eine 30-06 als keeper und eine 7x64 zuviel. Was tun?

KJM

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Hallo und ein Waidmansheil

Ich habe endlich meine Gewehre, die Erbstücke meines Vaters, hier in Kanada (Alberta).
Darunter ist der 98er in 30-06 mit 22 mag. Zusatzlauf (siehe unten in der Signatur), welches wohl mein hauptsächlich genutztes Gewehr werden wird. Auch weil es das letzte Gewehr meines Vaters war und die Verbindung zu meinem Lehrherren ist.
Aber ich habe nun auch einen 98er in 7x64 mit dem weiß ich nicht so ganz was anzufangen, da ich ja die 30-06 hab. Verkaufen kommt absolut nicht in Frage. Mit dem war mein Vater mal auf der Gamsjagd und gar nicht zufrieden. Ein ehemals verbogener Abzugsbügel zeugte davon, lach.
Ich bin nun am Überlegen mir die 7x64 igendwann mal umzubauen.
Hier in der Stadt gibt es einen, der mir hochwertige Läufe herstellen kann, daher ist das Kaliber egal. Wiederladen werde ich sowieso müssen.

Ich dachte an eine 9,3x62 aber da es sein kann, dass ich mal auf Elch gehe, der vielleicht seehr weit weg ist, dachte ich an 9,3x64 mit einem eher leichteren Geschoss. Da ne Mündungsbremse dran und gut ist. Die 9,3x64 hat es mir irgendwie schon lange angetan, auch da sie scheinbar alles verdaut an wiederladen und dabei immer präzise bleibt.
Ja, Stoßboden passt nicht, ich weiß……. Ist kein Ding für mich.

Oder gar was ganz anderes?
Oder gar die 7x64 lassen? Aber die ist mir der 30-06 zu ähnlich.

Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

Gruß aus der Ferne
Kalli
 
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Heiteres Kaliberraten? Und nach 15 Seiten sind dann alle mehr oder weniger gängigen plus einen ganzen Schwung Exoten endlich genannt.
Sir Henry hält einen Vortrag über den Stecher und zettelt eine Weitschussdiskussion an, das verbraucht dann nochmal 5 Seiten.
Irgendwer wird wissen, dass eine 9,3 auf einen Elch eine Sauerei ist, viel zu schwach.

Und am Ende bist so schlau wie zuvor. :rolleyes:
Wenn Du noch keine Idee hast dann lass das Gewehr halt wie es ist. Entweder kommt mal der Wunsch nach irgendwas, dann hast schon eine Basis für einen Neuaufbau. Und wenn nicht, dann nicht.
 
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Werter KJM-

Ich würde die Waffen ebenfalls lassen, wie sie sind, aber eine Differenz über das Wiederladen
herstellen.

Etwa:
.30-06Sprf mit 200-220gr Roundnose für maximale Tiefenwirkung, und
7x64 mit 140gr Nosler-BT für offene Flächen oder leichteres Wild.

Abgesehen davon ist das das erste Mal, daß ich einen Zusatzlauf sehe,
schon von daher ein "Vergelts Gott"!

derTschud
 

KJM

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Werter KJM-

Ich würde die Waffen ebenfalls lassen, wie sie sind, aber eine Differenz über das Wiederladen
herstellen.

Etwa:
.30-06Sprf mit 200-220gr Roundnose für maximale Tiefenwirkung, und
7x64 mit 140gr Nosler-BT für offene Flächen oder leichteres Wild.

Abgesehen davon ist das das erste Mal, daß ich einen Zusatzlauf sehe,
schon von daher ein "Vergelts Gott"!

derTschud
Eine Waffe mit diesem Zusatzlauf wird dir auch nicht so oft begegnen. Das war, wie gesagt, die Idee und das Patent meines Lehrherren. Davon sind nicht viele gebaut worden, denn die waren einfach deutlich zu teuer. Eine der Waffen soll 1964 auf der Weltausstellung in New York gewesen sein, wurde mir erzählt. K.a. ob das stimmt
Man geht von umrum 40 Waffen aus, wenn überhaupt, die gebaut wurden. Meine ist die letzte gebaute Version. Ich kenne die Teile einer nie verwirklichen Version in 22 Hornet, die damals in der Werkstatt im Karton sich hin standen und verstaubten. Schade, ne Hornet wäre mir lieber gewesen, da könnte ich auch etwas weiter als 75 oder max 100m auf nen Coyoten damit gehen.

Die 30-06 wird mit einer 190 grain (12,3 Gramm) Accubond Long Range auf 200m eingeschossen, da hab ich 60 Schuss ergattert. Munition ist hier manchmal so ne Sache. Wenn, wie zur Zeit, in den USA Waffen und Munition wie blöde gekauft wird, bleibt für uns nicht mehr viel übrig. Die Regale sind momentan recht leer, vor allem sobald man etwas anderes als ein gewöhnliches Standard TM möchte.
Da ich noch ne ganz billige Savage in 30-06 habe -die hatte ich bevor meine Waffen von D kamen- brauch ich die 7x64 wirklich nicht.
Wenn ich mit der nichts mit Umbau mache, wird die wie vermutlich bei meinem Vater die nächsten 40 Jahre auch im Schrank bleiben. Dann bin ich über 90, dann ists mir glaub ich egal, lach
 
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Werter KJM-

Ich würde die Waffen ebenfalls lassen, wie sie sind, aber eine Differenz über das Wiederladen
herstellen.

Etwa:
.30-06Sprf mit 200-220gr Roundnose für maximale Tiefenwirkung, und
7x64 mit 140gr Nosler-BT für offene Flächen oder leichteres Wild.

Abgesehen davon ist das das erste Mal, daß ich einen Zusatzlauf sehe,
schon von daher ein "Vergelts Gott"!

derTschud

Also ich würde die 30-06 auch lassen wie sie ist. 😏
Und wenn Der TS mal keine Lust hat, den Zusatzlauf mit rumzuschleppen, gibt's ja die metrische Alternative, die fast dasselbe kann... 😉

Der Zusatzlauf oben ist übrigens in der Tat sehr ungewöhnlich. Ich kannte bislang nur die Schrot-Zusatzlauf-Variante UNTER dem Büchsenlauf, die vor ca. 30 Jahren mal kurze Zeit von Frankonia (huhu, @cast, Dein Stichwort...) verkauft wurde.
Wie wird denn bei der gezeigten Waffe der Schuss aus dem Zusatzlauf ausgelöst?
 

KJM

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Ist dieser Zusatzlauf tatsächlich fest an der Waffe montiert?
Und der Abzug / Auslöser? Dieser Drücker am Ende des Laufs?
Geschossen wird über Zielfernrohr?
Unglaubliche Lösung...
Ja, fest aufgelötet aber mit einer Verstellung vorne am Korn. Der Ring dazwischen ist auf dem grossen Kugellauf aufgelötet, hat aber ein klein wenig Luft zum 22er lauf. Der 22er Lauf kann sich auch nach vorne ausdehnen, also steigt da so schnell nichts bei mehreren Schüssen.
Man schießt erst die große Kugel ein, dann stellt man den 22er Lauf ein. Kann etwas fummelig sein, aber es geht.
Zusatzlauf ist eigentlich der falsche Namen, denn das hintere Teil beinhaltet den Abzug, der zugleich die Sicherung ist, einen Auszieher und den von Hand zu spannenden Schlagbolzen. also wie ne eigene Waffe auf der Waffe

Auslösen geht entweder mit dem Zeigefinger oder Daumen, wie man es mag. Jeder der das ausprobiert ist begeistert wie angenehm und trocken der Abzug ist
 

KJM

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Also ich würde die 30-06 auch lassen wie sie ist. 😏
Und wenn Der TS mal keine Lust hat, den Zusatzlauf mit rumzuschleppen, gibt's ja die metrische Alternative, die fast dasselbe kann... 😉

Der Zusatzlauf oben ist übrigens in der Tat sehr ungewöhnlich. Ich kannte bislang nur die Schrot-Zusatzlauf-Variante UNTER dem Büchsenlauf, die vor ca. 30 Jahren mal kurze Zeit von Frankonia (huhu, @cast, Dein Stichwort...) verkauft wurde.
Wie wird denn bei der gezeigten Waffe der Schuss aus dem Zusatzlauf ausgelöst?
lach - diese 30-06 wird immer so bleiben. In Erinnerung an meinen Vater und an meinen Lehrherren. Diese Waffe ist übrigens von 1979 und vermutlich eine der oder gar die letzte die damit gebaut wurde.
Das mit dem Schrotlauf darunter kenne ich - die war aber viel später als diese Version und sah nach meinem Empfinden sehr klobig aus. Das ergibt sich ja aber aus dem größeren Durchmesser.

Übrigens - laut Ordnungsamt, die nicht wussten wie sie diese Waffe in D einordnen sollen, war das eine "Repetier Bockdoppelbüchse". Diese Kategorie wurde extra wegen dieser Waffe bei deren Computerprogramm eingeführt. Was eigentlich Unfug ist, denn wenn schon solche Qualen an Definitionen, dann ist das ein "Repetier-Bergstutzen"
 
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Eine Waffe mit diesem Zusatzlauf wird dir auch nicht so oft begegnen. Das war, wie gesagt, die Idee und das Patent meines Lehrherren. Davon sind nicht viele gebaut worden, denn die waren einfach deutlich zu teuer. Eine der Waffen soll 1964 auf der Weltausstellung in New York gewesen sein, wurde mir erzählt. K.a. ob das stimmt
Man geht von umrum 40 Waffen aus, wenn überhaupt, die gebaut wurden. Meine ist die letzte gebaute Version. Ich kenne die Teile einer nie verwirklichen Version in 22 Hornet, die damals in der Werkstatt im Karton sich hin standen und verstaubten. Schade, ne Hornet wäre mir lieber gewesen, da könnte ich auch etwas weiter als 75 oder max 100m auf nen Coyoten damit gehen.

Die 30-06 wird mit einer 190 grain (12,3 Gramm) Accubond Long Range auf 200m eingeschossen, da hab ich 60 Schuss ergattert. Munition ist hier manchmal so ne Sache. Wenn, wie zur Zeit, in den USA Waffen und Munition wie blöde gekauft wird, bleibt für uns nicht mehr viel übrig. Die Regale sind momentan recht leer, vor allem sobald man etwas anderes als ein gewöhnliches Standard TM möchte.
Da ich noch ne ganz billige Savage in 30-06 habe -die hatte ich bevor meine Waffen von D kamen- brauch ich die 7x64 wirklich nicht.
Wenn ich mit der nichts mit Umbau mache, wird die wie vermutlich bei meinem Vater die nächsten 40 Jahre auch im Schrank bleiben. Dann bin ich über 90, dann ists mir glaub ich egal, lach

Btw. ICH an Deiner Stelle, würde eher die Savage verkaufen als die 7x64
 
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Hallo und ein Waidmansheil

Ich habe endlich meine Gewehre, die Erbstücke meines Vaters, hier in Kanada (Alberta).
Darunter ist der 98er in 30-06 mit 22 mag. Zusatzlauf (siehe unten in der Signatur), welches wohl mein hauptsächlich genutztes Gewehr werden wird. Auch weil es das letzte Gewehr meines Vaters war und die Verbindung zu meinem Lehrherren ist.
Aber ich habe nun auch einen 98er in 7x64 mit dem weiß ich nicht so ganz was anzufangen, da ich ja die 30-06 hab. Verkaufen kommt absolut nicht in Frage. Mit dem war mein Vater mal auf der Gamsjagd und gar nicht zufrieden. Ein ehemals verbogener Abzugsbügel zeugte davon, lach.
Ich bin nun am Überlegen mir die 7x64 igendwann mal umzubauen.
Hier in der Stadt gibt es einen, der mir hochwertige Läufe herstellen kann, daher ist das Kaliber egal. Wiederladen werde ich sowieso müssen.

Ich dachte an eine 9,3x62 aber da es sein kann, dass ich mal auf Elch gehe, der vielleicht seehr weit weg ist, dachte ich an 9,3x64 mit einem eher leichteren Geschoss. Da ne Mündungsbremse dran und gut ist. Die 9,3x64 hat es mir irgendwie schon lange angetan, auch da sie scheinbar alles verdaut an wiederladen und dabei immer präzise bleibt.
Ja, Stoßboden passt nicht, ich weiß……. Ist kein Ding für mich.

Oder gar was ganz anderes?
Oder gar die 7x64 lassen? Aber die ist mir der 30-06 zu ähnlich.

Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

Gruß aus der Ferne
Kalli
Die 7x 64 würde ich wie Du schon gesagt hast Umbauen. 300er aufwärts, so das sie sich von der 30-06 abhebt, über 338er bis 9,3x64 oder gar mehr .
Viel Spaß bei Deinem Projekt.
 
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7x64 würde ich auch umbauen, wenn schon ne .30-06 vorhanden ist.

Kaliber würde ich von der verfügbaren Munition abhängig machen.... .35 Whelen könnte ich mir vorstellen.

Wenn 9,3x62 drüben zuverlässig zu kriegen ist, wäre diese die sogar noch bessere Wahl.


Gruß

HWL
 
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Wenn die Waffen als Erbstücke und Erinnerungen an den alten Herren dienen sollen, dann darf man da nicht dran rumbasteln. So hat sie der Vater ja nicht geführt…
Einfach in den Schrank stellen und immer mal führen und anschauen.
Bevor ich mir da ein anderen Lauf reinbasteln würde, würde ich einfach ein anderes (gebrauchtes) Gewehr nach meinen Wünschen kaufen.
 

KJM

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7x64 würde ich auch umbauen, wenn schon ne .30-06 vorhanden ist.

Kaliber würde ich von der verfügbaren Munition abhängig machen.... .35 Whelen könnte ich mir vorstellen.

Wenn 9,3x62 drüben zuverlässig zu kriegen ist, wäre diese die sogar noch bessere Wahl.


Gruß

HWL
selbst die Wheelen habe ich hier nicht einmal gesehen, beim Cabelas, dem grössten Shop für Jagdzubehör. Da ich auch meine Blaser BBF in 7x57R habe mit der ich mit 15 (hust :) ) meine erste Sau geschossen habe, muss ich sowieso wiederladen. Daher ists egal.
Gürtelpatronen mag ich irgendwie nicht. Gerne hätte ich etwas, was hier eher exotisch - deutsch ist.
Die savage wird kaum Kohle bringen, die ist hier billig, wie bei euch ein anständiges Luftgewehr. Im Angebot mit 3-9x40 Glas gibts die immer mal wieder für umgerechent kaum 300€. die nehme ich vielleicht, wenns mal wirklich tief in den Busch und in den Schlamm geht
 

KJM

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Wenn die Waffen als Erbstücke und Erinnerungen an den alten Herren dienen sollen, dann darf man da nicht dran rumbasteln. So hat sie der Vater ja nicht geführt…
Einfach in den Schrank stellen und immer mal führen und anschauen.
Bevor ich mir da ein anderen Lauf reinbasteln würde, würde ich einfach ein anderes (gebrauchtes) Gewehr nach meinen Wünschen kaufen.
bei der 7x64 weiss ich, dass mein Vater die garnicht wollte - eben wegen der Gamsjagd, bei der irgendwas furchtbar schief ging. Was genau weiss ich nicht, aber die Waffe muss im Zorn meines Vaters meterweit geflogen sein und mein Vater rührte die nie danach mehr an. Das ist also keine Waffe dem er irgendwie nachtraueren würde, wenn er noch leben wurde - Also wenn ich da etwas umbaue meine ich. Warum er die nicht verkauft hat damals, das weiss ich nicht.
 

ElCaracho

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Ich schließe mich den Vorrednern an, du solltest an deinen Erbstücken nicht herumbasteln um einen gefühlten Unterschied zu entwickeln.

Die Waffe mit dem Zusatzlauf ist doch an sich schon eine Kuriosität, die ich bis heute so nicht gesehen habe. Heb das gute Stück doch auf wie es ist und sollte dich mal die Elchwut überfallen, nimmst du einfach eine Leihwaffe oder erweiterst dein Arsenal um eine passende Büchse.
 

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