Ein Weg in die richtige Richtung?

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Meiner Meinung nach gab es früher viel mehr. Jeder Bauer hatte den Hof voll sitzen und stellte - wenn Überhaupt - dem Dutzend Mäusefänger eine Schüssel Milch hin.


Kommt drauf an was "früher" ist und dann reden wir schon längst nicht mehr von Bauernhofkatzen.

Wenn früher bspw die 80er Jahre waren, dann gab es deutlich weniger Katzen in der Feldmark (hinter unserem Hof). Die wurden ohne wenn und aber entnommen- auch ohne 200m Toleranz.

Die Feldmark gibts nicht mehr, da stehen jetzt , ich hab es mal durchgezählt, 147 Häuser. Wo früher also 10 Katzen unterwegs waren, sind es jetzt deutlich mehr.



CdB
 
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Das ist das Problem, bei uns wird der Feldanteil immer kleiner durch Neubaugebiete und Umgehungsstraße.
Im Grunde kann man das Feld jagdlich vergessen. Die Heerscharen an Spaziergängern mit Hunden sind unüberschaubar, regelmäßige Artikel der Gemeinde im örtlichen Käseblatt die darüber aufklären, daß das Naturschutzgebiet nicht betreten werden darf jucken auch niemand mehr, über die Wiesenzüge ziehen sich Trampelpfade.
In Wirklichkeit sind diese Artikel auch nur Kosmetik, die Stadt auf die Stelle eine Feldschütz angesprochen winkt ab, zu teuer. Klar, wenn dieser Mitarbeiter stattdessen Strafzettel für falschparken schreibt, oder im Blitzer unterwegs ist verdient er Geld, der Feldschütz kostet.
Wir haben Leinenzwang im Feld, aber wen kümmert das wenn es keiner kontrolliert.
Die Neubürger ziehen ins neue Haus am Feldrand, super, Platz für Hund und Katze und bei den 300m wirds eng.
 
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Hausarrest für Katzen ist aufjedenfall ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das darf definitiv nicht der einzige bleiben!

ZB. müssten endlich Anreize geschaffen werden um eine effektive Fangjagd zu gewährleisten. Schonzeit Aufhebung, Fangprämien oder Fördermittel für Fallen und Melder.

Es bedarf dringendst Änderungen in der Landwirtschaft. Biogas sollte endlich so gestaltet werden, dass es den Namen auch verdient. Klar ist Mais die Pflanze wo die meiste Energie/Hektar rausgeholt werden kann. Aber aus ökologischer Sicht gibt es wesentlich bessere Alternativen.

Aber ich denke gerade letzteres können wir uns abschmatzen. Wenn die Pläne so verfolgt werden mit der Energieunabhängigkeit und Co2 Neutralität, können wir froh sein wenn wir in 20 Jahren überhaupt noch ein bissel Natur haben.

In meiner Gemeinde sollen im nächsten Jahr wieder 40 Hektar Grün- und Ackerland für Solarparks verschwinden.
 
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Es bedarf dringendst Änderungen in der Landwirtschaft. Biogas sollte endlich so gestaltet werden, dass es den Namen auch verdient. Klar ist Mais die Pflanze wo die meiste Energie/Hektar rausgeholt werden kann. Aber aus ökologischer Sicht gibt es wesentlich bessere Alternativen.
Aktuell gibts schon Überlegungen diesen Unsinn zu beschränken.
Angesichts der Getreidepreise bzw Versorgungsengpässe will man Flächen für Energiegetreide der Nahrungsmittelproduktion zurückgeben. Wird auch Zeit, daß da eine gewisse Einsicht einzieht.
 
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Hausarrest für Katzen ist aufjedenfall ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das darf definitiv nicht der einzige bleiben!

ZB. müssten endlich Anreize geschaffen werden um eine effektive Fangjagd zu gewährleisten. Schonzeit Aufhebung, Fangprämien oder Fördermittel für Fallen und Melder.

Es bedarf dringendst Änderungen in der Landwirtschaft. Biogas sollte endlich so gestaltet werden, dass es den Namen auch verdient. Klar ist Mais die Pflanze wo die meiste Energie/Hektar rausgeholt werden kann. Aber aus ökologischer Sicht gibt es wesentlich bessere Alternativen.

Aber ich denke gerade letzteres können wir uns abschmatzen. Wenn die Pläne so verfolgt werden mit der Energieunabhängigkeit und Co2 Neutralität, können wir froh sein wenn wir in 20 Jahren überhaupt noch ein bissel Natur haben.

In meiner Gemeinde sollen im nächsten Jahr wieder 40 Hektar Grün- und Ackerland für Solarparks verschwinden.
Ob der Weg für die Feldlerche den entscheidenden Schritt bringt bleibt abzuwarten.
Die Verfügung und der Aufschrei gegen Selbige legt aber deutlich den Finger in die "richtige" Wunde.

Kein Haustier wird so rücksichtlos gegenüber Anderen, und so entspannt für den Halter/in gehalten wie die Haus- und Hofkatze. Tierchen kaufen, schmusen und kuscheln und regelmäßig den Napf voll machen. Katzenklo bei Freigänger braucht es nicht, verantworlich gegenüber dem Handeln der Katze ist man auch nicht, Katze kann man nicht "erziehen".
Im Urlaub Futterautomat auf die Terrasse oder ins Carport, zusammen mit Wasser, und den Nachbarn bitten 1-2 x die Woche zu schauen ob noch was da ist reicht aus, den Rest der Zeit "kommt sie schon alleine zurecht". Das ganze ohne Registrierpflicht, z.T. ohne Kastrastionspflicht und ohne Steuern zu zahlen. Wenn sie dann nicht mehr da ist waren es die Anderen, und nicht die eigene Vernachlässigung der Katze, die Schuld sind.

Die Verfügung gibt den Halter-innen mal die Möglichkeit zu erleben ein Haustier verantwortungsvoll zu halten, vlt öffnet das dem einen oder anderen die Augen.
Man mag einmal hoffen, dass das Modell Schule macht und JEDES Jahr aufs neue die Pflicht der verantwortungsvollen Haltung in Brut- und Setzzeiten verfügt wird.
 
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31 Jan 2013
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Aktuell gibts schon Überlegungen diesen Unsinn zu beschränken.
Angesichts der Getreidepreise bzw Versorgungsengpässe will man Flächen für Energiegetreide der Nahrungsmittelproduktion zurückgeben. Wird auch Zeit, daß da eine gewisse Einsicht einzieht.
Bevor das passiert wird hier eher der Wald gerodet um Flächen zu gewinnen
 
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Dass die Veränderungen der letzten Jahrzehnte in der Landbewirtschaftung der wesentlich Grund für den Rückgang von Tier- und Pflanzenarten sind, ist mittlerweile allgemein bekannt. Wenngleich sich Manche immer noch weigern das zu akzeptieren.
Den Hausarrest für Katzen sehe ich deshalb eher als Notbremse.
Leider ändert der aber an der eigentlichen Ursache nichts.

Guillermo
Die Landbewirtschaftung ist zumindest in Niedersachsen und Schleswig-Holstein in den letzten 15 Jahren eher extensiver als intensiver geworden.

Angefangen von vielen Kulturen, die erst in den letzten zehn Jahren wieder mehr und mehr produziert werden. Bis hin zu den Mutterkuh-Herden die mittlerweile auf jeden vierten Hof existieren.

Viel schlimmer ist die Bodenversiegelung die stattfinden - schau Dich doch nur einmal um, wo überall aus den verschiedensten Gründen unnötigerweise die Bodendecke zu gemacht wird, damit Siedlungsland entsteht.

Das waren zu einem Großteil früher einmal Weideflächen und Ackerflächen - und so geht ha um ha auch für die Bodenbrüter verloren, da helfen die Blühwiesen und die ganzen anderen Maßnahmen bitter wenig. Alleine hier in Cuxhaven wurden unter anderem für eine Büroanlage 20 ha Land versiegelt, und das ist nur eine Baumaßnahme direkt am Ortseingang.

Anders sieht es in anderen Bundesländern aus auf einer landwirtschaftlichen Exkursion durch Deutschland konnte ich den Himaislaya sehen... 15 Maissilageplätze von jeweils 130 m x 30 x und 15 m hoch - der Betrieb hat aber auch 2500 Milchkühe und ist in Brandenburg, nahe von Berlin. Da sollte man vielleicht einmal ansetzen?
 
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Ich bleibe dabei, dass ich den Hauptgrund im Rückgang der Bodenbrüter nicht an den Freigängern festmache. Bodenbrüter haben nicht mehr den Platz, den sie zu früheren Zeiten hatten.

Das hat hier ja auch niemand behauptet und natürlich spielen die von Dir genannten Gründe eine große Rolle. Aber es eben auch unbestritten, dass Katzen einen nicht unbedeutenden Einfluss haben, dass kann man nicht einfach ignorieren und mit den Fingern nur auf andere zeigen.

Ich finde es jedenfalls reichlich schizophren, dass die Städte anfangen die Gestaltung des Vorgartens vorzuschreiben (nein, mir gefallen die Steingärten auch nicht), Begründung "Insekten und damit Vogelschutz" und gleichzeitig das Katzenproblem ignorieren oder schönreden.

Ich weiß auch noch, wie es in den 70igern bei uns ausgesehen hat und wie es heute aussieht, gleichzeitig hat der Freizeitdruck zugenommen und die Zahl der Füchse geht durch die Decke. Durch all diese Gründe wird das Problem durch Katzen aber eben auch größer.

Und wenn ich mir nur mal die Zahl der "bestätigten" Katzen bei mir im Garten anschaue, dann war das vor 15 Jahren eine, die ab und an mal vorbeigekommen ist. Heute habe ich täglich 5-6 Katzen auf dem Grundstück, hinzu kommen die Gelegentlichen Besucher.
 
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Das hat hier ja auch niemand behauptet und natürlich spielen die von Dir genannten Gründe eine große Rolle. Aber es eben auch unbestritten, dass Katzen einen nicht unbedeutenden Einfluss haben, dass kann man nicht einfach ignorieren und mit den Fingern nur auf andere zeigen.

Ich finde es jedenfalls reichlich schizophren, dass die Städte anfangen die Gestaltung des Vorgartens vorzuschreiben (nein, mir gefallen die Steingärten auch nicht), Begründung "Insekten und damit Vogelschutz" und gleichzeitig das Katzenproblem ignorieren oder schönreden.

Ich weiß auch noch, wie es in den 70igern bei uns ausgesehen hat und wie es heute aussieht, gleichzeitig hat der Freizeitdruck zugenommen und die Zahl der Füchse geht durch die Decke. Durch all diese Gründe wird das Problem durch Katzen aber eben auch größer.

Und wenn ich mir nur mal die Zahl der "bestätigten" Katzen bei mir im Garten anschaue, dann war das vor 15 Jahren eine, die ab und an mal vorbeigekommen ist. Heute habe ich täglich 5-6 Katzen auf dem Grundstück, hinzu kommen die Gelegentlichen Besucher.
Bevor das hier jemand falsch versteht, ich wäre sofort dafür, wenn wir in NRW Katzen wieder entnehmen dürften. Anscheinend ist dafür andernorts ja reichlich Bedarf. Aber hier bei uns im Revier sehe ich zu keiner Zeit Hauskatzen frei streunen. Feldlerchen und andere Bodenbrüter haben wir trotzdem nicht mehr.
 
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