Entscheidungshilfe DJT oder PRT

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#1
Hallo Leute!

Im Sommer steht bei mir die Anschaffung eines Zweithundes an. Hab mit meinem Vater, mit dem ich auch gemeinsam ein Revier habe, mal darüber gesprochen und es ist darauf hinausgelaufen, dass ein Terrier, für Bau und Sau, als Ergänzung zur BGS- Hündin die sinnvollste Option ist.

Wie gesagt Einsatzgebiet wird vor allem Bau und Sau werden, aber auch kurze Nachsuchen um die alte Hündin zu entlasten. Und auch die 2mal im Jahr in den Bach fallende Ente soll gebracht werden.

Wir haben früher schon einen DJT gehabt, ihm ist aber leider seine zu ausgeprägte Wildschärfe zum Verhängnis geworden.

Jetzt bin ich beim Stöbern über dem PRT gestölpert, der ja quasi eine etwas weniger scharfe Variante des DJT sein soll. Deshalb meine Frage an euch wie bewärt sich der PRT im jagdlichen Einsatz?

Ich hätt schon gern wieder einen schneidigen kleinen Kämpfer der auch vor Sauen nicht zurückschreckt, aber halt ohne gleich wieder ein Jahresabo beim Tierarzt lösen zu können.

Ich wär über Erfahrungsberichte sehr dankbar, helft mir bitte bei der Entscheidungsfindung!

mfg und WH

charly
 
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#2
Wenn ich die Wahl zwischen einem DJT und einem PRT hätte, würde ich einen Foxterrier nehmen :wink:

Ich habe meine Wahl nicht bereut. DJT sind mir zu scharf und beim PRT ist der Laut noch nicht so stabil wie beim Foxterrier. Die elegantesten Terrier von den dreien sind sie allemal (meine Meinung).
Übrigens heißt der Foxterrier so, weil er der ideale Hund für die Fuchsjagd ist.
Und im Stöbern sind sie erste Sahne.
So, und jetzt dürfen die anderen... :lol:
 
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#3
Der Unterschied zw. Parson und Fox ist nicht so gross, daß es nicht in den Schwankungender unterschiedlichen CHaraktere untergehen würde, mit beiden machst Du nichts verkehrt.
Die PRT sehen den TA aber auch recht häufig...bei den Foxln weiss ich es nicht.
Beide sind aber nicht ganz so "Beknackt" wie die DJTs, was keine Kritik ist, aber der Grad zw. Jagdgebrauchs- undJagdverbrauchshund ist mir persönlich bei denen zu schmal.
Schau Dir bei beiden Rassen die STammbäume und die Züchter an, dann kannste nichts verkehrt machen.
PS.: Sagt ein PRT-Führer, dessen Hund bei den Foxln mitgeprüft wurde am Bau. Wurde Suchensieger. :D
 
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#4
So mal danke für die ersten Antworten

@ doa: Jagdverbrauchshund :lol: ich hau mich weg! Triffts aber beim DJT leicher recht gut, mein letzter DJT war ja auch so ein Fall :(

Als PRT-Führer kann ich dich ja gleich mal mit Fragen löchern!

Verwendest du dein Hundl auch auf Sauen? und wenn ja mit welchen Erfahrungen? Ich hab gestern zufällig einen Jäger kennenglernt der auch einen PRT führt, der mir bestätigt hat das er auf Sauen nicht ganz so scharf ist wie der DJT, sich quasi nicht mal blindwütig verbeißt und dann mal nachschaut wie groß die Sau wirklich ist, aber sehr gut arbeitet.

Er hat mir aber auch ein paar Fotos gezeigt wie sein PRT nach der letzten Dachsbegegnung aussah :shock: :(

Sah aus wie auch mein DJT öfters aussah

mfg und wh
 
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#5
tja....

der prt ist schon leichter zu händeln...
gefällt mir gut!
mußt aber einen aus jagdlicher zucht haben.
vielleicht ´n rüden....der hat manchmal noch ´n bischen mehr biss.

djt....tja....weißt ja selber...
ich hatte ´ne hündin...die war für´n djt sehr ruhig.
ist immer frei gelaufen....
aber mit dem prt ist alles viel entspannter und einfacher.total easy!
geht auch gut in den bau...geht gut ran.
läßt sich aber auch ab und an beissen.
problem:beisst nicht kompromisslos zurück.die sind da zu vorsichtig und werden selber gebissen.daher evtl. ´n rüden nehmen....
jedenfalls ist´s bei meinen wuffels so.
der djt beisst.knirscht.ruhe!
der prt beisst 20x ein bischen...und wird zwischendurch selber angenagt....

wenn öfter mal ´ne ladung tnt gebraucht wird...mußt ´n djt nehmen.
 
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#6
Meiner ist ein Rüde, hat noch nicht übermäßig viel Sauenerfahrung(15-20 Kontakte), geht gut ran, hält Sicherheitsabstand und zwickt halt hinten, nicht vorne wie viele DJT. Ist aber auch schon auf einem Überläufer geritten...

Da der Hund sowohl Jagd- als auch Familienhund sein sollte, viel die Wahl auf diese Rasse und: VOILA - passt.

Im Wald mit Warnhalsung und Flüsterleine (wie bei der Ausbildung) weiss er sofohrt was angesagt ist und schmeisst seine gefühlten 60 kg ins Rennen - wieder zuhause mit "Stadthalsung" wieder normal - es sei denn die Mietzen oder Eichkater queren seinen Weg.

Sind halt leicht erregbar, deshalb in der Stadt an der Strasse auch nur mit Leine, sonst wird das zu anstrengend weil die Katzen eigentlich immer auch der anderen Seite der Hauptstrasse sind... :wink:

Kinderlieb ohne Ende, wurden aber schon bei Muttern durch den Züchter entspr. geprägt.
Inzwischen soweit Standruhig, daß wir auch dem Drückjagdbock sitzen konnten wäährend sich eine Ricke unter uns niedertat.. ok, der Bock hat etwas vibriert.. .

Für mich ideal, da der Hund in der Wohnung, beim Job etc absolut (also relativ, da immer noch Terrier) stressfrei ist, genügend auspowern vorausgesetzt wenn gerade wenig Revier angesagt ist.

Wasserfreudig, "apportiergeil", alles in allem soviel Hund wie ich in meiner Situation brauche. GP hat er, SChweiss müssen wir ab und zu mal üben, glücklicherweise bisher immer nur kurze Totsuchen.
 
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#7
Alle loben nur die weißen ...dann will ich die DJT nochmal loben.

Sie gefallen einfach ein bisschen beser... :lol: (Ein Punkt der Geschmackssache ist hier aber entscheiden kann)

Der DJT kann alles. Meiner hat auch die GP unter meiner Erstlingsführung und Ausbildung geschafft. Er wurde noch nie von Sauen geschlagen (jetzt 3 JAhre alt), was hingegen schon vorkam Bissverletzungen, Knöchel verstaucht und sonstige Kleinigkeiten.

Er macht seinen Job gerne (manchmal eben auch wenn er nicht soll) hat eine extreme Arbeitsfreude - da kanns passieren das er eben auch Abends um 23 Uhr nochmal dasteht und arbeiten will, jagt Sauen allein und selbsständig aus den Dickungen, hält Rehfährten ausgesprochen gut, Apportiert extrem gerne, auch insbesondere Ente und Krähe...

Wenn man selbst irgendwie die Ruhe behalten kann und ihm die Möglichkeit gibt die Leistung zu leben ist es ein Traumhund!
 
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#11
Bausaujäger jagt seit 6 Jahren mit PRTs ( vorher 16 Jahre andere Rassen ) und ich bin bei "meiner" Rasse angekommen.

Wildscharf an Fuchs und Sau, ein waidwundes Stück Rehwild wird problemlos niedergezogen, ruhig im Haus, kinderlieb,freundlich zu jedermann und -frau ( mit ausnahme meines Nachbarn, der hat einen mal absichtlich getreten, seit dem stellen sie den wie ein Stück Schwarzwild :lol: ), guter Laut auf der warmen Spur/Fährte, also für mich und viele andere, die mit uns gejagd haben, der ideale Hund zur Bau und Saujagd.

Gruß Bausaujäger
 
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#12
Leute ihr seid gemein :D

Erst mal danke für die rege Beteiligung. Das wird ja immer schiweriger als einfacher !! :shock:

Jetzt hat sich auch noch ein Bekannter gemeldet, das er von einem befreundeten DJT Züchter erfahren hat, das aus dessen Wurf, die meist schon Jahre im Vorraus vergriffen sind, wahrscheinlich ein Welpe frei wird.

Bin auch schon in Kontakt mit einem PRT Züchter und auch dort schauts relativ gut mit einem Welpen im Sommer aus pfffffffffffffff

Entscheidung wird immer schwerer da ich jetzt auch noch beide Rassen am Samstag im real life erlebt habe

Ev. Beide? Nein raus aus dem Kopf Gedanke!

Mit unentschlossenen Grüßen und WH
 
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#13
charly01 hat gesagt.:
Hallo Leute!

Im Sommer steht bei mir die Anschaffung eines Zweithundes an. Hab mit meinem Vater, mit dem ich auch gemeinsam ein Revier habe, mal darüber gesprochen und es ist darauf hinausgelaufen, dass ein Terrier, für Bau und Sau, als Ergänzung zur BGS- Hündin die sinnvollste Option ist.

Wie gesagt Einsatzgebiet wird vor allem Bau und Sau werden, aber auch kurze Nachsuchen um die alte Hündin zu entlasten. Und auch die 2mal im Jahr in den Bach fallende Ente soll gebracht werden.

Wir haben früher schon einen DJT gehabt, ihm ist aber leider seine zu ausgeprägte Wildschärfe zum Verhängnis geworden.

Jetzt bin ich beim Stöbern über dem PRT gestölpert, der ja quasi eine etwas weniger scharfe Variante des DJT sein soll. Deshalb meine Frage an euch wie bewärt sich der PRT im jagdlichen Einsatz?

Ich hätt schon gern wieder einen schneidigen kleinen Kämpfer der auch vor Sauen nicht zurückschreckt, aber halt ohne gleich wieder ein Jahresabo beim Tierarzt lösen zu können.

Ich wär über Erfahrungsberichte sehr dankbar, helft mir bitte bei der Entscheidungsfindung!

mfg und WH

charly

Hallo Charly,

ich habe selber einen Jack-Russell Terrier. Mein Hund ist nicht spurlaut, wie fast alle PRT auch nicht. Mir fehlt dann von meinem Hund beim stöbern oder Drückjagd die Vormeldung. Bei Deiner anstehenden Entscheidung würde ich mich an Deiner Stelle für den DJT entscheiden, mit Spurlaut. Foxterrier würde auch passen, aber eine Garantie auf Spurlaut gibt Dir niemand mit.
Westfalenterrier vielleicht noch ?

Viel Erfolg bei der Entscheidung, Fleischjäger,
bis auf den fehlenden Spurlaut sind mein Hund und ich ein Herz + eine Seele
 
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#14
@ Fleischjäger

Hatte mit meinem DJT das gleiche Problem, kein Spurlaut.

Er hat es aber meist so gelöst, dass er selber sowieso nicht gesucht hat. :twisted: Da kam meist die Kombo, Wachtel oder Bracke mit vollem Hals, dahinter der Terrier, stumm. Man hat nur warten müssen, Spurlaut geht in Standlaut über, kurz der Kriegsschrei des Terriers und dann ist er irgendwo drangehangen :oops:

Hab ihn nur 3 oder 4 mal laut erlebt, dann war er immer allein an einer starken Sau die er alleine nicht gehend bekommen hat.
 
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#15
Fleischjäger hat gesagt.:
charly01 hat gesagt.:
Hallo Leute!

. Foxterrier würde auch passen, aber eine Garantie auf Spurlaut gibt Dir niemand mit.
Westfalenterrier vielleicht noch ?

Viel Erfolg bei der Entscheidung, Fleischjäger,
bis auf den fehlenden Spurlaut sind mein Hund und ich ein Herz + eine Seele
Nein, eine Garantie gibts nicht, dafür aber eine hohe Sicherheit, wenn man sich die Elternlinien ansieht. Was ein Westfalenterrier können sollte und die anderen 3 Terrierarten nicht, entzieht sich meinem Verständnis, zumal ich die Fellfarbe als suboptimal ansehe, zumindest bei der Fuchsjagd. Wir hatten mal bei der Feldjagd so eine Meute, aber es waren zuviele Kollegen schon mit dem Finger am Abzug, bis sie erkannten, dass es doch kein Fuchs ist. Bevor was passiert, lassenwir es künftig lieber sein.
Bei Bedarf nenne ich gerne einen Glatthaarfoxl-Züchter, dessen eine Hündin grade belegt ist und wo die ganze Linie Spurlaut hat; Sichtlaut sowieso.
 
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