"Ein Berufsjäger packt aus";

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@z/7:
ich gebe Dir recht, aber wozu in Gottes Namen dieser Mediale blindwütige Aktionismus ? Bei uns vergeht keine Woche wo nicht ein Artikel in der Zeitung steht " es muß mehr Wild geschossen werden " oder "Rehe fressen den Wald " usw , usw , usw .... und das was im W&H Artikel steht mag vielleicht etwas einfältig und plakativ geschrieben sein , aber der Kern stimmt, der Mann hat Recht. ....Behördlicher Aktionismus, auf Kosten der Tiere, mehr nicht .....! Erst Asp Prävention, jetzt "Waldschutz" was kommt noch alles?
Ich kann doch (so wie es dargestellt wird ) durch diese Forstgemetzel (private Treibjagden sind da oft auch nicht besser ) keinen Klimawandel aufhalten...........?
Oder ?
Grüße + WMH Olli
 
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Ich kann doch (so wie es dargestellt wird ) durch diese Forstgemetzel (private Treibjagden sind da oft auch nicht besser ) keinen Klimawandel aufhalten...........?
Der mediale blindwütige Aktionismus ist nicht auf forstlichem Mist gewachsen. Du darfst mir glauben, die Forstpartie hat die Luft angehalten, als von grünen Seiten diesbezüglich Forderungen zum ersten Mal in den Medien laut wurden. Weil jedem klar war, auf welch "fruchtbaren Boden" das fallen würde. Und daß man mit Krethi und Pleti in einen Topf geworfen werden würde. Q.e.d.

Die Leute, die in dieses Horn stoßen, haben von Tuten und Blasen keine Ahnung. Sorry für den dämlichen Kalauer.

Das einzige, was an der ganzen Sache stimmt, daß zuviel Schalenwild nach wie vor ein Problem ist. Der Lösung dieses Problems sind wir damit aber keinen Schritt näher, im Gegenteil. Wo über Jahre Verständnis und Mitarbeit aufgebaut wurde, fühlt man sich jetzt vor den Kopf gestoßen, und die Förster vor Ort können von vorn anfangen.

Was das "Aufhalten" eines Klimawandels betrifft: weiß keiner. Wir können nur auf Basis dessen, was wir zu wissen meinen, versuchen, das Beste draus zu machen. Das bedeutet, mehrgleisig zu fahren. Erhalten, was geht; einbringen, was einer projizierten wärmeren Zukunft mit mehr Extrema standhält; und durch diesen Erhalt der Landnutzungsform Wald eine größtmögliche co2-Bindung im Werkstoff Holz und maximalen Ersatz fossiler durch regenerative Energie anstreben.
 
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Du darfst mir glauben, die Forstpartie hat die Luft angehalten, als von grünen Seiten diesbezüglich Forderungen zum ersten Mal in den Medien laut wurden. Weil jedem klar war, auf welch "fruchtbaren Boden" das fallen würde. Und daß man mit Krethi und Pleti in einen Topf geworfen werden würde. Q.e.d.

Die Leute, die in dieses Horn stoßen, haben von Tuten und Blasen keine Ahnung. Sorry für den dämlichen Kalauer.

Das einzige, was an der ganzen Sache stimmt, daß zuviel Schalenwild nach wie vor ein Problem ist. Der Lösung dieses Problems sind wir damit aber keinen Schritt näher, im Gegenteil. Wo über Jahre Verständnis und Mitarbeit aufgebaut wurde, fühlt man sich jetzt vor den Kopf gestoßen, und die Förster vor Ort können von vorn anfangen.

Was das "Aufhalten" eines Klimawandels betrifft: weiß keiner. Wir können nur auf Basis dessen, was wir zu wissen meinen, versuchen, das Beste draus zu machen. Das bedeutet, mehrgleisig zu fahren. Erhalten, was geht; einbringen, was einer projizierten wärmeren Zukunft mit mehr Extrema standhält; und durch diesen Erhalt der Landnutzungsform Wald eine größtmögliche co2-Bindung im Werkstoff Holz und maximalen Ersatz fossiler durch regenerative Energie anstreben.
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Jetzt mal OT. ......sorry TS. .....kurzer Schlenker noch dann wars das 😊. ....wir haben schon vor über 30 Jahren im Studium die Klimatischen Veränderungen als Problem erklärt bekommen (nur damals war jeder Klimaforscher ein "Spinner").....das was die studierten Forstprofis übers Klima (eh nur Kleinräumig) zu wissen glauben hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun ! Wir haben jetzt die Auswirkungen dessen was vor 50 Jahren in die Atmosphäre gelangte (und es wurde exponentiell mehr )......deswegen ist das was heute gemacht (Wildvernichtung) wird, blanker Aktionismus und Augenwischerei (Hauptsache man tut was, egal was ) ......Im Moment müsste massiv Aufgeforstet werden (jetzt schon mit trockenresistenten Arten, meinetwegen auch gegattert ) .......Stattdessen wird sich zurückgelehnt und (hähä ) "naturverjüngt" .....is ja billiger, es muss ja gespart werden. ....auch diese blödsinnigen "Klimahüllen" was soll denn die Erkenntnis über langjährige Zeiträume (kleinklimatischer Baumregionen) nutzen wenn jetzt schon die Gletscher in der Arktis 20x schneller schmelzen als erwartet(?).....der Permafrost taut , Methan freisetzt und die
Thermohaline Zirkulation ins Stocken gerät ???
Das ist so, als wenn das Haus brennt und der Hausherr sagt wir löschen jetzt erst mal mit Kaffeetassen und nicht mit Eimern, weil das Wasser sonst zu teuer wird und schauen mal ob das was bringt . .......Greta finde ich auch nicht gut, aber die Botschaft schon, nur 25 Jahre zu spät. .....!!!!
Grüße +WMH Olli
Lieber Olli!

Ich weiß nicht, wo Du herkommst, wo Du jagst und wie dort die Wälder ausschauen! Aber wenn Du nur ein mal im letzten Jahr eine Strecke von 300km auf irgend einer Autobahn in D zurückgelegt hast, wirst Du vielleicht festgestellt haben, dass es Regionen gibt, bei denen die Fichte und teilweise auch die Kiefer großflächig ausgefallen sind. Und für den Fall, dass Du nicht aus deinem Loch herausgekommen bist, es gibt inzwischen kaum noch eine Region in Deutschland, die nicht massiv betroffen ist.

So wie Du hier argumentierst, (um in Deinem Bild zu bleiben) verschüttet der Hausherr im Keller noch geschwind nen Benzinkanister und zündet den an, weil der Dachstuhl eh schon brennt!

Es ist richtig - ein Waldumbau mit klimatoleranten Baumarten kann den Klimawandel nicht aufhalten. Aber: Er ist alternativlos um die Auswirkungen des Klimawandels für die Bevölkerung möglichst erträglich zu halten. In deiner Jagdscheinausbildung solltest Du gelernt haben, welche Funktionen ein Wald neben der Rohstoffproduktion Holz noch so erfüllt. (Erholung, Klimaschutz, Wasserschutz, Bodenschutz, Biodiversität, Naturschutz etc.) Diese Funktionen stehen gegenwärtig ebenfalls in vielen Bereichen vor dem Aus!
Die Forstwirtschaft (also die Holznutzung) kann dabei eine CO2 Senke darstellen, wenn der Kohlenstoff in Holzprodukten langfristig gespeichert wird. Die Substitution von langfristig gebundenen CO2 Ausstößen aus fossilen Energieträgern spielt dabei eine weitere enorme Bedeutung.

In vielen Beständen werden die Kollegen nicht umhinkommen und die Baumarten künstlich einbringen müssen, die sich Mangels alter Samenbäume nicht von alleine einfinden. Aber Du bist Doch ein schlauer Junge, Du solltest wissen, dass eingebrachte Baumarten in 99 von 100 Fällen nicht hochkommen werden, wenn sich nicht mal die vorhandenen Baumarten ohne Schutz verjüngenen können.
BTW: Aus einigen Beispielen in meiner Zuständigkeit kann ich bezeugen, dass es nicht viele Buchen, Eichen oder Edellaaubhölzer im Altbestand braucht um einen nadelholzreichen Bestand zu einem Mischbestand mit 30 bis 70% Laubholzanteil zu verjüngen, sobald man den Wildeinfluss minimiert (Abschuss) oder gar kleinflächig ausschaltet (Zaun). Der Waldbau, sprich die Eingriffe im Altholz zur "Lichtsteurung", sind dabei entscheidend, um den nahezu allgegenwärtigen Fichtenanflug in der Höhenentwicklung zurück zu halten und das Laubholz "davonwachsen zu lassen". Ich komme in den letzten Jahren auch immer mehr zu der Überzeugung, dass statt dem Licht auf vielen "meiner" Standorte, die Verfügbarkeit von Wasser für die Verjüngungspflanzen der wichtigere Faktor ist. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die Eiche im Halbschatten unter Kiefer im dichten Beerkrautteppich - überwiegend mit verfilzter Moosschicht - der Buche und auch der Fichte davonwächst (so sie nicht im Rehmagen verschwindet)
Vielleicht schaff ich es die nächsten Tage, ein Bild aus einem dieser Zäune zu machen und hier einzustellen.
Nur leider erfordert das Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl. Borkenkäfer und Windwurf nehmen uns die benötigte Zeit. Nicht angepasste Schalenwildbestände entmischen die Naturverjüngungen und lassen leider nur die Fichten und ggf. ein paar Kiefern übrig. In Anbetracht der ausufernden Kalamitätsflächen alles zäunen zu wollen halte ich für den absolut falschen Weg. Damit reduzieren wir unnötig den Lebensraum der Wildtiere. Ich glaube auch nicht, dass das in Deinem Interesse sein kann.
 
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...
BTW: Aus einigen Beispielen in meiner Zuständigkeit kann ich bezeugen, dass es nicht viele Buchen, Eichen oder Edellaaubhölzer im Altbestand braucht um einen nadelholzreichen Bestand zu einem Mischbestand mit 30 bis 70% Laubholzanteil zu verjüngen, sobald man den Wildeinfluss minimiert (Abschuss) oder gar kleinflächig ausschaltet (Zaun). Der Waldbau, sprich die Eingriffe im Altholz zur "Lichtsteurung", sind dabei entscheidend, um den nahezu allgegenwärtigen Fichtenanflug in der Höhenentwicklung zurück zu halten und das Laubholz "davonwachsen zu lassen". Ich komme in den letzten Jahren auch immer mehr zu der Überzeugung, dass statt dem Licht auf vielen "meiner" Standorte, die Verfügbarkeit von Wasser für die Verjüngungspflanzen der wichtigere Faktor ist.
Jetzt nehmt euch doch mal nicht so wichtig, der Wald würde auch ohne "Waldbau" durch Förster wachsen, und zwar besser an das Klima angepasst als die künstlich angepflanzten Forstplantagen.
Wenn die Fichte wegen Trockenheit ausfällt, dann hat sich bald auch der angeblich allgegenwärtige Fichtenanflug erledigt.
Und Buche ist ja z.B. extrem verbissresistent und wächst als Naturverjüngung wie die Haare auf dem Hund.

... Anders kann ich mir nicht erklären, dass die Eiche im Halbschatten unter Kiefer im dichten Beerkrautteppich - überwiegend mit verfilzter Moosschicht - der Buche und auch der Fichte davonwächst (so sie nicht im Rehmagen verschwindet)...
Im Klartext, Du hat keine Ahnung, was da eigentlich abgeht und probierst eben mal etwas rum ...
Das würde ohne Dich auch funktionieren.

Es wäre z.B. mal interessant, den Waldzustand von wirklichen Naturwaldreservaten mit dem von Forstplantagen zu vergleichen - auch im Hinblick auf angebliche Klimaschäden.
Mene Hypothese : Die "waldbaulich" betreuten Forstplantagen würden schlecht abschneiden.
 
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Liebe Waldameise.

Ich finde nichts verwerfliches daran, sich selbst zu hinterfragen und aus den gemachten Beobachtungen in der Natur neue Schlüsse zu ziehen.

Dass Du keine Förster magst und alles was aus forstlicher Sicht kommt nieder machst, hast Du mit einem gewissen "Spezialist" gemein. Du wirst wissen, wen ich meine.

Wenn Du in der Waldgeschichte zurück gehst, wirst Du feststellen, dass der Beruf des Försters aufkam, als man erkannte, dass es ohne einen Förster dem Wald ziemlich schlecht geht und man dem entgegen steuern wollte. Der Begriff der Nachhaltigkeit kommt übrigens auch aus der Forstwirtschaft. Wenn Du heute eine Umfrage in der Bevölkerung machst, wer wichtiger für den Wald ist, die Jäger oder die Förster, welche Antwort würdest Du wohl bekommen??? (Von denen die den Unterschied kennen!)

Die Probleme, die wir heute im Wald haben, sind mit nichten alle den Förstern geschuldet, auch wenn Du nicht müde wirst, dieses mantraartig zu wiederholen. Was die Förster früherer Genertionen gemacht haben, war überwiegend der damaligen Zeit und den Ansprüchen der Gesellschaft an den Wald der Vergangenheit geschuldet. Dazu zähle ich v.a. Nadelholzreinbestände. Teilweise wurden diese auf Kahlflächen nach Kalamitäten und Reparationshieben begründet - und das n.b. bei hohen Wildbeständen!

Im Gegensatz zur Vergangenheit versucht die moderne Forstwirtschaft sich gegenwärtig auf die Ansprüche und Gegebenheiten der Zukunft auszurichten (Klimawandel!?!?)
Ist aber verständlich, dass sich ewig gestrige wie Du damit ein Problem haben.

Grüß mir den Spezialisten, wenn Du ihn siehst, z.B. beim Rasieren morgen früh...
 
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Und Buche ist ja z.B. extrem verbissresistent und wächst als Naturverjüngung wie die Haare auf dem Hund.
Schön wärs. Hier leider nicht. die lieben Rehleins wissen das auf großer Fläche zu verhindern! Zumal neben der Buche auch weitere Baumarten in einen klimastabilen Wald gehören. Es gibt keine Garantie, dass die Buche nicht auch irgend einen Pilz oder ein Schadorganismus bekommt, der in der Buche zu massiven Ausfällen führen kann. Wer streut, rutscht nicht!

Im Klartext, Du hat keine Ahnung, was da eigentlich abgeht und probierst eben mal etwas rum ...
Das würde ohne Dich auch funktionieren.
Würde es nicht. Es funktioniert ja mit mir kaum. Und wer, wenn nicht ich (oder ein anderer Förster) sollte dem jeweiligen Waldbesitzer raten, dort einen Zaun zu bauen? Der Jagdpächter vielleicht???:LOL::LOL::LOL:

Es wäre z.B. mal interessant, den Waldzustand von wirklichen Naturwaldreservaten mit dem von Forstplantagen zu vergleichen - auch im Hinblick auf angebliche Klimaschäden.
Mene Hypothese : Die "waldbaulich" betreuten Forstplantagen würden schlecht abschneiden.
Du befürwortest also landesweite Naturwaldreservate oder Nationalparke??
Ok, und wo soll das Holz herkommen???
Zudem: Wer begründet heute noch "Forstplantagen"???
Wo lebst Du und welcher Waldbau wird dort betrieben? Schon mal was von Naturnahem oder Naturgemäßem Waldbau gehört?


Deine Vorwürfe und Vorschläge sind so weltfremd. Das ist so, als würdest Du der Automabilindustrie vorwerfen, sie würden Autos mit luftgekühltem Boxermotor, ohne Katalysator, ABS, Airbag, Zentralverriegelung etc. bauen.
 
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Es wäre z.B. mal interessant, den Waldzustand von wirklichen Naturwaldreservaten mit dem von Forstplantagen zu vergleichen - auch im Hinblick auf angebliche Klimaschäden.
Mene Hypothese : Die "waldbaulich" betreuten Forstplantagen würden schlecht abschneiden.
Wurde gemacht, sogar mit Nationalpark Hainich... Kannst ja mal nachschauen... 😉
Ps: genau dafür sind nämlich NWR auch da, und es war eins der ersten Geschichten, die man bei den Trockenschäden gemacht hat...
 
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Was viele Wald-Laien völlig übersehen, ist, daß auch die Rotbuche mittlerweile deutliche Schäden infolge der 2 letzten Trockensommer zeigt und daher im Klimawandel wohl auch nicht mehr die Baumart ist, die wir als bestimmende stabile Art in den potentiell natürlichen Waldgesellschaften in Mitteleuropa als Leitbilder ansahen.
Nicht nur die "böse" Fichte hat aktuell Probleme, auch andere leidende Baumarten zeigen auf, daß der Klimawandel uns vor große Herausforderungen stellt.


@DWS:
Deine durchaus löblichen, sachlichen Richtigstellungen sind leider Perlen vor die Füße einiger allwissender, aber ahnungsloser Foristen hier geworfen, denen es nur darum geht, einen Berufsstand ins schlechte Licht zu ziehen und denen hier noch Ahnungslosere nachgeifern.

Wenns zum Schwur kommt, rangieren die Wälder in jedem Fall vor den Interessen der Jagd, das sage ich Euch voraus. Deshalb Jäger, bleibt vernünftig, sonst seid Ihr zukünftig ganz weg vom Fenster...Niemand in Gesellschaft und Politik akzeptiert, daß Jäger aus egoistischen Spaßmotiven am Wiederaufbau oder der Erhaltung von Wäldern nicht mitarbeiten wollen.
Rehe wachsen jedes Jahr nach und sind in 2 Jahren erwachsen, klimawichtige Bäume brauchen dafür viele Jahrzehnte, um ihre für die gesamte Gesellschaft bedeutenden Funktionen zu erfüllen !
 
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Kennst Du die Wildbestände in Urwäldern? So ein Buchenwald im Klimaxstadium ist furchtbar unattraktiv für Schalenwild
Das Dumme an den Buchenwäldern ist dass die gleichen schlauen Leute sie in den 70er Jahren in großem Umfang die Buchen und Ahorne geringelt haben um das "Schadholz" los zu werden.

Die gleichen schlauen Leute die heute die paarhufigen Diebe weg haben wollen - weil diese Diebe mit ihrem Verbiss schließlich verantwortlich dafür sind dass hauptsächlich "nur" Fichten hochkommen.

Warum auch Verantwortung für das Handeln des eigenen Berufsstands in einem Bereich übernehmen wo in Jahrhunderten gedacht werden muss? Wenn es doch so einfach ist einem (Sünden-)Bock einfach eine Ladung Blei/Kupfer vor den Latz zu knallen. :rolleyes:

Lesenswert hierzu:
Die Einleitung zu Kapitel "Bergrehböcke" im Buch "Was uns Jägern wirklich bleibt..." von Gerd H. Meyden.
 
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Nachhaltigkeit gibt es erst jetzt. ....aha, (!) ....bei uns gab es das schon im Mittelalter (und davor ) .....Hainbuchenwälder (später vernichtet -vom Forst -) wurden selektiv eingeschlagen , Eichen , Buchen zur Waldweide oder als Lohwälder genutzt, ......der Wald bot Jahrhunderte lang Holz, Weide und Schutz auch ohne studierte Grünröcke (man nannte es auch Allmende !) ....und zB. an der Schmittburg bei Bundenbach kann man auf einer Tafel sehen was alles so gejagt wurde (Bär, Wolf,Luchs und Adler waren auch dabei) .....war das nicht Nachhaltig ?

Grüße +WMH Olli
 
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Ich glaube dass es viele stille Mitleser gibt, die sich für eine sachliche Vorlage von Argumenten, und sei es auch um sie anschließend kritisch prüfen zu können, interessieren.

In den seltensten Fällen hat in Diskussionen ausschließlich eine Seite recht, in noch weniger Fällen sind einseitige Extrempositionen überzeugend.

Insofern lese ich hier auch gerne die forstlichen Einwände, wenn sie nicht schon wie eine zutiefst wildfeindliche Monstranz vor sich hergetragen werden.

Und auch der größte Rehstreichler muss sich eingestehen dass er die anderen Stimmen weder zum schweigen bringen, noch überzeugen wird.
Bei allem Verständnis für eine emotionale Aufladung des Themas. Ohne sachlichen Dialog wird's nicht gehen. Dabei gibt es übrigens auch positive Beispiele, wie gemäßigte Förster und Jäger vor Ort konstruktiv zusammenarbeiten.

Gruß, rauhbart
 
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