Erfahrung mit 14gramm Geschossen in .30-06 Springfield

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#1
Hallo an die Forumsgemeinde. Wie die Überschrift schon sagt bin ich interessiert an SELBST ERLEBTEN Erfahrungen mit Geschossen im Kaliber .30-06 und 14 Gramm. Ich habe diesen Thread gestartet, weil die anderen einfach nur zugemüllt waren mit Diskussionen um verschiedenste Geschosse / -kontruktionen und -gewichte aus zig verschiedenen Kalibern, da blickt einfach niemand mehr durch. Ich möchte keine dieser Diskussionen lostreten, ich möchte wirklich einfach nur persönliche Erfahrungen in dieser Kombination.

Meine Ausrütung: Sauer 100 Classic in .30-06, 11" Drallänge, 56er Lauf

Zur Situation:

Ich war bis vor 2 Jahren in einem Revier "tätig" in dem vorrangig Rotwild und Sauen vorkamen und habe dort ausschließlich mit dem Geco Plus hantiert, was da auch wunderbar funktioniert hat.

Auf Grund Neuverpachtung (war nur Begeher) habe ich mir ein neues Revier suchen müssen, dort kommt allerdings weder Rotwild, noch dicke Tschucken vor.
Der Hauptbestandteil der Strecke besteht dort aus Rehwild (welches für Rehwild durchaus stark ist) und Sauen bis an die 60kg, wenn sie denn mal schwer sind. Schussentfernungen liegen zwischen 30 und 80 Metern. Mein Problem ist nun, das meine bisherigen Geschosse allesamt nicht den von mir gewünschten Erfolg bringen. Tot machen sie alle, allerdings mit recht explosiven und zu durchschlagendem Erfolg. Mit Geco Plus und z.B. habe ich Fluchtstrecken jenseits der 100m, mit Geco Zero und RWS Evo Green liegen oder stehen die Stücke völlig geschockt am Anschuss, beim ausziehen sieht man auch warum. Das heißt, entweder suche ich mich müde, weil die Stücken einfach im Wald weg rennen und dann auch weg sind (Hund sei dank alle gefunden), oder die Geschosse explodieren förmlich, was sich dann in extremer Wildpretzerstörung und Hämatomen niederschlägt. Probiert hab ich bis jetzt Geco Plus, Teilmantel, Zero, Express; RWS Evo (Green); Brenneke TIG und TUG. Alles irgendwie im Bereich von ich glaub 150 bis 180 grains, bitte nicht exakt auf die Zahl festnageln. Ich habe mittlerweile auch keine Lust mehr in diesem Bereich zu suchen und zu probieren, mir fehlen da echt die Nerven. Mein BüMa möchte mir nun die Geschosse um die 14 Gramm schmackhaft machen, weil sie wohl etwas langsamer sind und deswegen wohl die o.g. Mängel nicht so ausgeprägt hätten. Nur bevor ich mir nun wieder ne Schachtel besorge und dann wieder 10 Murmel rum liegen habe, dachte ich frage ich hier mal nach PERSÖNLICHEN Erfahrungen mit diesen Geschossen, insbesondere auf schwaches Wild.

Ich liebe diese Waffe und möchte sie nur ungern verkaufen, allein deswegen suche ich so lang nach einem gescheiten Geschoss. Es wäre toll wenn jemand seine Erfahrungen mit mir teilen könnte.
 
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#3
Persönliche Erfahrungen hab ich dazu nicht... aber hab einfach mal auf die schnelle geguckt was es für ca. 14 Gramm Geschosse, so als Fabrikmunition, auf dem Markt gibt.

Remington CoreLokt, 14,26 g.
Hornady Custom Interlock, 14,26 g.
Federal Teilmantel, 14,26 g.
Sako Hammerhead SP, 14,26 g.
Lapua Mega, 12,96 g.
Norma Oryx, 13,00 g.
 
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#4
#1
SELBST ERLEBTEN Erfahrungen mit Geschossen im Kaliber .30-06 und 14 Gramm.
Ich möchte keine dieser Diskussionen lostreten, ich möchte wirklich einfach nur persönliche Erfahrungen in dieser Kombination.
 
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#5
Mein Beständer schießt aus seinem Bergstutzen das vergleichbare Kaliber 30R Blaser als große Kugel und ist hoch zufrieden mit der 180grs/11,9g RWS Evo. Bisher gefallen sind damit vom 12 kg Schmal bis zum 50kg- Keiler. Die Waffe hat er erst seit etwa 6 Monaten, daher ist die Strecke noch überschaubar. Die bisherigen Stücke lagen relativ nahe am Anschuß, Entwertung war war vernachlässigbar. Und mein "Jagdchef" ist da richtig mäkelig, viel Wildpret geht hier zum ortsansässigen Gastwirt. Ich war teilweise beim Zerwirken dabei und kann das so bestätigen. Von daher verstehe ich nicht, was beim Evo und dir schief lief

Die ganz schweren Geschosse mit 200 bis 220grs ( 13 bis 14,3g) halte ich für die 30-06 zu schwer und müssen auch nicht zu deinem 11er Drall passen.

Schau dich auch mal bei den amerikanischen Herstellern um, beispielsweise ein 165 oder 180grs Trophy Bonded oder Nosler Partition von Federal. Wenn es auch leichter ist, wie das, was dir dein BüMa empfiehlt.

Und nicht schon nach 3 Stück wieder wechslen, jeder Abschuss ist individuell

Edidt sagt: Hab noch einen 2ten Jagdspezl, der die 30-06 verschießt. Selbstgeladen mit Nosler Accubond 165grs/ 10.7g. Auch er ist Fleischjäger und hätte schon längst gewechselt, wenn dass nicht passen würde.
 
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#7
Bei 11" Drall wird das 220 gr Geschoss mit ziemlicher Sicherheit keine zufriedenstellende Präzision bringen. Und wenn wider Erwarten doch, aufgrund des festen Mantels wie ein Vollmantel wirken.
Für Deine Anforderungen nicht zu empfehlen!
 
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#8
Du wirst vermutlich nur wenige finden, die das schießen.


Klausi, ich lese in dem Eingangspost immer nur Geco, bevor ich 14g aus der 30-06 verwende würde ich mich auf die lange Reise durch die Geschoßvielfalt begeben.

12g Lapua Mega oder Sako Hammerhead, wären jetzt mein Tip.
Du wirst auch immer mit einem Kompromiß leben müssen.

Remy
 
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#9
Moin,
Nimm die 9,7gr von hdb reichenberg. Habe ich jahrelang in 30-06 aus einer Heym Keilerbüchse verschossen.
Hat super funktioniert!

Gruss
Mannlicher
 
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#11
Falls das weiter hilft:
Francis Macomber hatte aus seiner Springfield mit 220 gr. auf einen Löwen geschossen und musste dann ziemlich rennen.....
 
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#14
Ich hab das Startposting jetzt zunächst 3x gelesen. Dann den Kopf geschüttelt und noch 3x gelesen.
Im Grunde, ich sag's gleich, könnte ich mich raushalten. Die gefragte Erfahrung hab ich noch nicht.

Angeblich wurde seineshausen mal ein bekannter Jäger nach der damals neuen Patrone 7x64 gefragt und ob sie denn auf Rotwild taugen würde. Er soll geantwortet haben dass er dazu noch nichts sagen kann - weil er erst 1000 Stück mit der Patrone erlegt habe.
Und hier steht im Startposting von SIEBEN Laborierungen binnen ZWEI Jahren zu lesen.:rolleyes:

Eigentlich wollte ich ursprünglich zum 180 grs Sako Hammerhead raten. Aber im Grunde ist das der Knackpunkt:
... Ich habe mittlerweile auch keine Lust mehr in diesem Bereich zu suchen und zu probieren, mir fehlen da echt die Nerven. ...
Rehe mit einer 30-06 zu erlegen geht nun wirklich mit fast jedem jagdlichen Geschoss.
Es entscheidet der Haltepunkt und immer auch das Glück was nach dem Schuss bei Rehwild passiert und wie es beim Zerwirken aussieht.
Der arme Büchsenmacher verdient zwar an der Wechselfreudigkeit, mir tut er aber trotzdem leid. Der kann empfehlen was er will, einen zufriedenen Kunden wird er nie haben.:rolleyes:
 
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#15
Habe mal ne zeitlang die 14,3g Winchester Silvertip und Federal Hi-Shok, jetzt Power Shok getestet. Bin dann weil unzufrieden auf 12g Lapua Mega gewechselt und war damit immer vollkommen zufrieden. Entwertung und Hämatome gegen null und auch Rehe lagen bei Schüssen hinters Blatt am Anschuss oder sehr dicht bei. Definitiv einen Versuch wert. Vom 13g hingegen hört man nicht soviel gutes.
 
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