Falkner eine Jagdmöglichkeit im Revier ermöglichen?

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#1
Wer ermöglicht Falknern die Beizjagd im eigenen Revier?
Gibt es ausser den rechtlichen Rahmenbedingungen (Kontrolle Jagdschein und Falknerschein)aus dem Jagdrecht Punkte, die man als Pächter beachten sollte?
Es geht dem Falkner ausschliesslich um die Jagd auf Federwild.
Ist eine schriftliche Jagderlaubnis notwendig, was sollte sie beinhalten?

Danke, für eure Info's.
 
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#4
Wer ermöglicht Falknern die Beizjagd im eigenen Revier?
Gibt es ausser den rechtlichen Rahmenbedingungen (Kontrolle Jagdschein und Falknerschein)aus dem Jagdrecht Punkte, die man als Pächter beachten sollte?
Es geht dem Falkner ausschliesslich um die Jagd auf Federwild.
Ist eine schriftliche Jagderlaubnis notwendig, was sollte sie beinhalten?

Danke, für eure Info's.
Rechtlich ist es wie von @Parabuteo beschrieben.

Wir hatten mal jemanden, der sich auf Elstern und Krähen spezialisiert hatte. War einige male im Revier. Interessant und nützlich zugleich.

wipi
 
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#5
Da ein Mitjäger Vizepräsident bei einem Falknerorden ist, kommen sie jedes Jahr 2 bis 3 mal zur Beizjagd zu uns. Jagdleiter und alle Pächter wissen Bescheid bzw. Gehen wir sogar ganz gerne mit einfach weils immer wieder interessant ist. Behandelt wird das ganze rechtlich soweit ich weiß wie eine normale Niederwildjagd bei uns.
Lg und WMH
 
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#6
Mich hat ein Falkner gefragt ob er auf Krähen darf. Da wir eh genügend haben und auch so, hab ich natürlich ja gesagt. Hab ihn gefragt ob er was schriftlich möchte? Nö, passt schon so. Okay, mir auch.

Ab und zu meldet er sich und berichtet.

Stört nicht, ist mir also ziemlich egal ...
 
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#7
Wir haben in recht vielen Revieren die Erlaubnis, jederzeit Krähen zu beizen.
Es gibt ein paar Pächter, die wollen einem was Schriftliches mitgeben, andere hingegen wollen es nicht, weil "passt schon so, sind ja nur Krähen".
Da, wo ich auf Kaninchen gehen darf, muss ich nur vorher telefonisch Bescheid geben, wann ich rausgehen werde und fertig, da habe ich auch nichts schriftlich.

Der (Falkner)Jagdschein wurde bisher nur von einem Pächter kontrolliert, alle anderen hat der bisher nicht interessiert.
 
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#8
Ich kann mich nur dafür stark machen, Falknern die Beize im eigenen Revier zu erlauben. Natürlich müssen die Rahmenbedingen passen. Falkner sind von dem Rückgang der Niederwildbestände natürlich extrem betroffen, es ist schwer Reviere zu finden mit Pächtern die dies erlauben.

Wobei gerade die Rabenkrähenbeize oder Beizjagd im urbanen Raum eine Win-Win-Situation für beide ist.

Ich würde dem Falkner sofern er regelmäßig und alleine beizen möchte einen Begehungsschein ausstellen. Dann bist du auf der sicheren Seite, kannst ja auch reinschreiben welche Wildarten freigegeben sind.
 
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#9
Ich kann mich nur dafür stark machen, Falknern die Beize im eigenen Revier zu erlauben. Natürlich müssen die Rahmenbedingen passen. Falkner sind von dem Rückgang der Niederwildbestände natürlich extrem betroffen, es ist schwer Reviere zu finden mit Pächtern die dies erlauben.

Wobei gerade die Rabenkrähenbeize oder Beizjagd im urbanen Raum eine Win-Win-Situation für beide ist.

Ich würde dem Falkner sofern er regelmäßig und alleine beizen möchte einen Begehungsschein ausstellen. Dann bist du auf der sicheren Seite, kannst ja auch reinschreiben welche Wildarten freigegeben sind.
Ich kann dem nur uneingeschränkt zustimmen. Wenn der/die Falkner/In dann auch noch mit der nichtjagenden Bevölkerung ab und an einen kleinen Plausch hält und somit (Greife sind immense Sympathietrager) das Ansehen der Jäger weiter steigert, kann gar nichts besseres passieren...(y)
 
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#10
Ich kann dem nur uneingeschränkt zustimmen. Wenn der/die Falkner/In dann auch noch mit der nichtjagenden Bevölkerung ab und an einen kleinen Plausch hält und somit (Greife sind immense Sympathietrager) das Ansehen der Jäger weiter steigert, kann gar nichts besseres passieren...(y)
Das habe ich tatsächlich schon öfters erlebt. Einmal haben wir uns auf einem Parkplatz vor der Jagd getroffen, Vögel im Auto aber natürlich als Jäger erkennbar. Ein älterer Herr ist schlecht gelaunt und schimpfend zu uns gekommen "Ihr geht jetzt aber nicht die armen Kaninchen abschießen bla bla bla". Als wir Ihm erklärt haben, dass wir die Kaninchen zwar nicht schießen aber mit dem Vogel fangen war die dann aufeinmal doch nicht mehr so "arm" und der Herr ist sogar interessiert als Zuschauer mitgegangen.

Über die Logik und die Sinnhaftigkeit deren Meinung braucht man natürlich mit denen nicht diskutieren. Aber bisschen Gutwetter bei den einheimischen Anwohnern zu machen schadet nicht.
 
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#11
Na, das liest sich ja alles sehr gut. Dann steht der Beizjagd in meinem Revier nichts im Weg. Besonders auch die positiven Aspekte hinsichtlich Image für die Bevölkerung und die Reduktion der Krähenbestände überzeugen mich.
Noch ne dumme Frage: wissen die Vögel, dass die (wenigen) Hasen im Revier tabu sind?
 
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#12
Mein (bescheidener) Vorschlag:

Lade die Falkner zu einer kurzen Revierbegehung mit Absprache ein. Sag Ihnen was Du möchtest/ nicht möchtest/erwartest und gehe auf Ihre Bedürfnisse (wenn für Dich vertretbar) ein. Wie oben erwähnt bei gegenseitigem Konsens alles schriftlich fixieren und vielleicht einmal selbst zur Beizjagd mitgehen. Das kann atemberaubend sein...
 
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#13
Na, das liest sich ja alles sehr gut. Dann steht der Beizjagd in meinem Revier nichts im Weg. Besonders auch die positiven Aspekte hinsichtlich Image für die Bevölkerung und die Reduktion der Krähenbestände überzeugen mich.
Noch ne dumme Frage: wissen die Vögel, dass die (wenigen) Hasen im Revier tabu sind?
Wenn die Vögel nicht auf Hasen eingejagd wurden sehe ich das Risiko sehr gering. Selbst auf Hase eingejagde Vögel fangen nicht mal eben so einen Hasen. Die Situation muss dann schon perfekt sein. Wenn man es nicht drauf anlegt wird da nichts passieren. Weist du was für Vögel der fliegt?
 
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#14
Also Rasmus (mein Habichtsterzel) beizt Krähen, wobei auch nicht jeder Flug ein Erfolg ist. Mit einem Hasen würde er wahrscheinlich nichts anfangen können/wollen. Wir waren mal mit Adlern beizen auf Hasen. Von 10 guten Flügen haben sie 3 Hasen beizen können. Wenn man mal dabei war, erlebt man auch was ein Hase alles so drauf hat.
Aber, Rasmus fliegt und er entscheidet selber was die Beute ist, (bezogen auf sein Beuteschema, auf das er trainiert wurde, Krähe-schwarz = passt!) wobei aber kein Falkner irgendwelche Experimente mit seinem Beizvogel machen würde, genauso wie das keiner mit seinem Jagdhund macht.
Was die Aussenwirkung angeht, mit dem Habicht in der Flur, ist schon sehr interessant. Er könnte seine eigene Facebook Seite machen, bis jetzt noch keinerlei negative Reaktion erlebt, ganz im Gegenteil. Sehr nette und gute Gespräche und zum Schluß dann "darf ich ihn fotografieren?" Antwort von mir "Mich nicht, ihn gerne"
 
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#15
Na, das liest sich ja alles sehr gut. Dann steht der Beizjagd in meinem Revier nichts im Weg. Besonders auch die positiven Aspekte hinsichtlich Image für die Bevölkerung und die Reduktion der Krähenbestände überzeugen mich.
Noch ne dumme Frage: wissen die Vögel, dass die (wenigen) Hasen im Revier tabu sind?
Ein offenes Wort auf beiden Seiten muss da sein.
Beispiel: Ich hatte mit Sondergenehmigung vor einigen Jahren ein junges Rothabichtweib gefangen, welches sich auf Rebhühner spezialisiert hatte. Ganze Ketten wurden bis auf das vorletzte Stück aufgerieben.
Die Falknerin brachte das Weib soweit, dass es schon nach 14 Tagen das erste Kanin beizte. Das ist eine Leistung denke ich. Aber sie wahr ehrlich genug auch selbst zu sagen: Wenn Hühner hochwerden, kann ich für nix garantieren.
Der Vorteil des Beizvogels liegt in der erzwungenen Flucht des Beutetieres. Auf dem Acker laufende Fasane werden von wilden Habichten nur ausnahmsweise angejagt, der abstreichende aber schon.
Beizjagd ist sicher ein Mittel der Krähenjagd, aber wenn ich Stückzahlen will, muss ich andere Wege gehen. Wo dies nicht möglich ist, sieht es wieder anders aus, dann kommt ein Vertreibungseffekt sicher auch dazu.
 
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