Oven hat nicht oben auf dem Grillrost gestanden, sondern auf dem Kohle-Rost in der unteren Ebene. Im Kohlerost ist eine Mulde, hier passt der Topf genau rein. In den Zwischenraum zwischen Rost und Füßen/Topfboden habe ich die Briketts gelegt.

Damit der 2. Versuch nicht ähnlich verläuft: Habt ihr vielleicht Tips, wie viele Briketts man so nehmen muss, wie oft man nachlegen sollte und wie viel Grad der Topf im Inneren so haben sollte?
 
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Hast du Greekfire oder Briketts benutzt? Greekfire brennen länger und heisser.

Gerade beim Gulasch sollte die Hitze von oben kommen.
 
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Die Anzahl der Briketts findet man entweder in den jeweiligen Rezepten oder man hat raus wie sich welche Konstellation auf die Hitze auswirkt. Also würde ich an deiner Stelle mal ein "einfaches" Rezept nachkochen. Mit Angabe der Briketts.
Welche hast du genommen? Ich habe meistens das umgekehrte Problem: Beim Anbraten ist die Hitze nicht hoch genug. Das umgehe ich indem ich den Dopf auf den Anzündkamin stelle so das der auf Temperatur kommt.
Ich habe bisher noch nichts um Dopf zum Anbrennen bekommen, maximal das mal beim Schichtfleisch ein paar Fasern unten festgeklebt waren. Evtl. war zu wenig Flüssigkeit im Dopf?
 
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Die Anzahl der Briketts findet man entweder in den jeweiligen Rezepten oder man hat raus wie sich welche Konstellation auf die Hitze auswirkt. Also würde ich an deiner Stelle mal ein "einfaches" Rezept nachkochen. Mit Angabe der Briketts.
Welche hast du genommen? Ich habe meistens das umgekehrte Problem: Beim Anbraten ist die Hitze nicht hoch genug. Das umgehe ich indem ich den Dopf auf den Anzündkamin stelle so das der auf Temperatur kommt.
Ich habe bisher noch nichts um Dopf zum Anbrennen bekommen, maximal das mal beim Schichtfleisch ein paar Fasern unten festgeklebt waren. Evtl. war zu wenig Flüssigkeit im Dopf?
Same here!

Eventuell hattest du auch einen Hitzestau in dem kleinen Kohlefach.


Der Typ ist ein ziemlicher Darsteller, aber dieses Video ist eigentlich nicht schlecht für Beginner.
 
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Hi, ich habe einfache Holzkohle-Briketts genommen. Ich habe aber auch die Vermutung, dass diese in die Mulde vom Rost gelegt und dann den Topf drauf gesetzt, zu viel Hitze auf kleiner Fläche verursachen.

Das würde auch erklären, warum es im Grill insgesamt gar nicht mal so heiss war. Wie zuvor erwähnt hatte das Deckelthermometer in Spitzenzeiten gerade mal max. 150°C angezeigt und an der Kugel aussen sogar nur 80-90°C.

Ich probiere das die Tage nochmal mit ner Dosensuppe aus. An zu wenig Flüssigkeit hat es auch nicht gemangelt, der Topf war 2/3 voll mit Flüssigkeit auf knapp 1kg Gulasch.

Das Blöde ist, vom Reh habe ich nur noch die Edelteile übrig, zu schade fürs Gulasch, aber Wildschwein ist ja auch lecker, da ist noch einiges da :)

Tja... klassischer Anfängerfehler mit zu hohen Erwartungen. Heisst also üben und testen.
 
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Ich nehme bei Gulasch nur direkte Unterhitze zum anbraten - dabei will ich maximale Hitze. Wenn Flüssigkeit zugegeben ist nehme ich den Dopf von den Briketts und ordne diese anschließend nur seitlich am Rand ringsherum an. Das reicht völlig aus, damit das Gulasch schön gemütlich vor sich her köchelt ohne zu viel Unterhitze zu haben. Gelegentlich den Deckel mal anheben, rühren und den Flüssigkeitsstand überprüfen. So gehe ich auch bei Cowboybohnen und ähnlichen Gerichten vor. Gerichte wie z.B. Schichtfleisch mit Ober- und Unterhitze. Unten immer weniger wie oben!

Viele Grüße und gutes Gelingen in Zukunft!
 
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Wir lernen alle jedes mal dazu!

Hab heute zB mein Fruchtgulasch mit Bio-Rindfleisch gemacht. Dieses Mistvieh ist wahrscheinlich 14 Jahre lang im Berg rumgekraxelt. Anders kann ich mir nicht erklären warum das Fleisch erst nach 6 Stunden bei 165 Grad im Ofen mürbe wurde!
 

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