EPB Deutsch Wachtel

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Das schwierigste beim Wachtelhund ist, genau wegen der angewölften Bringfreude eine absolut saubere Apport-Abrichtung durchzuziehen, weil Fehler oft verschleiert und erst wenns zu spät ist zum Vorschein kommen. Dann vesucht man es "plötzlich" mit Druck, der vorher scheins nie von nöten war, und der Hund versteht die Welt nicht mehr. Bei einem nicht apportierfreudigen Hund wäre man gar nicht erst weiter gekommen. Bei vielen DW wähnt man sich in Sicherheit, bisses plötzlich scheppert...
Edit: gilt natürlich für sehr bringfreudige Hunde im Allgemeinen.
Eigentlich weiß man, wie man einen DW zu einem zuverlässigen Apporteur ausbildet. Schon mehr als 100 Jahre! Nur wollen das viele DW-Führer nicht mehr. Bei den Deutschen Vorstehhunden kommt die gleiche Entwicklung, nur etwas zeitverzögert.
 
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Eigentlich weiß man, wie man einen DW zu einem zuverlässigen Apporteur ausbildet. Schon mehr als 100 Jahre! Nur wollen das viele DW-Führer nicht mehr. Bei den Deutschen Vorstehhunden kommt die gleiche Entwicklung, nur etwas zeitverzögert.

Ich habe vorher andere Hunde (Vorsteher, Terrier ...) geführt und mein Rüde ist zu dem Thema nicht in den Walldorf-Kindergarten gegangen. Es war trotzdem deutlich problematischer als bei den Vorstehern und Terriern.

Die These der Bringfreude und der Verschleierung des nicht durchgearbeiteten Apports kann ich auch überhaupt nicht bestätigen. Grundsätzlich ist der Spruch vom 'nicht durchgearbeiteten Apport' in vielen Fällen so eine hilflose Aussage, wenn es denn nicht nach dem bekannten bzw. gewünschten Schema funktioniert.

Ich kenne da den einen oder anderen Hund, der sehr wohl im Apport durchgearbeitet wurde und dann irgendwann Probleme macht/ machte. Einen Hund könnte man gerade vorführen, der bei jemandem in Ausbildung ist, der gerade und ganz speziell für sein Durcharbeiten im Apport bekannt ist ... und der Hund zeigt gerade den langen Mittelfinger.


grosso
 

z/7

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Wenn man sich anschaut, was bei einer klassischen Apportausbildung im Gehirn passiert, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Wir haben es hier immer mit mehr oder weniger stark verankerten Erfahrungen zu tun, die durch Wiederholung verstärkt und gleichermaßen durch gegenteilige Erfahrungen ausgelöscht oder durch Mangel an Bestätigung wieder vergessen werden. Und das alles beim jungen Hund, wo das Gehirn selbst in seiner Struktur noch grundlegenden Änderungen unterworfen ist. Bis eine Handlung in allen Situationen generalisiert und im Gehirn weitgehend stabil festelegt ist, dauert, und erfordert viel Übung. Je jünger der Hund, umso weniger dramatisch sind Rückschritte. Aufstehen, Krönchen richten, weitermachen.
 
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Meine Erfahrung sagt mir, bei Problemen mit dem Apport liegt es am nicht sorgfältig durchgeführten Aufbau und an zu wenigen Wiederholungen. Apport ist Fleissarbeit.
 
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