Ersten Bock strecken

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Ups, nach VIELEN Jahren intensiver Jagd, kann ich Dir nur sagen: Nutze die Chance, wenn sie sich bietet. Fast immer gibt es sie nicht noch einmal....
hmmm, ja, aber...

...die Jagd wird so viel ärmer, nicht unbedingt langweiliger, aber doch ohne die prickelnde Spannung, wenn der Abschuss erfüllt ist und kein weitere Bock frei ist. Und beim TS und Jungjäger geht es ja wohl eher nicht darum, den Abschuss schnell und effizient zu erfüllen um Jagddruck und Verbiss zu senken, dann würde er nicht nur auf zwei Böcke in dieser Saison jagen dürfen.

Er jagt ja auch nicht auf einen einzigen speziellen Bock, sondern darf (irgend) einen starken Bock erlegen. DAS sollte in der Blattzeit möglich sein, auch wenn es dann nicht unbedingt der stärkste oder älteste ist, den er bis dahin gesehen hat. Ich geb Dir Recht, wenn ihm DER Überbock - kapital, alt oder wirklich abnorm - unterkommt, den würd ich dann auch schon im Mai einpacken. Die sieht man meist nur einmal.
Aber auch das ist verkraftbar, wenn er den als Jungjäger nicht erlegt:
Man muss sich auch noch steigern können!
 
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PS: Ich hab vergangenes Jahr auch zwei drei bessere Böcke im Mai laufen lassen um in der Blattzeit auf einen von diesen jagen zu können. Wiedergesehen hab ich sie nicht mehr. nicht in der Blattzeit und auch nicht im restlichen Jahr. Aber ich hab auf diese Böcke waidwerken können. Und weil sie auch nicht auf der Trophäenschau von den Nachbarn vorgelegt wurden, besteht die Möglichkeit, dass sie heuer vllt. immernooch da sind...
 
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Ups, nach VIELEN Jahren intensiver Jagd, kann ich Dir nur sagen: Nutze die Chance, wenn sie sich bietet. Fast immer gibt es sie nicht noch einmal....
Ich würde Lügen, wenn ich Behaupten würde ich sei nicht in Versuchung gewesen den Starken auf die Decke zu legen.
Es war aber jetzt auch kein "Lebensbock", von der Sorte laufen hier aktuell einige rum, in einem Feldrevier hat man ja einen ganz guten Überblick.
Des Weiteren hab ich mich auch an die, "Dem schwächsten Stück gebührt die Kugel"-Regel gehalten, der Schwache passte halt.

Das Jahr ist ja noch lang und ich werde noch viel Ansitzen. Wenn dann bis Oktober noch ein schöner Bock meinen Weg kreuzt, kann ich meine Chance immer noch nutzen.
So hab ich jetzt noch alle Möglichkeiten und sollte es dieses Jahr nicht mehr klappen, es kommt ja so Gott will ein Neues. :)

Und beim TS und Jungjäger geht es ja wohl eher nicht darum, den Abschuss schnell und effizient zu erfüllen um Jagddruck und Verbiss zu senken, dann würde er nicht nur auf zwei Böcke in dieser Saison jagen dürfen.
Wir haben hier ein Feldrevier, das Rehwild ist entsprechen nicht so das Problem bzgl. Wildschaden. Da wird es erst interessant wenn ab dem Sommer die Sauen einfallen.
Das ich "nur" zwei Böcke frei habe resultiert daraus, dass wir insgesamt 11 Jäger sind und eben alle zwei Böcke schießen dürfen.

Eine ungeschriebene Regel ist auch, dass man den ersten Bock im Mai schießt und dann erst einmal wartet bis so ziemlich alle anderen auch ihren "Maibock" liegen haben.
Erst ab Juni/Juli dann geht es auf den zweiten Bock und wie du so schöne Ausgeführt hast, die Spannung und das Kribbeln ist natürlich größer wenn man die sprichwörtliche Kirsche noch offen hat. :)

Am Ende alles gut, ich freu mich über mein "Böckchen" und trauere dem Starken nicht nach. So kann ich mich noch steigern und Schwach vor Stark fühlt sich für mich einfach rein subjektiv besser an.
 
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Waidmannsheil.

Alles richtig gemacht, ich hätte genau so gehandelt.

Je nachdem was du sonst noch an Wildarten bejagen kannst, würde ich mir für den 2ten Bock einen speziellen aussuchen, um ihm dann in der Blattzeit nachzustellen.
So mache ich es eigentlich fast in jedem Jahr.
Je öfter ich mich dann auf diesen Bock versuchen muss und alle möglichen jagdlichen Kniffe anwenden muss, umso mehr freue ich mich wenn er dann endlich liegt.
Und manchmal gewinnt auch der Bock.
Aber das macht den Reiz an der Sache aus und die Trophäe umso begehrenswerter.

Manch einer mag das nicht verstehen, aber das ist halt meine jagdliche Macke.

In der restlichen Zeit jage munter auf Sauen und vorallem, gerade im Feldrevier, jage scharf am Raubwild.

Horrido
 
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Ich ich froh, dass es bei uns keine Abschusspläne mehr gibt, damit hat das Aufbewahren des Abschusses und dann doch nicht bekommen, oder doch schon überfahren, aufgehört. Man kann jetzt einfach besser zwischen den Jahren variieren.
Zusätzlich kommt bei uns noch hinzu, dass von uns vieren nur einer eine gewisse Präferenz zum Erlegen von Böcken hat. Zwei haben eine klare Präferenz zu weiblichen Rehwild, und ich liege irgendwo dazwischen.
Ich habe in der Unbeschwertheit der Jugend auch schon Böcke, und zwar wirklich gute Böcke, geschont, um sie in der Blattzeit zu erlegen. Dann habe ich sie von der Straße gezogen.
 
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Ich ich froh, dass es bei uns keine Abschusspläne mehr gibt, damit hat das Aufbewahren des Abschusses und dann doch nicht bekommen, oder doch schon überfahren, aufgehört. Man kann jetzt einfach besser zwischen den Jahren variieren.
Naja ich mache die Regeln in dieser Welt nicht, ich lebe nur in ihr und spiele mit den Karten die ausgeteilt wurden. :)

Jeder in der Gemeinschaftsjagd hat zwei Böcke (1xSchwach+1xStark) frei, es soll halt "gerecht" zugehen und der Bockabschuss soll keinen Anlass für Ärger geben.

Wie du aber schon richtig angesprochen hast nutzen gar nicht alle die Möglichkeit, gerade die Älteren schießen vielleicht einen und manchmal auch gar keinen.

Vielleicht beiß ich mir tatsächlich noch in den Hintern, dass ich den starken (und schönen:)) Bock habe ziehen lassen aber dann verbuch ich das als Lehrgeld.
 
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Naja ich mache die Regeln in dieser Welt nicht, ich lebe nur in ihr und spiele mit den Karten die ausgeteilt wurden. :)

Jeder in der Gemeinschaftsjagd hat zwei Böcke (1xSchwach+1xStark) frei, es soll halt "gerecht" zugehen und der Bockabschuss soll keinen Anlass für Ärger geben.

Wie du aber schon richtig angesprochen hast nutzen gar nicht alle die Möglichkeit, gerade die Älteren schießen vielleicht einen und manchmal auch gar keinen.

Vielleicht beiß ich mir tatsächlich noch in den Hintern, dass ich den starken (und schönen:)) Bock habe ziehen lassen aber dann verbuch ich das als Lehrgeld.
Und selbst wenn Du ihn nicht bekommst. Nächstes Jahr ist ein neues Jagdjahr.
 
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So, hab es jetzt mit etwas Anleitung geschafft die Trophäe selbst fertig zu machen. Da der Jährling noch Bast hatte, habe ich erst versucht diesen zu erhalten aber das hat nicht geklappt. Der Kleine war wohl so dicht vor dem Fegen, dass sich die Basthaut während der Bearbeitung immer weiter löste.

Also hab ich die Haut auf anraten meines Jagdkameraden dann ganz entfernt. Ob ich die jetzt so lasse oder nachdunkle, da bin ich mir noch nicht so ganz schlüssig nachdem ich hier im Forum ein bisschen rumgelesen habe. Hat da jemand vielleicht noch nen guten Rat?
Trophäe.jpg

Hier mal der Kiefer, P4 ist noch dreiteilig aber stark abgeschliffen, M3 schiebt gerade. Hätte jetzt auf einen eher spät gesetztes Kitz aus dem letzten Jahr gesetzt. Wir mussten leider die letzen Tage drei andere Jährlinge nach Unfällen erlösen bzw. bergen, die waren deutlich weiter und stärker.
Kiefer1.jpg

Bevor jetzt eine Diskussion bzgl. Bock im Bast losgeht wie in anderen Beiträgen welche ich gelesen habe.
Es ist angesagt das Schmarehe und Jährlinge in der Ecke konsequent geschossen werden sollen, da dort eine Bundesstraße durchs Revier führt.
Das dies richtig ist, haben die letzten Tage leider auch gezeigt.
 
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FTB

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Waidmannsheil.

Zum Nachdunkeln gibt es entweder Trophäenbeize oder du nimmst Kaliumpermanganat. Die Beize ist glaub ich auch nur Kaliumpermanganat-Lösung.
Es gibt auf YouTube Videos. KMnO4 gibt's in kleinen Mengen auch für Privatleute noch beim "Teichbedarf" zu kaufen, ich habe letztens noch etwas bei der Firma Kadotec bestellt.
 
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Sorry, da hab ich mich etwas Missverständlich ausgedrückt.
Das "Wie" hatte ich hier schon etwas recherchiert, die Frage ist eher ob ich mich daran versuche.

Auf der einen Seite sieht die Trophäe so etwas "unfertig" aus, was sie ja im Prinzip auch ist. Auf der anderen Seite habe ich die Befürchtung das ein künstliches nachdunkeln die Trophäe eher verunstaltet.
 
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eine Lack-Kombi aus Silber und Lila, das ist grad en vogue
Meine Frau würd´s vermutlich feiern. :)
Ich halts dann aber doch eher klassisch.

Ich werd mich mal am Färben versuchen, hab ja jetzt durch die Unfälle noch zwei weitere Bastböcke zum üben.
 
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Ich würde nicht nachfärben, damit täuschst du dich nur selber. Er war im Bast, den du leider nicht erhalten konntest, und hatte eben noch nicht verfegt. Ich finde, man kann die Trophäe so lassen und wenn einer fragt, auf den Umstand hinweisen.
 
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