Empfehlung für Gams Jagd gesucht

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#19
Aber nur, um seinen Hund dabei zu haben???
Weil man ihn evtl. nicht so einfach für einige Tage abschieben kann oder tatsächlich nur, weil man seinen Hund dabei haben will.
Was spricht dagegen?

So
Mich betrifft das Thema im Großen und Ganzen auch nicht, mein Kommentar war als Hinweis gedacht.
 
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#20
Ich hatte bei der Gamsjagd meinen Hund auch mit - eigentlich war er nur eine Belastung, gerade im für Flachländer schon „gefährlichen“ Gelände.
 
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#22
Es kommt mit Sicherheit auf das Gelände an.
Aber ich glaube nicht das ein Jagdgast in ein Gelände geführt wird das hohe Schwierigkeitsgrade aufweist.
Mein Jagdführer hatte in den Hohen Tauern, nachdem er meinen Hund kennen gelernt hatte, auf jeden Fall keine Bedenken.
Natürlich kann man den Hund auch in der Unterkunft lassen aber warum sollte man?
 
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#23
Da ich einen Hund führe und brauche der alle Belange bei der Gamsjagd sicher erfüllt brauchts keinen weiteren den ein Jagdgast mitführt. Erspart zusätzliche Bewegung, Geräusche, Platzeinbuse im Blind/Sitz, Kappeleien zwischen den Hunden und schafft Kapazität bei der Wildbergung.

Wer mit seinem Hund gassi gehen will muss sich eben jemand anderen als Pirschführer suchen.
 
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#24
Ich würde für die erste Gamsjagd ein Revier wählen, das die Möglichkeit bietet auch auf Waldgams (wird meist spät im Jahr Okt./Nov. bejagt) zu weidwerken.
Im Spätherbst/Winter zieht das Gamswild in die oberen Waldlagen (meist Fichte/Lärche) auf <2000m zurück, die besser erreichbar sind als die baumlosen, alpinen Hochlagen.
Da sieht man eher, was man sich selber am Berg zumuten kann und was nicht. Schafft man die Waldgams "spielend" kann man es zur nächsten Jagd im Sommer/Frühherbst ja mal auf die Gams in den höchsten Lagen versuchen.
Dürfte dort auch für einen gut abgeführten, nicht gebirgserfahrenen Hund einfacher sein.
 
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#25
Würest du einem Bergunerfahrenen denn eher zur Erstgams die felsigen Hochlagen >2500m empfehlen?
Der Elbrus (mit knapp 5650m üNN höchster Berg Europas) ist auch Gamsgebiet. Soll er deiner Meinung da seine alpinen Gamserfahrungen sammeln?
Das ist doch alles abhängig von der physischen Kondition des Einzelnen. Wer zwar noch nie auf Gamsjagd war aber den Elbrus zum Beispiel schon bestiegen hat , dem kann man doch jedes Alpine Jagdgelände zumuten. Eine große Erfahrung im Höhenbergsteigen ist für die Gams- oder sogar Steinbockjagd wirklich nicht notwendig. Es gibt oberhalb der 5000m Grenze kaum noch Wild.
 
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#26
Würest du einem Bergunerfahrenen denn eher zur Erstgams die felsigen Hochlagen >2500m empfehlen?
Der Elbrus (mit knapp 5650m üNN höchster Berg Europas) ist auch Gamsgebiet. Soll er deiner Meinung da seine alpinen Gamserfahrungen sammeln?
Ich würde dem Bergunerfahrenen raten seine körperlichen Möglichkeiten mit dem Pirschführer zu besprechen. Es gibt auch leicht erreichbare Jagden im Hochgebirge und im Bergwald durchaus Ecken da kotzt Dir die Lunge aus dem Leib.

Das meiste Wild findest übrigends nicht unbedingt ganz oben. Sondern da wo es seine Ruhe hat, sich sicher fühlt, Wetterschutz findet und genug Futter zur Verfügung ist.
 
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#27
Zudem ist die "Steigungsfunktion" auf dem Stepper im lokalen Fitnißstudio auf 250m üNN auch in keinster Weise mit dem Anstieg von 1500 auf über 2500m üNN zu vergleichen (Bodenbeschaffenheit, O²- und v.a. O³-Konzentration der Luft), meiner "unbedeutenden Meinung" nach, und schon gar nicht "unbeladen" im Studio und "beladen" am Berg.
Wer´s aber meint gleich "von 0 (oder 1,5) auf 100 durchstarten zu können", soll´s machen.
Auf ein Marterl mehr oder weniger in den Alpen kommt´s auch nicht an.
Ich als Flachlandtiroler würde es zuerst mal auf der montanen oder subalpinen Stufe auf Waldgams probieren.
 
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#28
Den Ausführungen von @Mitch (speziell bzgl des Ötztals ;) ) und @Brackenmann möchte ich mich anschließen.

Wer in alpinem Gelände erstmalig Gams jagen möchte, wird seinen Hund (der solches Gelände nicht gut kennt) regelmäßig als Behinderung und möglicherweise gar als Gefährdung wahrnehmen.

Das hat nicht zwingend etwas mit Klettern zu tun, manchmal muss man aber eine Lehner oder sonstige schwierigere Stelle queren, vielleicht mit eingebohrten Tritten, oder ist ausgesetzt unterwegs und da ist es unsinnig und üblicherweise für niemanden dienlich, wenn der Jagdgast seinen Hund mitschleppt.

In hochalpinem Gelände kommt man im November, nach den ersten ergiebigeren Schneefällen, tatsächlich an die Gams teilweise einfacher ran, weil es sie in der überwiegenden Zahl weiter runter und teilweise unter die Waldgrenze drückt. Abhängig von der Topografie kann das Gehen bzw. Aufsteigen dann allerdings auch durchaus anspruchsvoller sein.

Wer körperlich halbwegs beieinander ist, wird auch im Sommer an die Gams rankommen, denn die halten sich ja nicht grundsätzlich in der Gratregion auf.


grosso
 
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#29
Den Ausführungen von @Mitch (speziell bzgl des Ötztals ;) ) und @Brackenmann möchte ich mich anschließen.

Wer in alpinem Gelände erstmalig Gams jagen möchte, wird seinen Hund (der solches Gelände nicht gut kennt) regelmäßig als Behinderung und möglicherweise gar als Gefährdung wahrnehmen.

Das hat nicht zwingend etwas mit Klettern zu tun, manchmal muss man aber eine Lehner oder sonstige schwierigere Stelle queren, vielleicht mit eingebohrten Tritten, oder ist ausgesetzt unterwegs und da ist es unsinnig und üblicherweise für niemanden dienlich, wenn der Jagdgast seinen Hund mitschleppt.

In hochalpinem Gelände kommt man im November, nach den ersten ergiebigeren Schneefällen, tatsächlich an die Gams teilweise einfacher ran, weil es sie in der überwiegenden Zahl weiter runter und teilweise unter die Waldgrenze drückt. Abhängig von der Topografie kann das Gehen bzw. Aufsteigen dann allerdings auch durchaus anspruchsvoller sein.

Wer körperlich halbwegs beieinander ist, wird auch im Sommer an die Gams rankommen, denn die halten sich ja nicht grundsätzlich in der Gratregion auf.


grosso
Zum Thema Hund,
ich habe meinen Hund jagdlich immer bei mir. Sie sind für das was ich mache perfekt ausgebildet, im Gelände erfahren und ich weis genau wie sie ticken. Meine Hunde liegen sicher am Rucksack oder Sitz ab (natürlich sichere ich sie trotzdem) und geben auch bei sichtbarem Wild Standruhe ohne herumzuhampeln. Beim laufen an der Koppel (ich habe das schonmal im Bergjagdfaden erwähnt) wissen sie sich hinter mir zu halten und meinem Bergstock und Stiefeln auszuweichen. Sie bremsen oder ziehen nicht an der Koppel, außer sie müssen mal :poop:.

Als ich mal bei einer für mich völlig anderen Jagdart als Gast eingeladen war, bei der Gänse und Entenjagd in Ostfriesland ging es mir genauso wie denen die sich hier für die Bergjagd interresieren und dort noch nie waren

!ICH HATTE DAVON KEINE AHNUNG! (Hatte und habe....:geek:)

Das ging los bei, welche Gummistiefel ich brauchen würde, was für Kleidung, welches Equipment welche Schrotgröße etc. etc. etc.

Kein Problem. Ich fragte einfach. Bekam Antwort und Klugscheißerte halt nicht herum von Dingen die ich noch nie erlebt habe und nur aus Jagdheftchen und Internet kannte.

Obwohl auch einer meiner Hunde die 4H an der lebenden Ente hat kam ich nicht auf die Idee meinen Hunde mit in das Gelände zu nehmen. Ich war mit Schrotflinte, Geflügel ansprechen und mich im Blind Niederwildkonform zu verhalten genügend beschäftigt. Ich genoss einfach die für mich neue Situation und das andere Panorama.

Der Jagdherr stellte mir zum ansprechen von Niederwild seinen Sohn ins Blind und dieser soufflierte mir was, ob und wie ich was beschiessen sollte. (Ich kann Enten und Gänse kaum im Flug ansprechen). Der Jagdherr suchte mit seinem Gebrauchshund das beschossene Wild in Schilf und Gewässer nach welches ich geschossen hatte.

Nach 4 Tagen hatte ich Muskelkater an Ecken da wuste ich garnicht dass da Muskeln sind...und wovon..von völlig anderem Untergrund , sandig, matschig, viele bewegungsloses herumstehen und warten...warten...warten.

Ein tolles Jagderlebnis für mich in für mich völlig ungewöhnter Umgebung mit völlig anderer Jagdart und Hundearbeit.

Was ich damit sagen wollte....Schuster bleib bei deinen Leisten....wenn Du als GAST geführt wirst überlasse und glaube dass man dir das beste will und gib dich mal der Situation hin.

Meine Hunde haben sich die vier Tage mal so richtig in Ihren Boxen ausschlafen können und bekamen trotzdem beim GAssigang genug Bewegung.

Ist mein Ostfriesischer Freund da...händeln wir es GENAUSO...nur anders herum..und er hat es jedesmal genossen. :giggle::coffee:
 
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#30
Gamsjagd ist für mich Gebirgsjagd, auf eine Waldgams wollte ich nicht jagen. Wenn man jedoch keine alpine Erfahrung hat, würde ich mit ein paar einfacheren Bergtouren beginnen, dann bekommt man schon einen guten Eindruck, was man leisten kann oder ob konditionell noch nachzulegen ist. Die Jagdführer mögen es auch ganz gerne, wenn der Jagdgast richtig abschätzt was er kann, dazu gehört mindestens genauso wichtig das Üben/Einschätzen können der eigenen Schießfertigkeit. Können nicht wollen...
Vor schweren Bergjagden war ich immer gut trainiert und hatte auch immer ne mehrtätige Bergtour im Trainingsprogramm.
 
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