Eine besonders empfehlenswerte Schaftkappe für die DF

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Servus,

leider konnte ich wegen einer saublöden Erkältung heute weder nach den Böcken sehen noch an der Maiwanderung teilnehmen. Nun kommt man wenn man wie ich noch nicht auf Digitales Fernsehen umgestellt hat so auf Ideen.

Da ich eine neue gebrauchte DF im Schrank habe und diese eine mehrlagige total verunklückte Schaftkappe montiert hat, frage ich mich welche ich da dran machen sollte?

Habt Ihr besonders empfehlenswerte Varianten? Hauptsächlich wird die Flitsche auf dem Stand und auf dem Parcours benutzt.

WH Füxlein
 
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anonym

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Für deftige Jagdladungen = rückstoßdämpfend oder mehr sportlich mit leichten Vorlagen ?

Auf jeden Fall: leicht in den Anschlag gleitend , was bei Holz/Hart-Plaste/Horn aufgrund natürlicher Materialbeschaffeneheit vorhanden ist

ggf. vor Kauf mit der eigenn Schießjacke/Schießweste ausprobieren , welche Kappe gut auf dem Material rutscht, welches nicht

Nach Montage mit/ohne Verlängerung die Schwerpunktlage korrigeren , weil fast alle Schaftkappenänderungen mit/ohne Schaftverlägerung den Schwerpunkt deutlich nach hinten verlagern

war die Flinte vorher leicht mündungslastig , kann die dann neutral sein

bei DF fast die Regel: vorher neutral wie eine Skeetflinte, das gefühlte Gewicht zwischen den Händen . Nach Umbau hecklastig und sehr gewöhnungsbedürftig, für mich Sensibelchen oft unschießbar ! Viele gerade alte DF wurden mal auf frühere Besitzer und auf Schaftlängen um 340-350mm abgestimmt. Nach erfolgter Schaftverlängerung auf 370-380mm sind diese Waffen i.d.R. absolut schwungtot.

Wird eine massive Schaftkappe von sagen wir 30mm Dicke entsprechend 200 Gramm ( zurechtgeschliffen) hinten zusätzlich montiert , muß diese Masse innen aus dem Schaft entfernt werden durch ausbohren oder es müssen grob 100 Gramm Richtung Mündung. An einer DF mündungsseitig kaum machbar
 
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Also momentan ist der Schwerpunkt der Trap Flinte im geladenen Zustand exact am Übergang des Vorderschaftes zum System. Die Lauflänge ist 76 cm. Obwohl zukünftig eher Ladungen um 28-32g durchgehen wäre ich nicht sauer, wenn die Kappe ordentlich dämpft aber trotzdem gut gleitet.

Was gäbe ich darum einen Büchsenmacher i.d.Nähe zu haben der was davon versteht :19:

Füxlein
 
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Füxlein schrieb:
Also momentan ist der Schwerpunkt der Trap Flinte im geladenen Zustand exact am Übergang des Vorderschaftes zum System. Die Lauflänge ist 76 cm. Obwohl zukünftig eher Ladungen um 28-32g durchgehen wäre ich nicht sauer, wenn die Kappe ordentlich dämpft aber trotzdem gut gleitet.

Was gäbe ich darum einen Büchsenmacher i.d.Nähe zu haben der was davon versteht :19:

Füxlein

Hoch droben am Berg ? Oder versteht der nichts davon?
 
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anonym

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Füxlein schrieb:
Also momentan ist der Schwerpunkt der Trap Flinte im geladenen Zustand exact am Übergang des Vorderschaftes zum System. Die Lauflänge ist 76 cm. Obwohl zukünftig eher Ladungen um 28-32g durchgehen wäre ich nicht sauer, wenn die Kappe ordentlich dämpft aber trotzdem gut gleitet.

Was gäbe ich darum einen Büchsenmacher i.d.Nähe zu haben der was davon versteht :19:

Füxlein

Eine typische fertig geschliffene neue Schaftkappe , meist ca 30-40mm wegen benötigter Verlängerung , wiegt um 200 Gramm

Habe ich Dich richtig verstanden:

Du redest von der Doppelflinte , genauer einer Trap-Doppelflinte mit 76er Läufen ?

Wenn es eine Trapflinte sein soll, dann wäre eine mehr oder weniger deutliche Mündungslastigkeit meist erwünscht und sollte nach Schaftmodifikation weiter erhalten bleiben

Wenn Du es richtig beschreibst, liegt der Schwerpunkt jetzt (!) da wo der Vorderschaft an der Basküle anliegt , also ca 20mm VOR dem Schanierbolzen ? Bevor Du eine Hinterschaftmodifikation in Auftrag gibst, plaziere mal 200 Gramm Blei (Angelladen oder Zink-Auswuchtgewichte aus der Schrottkiste vom Reifenservice) unter der jetzigen Schaftkappe , festlegen mittels zusammengeknülltem Zeitungspapier. Dann geh mit der Flinte schiessen.

Dann hast Du das Gefühl, was sich nach Schaftverlängerung/ neuer dicker Schaftkappe einstellen wird , wenn die Flinte nicht im Rahmen der Schaftmodifikation neu balaciert wird.

:26: Manche merken keinen Unterschied :27: für mich wird dann gefühlt eine Flinte unschießbar

Für mich Sensibelchen sind viele schaftumgebaute Flinten dann völlig schwungtot
 
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Der hoch droben am Berg kann nur schießen und auspacken. Aber von der Materie Handwerk versteht der überhaupt gar nix :19: :19: :19:

Füxlein
 
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Sorry Iltis so kompliziert wie ich schreibe ist es nicht.

Es ist eine Browning 425 mit 76 cm LL . Der Schwerpunkt derzeit mit 2 geladenen 28g Patronen ist exact da wo der Vorderschaft an der Basküle anliegt. Ich will eine neue Schatkappe montieren weil die derzeitige einfach schei...e aussieht. Verlängern will ich nix Länge passt.

Das mit einer anderen Balance werde ich aber mal probieren und zwar mit Felgenklebe Gewichten aus dem KFZ Bereich. Mal sehen was mir das ausmacht, wenn der Schwerpunkt 2cm Richtung
Hinterschaft wandert.

Die Frage war nach einer guten Schaftkappe die sowohl ordentlich gleitet als auch gut dämpft.
(Das sie gleich lang sein soll wie die alte und gleich schwer, wäre wohl optimal aber eher nicht wahrscheinlich)

Füxlein
 
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Füxlein schrieb:
Sorry Iltis so kompliziert wie ich schreibe ist es nicht.

Es ist eine Browning 425 mit 76 cm LL . Der Schwerpunkt derzeit mit 2 geladenen 28g Patronen ist exact da wo der Vorderschaft an der Basküle anliegt. Ich will eine neue Schatkappe montieren weil die derzeitige einfach schei...e aussieht. Verlängern will ich nix Länge passt.

Das mit einer anderen Balance werde ich aber mal probieren und zwar mit Felgenklebe Gewichten aus dem KFZ Bereich. Mal sehen was mir das ausmacht, wenn der Schwerpunkt 2cm Richtung
Hinterschaft wandert.

Die Frage war nach einer guten Schaftkappe die sowohl ordentlich gleitet als auch gut dämpft.
(Das sie gleich lang sein soll wie die alte und gleich schwer, wäre wohl optimal aber eher nicht wahrscheinlich)

Füxlein


Nicht ist kompliziert, aber Du selbst hast geschrieben , schau mal "Eine besonders empfehlenswerte Schaftkappe für die DF"

Spar Dir das Geld für die Klebegewichte , völlig unnötig. Zum einen sind die einzelnen Kissen eines Riegels nur 5 Gramm leicht. Bei einer 76er normalen (= nicht überschweren) Jagdflinte merkt man was ab ca 50 Gramm ganz hinten, also direkt for der Schaftkappe. Klebegewichte halten nicht so gut auf Holz, es sei denn Deine Gun ist innen auch Lackiert und da waren die 425 nicht. Du mußt die Gewichte nur richtig festlegen, sonst rappeln die beim Rückstoß. Sehr gut geht wenn man in die große Bohrung, an deren Ende die Schaftdemontageschraube liegt, ein grosses Stück Schaumstoff zusammenrollt in reinschiebt , nicht viele kleine Einzelstücke. Die mußt Du sonst von ganz tief drinnen wieder herausfischen. Zum Schluß die Gewichte rein, etwas Schaumstoff und die vorhandene Schaftkappe drauf.

Mit mündungsbündigen Chokes wird sich diese Flinte bei etwa 70 Gramm direkt vor der Schaftkappe nahezu neutral wie eine flinke Skeetflinte anfühlen, bei vorstehenden überlangen Chokes bei rund 100 Gramm. Darüber wird sie hecklastig und für mich pfui.

Experimente lohnen sich !

Schaftkappe: alles was rückstoßdämpfend ist, ist dicker = also muß der Hinterschaft für beibehaltene Schaftlänge abgesägt werden. Ich finde den halbrunden Serienschaftabschluß stylish , gefällt mir besser als mit der Bandsäge "abgehackt". Wenn schon durch stumpfes Absägen verhäßlichen ( weil halbrund kaum jemand handwerklich kann) dann wenigstens von kundiger Hand mit dem korrrekten Pitch ausstatten !
 
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schwierig :21: Was heißt neutral? Zwischen deinen zugreifenden Händen liegt der Schwerpunkt der Flinte mittig.
Wie lange aber sind deine Arme? Wo greifst Du hin?
So kann eine Flinte für Schützen A perfekt ausbalanciert sein und für den größeren Schützen B hinterlastig und seinen untermaßigen Freund extrem kopflastig.

Das sich dieser Punkt um den Schanierbolzen arrangiert resultiert aus der Tradition und der Tatsache, dass alle Hersteller verkaufen wollen. Maßanzüge sind teuer, Konfektion läuft. Darum ist alles um den Normschützen (ca. 180, normalgewichtig und -konfiguriert) geplant und gebaut.

Probieren :26:
 
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anonym

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Füxlein schrieb:
Neutral bedeutet Schwerpunkt am Scharnierbolzen?

Überlege:

es gibt verschiedene Vorderschäfte, schlanke jagdliche Tulpenform oder Beavertail z.B.

mehr Masse = mehr Vorgewicht

1:1 kopierter Hinterschaft aber aus Premiumschaftholz, was dichter ist = mehr Masse , mehr Hintergewicht

aber: für eigene Aufzeichnungen, weil man so was vergisst ganz besonders wenn 1 Flinte vorhanden, +1+1+1+1+1+.... macht es Sinn, einen Referenzpunkt = Meßpunkt festzulegen der unabhängig von Schaftanbauteilen ist

Du gibts eine Flinte zur Neuschäftung und sagst dem Schäfter : diese Flinte soll genau die gleichen Handlingseigenschaften haben wie mit dem alten Schaft. Dann muß man einen Balancepunkt benennen können , z.B. 15mm vor der Schanierachsenmitte. Wird die Flinte vor und auch nach Schäftung dort auf einem Holzröllchen z.B. Besenstilabschnitt aufgelegt, wäre sie in der Waage. Ist auch mit Erfahrung recht zeitaufwendig und wird gern vergessen oder kostet extra

Falls sie nach Neuschäftung ( oder nach einer Schaftverlängerung mit/ohne zusätzlicher schwerer Schaftkappe) an dem Punkt aufgelegt nach hinten kippt, muß solange Holz aus dem Hinterschaft innen weggefräßt werden, bis der Hinterschaft leicht genug geworden ist. Es macht also Sinn, diesen Punkt zu bestimmen und aufzuschreiben bevor man eine Waffe zum Umbau aus der Hand gibt. Sonst hat man das "Pech" nach Umbau eine Flinte mit anderem Handgefühl zu bekommen und das erkläre dann hinterher mal jemandem ohne Maße nennen zu können

sagt der eine "meine Flinte schwingt nicht mehr"

sag der andere " der spinnt"

das Aushöhlen kann bei Extremluxusholz zu Festigkeitsproblemen führen und die Bruchempfindlichkeit erhöhen
 
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