Ein Volk, dass seine Wirte nicht ernähren kann, ist es nicht wert eine Nation genannt zu werden

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#1
dem Zitat Otto von Bismarcks gemäß, denken mal alle Jagdhornbläser, Jägerstammtischgänger, Kartenklopfer und weitere, die regelmässig die Dienste einer Gastwirtschaft in Anspruch nehmen, bzw. Dank Corona, nahmen, darüber nach, wie man den Wirtsleuten helfen kann.
Wir haben jeden Mittwoch Abend mit ca. 15 Bläsern Jagdhorn geübt und dazu ein paar kalte Getränke verzehrt, unserem Wirt sind seit März sämtliche Hochzeiten, Konfirmationen und auch Beerdigungskaffees und Stammtische ausgefallen.
Ich habe für Mittwoch Abend Currywurst mit Pommes für die Bläsergruppe angesetzt, ein kurzer Rundruf und Zack waren alle 15 auf der Liste;)
Denkt mal drüber nach, sonst könnte es, zumindest im Norden Deutschlands, in Zukunft eng werden noch Lokale für ein Schüsseltreiben, Bläserabend, HR-Versammlungen u.ä. zu finden.
 
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#3
Restaurants ja. Kneipen nein. Die haben mich vorher auch nicht gesehen...
 
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#5
nöpp. kaff. und auch hier aufgewachsen. ich glaub zwei kneipen gibbet hier noch, in einer kann man auch essen. einmal probiert.
 
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#6
Bei uns auf dem Lande (Oberpfalz), findet leider auch vermehrt das Wirtshaussterben statt.
Weil Geiz ist geil,: 3,50 € für ein Weizen ist zuviel...
Dazu kommt noch, dass die junge Generation kein Interesse mehr hat, da "irgendwas mit Medien" als Beruf viel interessanter ist...
 
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#7
dem Zitat Otto von Bismarcks gemäß, denken mal alle Jagdhornbläser, Jägerstammtischgänger, Kartenklopfer und weitere, die regelmässig die Dienste einer Gastwirtschaft in Anspruch nehmen, bzw. Dank Corona, nahmen, darüber nach, wie man den Wirtsleuten helfen kann.
Wir haben jeden Mittwoch Abend mit ca. 15 Bläsern Jagdhorn geübt und dazu ein paar kalte Getränke verzehrt, unserem Wirt sind seit März sämtliche Hochzeiten, Konfirmationen und auch Beerdigungskaffees und Stammtische ausgefallen.
Ich habe für Mittwoch Abend Currywurst mit Pommes für die Bläsergruppe angesetzt, ein kurzer Rundruf und Zack waren alle 15 auf der Liste;)
Denkt mal drüber nach, sonst könnte es, zumindest im Norden Deutschlands, in Zukunft eng werden noch Lokale für ein Schüsseltreiben, Bläserabend, HR-Versammlungen u.ä. zu finden.
Das Kneipensterben ist ein bereits seit längerer Zeit anhaltendes Phänomen, es wird durch Corona lediglich beschleunigt.
Es ist schon seit Jahren nicht mehr angesagt, sich Abends oder am Wochenende auf ein Bierchen und einen Schnack am Tresen zu treffen, schon gar nicht in der Generation der 18 - 25 jährigen.
Die Älteren haben meistens Familie und deshalb andere Prioritäten, was auch richtig so ist.
Heutzutage muß alles einen "Eventcharakter" haben, "Erlebnisgastronomie" oder "Party" sein.
Ich verurteile diesen Wandel nicht, schließlich hat jede Generation das Recht auf seine eigene Art und Weise Spaß zu haben (so lange es niemand anders schadet!), allerdings bedauere ich es für mich persönlich schon sehr.
Ich beobachte bei mir in der Umgebung einen starken Anstieg von Cafes und Bistros und eine Verlagerung der "Hauptverkehrszeit" auf den späten Vormittag bis frühen Abend.
C'est la vie.
 
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#8
@Kongo-Nagi , die Wirtshausdichte südlich des Mains ist eine völlig andere als mittlerweile bei uns. Auch in den größeren Dörfern 1000+ Einwohner, gibt es keine Gastronomie mehr und Gaststätten mit Saal, wo man noch ein Schüsseltreiben, eine Versammlung, oder auch Übungsabende der Bläser durchführen kann, kenne ich im Umkreis von 10 km nur eins. Es gibt ein paar Restaurants, in den Städten auch einige Kneipen/Bars, die Sääle die es gab sind größtenteils weg, oder werden nur noch als Event-Gastronomie betrieben, d.h. werden nur für Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen und Empfänge geöffnet.
 
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#9
Also über eine hohe Kneipendichte in den Städten, kann ich mich nicht beklagen, gerade Amberg und Regensburg als Beispiele sind gut ausgestattet.
Aber die netten Dorfkneipen, respektive Wirtshäuser sterben aus, genau wie @Eisbaer1017 schrieb, ging das bereits vor Corona los :cry: :sad::(

@äsungsfläche: musst halt mal zu nem Jagdwochenende mit @Schlumpschütz, @treemaster, @Bausaujäger u.e.a. kommen, zur kulturellen Horizonterweiterung ;)
 
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#10
@Kongo-Nagi , die Wirtshausdichte südlich des Mains ist eine völlig andere als mittlerweile bei uns. Auch in den größeren Dörfern 1000+ Einwohner, gibt es keine Gastronomie mehr und Gaststätten mit Saal, wo man noch ein Schüsseltreiben, eine Versammlung, oder auch Übungsabende der Bläser durchführen kann, kenne ich im Umkreis von 10 km nur eins. Es gibt ein paar Restaurants, in den Städten auch einige Kneipen/Bars, die Sääle die es gab sind größtenteils weg, oder werden nur noch als Event-Gastronomie betrieben, d.h. werden nur für Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen und Empfänge geöffnet.

Na gugg... wir haben 3000? Einwohner und zwei Kneipen.
 
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#11
Dem Bismarck wird ja vieles zugeschrieben, was er nicht gesagt hat.
"Mit nichts vergeuden die Deutschen mehr Zeit als mit dem Biertrinken." soll er auch gesagt haben.
Und bekanntermaßen verachtete er den "Deutsch-nationalen Schwindel"
 
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#12
Ab Morgen finder unser Hegeringstammtisch wieder statt. Bläser treffen sich im Übungslokal seit Donnerstag wieder , nur ohne Blasen.
 
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#15
In meiner Heimatstadt (ca. 2500 Einwohner) gab es in den 1980er Jahren 7 Kneipen, 5 davon boten auch Speisen an (4x deutsch "gut bürgerlich", 1x griechisch), dazu noch 1 Cafe und 1 Disco.

Geblieben ist davon: 1 Grieche.
Hinzugekommen sind: 1 Italiener,1 Supermarktbäckercafe und 1 Dönerbude.

Nix mehr mit gemütlichem Tresenwalzer. smilie_tra_012.gif
 
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