Entscheidungshilfe bei der ersten Kurzwaffe

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Hallo zusammen,

ich denke jetzt schon länger darüber nach eine Kurzwaffe anzuschaffen. Der Hauptanwendungzweck wäre als Fangschusswaffe, für etwas zusätzliche Sicherheit bei der Maisjagd auf Schwarzwild, sowie für den Schiesstand.

Da ich dabei aktuell sicher noch keine Verwendung für zwei Kurzwaffen habe, suche ich einen gewissen Kompromiss (wobei mir bewusst ist dass eine einzelne Kurzwaffe nicht all das ideal abdecken kann). Ideal wäre etwas was halbwegs kompakt (z.B. kein Revolver mit langem Lauf) und leicht genug ist um ohne Umstände in einem Holster an der Hüfte getragen zu werden, dennoch aber genug Lauflänge für das Training auf dem Kurzwaffenstand bietet. Aktuell tendiere ich zu einem Revolver in .357 und auf dem Papier würde mir die S&W686 mit 4 Zoll Lauf gut gefallen. Der Preis ist halbwegs nebensächlich wenn die Kurzwaffe für die Anwendung gut passt und lange hält (kann, muss also nicht gebraucht sein).

Nun habe ich bereits die Threads zu den Luxembourger SW686 und zur Auswahl und Position der Holster nachverfolgt. Mache ich für die beschriebene Anwendung mit dem 686 in 4 Zoll etwas falsch, bzw. gibt es andere Fragen mit denen ich mich erst beschäftigen sollte oder konkret bessere Empfehlungen?

Danke für eure Ratschläge und Waidmannsheil
JohnRoe
Definiere Maisjagd (als Hochsitzhocker AM oder allein aktiv mit (einem!) Hund IM Mais????).
Bei Ersterem brauchst def. du keine KW, bei Zweitem wäre eine geeignete "Kurzwaffe" zum Beispiel eine Marlin 1895 SBL/GBL in 45-70 ...

Erntejagd ist nochmal ein ganz anderes Thema in Sachen Sicherheit:
Jungjäger, sofern sie überhaupt dabei sind, nur in der dritten Reihe fernab vom Geschehen.
Kurzwaffe brauchtst du da aber auch nicht.
Schreibt einer, der fast jedes Jahr so um die 200ha Mais im Revier hat, und dessen persönliche Sauenstrecke in fast vier Jahrzehnten intensivster Hochwildjagd jenseits der Vorstellungskraft der meisten Forumsjäger sein dürfte.

Bleibt der Stand: und das ist zugegebenermaßen ein einziger Gaudi.
Revolver macht Spass, Pistole fast noch mehr
 
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3 Okt 2013
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Hallo,

SW 686 in 4" ist für den Einsteiger eigentlich perfekt.

Kurz genug, aber auch mal zum Üben auf die 25mtr Scheibe bestens geeignet.
Rostfrei und pflegeleicht. Zubehör ist unendlich und nur durch den Geldbeutel limitiert.

Gute Verarbeitung, robust und hält lange.

Möchte man später doch was anderes haben, dann bekommt man ihn auch wieder schnell für gutes Geld verkauft.

HW.357- Rossi - Taurus - alt Bestände Astra usw.. - würde ich die Finger lassen, das verbrennt nur Geld und die gute Laune.
 
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4 Jun 2021
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Hallo,

danke für eure Antworten. Vielleicht hätte ich auch dazu schreiben sollen wofür ich die KW nicht anschaffe: um den Nachsucheführern Konkurrenz zu machen oder um in einer imaginären Verteidigungssituation Haus und Hof zu schützen.

Definiere Maisjagd (als Hochsitzhocker AM oder allein aktiv mit (einem!) Hund IM Mais????).
Bei Ersterem brauchst def. du keine KW, bei Zweitem wäre eine geeignete "Kurzwaffe" zum Beispiel eine Marlin 1895 SBL/GBL in 45-70 ...

Erntejagd ist nochmal ein ganz anderes Thema in Sachen Sicherheit:
Jungjäger, sofern sie überhaupt dabei sind, nur in der dritten Reihe fernab vom Geschehen.
Kurzwaffe brauchtst du da aber auch nicht.
Schreibt einer, der fast jedes Jahr so um die 200ha Mais im Revier hat, und dessen persönliche Sauenstrecke in fast vier Jahrzehnten intensivster Hochwildjagd jenseits der Vorstellungskraft der meisten Forumsjäger sein dürfte.

Bleibt der Stand: und das ist zugegebenermaßen ein einziger Gaudi.
Revolver macht Spass, Pistole fast noch mehr
Mit Maisjagd meinte ich nicht die Erntejagd sondern den klassischen Ansitz am Mais/Getreide (noch ohne Hund). Ich vermute also dass die KW den Stand öfter sehen wird als die Fangschuss-Situation.

Dann werde ich wohl mal versuchen sowohl die 686 als auch kleinere Revolver in die Hand zu nehmen um herauszufinden was mir gut in der Hand liegt.

Danke und Waidmannsheil
JohnRoe
 
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Ein vernünftiges Holster ist extrem wichtig.
Ich kann Sickinger empfehlen. Kann auch in Deutschland bestellt werden.
Ich habe einen S&W in 2,5 Zoll in. 357.
Für mich passt er, habe aber auch jahreslange Training mit KW.
 
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@ seestern
ohne Dir zu Nahe treten zu wollen.
Die Chiappas sind an Hässlichkeit durch nichts zu überbieten.

Brrrrr.
 
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Boah, ist der häßlich, sag mal noch einer was zum Blaser Drilling!:LOL:

Wird bei dem die untere Kammer gezündet?

Ich habe solch ein Geschütz noch nie gesehen oder in der Hand gehalten, interessajnte Kaliberauswahl.

(y)danke fürs einstellen.


CdB
Ja, bei dem liegt der Lauf tatsächlich vor der unteren Kammer.
Ist abgesehen des Mateba 6 Unica (ein Halbautomatischer Revolver) vom selben Erfinder der einzige Revolver mit Lauf vor der unteren Kammer.
Dadurch liegt er trotz des Gewichtes von nur knapp unter 1kg als 6zöller im Schuss relativ ruhig.
 
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Hallo,

danke für eure Antworten.

Dann werde ich wohl mal versuchen sowohl die 686 als auch kleinere Revolver in die Hand zu nehmen um herauszufinden was mir gut in der Hand liegt.

Danke und Waidmannsheil
JohnRoe
Und wenn du schon dabei bist, dann probierst du auch gleich noch eine Glock26.

Die trage ich mit mir rum, seit es sie gibt, in der Hosentasche.

Hat bisher für alles gereicht, man muss einfach nur treffen, dort wo's weh tut,....

Außerdem hat sie den unschlagbaren Vorteil, dass man sie dabei hat, wenn man sie braucht.

Die Revolver liegen früher oder später alle zu Hause im Schrank, zusammen mit den wohlklingende Namen tragenden Holstern.

Ich kenne keinen Jäger, der über die ersten paar mal hinaus, regelmäßig sein Revolverungetüm aufrödelt und mit sich spazieren schleppt.

Sieht im übrigen auch bescheuert aus.....

Nicht mal Nachsuchenspezialisten machen das.... die haben ein Gewehr dabei.

;)


Gruß

HWL
 
Zuletzt bearbeitet:
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@ seestern
ohne Dir zu Nahe treten zu wollen.
Die Chiappas sind an Hässlichkeit durch nichts zu überbieten.

Brrrrr.
Um mir zu nahe zu treten müsstest du mich persönlich beleidigen.

Zum Glück ist das ja immer alles Ansichtssache.

Ich finde ihn aufgrund seiner Technik und dem damit einhergehenden abheben aus dem "Revolver-Einheitsbrei" schick.

Da ich selbst auch nicht dem Standart entspreche, und noch nie sprach, habe ich nichts dagegen wenn es meine Waffen ähnlich halten... ;-)
 
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Stand vor 2 Jahren vor der gleichen Entscheidung und habe mich für einen S&W 66 in 4 Zoll entschieden. Der 686 ist nochmal deutlich schwerer und unhandlicher. Bin super happy mit dem 66er und auf Egun hab ich damals keine 350€ dafür bezahlt.
 
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5 Aug 2013
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Sorry wenn es an der Frage vorbeigeht. Aber nicht die schlechteste Idee für eine erste KW ist eine in .22lfb plus Falle plus Fangmelder.
In dieser Kombination kommt die KW auch tatsächlich zur Anwendung, Du tust ein gutes Werk und bereicherst Dein jagdliches Erleben.
 
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Sorry wenn es an der Frage vorbeigeht. Aber nicht die schlechteste Idee für eine erste KW ist eine in .22lfb plus Falle plus Fangmelder.
In dieser Kombination kommt die KW auch tatsächlich zur Anwendung, Du tust ein gutes Werk und bereicherst Dein jagdliches Erleben.
Dazu muss man dann aber auch den Fallenschein haben ;)
Ich habe erst kürzlich meinen 6 Zoll 357. verkauft. Jagdlich hat das für mich keinerlei Sinn ergeben und ich bin auch eher ein Pistolenfan. Als ehemaliger Sportschütze ist der Revolver noch über gewesen und wurde leider nicht mehr verwendet-
Als. 1. Waffe eine 22 lfb würde ich nicht empfehlen. Wenn dann eher einen 4 Zoll Revolver oder eine solide Pistole wie CZ 75b z.B.
 
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Wie du richtig erkannt hast wird es wohl ein Kompromiss werden.

Einen sportlich tauglichen 6 Zoll Revolver trägst du nicht oft im Revier spazieren, 4 Zoll und kleiner sind handlicher und leichter, dafür wiederum sportlich nicht so der Hit.
Versuche die Waffe die dir gefällt vor dem Kauf zu testen, 4 Zoll und 357 Mag. ist okay, kürzer/leichter wird schon mal unangenehm.

Jagdlich kommen meine Kurzwaffe selten bis nie zum Einsatz. Selbst wenn ich eine KW dabei habe führe ich den Fangschuss eher mit der gedämpften Langwaffe aus. Im Regelfall hält sich auch die Anzahl der Fangschüssen in Grenzen.
 
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5 Aug 2013
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Dazu muss man dann aber auch den Fallenschein haben ;)
....
Dazu muss man dann aber auch den Fallenschein haben ;)
Ich habe erst kürzlich meinen 6 Zoll 357. verkauft. Jagdlich hat das für mich keinerlei Sinn ergeben und ich bin auch eher ein Pistolenfan. Als ehemaliger Sportschütze ist der Revolver noch über gewesen und wurde leider nicht mehr verwendet-
Als. 1. Waffe eine 22 lfb würde ich nicht empfehlen. Wenn dann eher einen 4 Zoll Revolver oder eine solide Pistole wie CZ 75b z.B.
Fallenschein ist absolut sinnvoll, kostet einen Samstag. Da wir bei "Jungjäger fragen"sind, ist das glaube ich auch nicht mehr so ein Thema - zumindest in unserer Gegend werden die inzwischen bei der Jungjägerausbildung gleich mitgemacht.
Darin würde auch ganz ernsthaft die Hauptverwendung liegen. Will aber jetzt hier nicht weiter stören.
 
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28 Mrz 2020
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Fallenschein ist absolut sinnvoll, kostet einen Samstag. Da wir bei "Jungjäger fragen"sind, ist das glaube ich auch nicht mehr so ein Thema - zumindest in unserer Gegend werden die inzwischen bei der Jungjägerausbildung gleich mitgemacht.
Darin würde auch ganz ernsthaft die Hauptverwendung liegen. Will aber jetzt hier nicht weiter stören.
Schönes Thema. Bei unserem Schein im Saarland letztes Jahr war auch der Fallenschein dabei. Die UJB in Hessen erkennt aber nur Lehrgänge aus Hessen an. Es ist garnicht so leicht einen Fallenschein in Hessen zu finden, sofern man nicht gerade 200 € zahlen will. Wenn jemand einen Tip hat, gerne per PN.
 
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