Ein Trauriger Ansitz

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Bar jeglicher wissenschaftlicher Basis zu behaupten es gäbe nur ein Säugetier auf der Welt, das zu Emotionen befähigt ist, das ist schon tiefes Mittelalter.
 
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Bei einigen frage ich mich wirklich warum sie auf die Jagd gehen und töten, oder gar noch Fleisch essen.
 
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Zum Schlachthof. Der Beruf ist einer der psychologisch anstrengendesten Jobs. Und ja, du kannst dort abstumpfen.
Ich stimme mit Dir völlig überein, war selber jahrelang auf einem Schlachthof als Kopfschlachter tätig!
Mit der Zeit stumpft man wirklich ab, GsD legt man das nach einiger Zeit wieder ab und man(n) bekommt wieder eine andere Sichtweise!
D.T.
 
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@cast In welcher Welt jagst und lebst du?

Es geht dabei darum, dass wir als Jäger zum Einen hochentwickelten (leidensfähigen) Tieren (in allerseltensten Fällen) leiden zufügen und zum anderen solche Leiden auch zu emotionalen leiden des Wildes führen können.
Und auch mir passiert das. Auch ich habe kälber im August ohne alttier geschossen. Trotzdem muss man sich immer wieder dieser großen Verantwortung bewusst werden. Und nicht wie du es tust, vom Stück Wild im Revier bis zur Bratpfanne (als Nutztier) denken...

Es geht hier nicht weiter um den Beruf des Metzgers. Beles dich einfach!
 
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Es schadet dir sicherlich auch nicht mal ein wenig zu lesen. Muss nicht gerade Wohlleben sein, da gibt es besseres.

Wenn du dir ständig vorhältst, dass Wild bei schlechten Schüssen oder Bache, Kitze/kalb ohne ricke geschossen..., nicht leiden, sind solche Situationen viel besser überwindbar. Gleichwohl geht es dabei nicht darum, das Wild auf die Ebene der Menschen zu stellen. Aber ein paar Gedanken zu Emotionen/Empfinden von Wild schaden hier dem ein oder anderen hartgesotten "Weidmann" sicherlich nicht.

Zum Schlachthof. Der Beruf ist einer der psychologisch anstrengendesten Jobs. Und ja, du kannst dort abstumpfen.
Beim Kopfschlachter bin ich bei Dir, Zerlegen ist "stumpfe" Akkordarbeit (mit scharfen Werkzeugen).
 
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Trotzdem muss man sich immer wieder dieser großen Verantwortung bewusst werden und nicht. Und nicht wie du es tust, vom Stück Wild im Revier bis zur Bratpfanne (als Nutztier) denken...
Aha.

Sorry, das geht mir sonst wo vorbei.
Ich bejage das was gesetzlich erlaubt ist, damit a) was in die Pfanne kommt und b) dem gesetzlichen Auftrag nachgekommen wird und die Verantwortung geht nur dahin einen sauberen Schuss anzubringen.
und ja ICH schieße auch Jungfüchse am Bau, weil ich an die armen Häschen in der Sasse denke. :rolleyes:

Das ganze Geschwurbel hier ist dem Zeitgeist geschuldet.
 
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Leiden ist eine menschliche Attitüde.
Was Tiere und ob überhaupt empfinden ist fraglich, die Ricke hat nun mal einen Mutterinstinkt, der sie zum Kitz führt, außerdem wenn das Gesäuge voll ist will sie es los werden.
Tiere zu vermenschlichen ist leider ein gängiges Problem, spätestens seit Walt Disney.

Walt Disney hat es durch Zeichentrickfilme perfektioniert. Das "Vermenschlichen" gab es schon immer sei es in Sagen und Märchen sowie in Kinderbüchern, Bambi und Dschungelbuch sind keine Erfindung von Disney.....
 
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19 Apr 2014
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Aha.

Sorry, das geht mir sonst wo vorbei.
Ich bejage das was gesetzlich erlaubt ist, damit a) was in die Pfanne kommt und b) dem gesetzlichen Auftrag nachgekommen wird und die Verantwortung geht nur dahin einen sauberen Schuss anzubringen.
und ja ICH schieße auch Jungfüchse am Bau, weil ich an die armen Häschen in der Sasse denke. :rolleyes:

Das ganze Geschwurbel hier ist dem Zeitgeist geschuldet.
Du hast mit deinen Punkten a) und b) sicherlich recht. Das ist unsere Aufgabe. Aber du bist doch keine bloße Marionette des gesetzlichen Auftrags und führst den Stumpf, ohne Emotionen, aus. So kommt es mir bei dir vor! Nach dem Motto: "ich brauche mir keine Gedanken machen, auch nicht über psychisches Tierleid, weil das BJagdG soetwas auch nicht macht".

Es geht nicht darum, nach jedem Schuss zu sagen "scheiße, was für ein hochentwickelten Wesen habe ich erlegt". Nein. Es geht darum, sich einfach bei Zeiten, immer mal wieder, Gedanken zu machen und zu reflektieren, ob wir (du für dich) unsere Jagd noch so vertreten können. Und häufig kommt man zu dem Schluss, dass wir vieles richtig machen. Gleichzeitig darf sich aber auch das Bewusstsein für die Verantwortung schärfen, dass wir es mit leidensfähigen Tieren zu tun haben. Tut weh, aber stellt die Jagd doch überhaupt nicht in Frage.

Und zum Zeitgeist: Es ist keiner, sondern eine dauerhafte Veränderung.
 
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Ich sags ma so: unterschätzt die Pflanzenfresser nicht. Den Einwurf mit dem tagelangen Aufsuchen der Fläche und anschließendem verschwinden, kann ich voll zustimmen. Außerdem werde ich nie eine Beobachtung vergessen. Ich hatte Ricke ,zwei Kitze und Damtier, Kalb vor. Der Nachbar ca. 200m unterhalb von mir schoss und das Tier blickte richtig erschrocken, ließ die Lauscher kreisen und lief panisch zu ihrem Kalb. Die zwei sprangen in die Rauschen ab und rieben immer wieder die Häupter aneinander.
 
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Anständig, sauber zu jagen vor allem beim handwerklichen "Tötungsvorgang" ist der klare Anspruch ordentlicher Jäger schon immer, egal obs vor 60 Jahren mein noch im Vergleich zu heute "uninformierter" Großvater und Vater waren oder ob ichs heute so handhabe.
Wer persönlich bei sich keine Nähe zu Natur und Wild empfindet, ist ein kalter und abgestumpfter "Culler" - für Hubschrauber-Abschüsse in Technikbegeisterung dann vielleicht der Richtige, nicht aber für planvollen jagdlichen Umgang mit Wildtieren.

Was (Säuge-)Tiere emotional empfinden oder nicht, können wir vielleicht nicht bis ins letzte nachvollziehen, aber wer schon mal länger Muttertiere mit Nachwuchs beobachtet hat, wie das gesamte Verhalten auch Freude am Körperkontakt, Spieltrieb usw. zeigt - über den reinen zum Arterhalt notwendigen Brutpflegetrieb der Jungen-Aufzucht hinausgehend - der mag schon an mehr als an rein nüchterne Instinkte denken.
Wer Hunde aufzieht, weiß noch mehr darüber.

Es zeichnet unsere Kultur und unseren Umgang mit der belebten Umwelt heutzutage aus, daß wir Respekt gegenüber jeder Schöpfung zollen können und Verantwortungsbewusstsein gerad beim jagdlichen Töten ganz nach oben stellen.
Die dunklen Zeiten, in denen der Mensch sich überheblich als Krone der Schöpfung verstand und rücksichtslos alles unter sich stellte, sind vorbei.

Ich bin überzeugt davon, man kann bei gedankenlosem Tun jagdlich nicht nur physisches sondern auch psychisches Tierleid verursachen.
 
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Dünnes Eis.

Die Jagdgegnerseite propagiert, dass z.B. sogar die Jägersprache (dort auch Idiotendeutsch oder Jägerlatein genannt) von den Jägern nur und ausschließlich mit viel "kranker Fantasie" entwickelt wurde um zu verhindern, dass ihnen angesichts des von ihnen verursachten Tierleids "die Gefühle überkommen".

So seien also Begriffe wie "Abfangen", "Abnicken", "Abwürgen" und "Antragen" nur Euphemismen, welche den Jäger vor seinen Gefühlen schützen.

@cast liegt also richtig mit seiner Einschätzung, dass hier durch solche Diskussionen die Narrative der Jagdgegnerschaft verstärkt werden. Er liegt nach meiner Meinung auch damit richtig, dass die Betonung der Gefühligkeit absolut dem Zeitgeist entspricht.
 
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21 Jan 2002
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und führst den Stumpf, ohne Emotionen, aus.
Wer sagt das ? Ich empfinde jede Menge Spaß daran das zu tun was ich tue.
Meine Erholung in der Natur kann ich aber auch mit dem beobachten von Wild befriedigen.
DAZU muss ich nix totschießen.
Da würde mir allerdings was fehlen.
 
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28 Jan 2019
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Anständig, sauber zu jagen vor allem beim handwerklichen "Tötungsvorgang" ist der klare Anspruch ordentlicher Jäger schon immer, egal obs vor 60 Jahren mein noch im Vergleich zu heute "uninformierter" Großvater und Vater waren oder ob ichs heute so handhabe.
Wer persönlich bei sich keine Nähe zu Natur und Wild empfindet, ist ein kalter und abgestumpfter "Culler" - für Hubschrauber-Abschüsse in Technikbegeisterung dann vielleicht der Richtige, nicht aber für planvollen jagdlichen Umgang mit Wildtieren.

Was (Säuge-)Tiere emotional empfinden oder nicht, können wir vielleicht nicht bis ins letzte nachvollziehen, aber wer schon mal länger Muttertiere mit Nachwuchs beobachtet hat, wie das gesamte Verhalten auch Freude am Körperkontakt, Spieltrieb usw. zeigt - über den reinen zum Arterhalt notwendigen Brutpflegetrieb der Jungen-Aufzucht hinausgehend - der mag schon an mehr als an rein nüchterne Instinkte denken.
Wer Hunde aufzieht, weiß noch mehr darüber.

Es zeichnet unsere Kultur und unseren Umgang mit der belebten Umwelt heutzutage aus, daß wir Respekt gegenüber jeder Schöpfung zollen können und Verantwortungsbewusstsein gerad beim jagdlichen Töten ganz nach oben stellen.
Die dunklen Zeiten, in denen der Mensch sich überheblich als Krone der Schöpfung verstand und rücksichtslos alles unter sich stellte, sind vorbei.

Ich bin überzeugt davon, man kann bei gedankenlosem Tun jagdlich nicht nur physisches sondern auch psychisches Tierleid verursachen.
Dein Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf!
Einige sollten sich einmal darüber Gedanken machen!
D.T.
 
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24 Aug 2016
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.... zerlegen nicht!
D.T.
Deswegen habe ich das ja getrennt, beim Kopfschlachter sehe ich schon eine Belastung, bei den Zerlegern eher nicht. Zumindest würde mich das eine wohl sehr, das andere eher weniger belasten.

Ich bitte, die sprachliche Ungenauigkeit nachzusehen, ich habe das Problem bei meinem Beitrag gefunden, kann es aber leider nicht mehr ändern.
 
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