Ein deutsches Schweineleben

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Unter Umständen

bestünde viel Verbesserungspotenzial, wenn man in Deutschland nur die Schweine züchtete, die hier auch gegessen werden.

Die Chinesen sollen ihre Schweine selber züchten und mästen.

Gruß,

Mbogo

Und wir "züchten" unsere Halbleiter, Ausgangsstoffe für Medikamente, Rohstoffe etc. selbst? :unsure:
 
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Leute wie Du ,
Glaubst du Bauern wollen das ändern?

Man müsste einfach mal nichts mehr von Seiten der EU tun.
Jeder Bauer darf so wirtschaften wie er möchte, Subventionen gibts auch keine mehr. Völlig frei sein Zeug zu dem Preis und Qualität zu verkaufen wid er möchte.
Was glaubst du was passiert? :ROFLMAO:
reiben sich die Augen !
 
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Ich bin mir sicher, wenn die Verbraucher die Auswahl haben, an der Theke, dass sie nicht das günstigste wählen. Vergleichbares Verhalten sieht man bei fast allen Produkten. Ein Bekannter der Motorradausrüstung verkauft stellt dies fest.

Verbraucher sparen zuerst am Essen. Damit mehr Geld für zB. Motorradausrüstung bleibt.

Es gibt ein merkwürdiges Missverhältnis darüber, was in Umfragen bzgl. Lebensmittelqualität gesagt und was tatsächlich gekauft wird.
 
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Glaubst du Bauern wollen das ändern?

Man müsste einfach mal nichts mehr von Seiten der EU tun.
Jeder Bauer darf so wirtschaften wie er möchte, Subventionen gibts auch keine mehr. Völlig frei sein Zeug zu dem Preis und Qualität zu verkaufen wid er möchte.
Was glaubst du was passiert? :ROFLMAO:

Eine Konzentration. 3 bis 4 Agrarkonzerne stopfen sich die Taschen voll und die kleinbäuerliche Landwirtschaft ist hinüber, genauso Dörfer, die zu Schlafstätten verkommen. Fleischpreise steigen, aber den Schweinen geht es kein Stück besser. Nur die Ställe werden größer.

Aber Hauptsache, du kannst immer feste auf die Bauern eindreschen...

Zum Artikel: dort wird schon ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt. Und so getan, als gäbe es sowas nur in Deutschland - als wäre die Schweiz besser.
 
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Glaubst du Bauern wollen das ändern?

Man müsste einfach mal nichts mehr von Seiten der EU tun.
Jeder Bauer darf so wirtschaften wie er möchte, Subventionen gibts auch keine mehr. Völlig frei sein Zeug zu dem Preis und Qualität zu verkaufen wid er möchte.
Was glaubst du was passiert? :ROFLMAO:
Das ist das Kernziel vieler Bauern. Keine Subventionen, weniger Auflagen.
Das ist allerdings eine Utopie.
Die Auflagen werden wohl eher mehr und die Mehrkosten sind am Markt nicht zu erzielen.
Das ist übrigens Mehrheitsmeinung in der Wissenschaft.
 
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Die armen, gesetzestreuen Bauern, getrieben vom bösen Verbraucher. :ROFLMAO:

Mittlerweile ist meine Meinung zur Landwirtschaft, durch das Forum bedingt ja noch schlechter als sie es ohnehin schon ist.
Ok die Landwirte sollen also zuerst anders produzieren mit deutlichen höheren Kosten, in der Hoffnung es lassen sich die Mehrkosten über den Verkauf erzielen? Nochmal der Verbraucher entscheidet mit seinem Kaufverhalten was erzeugt wird, jeder Griff ins Supermarkregal oder Einkauf beim Metzger bringt die Kette in Gang und löst letztendlich mehr oder weniger eine Bestellung oder Nachfrage beim Landwirt aus, ist das so schwer zu verstehen?
Es ist ja nicht so, das die erzeugten Produkte nicht gekauft werden.
Natürlich setzt die Politik die Rahmenbedingungen mit Verordnungen und Gesetze und nicht die Bauern.
Brot und Spiele für das Volk, die Regierung hat doch gar kein Interesse das die Lebensmittelpreise steigen und das hat mehrere Gründe, einer ist mit Sicherheit der reduzierte Mehrwertsteuersatz.
 
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Es gibt nunmal zwei Strategien, die über alle Branchen hinweg zu Erfolg führen: Preisführerschaft oder Qualitätsführerschaft. Oder kurz: man ist entweder der billigste oder der beste.

Es gibt tatsächlich einige Schweinebauern, die absolute Premiumprodukte liefern, eines der bekannteren dürfte das Schwäbisch Hallsche Landschwein sein. Oder sowas: https://www.hofgut-silva.de/willkommen-auf-dem-hofgut-silva/

Da stimmen dann die Preise, den Tieren geht‘s gut. Solche kleinen Projekte sind dann aber eben nix für den Supermarkt (Wobei es die Schwäbisch haller dort wohl mittlerw. auch gibt).

Die andere Seite ist dann eben sowas hier: https://www.noz.de/deutschland-welt...15-000-schweine-im-emsland#gallery&0&0&814149

Billigste Produktion, um das Kilo Schweinehals bei NettoAldiKauflandBilligheimer für 0,79€ anbieten zu können, mit allen Folgen für die Tiere.

Alle dazwischen (bisschen Tierwohl aber trotzdem billig) können eigentlich auf keinen grünen Zweig kommen, versuchen es aber offenbar trotzdem irgendwie.
 
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Eine Konzentration. 3 bis 4 Agrarkonzerne stopfen sich die Taschen voll und die kleinbäuerliche Landwirtschaft ist hinüber, genauso Dörfer, die zu Schlafstätten verkommen. Fleischpreise steigen, aber den Schweinen geht es kein Stück besser. Nur die Ställe werden größer.

Aber Hauptsache, du kannst immer feste auf die Bauern eindreschen...

Zum Artikel: dort wird schon ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt. Und so getan, als gäbe es sowas nur in Deutschland - als wäre die Schweiz besser.

Genau...

fangen wir einmal damit an...



Gleichzeitig wird so getan, als sei der Schweiz Tierschutz wichtig. Ich habe einen guten Freund der lebt in der Schweiz, auf dem Land, der war bis vor einigen Jahren auch ab und an hier im Norden an der Küste. Und bewunderte unsere ruhigen und ausgeglichenen Kühe auf den Weiden.

Warum wohl?
 
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So;
ich versuche mal einige Fakten aus einer KTBL-Tagung ( Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft ) zu Thema Tierwohl in der Landwirtschaft zu Bringen.

Unter dem Vorderungsaspekt " Stroh; Offenlandhaltung" sowie : Mehrkosten für Stallplatz; pro m² Umbautem Raum von derzeitig 0,8 m² / Mastschwein MS zu 1,3 m² MS;
Erhöhte Geruchsimmissionen ; daher größerer Abstände zu Wohnbebauung = Nochmehr Zersiedlung der Landschaft = noch weniger Ruhezonen für Wild in Natur...

Höhere Belastung der Tiere durch höheren Stauzbanfall und Bio-Arosole; Erhöter Aufwand für Mitslagerungsflächen; Erhöhter Aufwand für Strohlagerung und Händlich mit Einstreu; schlechtere Nutzung der Wirtschaftsdünger da Flüssige Substrae sich besser und Pflanzengerechter Aplezieren lassen als Stapelbare Wirtschaftsdünger

Aber der Reihe nach : Das sind die Planungsziele der Grünen/ Greenpace zur Entwicklung der Landwirtschaft 2050

Planung Greenpeace.png
Demzufolge sollen Schweine von 28,7 Mio auf 10,7 Mio bis 2050 ; also 2/3 der Bestände abbauen;
Kühe und Mastrinder von 12,4 Mio auf 6,5 Mio halbieren;

Geflügel aber von 177,2 auf " nur" 120 Mio; wohl wissend das die Glügelhaltung heute überwiegend in der Hand von Finanzkonzernen sind; die sich einen Feuchten F+++ darum kümmern was Greenpeace will...
Dadurch werden dann die Oberflächengewässer im guten Zustand von derzeitig 28 % auf 100% angehoben... ah ja.. also spielen Humifizierung aus Waldbau; Siedlungsreste der Menschlichen Ballungszentren und Industrialisierung also keine Rolle bei der Gewässerbeurteilung..

Die Hypothetischen in Co² Äquivalent von 72Mio To auf 35 Mio To aus Tierhaltung Halbiert und aus Landnutzung von 37 Mio To auf 18 Mio to ebso um 50 % Abgebaut werden...

Ich stelle dies Zahlen hier ohne Garantie der Glaubwürdigkeit mal ein;...

Die Vorstellung einer idealen Tierhaltung :

Ideale Tierhaltung.png

Sind Phrasen einer Bambi-Mentalität die mit der Realität nun nicht wirklich vereinbar.
Freilandhaltung und ASP ?
Artgenrechte Haltung sind längst Überholt : Ausreichend Platz ist Definiert; Tageslicht längst Vorgeschrieben; Hygiene im Eigeninteresse des Tierhalters; Verzicht auf Antibiotika bedeutet Verstoß gegen Tierschutz wen ich Erkrankte Tiere nicht mehr Behandeln darf. Antibiotika als Masthilfsmittel ist in Deutschland schon längst unter Strafandrohung gestellt; allerdings im Ausland teilweise noch Zulässig.Futtermittel ohne Gentechnik ? Wo bitte in De ist der Einsatz von Gentechnisch Verändertes Futter Erlaubt ? Haltung auf Stroh komm ich gleich nach drauf;
Möglichkeit des Suhlens kollidiert mit dem Thema Hygiene
Emmision Spanungsfelder.png



Auch wen sich die Mastdauer verlängern sollte; die Max Zulässige Stickstoff- und Phosphor-menge die der STALLPLATZ jährlich als Anfall Emetieren darf sind 13 kg N und 5,5 k P pro Stallplatz ! Sind diese Werte ereicht; muss der Betrieb bis zum nähsten jahr ausgesetzt werden.
E+S II.png


Das alles muss auch Finanzierbar sein
Ökonomie.png

In dieser Kostenkalkulation sind noch nicht alle Einflüsse mit Erfasst; es fehlen die Kosten der Strohlagerung; die höheren Kosten der Mistlagerung und Ausbringen; die erhöhten Kosten im Energieeinput für Heizung; Reinigung und Lüftung; demzufolge sind bei einer Neukonstellation mit Mehrkosten Pro Mastplatz 75 €; pro Mastschwein von 28 € oder Kg Schlachtgewicht von 0,35 €; das sind Derzeitig 1,59 € / kg SG 20-25 % Minimum.

Wen gesichert ist das diese Mehrkosten auch vom Verbraucher getragen werden; dann wird die Landwirtschaft das auch umsetzen. Wen es gesellschaftlich gefordert wird; das die bestehenden Rechtlichen Vorgaben nicht mehr ausreichen sollen; und sie damit ihre Grundlage der Planungssicherheit ( wer heute einen Stall platz baut; muss ihn 25 Jahre lang Finanzieren. Er braucht als Planungssicherheit für 25 jahre; und nicht politische gesehen nicht jedes Frühjahr eine " Neue Sau durchs Dorf getrieben"


 
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Unter solchen Bedingungen wird Fleisch entweder teurer - oder aus dem Ausland importiert. Wahrscheinlich eher letzteres.

Fällt den Ökos eigentlich irgendwann mal auf, daß das Ausland nicht nur existiert, wenn die in den Urlaub fliegen?
 

GMV

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Und so getan, als gäbe es sowas nur in Deutschland - als wäre die Schweiz besser.

Auch wenn ich die NZZ sonst sehr schätze habe ich das Gefühl, der Autor hat noch nie Schweizer im Dreiländereck F/D/CH in Deutschland einkaufen sehen. Als Student / Berufsanfänger hab ich einige Jahre im Basler Raum zugebracht und habe selten Schweizer so ausgelassen, begeistert, aufgeregt und energisch gesehen, wie bei Lidl an der Fleischtruhe...

Es gibt ein merkwürdiges Missverhältnis darüber, was in Umfragen bzgl. Lebensmittelqualität gesagt und was tatsächlich gekauft wird.

Stimme vollumfänglich zu! Wenn auch nur annäherend so viele so einkaufen würden, wie sie nach außen hin erzählen, müssten wir uns wesentlich weniger Gedanken um nachhaltige, lokale und umweltbewusste Landwirtschaft machen. In der Realität kaufen dann doch nur 6% oder so überwiegend Bio...Die Diskussion ob "Bio" nun wirklich sinnvoll ist (teils seltsame Zertifikation)
will ich dabei noch garnicht aufmachen...

Letzlich ist es doch so, dass sich alle eine "heile Welt" Landwirtschaft auf nem kleinen Hof mit nem netten Bauern wünschen, der alle Tiere mit Namen kennt - nur bezahlen will/kann das kaum keiner...

Die Welt ändern ohne Verzicht und Änderung der Lebensgewohnheiten kann nur global funktionieren...aber das wird wohl noch bis zum Sankt Nimmerleinstag brauchen. Bis dahin kritisiert man auf dem jährlich wechselnden I-Phone den bösen Kapitalismus und die schlechten Arbeitsbedingungen, trinkt einen überteuerten Star-Bucks-Kaffe und schmeisst alle paar Monate seine halbe Primark-Garderobe in den Müll, um sich was neues zu kaufen, während man stolz darauf ist, die Umwelt zu schützen, weil man keine Strohalme mehr benutzt und auf Zahnpastapulver statt Paste aus der Tube umgestiegen ist...
 
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Unter solchen Bedingungen wird Fleisch entweder teurer - oder aus dem Ausland importiert. Wahrscheinlich eher letzteres.

Fällt den Ökos eigentlich irgendwann mal auf, daß das Ausland nicht nur existiert, wenn die in den Urlaub fliegen?

Deutschland wird seinen Bedarf nicht flächendeckend aus dem Ausland erkaufen können, da wird es viele Opfer geben betreffend dem Problem der Ernährung und dem Mangel - schau Dir einmal die leeren Regale in GB an.


Ähnlich wird es dann in Deutschland aussehen.
 
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