Ein 2. Hund zum "Ersthund". Geht das gut?

Anzeige
Mitglied seit
4 Dez 2008
Beiträge
340
Gefällt mir
1.461
#1
In unserem Haushalt lebt eine Drahthaarhündin mit leichtem Übergewicht und Hüftdysplasie. Sie ist ein innig geliebtes Familienmitglied, passioniert aber gehandicapt. Sie will immer. Wenn man sie läßt wie sie will, so hat sie hinterher Schmerzen. Wir kommen aber gut zurecht, haben wir jagdlich auch nicht ständig hohe Anforderungen an den Hund. Und herumliegen klappt hervorragend.

Jetzt wird überlegt, einen 2. Drahthaar als Welpe herzutun. Nicht weil ein so großer Bedarf besteht, sondern weil jemand aus der Familie den Hund bestellt und angezahlt hat und ihn nun doch nicht nehmen kann. Der Hund ist ein Rüde, jetzt 5 Wochen alt und noch beim Züchter.

Wenn der Hund kommt, so würde er ebenfalls im Haus leben. Durch Mithilfe in der weiteren Familie ist die Betreuung/Ausbildung/Beschäftigung in ausreichendem Maß gesichert.

Was mich etwas ins Grübeln bringt ist die Frage wie der Althund mit der neuen Situation zurechtkommt. Meine Hündin ist verträglich, aber nicht sonderlich an anderen Hunden interessiert. Und bei zudringlichen Hunden nicht selten zickig. Außerdem ist mein Hundemädle die Prinzessin daheim.

Letztlich werde ich es erst wissen wenn ich die Sache durchziehe. Ich denke, ein Drahthaarwelpe wird vom Althund bei zu großer Zudringlichkeit zurechtgewiesen und lernt dann auch seine Grenzen kennen. Und der Althund hat neben dem Streß auch die Freude, dass mehr Leben in der Bude ist. Meine Frau macht sich da mehr Sorgen über das Seelenleben des Althundes der nun Konkurrenz bekommt.

Meine Frage an die erfahrenen Hundeleute: Ist das beschriebene Szenario hochproblematisch? Oder kommen Drahthaarhunde, zumal Hündin und Rüde, damit gut zurecht? Vielen Dank vorab für die Antworten
 
Mitglied seit
24 Feb 2011
Beiträge
670
Gefällt mir
1.870
#2
Was mich etwas ins Grübeln bringt ist die Frage wie der Althund mit der neuen Situation zurechtkommt. Meine Hündin ist verträglich, aber nicht sonderlich an anderen Hunden interessiert. Und bei zudringlichen Hunden nicht selten zickig. Außerdem ist mein Hundemädle die Prinzessin daheim.
So war meine DK Hündin auch.

Letztlich werde ich es erst wissen wenn ich die Sache durchziehe. Ich denke, ein Drahthaarwelpe wird vom Althund bei zu großer Zudringlichkeit zurechtgewiesen und lernt dann auch seine Grenzen kennen.
Mit dem Dackelwelpen hat es aber super geklappt, war wie ein Jungbrunnen für Sie.

Meine Frau macht sich da mehr Sorgen über das Seelenleben des Althundes der nun Konkurrenz bekommt.
Das ist eure Aufgabe dieses zu verhindern

Ich kenne eure Hündin jetzt natürlich nicht, aber Rüde zu Hündin geht meist gut, aber auch Prinzessinen müssen wissen wer der König ist (y)

Ist wohl mit dem Welpen etwas unglücklich gelaufen, aber wenn es vom Platz, Familiär und jagdlich möglich ist, warum nicht.

Gruß Weichei
 
Mitglied seit
10 Jul 2011
Beiträge
9.406
Gefällt mir
8.510
#3
Hört sich praktikabel an. Einfach darauf achten, daß der alte Hund nicht weniger Zuwendung bekommt als vorher, und im Zweifel vor dem Jungen in Schutz nehmen. Also daß sie ihre Ruhe hat, wenn er nervt. Hündinnen nehmen da meist kein Blatt vor den Mund.

Bei der Ausbildung einbeziehen, dann haben beide was davon, der alte fühlt sich gebraucht und den jungen spornt die Konkurrenz an.

Voraussetzung natürlich, daß der alte gehorsam ist.

Du schreibst nicht, wie alt die Hündin ist. Und ist sie noch intakt? Dann solltet ihr euch überlegen, wie ihr mit dem Thema Läufigkeit umgehen wollt. Spätestens mit 3 wird der Jung ran wollen.
 
Mitglied seit
4 Dez 2008
Beiträge
340
Gefällt mir
1.461
#4
Hört sich praktikabel an. Einfach darauf achten, daß der alte Hund nicht weniger Zuwendung bekommt als vorher, und im Zweifel vor dem Jungen in Schutz nehmen. Also daß sie ihre Ruhe hat, wenn er nervt. Hündinnen nehmen da meist kein Blatt vor den Mund.

Bei der Ausbildung einbeziehen, dann haben beide was davon, der alte fühlt sich gebraucht und den jungen spornt die Konkurrenz an.

Voraussetzung natürlich, daß der alte gehorsam ist.

Du schreibst nicht, wie alt die Hündin ist. Und ist sie noch intakt? Dann solltet ihr euch überlegen, wie ihr mit dem Thema Läufigkeit umgehen wollt. Spätestens mit 3 wird der Jung ran wollen.
Die Hündin ist 7 Jahre alt und sterilisiert.
 
Mitglied seit
1 Feb 2002
Beiträge
2.502
Gefällt mir
1.063
#6
Ich habe mir zu gegebenen Zeit immer einen Welpen zu meinem Althund geholt, hatte/habe immer nur Rüden und hatte nie ernsthafte Probleme, schon gar nicht Welpe/Althund. Später, in der Pubertät, flogen manchmal die Fetzen, aber nie das es große Blessuren gab. Also für mich hört sich dein Vorhaben sehr praktikabel an, mach et :)
 
Mitglied seit
18 Feb 2013
Beiträge
3.154
Gefällt mir
1.167
#7
Erstmal bin ich beleidigt, dass ich das hier im Forum erfahre, @GSS !!! :eek:

Ich würde mir bei einer zweiten Hündin deutlich mehr Sorgen machen als bei einem Rüden aber trotzdem die ersten Tage/Wochen aufpassen und die beiden nicht allein lassen... Popcorn und die ältere Hündin meines "Schwiegervaters in spe" hatten ganz am Anfang eine Phase, da wollte die Alte den Welpen killen. (Nein, kein Zurechtweisen oder so... ich bilde mir ein, den Unterschied zu sehen nach 30 Jahren mit Hunden.)

Also machen, Berichten, Bilder schicken und mit dem jungen Rüden öfter mal zu meinem Vater zu Besuch kommen damit er von Bautz auch bisschen männlichen Einfluss bekommt :p
 
Mitglied seit
4 Dez 2008
Beiträge
340
Gefällt mir
1.461
#9
Also machen, Berichten, Bilder schicken und mit dem jungen Rüden öfter mal zu meinem Vater zu Besuch kommen damit er von Bautz auch bisschen männlichen Einfluss bekommt :p
Wenn wir das mit dem neuen Hundle durchziehen (werden wir wohl) dann mache ich das. Bilder, Bericht und Besuch bei Deinem Vater. Ist ohnehin überfällig.
 
Mitglied seit
9 Okt 2004
Beiträge
179
Gefällt mir
100
#10
Ein ehemaliger Bekannter von mir macht das schon ziemlich lange so, hat er mal erzählt.
Wenn der ältere Hund merklich nachlässt, kommt ein neuer, junger mit dazu. Der wird dann vom älteren „angelernt“.
Funktionieren tut das wohl recht gut. Wobei er meines Wissens nach immer nur Rüden hat.
Hat wohl einen Grund, wenn ich mal so drüber nachdenke... 🤔
 
Mitglied seit
30 Jul 2019
Beiträge
2.148
Gefällt mir
6.146
#11
Die Hündin im Auge behalten, wie sie mit dem Welpen umgeht. Nicht jede Hündin ist automatisch von einem Welpen begeistert und ein Biss kann auch der letzte sein.
Sichere Trennung für Zeiten in denen sie allein sind (nachts ebenfalls) sollte unbedingt gegeben sein. Besser haben als brauchen. Nicht haben und brauchen ist ganz doof.
Drahthaare sind in aller Regel sehr triebige Hunde und das zeigt sich eben nicht nur bei der Jagd.
Situationen à la huch, das hat sie/er ja noch nie gemacht sollten vermieden werden.
Da Ihr zu einer Hündin einen Rüden dazu holt, vereinfacht die Lage sicherlich, aber blauäugig darf man nicht sein.
Z.b bei der Fütterung würde ich von Anfang an strikt trennen. Grundsätzlich Ressourcenstreitigkeiten vermeiden. Also beobachten, ob wer ranzig guggt etc. Liegeplätze, Spielzeug etc. Letzteres Wegräumen, wenn keine Aufsicht.
Ich bin sehr konsequent und steuere nach, wenn ich sehe, es läuft gut und ich kann hier und da ein bissel mehr ein Auge zudrücken.
Wenn es mal rappelt und man das vorher noch nie erlebt hat, steht man doch sehr hilflos da, grad bei so großen Hunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
30 Dez 2004
Beiträge
17.942
Gefällt mir
909
#12
also bei mir hat es immer geklappt, sogar bei meiner vor-vorigen, die war auf welpen gar nicht gut zu sprechen. nach 2 tagen hat sie dann die kleine akzeptiert und adoptiert. hat den vorteil dass der neue gleich die Blödheiten vom alten lernt und man sich nicht an alle neu gewöhnen muss ;)
 
Mitglied seit
9 Okt 2016
Beiträge
197
Gefällt mir
119
#13
Bei uns leben 5 Hunde im Haus alle nacheinander gekommen 1 davon Jagdlich geführt die anderen sind Tibetspaniel Bernerdiener-Bernnersennhundmischling und eine Doberfrau wo auch ein Bernersennhund dabei war. es funzt so langen der neue mit Welpenschutz kommt.
 
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Anzeige
Oben