Es lebe die Querflinte!

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Anbei meine beiden Quertreiber.
Zum einen eine SIACE, noch vom Meister Antonio Boniotti selbst. 1986 beschossen, handgemacht. Seitenschlosse, Abzüge ein Traum, vorderer Abzug mit Rückgelenk. 70er Lager, 1/4 und 3/4. Nutze ich für Atzlkrähekaniggelhasefuggs....und auch auf dem Parcours Dornsberg. Auch unser Hausstand kriegt sie öfter zu sehen. Sie schwingt perfekt.

Die andere ist mein Arbeitspferd. Classic von Krieghoff mit 76er Lagern, Stahlschrotbeschuß, Wechselchokes (die man nicht sieht) und WL Bündel in 9,3. Die begleitet mich oft. Handspannung ist natürlich super, gerade wenn man mit Hund unterwegs ist. Und eben universell, da alle modernen Features. Auch Dornsbergerprobt, Schießstand eh.
Möchte beide nicht missen, wobei mir die Italienerin einfach super gefällt und liegt.
Boniotti1.jpgBoniotti2.jpgDieKrieghoff1.jpgDieKrieghoff2.jpg
 
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...im Bild unten: Sauer u Sohn, Eckernförde Bj, 4/65 - einzige Flinte meines Vaters, die er damals als Mod. "Royal" im Werk orderte...die ich aber niemals abgeben werde.

Da tust du auch gut daran, nicht nur aus sentimentaler Sicht zu deinem Vater und der Schießprüfung.
Ich weiß nicht wie lange S&S diese DF gefertigt hat. Ich weiß nur, daß es 1965 in Eckernförde eine Straffung des Programms gab, der, neben dem Kasten mit "Wangen" des S3000-Drillings auch die bei KLW nicht mehr so oft nachgefragte 8x57JRS zum Opfer fielen und auch die S&S Büchsflinte zugunsten der BBF-54 aus dem Programm genommen wurden.
Kann also auch sein, daß dein Vater beim Kauf 1965/66 eine der letzten noch von Sauer in Eckernförde gebauten DF erworben hat.
Sauer DF aus der Zeit um 1960 findet man auch massig bei den div. Gebrauchthändlern. Habe aber noch keine gesehen, die in den 70er Jahren gebaut wurde.
Offenbar wurde nicht nur die Fertigung der (Quer-)Büchsflinte 1965/66 eingestellt, sondern auch die der Querflinte, was wirtschaftl. Sinn machen würde.
 
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Hier meine 12er Doppelflinte von Merkel/ Suhl mit der ich jagdlich mal angefangen hatte .... vor vielen Jahren.
Zeiss Ziel 4 auf SEM und der vordere Abzug als "Knickgelenkabzug". Gab damals auch schon die ersten Doppelflinten mit eingebautem Stecher, bzw. die kamen damals in die einzelnen Jagdkollektive.

Merkel 4.jpg
Merkel 3.jpg
Merkel 1.jpg

Wenn mein Büxner endlich wieder mal etwas mehr Zeit hat kann ich die bringen und er wird die mir komplett neu aufarbeiten. Also brünieren, reinigen, ölen und die Fischhaut etwas nachschneiden.


Gruß der olle pudlich
 
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Hier meine 12er Doppelflinte von Merkel/ Suhl mit der ich jagdlich mal angefangen hatte .... vor vielen Jahren.
Zeiss Ziel 4 auf SEM und der vordere Abzug als "Knickgelenkabzug". Gab damals auch schon die ersten Doppelflinten mit eingebautem Stecher, bzw. die kamen damals in die einzelnen Jagdkollektive.

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Wenn mein Büxner endlich wieder mal etwas mehr Zeit hat kann ich die bringen und er wird die mir komplett neu aufarbeiten. Also brünieren, reinigen, ölen und die Fischhaut etwas nachschneiden.


Gruß der olle pudlich
Wie schossen die Flinten mit FLG über Glas und wie weit schoßt ihr ? Ihr jagtet doch viel auf Schalenwild damit ...
 
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Also in der Regel schoß nur ein Lauf sauber übers Zielfernrohr. Die Läufe waren damals - so mein alter Lehrprinz - über Kreuz garniert. Heißt, der rechte Lauf schoß nach links Fleck und der linke Lauf rechts hoch. (so Sinngemäß habe ich das noch in Erinnerung).
Bei manchen ausgesucht guten Doppelflinten lagen auch beide Läufe sauber nebeneinander, also etwa 10cm auf 35m.
Schußentfernung war in der Regel mit höchstens 35m vorgegeben - hat sich aber niemand bzw. die Wenigsten dran gehalten. Ich habe fast alle Stücken Schalenwild mit der Brenneke auf einer Distanz zwischen 40 - 60m erlegt. Weiter habe ich nie geschossen. Wenn die Sauen zu weit draußen waren dann Schuhe aus, dicke Wollfüßlinge an und angepirscht.
Wichtig auch schon damals war das regelmäßige Üben mit der Flinte. Auf Tontaube und auch auf den laufenden Keiler. War bei uns damals einmal im Quartal "Pflicht" - da zugleich auch Jagdversammlung gewesen. Und auf dem Heimweg vom Stand zum Dorfkrug war das Haus vom Jagdleiter wo man die Waffen wieder abgeben konnte. Sonst gab es kein Alkohol im Dorfkrug.


Gruß der olle pudlich
 
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Also in der Regel schoß nur ein Lauf sauber übers Zielfernrohr. Die Läufe waren damals - so mein alter Lehrprinz - über Kreuz garniert. Heißt, der rechte Lauf schoß nach links Fleck und der linke Lauf rechts hoch. (so Sinngemäß habe ich das noch in Erinnerung).
Bei manchen ausgesucht guten Doppelflinten lagen auch beide Läufe sauber nebeneinander, also etwa 10cm auf 35m.
Schußentfernung war in der Regel mit höchstens 35m vorgegeben - hat sich aber niemand bzw. die Wenigsten dran gehalten. Ich habe fast alle Stücken Schalenwild mit der Brenneke auf einer Distanz zwischen 40 - 60m erlegt. Weiter habe ich nie geschossen. Wenn die Sauen zu weit draußen waren dann Schuhe aus, dicke Wollfüßlinge an und angepirscht.
Wichtig auch schon damals war das regelmäßige Üben mit der Flinte. Auf Tontaube und auch auf den laufenden Keiler. War bei uns damals einmal im Quartal "Pflicht" - da zugleich auch Jagdversammlung gewesen. Und auf dem Heimweg vom Stand zum Dorfkrug war das Haus vom Jagdleiter wo man die Waffen wieder abgeben konnte. Sonst gab es kein Alkohol im Dorfkrug.


Gruß der olle pudlich
Find ich hochinteressant - so im Zeitalter der Hochleistungs-Long-Range-Super-Büchsen !

Wenn ich überlege, wieviel Wild ich im Wald auch zwischen 40 und 60 m Distanz schon erlegte mit der Kugel...:unsure:

Übrigens glaub ich, auch meine DB schießt die beiden Läufe ab irgendner Distanz über Kreuz...
 
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Wenn du das so sagst ... :unsure: ....

Wie ich schon schrub - ist mittlerweile fast 40 Jahre her das mir mein alter Lehrprinz dies erklärt hatte.
Und da ich mich nicht täglich mit solchen - mehr theoretischem - Wissen befasse sondern bemüht bin eine saubere Kugel bzw. Brenneke zu schießen kann das durchaus in dieser Zeit schon mal in Vergessenheit geraten.
Allerdings weiß ich nicht ob das bei einer Doppelbüchse auch so ist. Bei einer Flinte, die ja hauptsächlich auf den hingeworfenen Schuß auf Federwild oder Raubwild konzipiert ist, macht das auch Sinn.
Doppelbüchse steht zwar auf meiner Wunschliste ganz oben - aber leider noch nicht im Schrank. 🥺


Gruß der olle pudlich
 
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Apropos Schlaumeier:
@Sirius sei zum widerholten Male gesagt: sei bitte vorsichtig mit deinen Jahreszahlen bei S&S:

"Kann also auch sein, daß dein Vater beim Kauf 1965/66 eine der letzten noch von Sauer in Eckernförde gebauten DF erworben hat.
Sauer DF aus der Zeit um 1960 findet man auch massig bei den div. Gebrauchthändlern. Habe aber noch keine gesehen, die in den 70er Jahren gebaut wurde."

Ich kenne mindestens zwei S&S-Eckernförde Querflinten (Mod.8 Analoge), eine aus 1970 ist in Privathand, eine abgebildet aus Dezember 1970 in Manfred Kerstens S&S-Buch, Band 3, S.131 in Form der Royal (aufgepeppte M 8).
 
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Off topic, da DB
Kreuzen ist bei Doppelbüchsen....nicht zwingend. Thermostabil kreuzt nicht. Warum auch?
Das Kreuzen ist an sich dazu da, die thermische Verspannung, die der erste Lauf an den zweiten gibt, auszugleichen. Und da das auch bei 2 oder 3 Doppelschüssen noch gehen muß, Ist das meist bei etwa 50m so reguliert.
Meine Classic kreuzt irgendwo JWD. Obwohl nur quasi thermostabil, hab ich sie so eingestellt. Ich mag es einfach nicht. Die fliegen beide bis 100m sauber nebeneinander. Und darüber interessiert es mich nicht mehr.
Sie ist verzeilich bis max 4 Dubletten und auch bei nicht wirklich eingehaltenen 10s zwischen beiden Schüssen. Das reicht.
 
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Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!
Und da es hier ja eigentlich um (ältere) Flinten geht, wobei von den gezeigten noch keine Thermstabil war, bezog ich mich bei den DB auch auf solche herkömmlicher, fest verlöteter Bauart...
 
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Ich habe auch zwei Querflöten, schieße ich unheimlich gerne, allerdings sind es bei mir einfach nur Gebrauchsflinten fürs Grobe. Eine Baikal, eine Boito

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