Fasanen 2018

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#46
Ob den Rebhühnern zu trocken war...?

Denen dürfte das trockene Klima eher entgegengenommen sein.

Ich vermute, der Nachwuchs wurde gefressen.
Dem Fasan war es vielleicht zu trocken. Wenn aber der Rebhuhnnachwuchs mit Fressfeinden zu kämpfen hatte, hatten es sicher auch die Fasanen.
 
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#47
Das Rebhuhn ist als Art in kontinentalklimatischen, sommertrockenen Gebieten entstanden. Es kann auch aus der Nahrung viel Feuchtigkeit ziehen. Daher meine Vermutung...
 
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#48
Heute morgen im nördlichen Münsterland eine Henne mit 8! Küken gesehen. Die Küken schon relativ groß. Wunderbarer Anblick!
 
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#49
Heute morgen im nördlichen Münsterland eine Henne mit 8! Küken gesehen. Die Küken schon relativ groß. Wunderbarer Anblick!
Nicht bös gemeint... aber ist das etwas ungewöhnliches? Bei uns ist haben die Hennen so im durchschnitt 6-7Küken. Gesperre mit weniger als 5 sind bei uns ehr selten. Bisher 5 Gesperre an einer Straße von 1km bestätigt. Eine andere Strecke fahre ich im Moment nicht...

PS das das ein schöner Anblick war kann ich mir vorstellen.
 
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#50
In unserem Revier bisher vier Gesperre bestätigt mit 6-8 Küken. Es dürften aber noch einige zum Vorschein kommen, wenn ich an die zahlreichen Hennen im Frühjahr denke. Insekten sind dieses Jahr jedenfalls satt vorhanden.
 
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#52
Mein 86 jähriger Großvater erzählte mir heute, dass ihm das Jahr 1957 noch gut in Erinnerung sei. Da wäre auch ein sehr trockenes Jahr gewesen. Da hätten viele Landwirte bei uns in NRW mangels Futter im kommenden Winter das Getreidestroh an die Kühe füttern müssen. Für die fehlende Einstreu hätte dann sogar Stroh aus dem nördlichen Niedersachsen angekarrt werden müssen.

Kennt einer die Niederwildstrecke in dem Jagdjahr 1957 /58 ?
 
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#53
Ich habe mal die Angaben der Wetterextreme des europäischen Klimainstituts EIKE mit folgender Grafik aus dem Buch "Rebhuhn aktuell" von H. Kalchreuter, S. 59, verglichen. Die Grafik zeigt die Jagdstrecken des Rebhuhnes in einer Region in Rheinland-Pfalz .

Man erkennt, dass die übernächste Jagdstrecke nach einem extrem heißen, trockenen Sommer einen Anstieg erfährt. Erklären könnte man sich dies damit, dass die Rebhühner in einem heißen , trockenen Jahr viel Nachwuchs haben, welcher sich im kommenden Frühjahr durch viele Rebhuhnpaare bemerkbar macht. In der ersten Jagdzeit nach dem trockenen Sommer wurde nach dem vorherigen Tief der Strecke sicher auch ersteinmal der neue Nachwuchs aus dem trockenen Jahr zurückhaltend bejagd. Dieses Mehr an Brutpaaren im kommenden Frühjahr bietet dann in der kommenden Jagdzeit viele Ketten - daher evtl. die höhere Strecke in der übernächsten Jagdzeit nach einem trockenen Sommer.
In Jahren mit extrem nassen und kalten Sommern bricht die Jagdstrecke schon im unmittelbar folgenden Jagdjahr extrem ein. Erklären kann man sich das damit, dass in diesem nassen Jahr kaum Nachwuchs für die unmittelbar folgende Jagdzeit hochgekommen ist. Bei nasskalter Witterung bricht der Rebhuhnbesatz scheinbar schon im gleichen Jahr zusammen.




Extremwetter

1952 sehr trockener Sommer
1954 sehr kühler , nasser Sommer
1956 sehr nasser Sommer
1957 sehr trockener , heißer Sommer
1959 sehr trockener, heißer Sommer
1962 sehr kalter Sommer
( 1962/63 sehr extremer Winter)
1963 sehr heißer, trockener Sommer
1976 sehr trockener , heißer Sommer
1978 sehr kühler, nasser Sommer
(1978/79 sehr extremer Winter)
 
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#54
In der Jagdsaison 1963/64 gibt es in der oberen Grafik zwar einen Einbruch, obwohl es einen heißen, trockenen Sommer im Jahr 1963 gab. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass die Jagdverbände damals nach dem sehr harten Winter 1962/63 zu einem vorrübergehenden Bejagungsverzicht des Rebhuhnes aufgerufen hatten, damit sich der Besatz nach dem harten Winter ersteinmal wieder erholen kann- daher die geringe Jagdstrecke in besagter Jagdsaison.
 
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#55


Dann habe ich auch nochmal die Grafik oben mit den Extremwetterereignissen in Mitteleuropa verglichen.
( Grafik aus dem Buch "Rebhuhn aktuell" von H. Kalchreuter, S. 35). Sie zeigt den Zusammenhang der Rebhuhnstrecke in Dänemark mit der dortigen Fuchsstrecke. Als Grundaussage zeigt die Grafik, dass die Rebhuhnstrecke abnimmt, wenn die Fuchsstrecke zunimmt - also auch viele Füchse da sind -
Legt man allerdings auch die Wetterdaten drüber, dann zeigt sich, dass die Rebhuhnstrecke nach extrem trockenen Sommern in manchen Jahren zunimmt, in anderen Jahren puffert der Extremsommer einen noch steileren Abfall der Rebhuhnstrecke - bedingt durch einen Anstieg der Füchse - etwas ab.
Grds. lässt der Anstieg der Füchse also die Rebhuhnstrecke einbrechen. In Jahren mit extrem trockenen Sommern gibt es aber anscheinend genug Rebhuhnzuwachs, um den fuchsbedingten Einbruch der Rebhuhnstrecke in der folgenden Jagdsaison etwas abzudämpfen.
Danach kommen trockene, heiße Sommer zumindest dem Rebhuhn entgegen.
Dagegen zeigen sich die Jahre mit extrem nasskalten Sommern in dieser Grafik mit einem direkten Streckeneinbruch bei den Rebhühnern in der kommenden Jagdsaison - wie oben in der ersten Grafik - .

Genug zum Rebhuhn: Wäre mal interessant die Wetterdaten mit der Fasanenstrecke zu vergleichen.
 
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#56
Hin und wieder sieht man jetzt wieder welche. Die Felder werden langsam leer.....
11.JPG

Es sind die Rudalstandorte, die besonders wertvoll sind...

12.JPG

Wer suchet, der findet...

13.JPG

Henne ohne Gesperre in einem Blühstreifen....

14.JPG

so sieht der aus..."Brücke von einer großen Buntbrach aus, zum Miscanthus

15.JPG

Sie sind immer dort wo es blüht...

16.JPG

Das Feuerwerk ist voll im Gange..
497.JPG
 
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#57
Super tolle Bilder. Betreibst du in irgendeiner Form aktive Gestaltung der Buntbrachen?
Ich spiele mit dem Gedanken einzelne Grünlandflächen, welche der Gemeinde gehören und derzeit artenarmes Extensivgrünland darstellen in Buntbrachen aufzuwerten(Zugriff wäre vorhanden). Hat jemand hier Erfahrungen?
 
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#58
Ich beschäftige mich seit 2001 mit mehrjährigen Buntbrache für die Hege der Offenlandarten. In den Zeiten der Pflichtstilllegung war alles super, auch die spätere freiwillige Stilllegung mit dem Kriteriuim "glöZ" (günstiger landwirtschaftlicher und ökogischer Zustand als Richtschnur) war super. Leider hat das Greening alles kaputt gemacht mit der Mulchverpflichtung. Bei meinen beiden Flächen handelt es sich um eine Ausgleichsmaßnahme für eine Industrieerweiterung. Die UNB hat die überragenden Vorteile von Wildfpflanzenmischungen begriffen und anstatt die x-te Streuobstwiese zu fordern, die dann keiner pflegen will setzen sie auf unser bewährtes System.
Sobald die Fläche in einem Mehrfachantrag auftaucht, hat man verloren und im EU-Vorschriftendschungel geht die Luft aus. Im anderen Fall überließ ein Landwirt uns kostenlos die Fläche, hat sie aus seinem Mehrfachantrag genommen. Er sieht sich in der Pflicht, etwa für die Natur zu tun und verzichtet auf die Prämienzahlungen. Er ist kein Jäger und hat aber seinen Betrieb auf Bio umgestellt. Er hat auch zum Thema Schwarzwild eine gesunde Einstellung, schätzt unser Engagement bei den Sauen und wenn ein Schaden auftritt dann gibt es eine Sau und gut ist es. Er muss auch wirtsschaften, kann das aber und verhungert nicht mit der Knackwurst quer im Mund.
Buntbrachen sind künstliche Vegetationsgesellschaften die an die Ruderalgesellschaften angelehnt sind, sie werden auf ehemaligen Ackerflächen begründet. Gras welches einwandert, aus der vergangenen Wiese wieder hochwächst, oder noch dümmer mit den Wildpflanzen eingesät wurde, verkürzt den optimalen, für das Niederwild durchgängigen Zustand dieser Vegetation.
 
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#59
Danke für die Antwort. Mir ging es hauptsächlich um die Aufwertung von extensiv genutzten grünland. Eine späte Nutzung ab August kann ich erreichen. Ohne Nutzung wird es leider nicht gehen. Welche Maßnahmen für trockene grünlandstandorte sind hier möglich?
 
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#60
Es stellt sich die Frage ob extensiv genutztes Grünland eine Aufwertung braucht. Alles was in Richtung Trockenrasen geht kommt den Hühnervögeln zu Gute. Wenn die Fläche genutzt werden soll, dann ist sie irgendwo in einem Mehrfachantrag aufgeführt. Dann wird es sowieso mit dem Grünlandumbruch schwierig, auch wenn hinterher wieder einegesät werden soll.
 
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