DWM (Mauser) Brasilien 1908

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Hallo Zusammen

Habe ein Angebot für eine DWM 1908 "Brasilien Lieferung", was habe ich zu beachten. Was mich erstaunt, dass sehr viele hier in Europa sind, wurden diese nicht ausgeliefert?

Sind diese Waffen heute noch vollumfänglich Sportschiesstauchlich mit langen Schiessfolgen. Ist der Stahl nach über 100 Jahren noch fest genug, gibt es da Erfahrungen in der Ermüdung ?

Freue mich auf eucher Fachwissen.

Grüsse euch
 
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Die Systeme werden nicht umsonst heute noch als Basis für Jagdwaffen verwendet.

Hinsichtlich der Festigkeit und Haltbarkeit hätte ich absolut keine Bedenken. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, dann lass einen Neubeschuss durchführen (wenn das angebotene Exemplar nicht ohnehin schon beschossen wurde).
 
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Ich habe 2 Stück davon gehabt und muss sagen, dass die absolut neu und ungeschossen waren. Sauber verarbeitet! Einer musste gehen, den anderen hab ich noch immer.
Noch bessere Brasilien-Mauser wirst Du nur noch beim Modelljahr 1935 finden. Die kosten dann aber das Doppelte.
Mit Standartmuni wird das Ding recht schnell heiß und streut dann so 15-20cm/100m.
Mach Dir eine 450m/s Sparmuni mit H&N Bleigeschossen und N110 zurecht. Damit gehen die Streukreise bei 1 Schuss/Minute nicht auf. Ich schaffe je nach Tagesform vom Sandsack aus deutlich unter 10cm/100m.
50 Ringe/5 Schuss stehend angestrichen auf den DJV-Rehbock sind auch drin.
Ich liebe das Teil (und auch die 7x57:giggle:)
Gruß-Spitz
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21 Feb 2018
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Grüss Gott, die Südamerikanischen (Brasilien, Peru, Argentinien) Mauser, waren zur damaligen Zeit hochwerdig verarbeitet, mit anderen Worten es sind exellente Langwaffen.
Ich schließe mich den beiden vorherigen Kommentatoren an.
Diese Systeme, sind heute kaum noch zu bekommen u. wenn ja, dann zu sehr hohen Preisen.
Gruss
luger08
 
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Sind diese Waffen heute noch vollumfänglich Sportschiesstauchlich mit langen Schiessfolgen.
Sind sie. (y) Allerdings wird Dir das Dachkorn eine gewisse Einschränkung bringen. Ein Balkenkorn (wie beim Schwedenmauser) ist einfach besser um noch die letzten Ringe raus zu kitzeln.
Die längeren Schussfolgen sind aus sportlicher Sicht am besten mit viel Übung und Geduld zu meistern. Zeit lassen damit er nicht so viel flimmert! Je mehr Du gelernt hast den Zeitrahmen der Sportordnung auszunutzen statt schnell-schnell alle Schuss raus zu hauen umso besser wirds.
Ist der Stahl nach über 100 Jahren noch fest genug, gibt es da Erfahrungen in der Ermüdung ?
Wenn der Gesamtzustand passt musst Dir keine Sorgen machen.
Was er nicht aushält ist ein Fehler bei der Dir im Thread bereits empfohlenen Laborierung mit N110. Außer günstig ist die nix.
1x einen Fehler beim Laden gemacht und dann ist das Ding tot. Und die H&N Geschosse taugen auch nicht für den "letzten" Ring. Bei 95 von 100 im Wettkampfmodus prophezeie ich das Ende. Die Plätze auf dem Treppchen machen die Leute mit Matchking und Co. zwischen 95 und 100 Ringen unter sich aus.
Hab viel Wettkampf geschossen und bin schon lange versierter Wiederlader. Auch wenn das Geheule jetzt vielleicht losgeht: Es ist einfach so. Alles schon selber gemacht.
Der beste Rat dem man einem Neuling geben kann ist die H&N-Phase gleich zu überspringen.

Bei der Aufzählung von @Luger08 fehlt noch der Chilene.
 
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Hallo,

die sind wirklich Top-Qualität. Habe auch so einen von DWM in 7x57, allerdings mit dem Staatswappen von Uruguay auf dem Hülsenkopf (Modell und Baujahr 1910, davon wurden für das kl. Land in Südamerika nur ca. 18.-20.000Stk. gefertigt). ;)
Die Brünnierung des Laufes war noch i.O., nur der Schaft war nicht mehr schön. Schaftholz abgeschliffen, die gröbsten Dellen "ausgebügelt" und neu geölt, zudem System, Magazinboden, Abzugsbügel, Schaftabschluß, Unter- und Oberring poliert und zaboniert. Jetzt sieht er wieder aus, wie gerade ausgeliefert.
Kann auch nur zu einer Scheibenladung raten. Meiner schoß mit dem nun leider nicht mehr gefertigten 9g SG von RWS und SR4759 (Vo: 560m/s) aus dem 75cm langen Lauf sehr gut.
 
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Hab auch einen seit vielen Jahren. Den hab ich mit Schussbild unterschrieben vom Brasilianischen Abnahme Offizier und Nummern gleichen Bayonet erworben. Super Schlossgang👍
 
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Stahl verliert alleine durch das Alter nicht an mechanischer Festigkeit, ausgenommen Materialermüdung bei stark wechselnder Beanspruchung. Dh Stahl, der Jahrzehnte normal gelagert ist, verändert sich nicht bzw bleibt neuwert!
 
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Was die alten Systeme nicht abkönnen sind 4300 bar Kaliber die konstant mit Vollgasladungen betrieben werden . Da setzen gern die Verriegelungswarzen zurück .
Ich habe mal in Würzburg günstig ein 1908er System aus der Schublade gefischt und mir damit eine Matchbüchse in .22-250 konfiguriert .
Die schiesst recht brauchbar .22-250 v max.jpg
Auf 100m
und auch auf 300 m
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Trotz einer Schussbelastung jenseits 4000 Murmeln .
 
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10mm mit den H&N CU-Eiern?
Selbst mit guten Bleipillen und Gas-Check kommst du nicht stabil unter 1 MOA.
Das haben Generationen von Kampfballistikern versucht und sind gescheitert.
Aber 100 von 100 sind damit machbar. Die 10 hat meistens ~50mm.
 
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Ansage war =unter 10 cm 100m und 50 auf den Bock . Da hat die 10 um 10 cm .
 
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Was die alten Systeme nicht abkönnen sind 4300 bar Kaliber die konstant mit Vollgasladungen betrieben werden . Da setzen gern die Verriegelungswarzen zurück .
Ich habe mal in Würzburg günstig ein 1908er System aus der Schublade gefischt und mir damit eine Matchbüchse in .22-250 konfiguriert .
Die schiesst recht brauchbar .Anhang anzeigen 111489
Auf 100m
und auch auf 300 m
Anhang anzeigen 111492
Trotz einer Schussbelastung jenseits 4000 Murmeln .

Hallo Stomberger.
Woran merkt man das sich die Verriegelungswarzen zurück gesetzt haben?
Wmh.
kornwolf
 
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