EPB Deutsch Wachtel

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Hein? Solang er alles richtig macht, besteht doch kein Bedarf. Wenn ich Steine schmeißen muß, läuft doch schon was schief.
Aber so ist das.
 
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Manchmal mal wundert man sich, warum es nicht klappt.
Ich wollte eigentlich mit meinem DK diesen Herbst die HZP führen, gut er darf nächstes Jahr auch noch. Plötzlich ging nichts mehr beim Apport. Ich habe schon gedacht, ich wäre zu dämlich, auf einmal bildet sich ein Abzess unter dem Unterkiefer. Jetzt wird der behandelt und siehe da, es läuft wieder.C0FFABC6-AA19-4C1A-8F23-34DB67ABA16A.jpeg
 
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Also nochmal konkret: Der Hund findet, nimmt auf, legt wieder ab, guckt vermutlich zum Führer, der sagt nochmal Apport, der Hund bringt. Das gilt als nicht gebracht?

Aber es ist zulässig, daß der Führer während des Suchens Steine schmeißt, in die Luft schießt, mit den Händen fuchtelt, den Hund anrüdet etc?

Mit Verlaub, das ist zweierlei Maß.

Entweder seh ich den Apport streng, dann ist der Führer aus dem Verkehr, oder es ist ne bessere BP, dann darf der Hund hergebetet werden.
Das ist wie auf der Schleppe, ein wahrgenommenes Stück Wild muß ohne weitere Einwirkung gebracht werden.

PS. Schuß, Steinwurf etc. ist schon eine Bankrotterklärung des Führers, da gebe ich dir Recht.
 
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@z/7
@Leinetaler

ich stimme euch in allen Punkten zu. Ich würde die DW auch als vergleichsweise führerweiche Hunde in der Mischung mit dem Setup eines Hundes, der seinen Job inkl. eigener Entscheidungen vergleichsweise weit weg vom Führer machen soll, bezeichnen. Eben ein Solojäger, der idealerweise auch den führernahen Job eines 'Allrounders' machen soll.

Mein DW Rüde ist tendenziell ein wenig stumpf und auch nicht so - wie es z/7 ausdrückte - die hellste Kerze auf der Torte. Ein liebenswerter Hund, mit mittelmäßigem jagdlichen Talent, der bei Führerdruck die Rollade runterlässt und im Umgang mit seinem Führer recht weich ist. Apport war im Vergleich mit den anderen Rassen (Cocker, Labby, DD, DJT) mit Abstand die größte Herausforderung.
Letztlich habe ich meiner Frau den Rüden in die Hand gedrückt und sie den Apport-Teil übernehmen lassen. Ich muss anerkennen, dass sie das besser drauf hat als ich.

Die DW Hündin ist sicher ein kluger jagdlicher Spitzenhund (deren davon unabhängige komplette Liste der 1. Preise und Prüfungssiege ich leider nicht für mich in Anspruch nehmen darf), der mit unfassbarer Passion und absoluter Härte jagt. Die Begegnung mit Wild (Sauen, Rehen, Waschbären) führt regelmäßig, so es die Situation ergibt, zu beinharten und ggf. finalen Auseinandersetzungen. Die Dame ist aber genau so unglaublich führerweich und verzeiht kaum das zu scharf gesprochene Kommando. Ich bin rückblickend recht froh, dass ich ihr das Apportieren nicht beibringen musst.

Die Hündin ist zuhause ein totale Schmusekatze, die sich 24h streicheln und kraulen lassen kann und dabei eher ein zurückhaltendes Wesen hat. Wenn man die dann bei der Jagd beobachtet, in der solojagenden beinharten Ausführung des Auftrags, kann man kaum glauben, dass man den selben Hund vor sich hat.

Der DJT ist konsequent immer ein 'Haudrauf' A.....ch, zuhause, wie auf der Jagd, den erkennt man immer wieder ;) ... er bleibt sich treu. Die Familie besteht aus einem Chef und Rudelführer und einer losen Sammlung von Dosenöffnern. Als perfekter Opportunist erkennt man, wenn der Rudelführer nicht da ist, auch einen der Dosenöffner als Streichelersatz an.


grosso
 

z/7

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Von den Zähnen scheint es nicht zu kommen
Tat wohl trotzdem sehr weh beim Greifen. Wenn das Konzept des erfolgreichen Apports die Vorstellung der Erlösung von allem Übel ist, ist es natürlich kontraproduktiv, wenn's dann erst recht weh tut. 😢
 
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wie genau definiert ihr "führerweich"? Eine hohe Differenz zwischen der Härte im Alltag und der Empfindlichkeit, wenn der Hundeführer zu hart dem Hund gegenüber wird?
 
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Ich würde es ein wenig anders ausdrücken:

wie genau definiert ihr "führerweich"? Eine hohe Differenz zwischen der Härte im Alltag und der Empfindlichkeit, wenn der Hundeführer zu hart konsequent dem Hund gegenüber wird?

Wenn Du das so stehen lässt, wie Du es geschrieben hast, kommt irgendeine Retriever- oder MV-Mutti gelaufen und erklärt, was alles falsch ist, warum das nach ihrer Erfahrung mit ihrem ersten und einzigen Hund (der schon fast eine Dummy-Prüfung bestanden hätte) ganz anders zu handhaben ist und wie das ganz konkret mit der Leckerli-Therapie funktioniert.

So ein DJT zum Beispiel braucht schon recht viel Konsequenz - und kann die auch haben - um sich davon überzeugen zu lassen, dass er nach seiner persönlichen und sehr individuellen Einschätzung der Lage (und inkludierter Feindortung) nicht ungefragt zum Angriff übergehen darf. Leckerlis und sanftes, wohltemperiertes Formulieren der Botschaft sind da beispielsweise mehrheitlich nicht das geeignete Mittel um eigenmächtige Kampfhandlungen abzuwenden.

Nach meiner Erfahrung können DW - zumindest meine - mit der DJT 'Ansprache' eher nicht umgehen. Das mag aber von Individuum zu Individuum unterschiedlich sein.


grosso
 
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Meine beiden DJT sind führerweicher, als meine beiden DD und können deutlich schlechter mit Druck meinerseits umgehen, als die beiden DD.
 
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Meine beiden DJT sind führerweicher, als meine beiden DD und können deutlich schlechter mit Druck meinerseits umgehen, als die beiden DD.

Meine DD-Hündin war diesbzgl. auch eher aus relativ hartem Holz geschnitzt. Der DJT Rüde benötigt aber ggf. mehr Überzeugungskraft.


grosso
 

z/7

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Es geht um Resilienz. Wie nachhaltig ein Hund beeindruckt ist. Und da spielt eben auch eine Rolle, von wem der Eindruck kommt. Deshalb führerweich.

Wenn irgendein Dosenöffner nen Tobsuchtsanfall hat, tangiert das den Hund peripher. Wenn der Führer harte Worte findet, ist man drei Tage eingeschnappt.

Hat vllt auch was mit der Vertrauensbasis zu tun. Enttäuschtes Vertrauen wiegt schwerer als bestätigtes Mißtrauen.
 
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Alle Hunde sind „führerweich“ wenn sie von klein auf vernünftig geführt wurden. Imgrunde ist führerweich nur die Bestätigung für Konsequenz in der Erziehung. Der eine Hund braucht mehr, der andere weniger.
 
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Werde mich an eure Ratschläge halten und den Apport nochmal in Ruhe aufbauen und nächstes Jahr führen. Bis dahin sollte sich eine passende Truppe zum üben gefunden haben.
Jetzt steht die DJ Saison vor der Tür und wir werden dort Gas geben.
 
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Das schwierigste beim Wachtelhund ist, genau wegen der angewölften Bringfreude eine absolut saubere Apport-Abrichtung durchzuziehen, weil Fehler oft verschleiert und erst wenns zu spät ist zum Vorschein kommen. Dann vesucht man es "plötzlich" mit Druck, der vorher scheins nie von nöten war, und der Hund versteht die Welt nicht mehr. Bei einem nicht apportierfreudigen Hund wäre man gar nicht erst weiter gekommen. Bei vielen DW wähnt man sich in Sicherheit, bisses plötzlich scheppert...
Edit: gilt natürlich für sehr bringfreudige Hunde im Allgemeinen.
 
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