Eltern zu ängstlich: Kindern fehlt der Kontakt zur Natur.

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#1
Eltern zu ängstlich: Kindern fehlt der Kontakt zur Natur.
RP vom heutigen Tage (13.02.2015)
Hamburg (epd)

Vielen Kindern fehlt heute der unmittelbare Kontakt zurNatur: So sind nach einer Umfrage der Deutschen Wildtierstiftung 49% der Kinderzwischen vier und zwölf Jahren noch nie selbständig auf einen Baum geklettert.Mehr als die Hälfte (53%) der befragten Eltern würden im Zweifelsfall ihrenKindern verbieten, allein im Wald zu spielen. Einer der Gründe für die Naturentfremdungder Kinder sei „die neue Angst der Eltern“, sagte Michael Miersch,Geschäftsführer des Forums Bildung Natur der Deutschen Wildtierstiftung. Jejünger die Eltern, desto ängstlicher seien sie. Auch die Beobachtung vonWildtieren ist nicht mehr selbstverständlich. 22% der Eltern gaben an, dassihre Kinder „nie oder fast nie“ ein freilebendes Tier zu Gesicht bekommen.Emnid hatte im Auftrag der Deutschen Wildtierstiftung 10003 Eltern befragt.


Da braucht man sich nicht mehr zu wundern.
Und wenn ich dann meinen besten Freund, seines Zeichens Kinderarzt mit eigener Praxis, so aus dem täglichen Erleben erzählen höre, wird mir angst und bange.


Waidmannsheil


Beuterheinländer

 
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#2
Ja mir auch !

Da den Eltern offensichtlich die Zeit und Lust fehlt eine düstere Prognose, die wir aber auch nicht aufhalten werden !

Ich dachte bis vor wenigen Wochen, auf dem Dorf wäre die Welt noch in Ordnung und wurde eine besseren belehrt!

Ich hatte mein Patenkind (7 Jahre)wie so oft schon mit ins Revier genommen. Diesmal ging es die Fallen kontrollieren und wir wollten noch ein paar Tauben schießen. Der "Zwerg" freute sich schon den ganzen Tag und so ging es dann endlich los. Nach 3 Stunden ging es nach Hause. Neben Rehen, Bussarden und Kranichen, hatten wir Hasen beobachten können. Die Strecke war mit einem Fuchs aus einer Falle, und 5 Tauben ebenfalls ansehnlich.
Zuhause dann -wie so oft- mit "Zwergnase" die Tauben versorgt, und Küchen fertig der "Köchin" zur Zubereitung übergeben. Den Fuchs habe ich dann alleine abgebalgt, und aufs Spannbrett gebracht.

Als die Ferien zu Ende waren, habe ich einen Anruf von der Lehrerin meines Patenkindes bekommen, die "Dame", hat sich darüber beschwert, das es nicht Kindgerecht wäre, und das das töten eines Tieres abartig wäre...blablabla, habe dann aufgelegt und gut. Die Mutter hat dann 2 Minuten später angerufen uns sich "bedankt" dass sie einen Termin bei der Lehrerin hat und sich bezüglich des Ausfluges nun rechtfertigen muss....


Am Ende viel heiße Luft um nichts, der "Zwerg" hat es bis heute nicht verstanden, warum die Lehrerin es doof findet!

:no::no::no::no:
 
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#3
Zähle mich auch zu den ängstlichen. Versuchen das aber wieder durch kontrollierteres "Spazieren" wett zu machen.

Um dem Trend entgegen zu wirken gibt es bei uns auch "survival" für Kinder. Natur wird Kindern dort durch jemand fachkundigen näher gebracht. Ganz interessant.
 
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#4
Interessant, dass man dafür einen "Fachkundigen" braucht.
Ich habe das durch meine Eltern beigebracht bekommen. Und wenn ich beim auf die Bäume klettern mal abgestürzt bin, hat mich meine Mutter getröstet und ein Pflaster geklebt.
Heute gehe ich mit meinem Sohn durchs Revier und erkläre ihm alles, was wir sehen oder welche Fragen er hat.
Bin ich deshalb ein "Fachkundiger"?
Ich habe nicht Biologie, Forstwissenschaften oder Agrarwissenschaften studiert.
Trotzdem kann ich meinem Sohn unsere Feld und Flur erklären.

ARMES DEUTSCHLAND!
 
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#5
Wo soll es denn herkommen?

Mir ging es auch darum zu sagen, dass es halt nicht mehr ist wie früher. Von wegen komm heim bevor es dunkel ist und dann den ganzen Tag im Wald verbringen..
Das hat ja weniger mit klettern oder der ubervorsicht auf dem Spielplatz zu tun.

Und wenn Eltern nichts mehr erklären können liegt es nicht an ihnen, sondern an deren Eltern, die das bereits versäumt haben..
 
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#6
Es gibt Lehrgänge; einen hast Du wahrscheinlich selber absolviert.
Und Bücher, Bücher, Bücher ...
Ich kenne nicht alle Vögel.
Aber Sohnemann fragt mich Löcher in den Bauch.
Also, Buch gekauft und bei Bedarf nachgeschaut.
Ich kenne nicht alle Bäume und Pflanzen.
Also, Buch gekauft .........

Rehwild erlegt.
Sohnemann mitgenommen, das Stück aus der Decke zu schlagen.
Ihm alles erklärt, was ich gerade mache und dass wir demnächst dieses Fleisch essen werden.
Damals war seine Mutter nicht gerade begeistert davon.
Später meinte Sohnemann, Mutter möchte auch mal einen ordentlichen Rehbraten.

Ich darf mich nicht über den Verlust von Wissen, Sitten und Gebräuchen der vorangegangenen Generationen aufregen, wenn ich selber nicht in der Lage bin bzw. mich in die Lage versetzte, Wissen, Sitten und Gebräuche weiter zu geben.
Und wenn die Lehrerinnen oder zuvor die Gruppenleiterinnen damit ein Problem haben, können sie sich gerne bei mir melden.
Erziehung läuft nämlich bei den Eltern, nicht in der staatlich organisierten KiTa oder den OGS.
Schulen sind Bildungseinrichtungen, keine Erziehungsanstalten.
Und Lehrer sind nicht der Ersatz für faule oder unfähige Eltern! (Kein persönlicher Vorwurf an hier mitlesende Foristi!)
 
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#7
Hauptursache Nr.1

Die Kinder von heute haben keine Zeit, die sie alleine verplanen dürfen und mit anderen Kindern verbringen könnten.

Hauptursache Nr. 2

Die Kinder von heute werden überwiegend gefahren und sind nicht mehr zu Fuß oder mit Rad unterwegs. Somit sind sie nicht mobil, um selbständig die nähere Umgebung zu entdecken.
 
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#8
Waldkindergärten spriessen doch en masse aus dem Boden. Da sind die kids bei wind und wetter draussen - mehr natur geht nicht.
 
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#10
Finde auch die Arbeit der rollenden Waldschulen sehr wichtig. Wir haben des öfteren schon Kinder dabei, die noch nie einen Wald gesehen haben. Auch ohne Migrantenhintergrund. Kurzum, eine Aufgabe die Spaß macht und auch die Jägerschaft mal positiv rüberbringt, bei Kindern u. Eltern/ Erziehern
 
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#12
und im Gegenzug zeigen die "Migrantenkinder" dann dem netten Herrn Waldpädagogen wie man eine Kalaschnikow auseinanderbaut. Das nennt sich dann "mit- und von einander lernen"
schierer Blödsinn.

ich betreue ca. 3-4x im Jahr die rollende Waldschule bei öffentlichen Veranstaltungen und bin oft erstaunt, wie gut manche Kinder die Präparate benennen können.
Oft stellt sich heraus, dass die Beobachtungen im eigenen Garten oder bei Wanderungen gemacht wurden.
 
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#15
Als mein zweijähriger Sohn sich im Urlaub die Knie aufschlug, habe ich ihn natürlich getröstet, aber innerlich dachte ich "So müssen Jungens-Knie nun mal aussehen".

Meine Tochter konnte durch intensives Buchstudium mit zwei die gängigen Waldtiere gut ansprechen.

Und dann fragte ich mal eine in der Grundschule unterrichtende Cousine, ob sich die Kinder denn auch ab und zu mal richtig kloppen - das Konzept scheint aber völlig unbekannt zu sein ...
 
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