Erstes Mal Hülsenglühen

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#1
Aloha!

Kann mir bitte jemand mit Erfahrung sagen, ob man an der Färbung ein negatives Ergebnis erkennt? Zu heiß, weil etwas blau?
Ich habe eine Glühmaschine (Reloader Brass Annealer). Da der Brenner jedesmal eine andere Position und Stärke hat, wird das Ergebnis auch different. Man muss das bei jedem Durchgang neu einstellen. Dafür muss man aber das Ergebnis an den geglühten Hülsen beurteilen und dazu fehlt mir Erfahrung. Ich bitte um Hilfe vom Glühprofi!
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#2
Ich weiß, es ist unhöflich auf eine Frage mit einer Gegenfrage zu antworten. Dennoch: Warum glühst Du überhaupt?
Ich lade seit über 40 Jahren, habe auch Umformungen gemacht. Wie z.B. 8x57 IS in 8x56 M.-Sch. oder 458 WinMag in 416 Taylor. Die Notwendigkeit zu Glühen habe ich nie gesehen.
 
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#4
Ich weiß, es ist unhöflich auf eine Frage mit einer Gegenfrage zu antworten. Dennoch: Warum glühst Du überhaupt?
Ich lade seit über 40 Jahren, habe auch Umformungen gemacht. Wie z.B. 8x57 IS in 8x56 M.-Sch. oder 458 WinMag in 416 Taylor. Die Notwendigkeit zu Glühen habe ich nie gesehen.
Eine Glaubensfrage, kann man nicht drüber diskutieren denke ich. Ich will immer das gleiche Rücksprungverhalten, den gleichen Versprödungsgrad erreichen. Ob das was bringt, ist mir ohne Belang. Ich mache alles, was man an den Hülsen machen kann. Für mich zählt nur Uniformität.
Hier speziell will ich aber wissen, ob ich Schaden anrichte.
 
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#5
Ne, bei mir sieht es händisch auch nicht anders aus. Alle 5 bis 10 WL-Zyklen reicht fürs glühen, Unterschiede auf der Scheibe sind nicht wirklich Feststellbar. Nach jedem Zyklus halte ich für übertrieben, da sind andere Stellschrauben wichtiger.

Ich mach es davon abhängig wie sich ein komplettes Los meiner Hülsen verhält, Risse zunehmen usw. Ich hab aber je nach Kaliber um die 400 bis 500 Hülsen, die ich immer in einem Schwung verarbeite. Dann ist wieder für längere Zeit Ruhe. Und irgendwann wird das Los getauscht, falls der Ausschuss zu viel wird. Aber selbst mein allererstes Los in 8*57IS mit jetzt ca 30 Zyklen ist da noch weit entfernt.

Wichtiger ist, dass alle Hülsen eines Loses gleich behandelt werden, nicht dass irgendwann Hülsen mit 2 Zyklen und mit 20 Zyklen zusammen verladen werden, das sieht man eher auf der Scheibe
 
Zuletzt bearbeitet:
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#6
Aloha!

Kann mir bitte jemand mit Erfahrung sagen, ob man an der Färbung ein negatives Ergebnis erkennt? Zu heiß, weil etwas blau?
Ich habe eine Glühmaschine (Reloader Brass Annealer). Da der Brenner jedesmal eine andere Position und Stärke hat, wird das Ergebnis auch different. Man muss das bei jedem Durchgang neu einstellen. Dafür muss man aber das Ergebnis an den geglühten Hülsen beurteilen und dazu fehlt mir Erfahrung. Ich bitte um Hilfe vom Glühprofi!
Anhang anzeigen 75952

Anhang anzeigen 75953
Dein Ergebnis entspricht optisch den Lapua Fabrikhülsen im Neuzustand . Kann wohl nicht ganz verkehrt sein .
 
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#7
So sehen Fabrikhülsen aus wenn sich der Hersteller das Beizen spart. Ist aber nur optisch von Bedeutung.
 
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#12
Ne, bei mir sieht es händisch auch nicht anders aus. Alle 5 bis 10 WL-Zyklen reicht fürs glühen, Unterschiede auf der Scheibe sind nicht wirklich Feststellbar. Nach jedem Zyklus halte ich für übertrieben, da sind andere Stellschrauben wichtiger.

Ich mach es davon abhängig wie sich ein komplettes Los meiner Hülsen verhält, Risse zunehmen usw. Ich hab aber je nach Kaliber um die 400 bis 500 Hülsen, die ich immer in einem Schwung verarbeite. Dann ist wieder für längere Zeit Ruhe. Und irgendwann wird das Los getauscht, falls der Ausschuss zu viel wird. Aber selbst mein allererstes Los in 8*57IS mit jetzt ca 30 Zyklen ist da noch weit entfernt.

Wichtiger ist, dass alle Hülsen eines Loses gleich behandelt werden, nicht dass irgendwann Hülsen mit 2 Zyklen und mit 20 Zyklen zusammen verladen werden, das sieht man eher auf der Scheibe
GENAU so!
 
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#14
Wieso variiert bei dir die Flamme und deren Ausrichtung? Laut dem Video ist doch alles zueinander fixiert: https://vimeo.com/267618559
Weil:
Wird ein Brenner verwendet, der überhaupt in diese Halterung passt?
Wie stark wird er aufgedreht?
Sitzt er immer gleich weit zur Hülse hin in der Halterung?
usw.

Mir geht es auch nicht darum, sondern zu lernen, wie man an der Farbe die Güte des Tuns erkennen kann. Das ist tausendmal mehr wert, als den Brenner immer gleich einzuspannen. Außerdem muss man die Glühzeit an dem Brass Annealer auch sinnvoll festlegen.
Wie machst du das? Glühst du auch Hülsen?
 
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#15
Weil:
Wird ein Brenner verwendet, der überhaupt in diese Halterung passt?
Wie stark wird er aufgedreht?
Sitzt er immer gleich weit zur Hülse hin in der Halterung?
usw.

Mir geht es auch nicht darum, sondern zu lernen, wie man an der Farbe die Güte des Tuns erkennen kann. Das ist tausendmal mehr wert, als den Brenner immer gleich einzuspannen. Außerdem muss man die Glühzeit an dem Brass Annealer auch sinnvoll festlegen.
Wie machst du das? Glühst du auch Hülsen?
Man sieht wie weit die Anlassfarbe über die Schulter hinunter geht.
Ist das etwa gleich dann ist der Glühvorgang homogen genug!

Mach mal keine dokterarbeit daraus!
 
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