Fasanen 2018

Anzeige
Registriert
16 Mrz 2008
Beiträge
6.807
Hat der Fasan wirklich das Birkwild verdrängt ? Oder hat die moderne Landwirtschaft den Lebensraum des Birkwildes "verdrängt" (vernichtet) und der Fasan hat zeitweilig davon profitiert ? Hier bei uns war es sicherlich der Emslandplan bzw. die Moorkultivierung, die dem Birkwild sehr zugesetzt hat.

Mein Vater erinnerte sich, dass mit dem Aufkommen des Stacheldrahtes rund um die Weiden man dauernd Birkwild fand, dass sich darin verheddert hatte. Sicherlich nicht die Hauptursache, aber trägt natürlich auch zum Erlöschen der Population bei.
 
Registriert
21 Nov 2005
Beiträge
617
Hat der Fasan wirklich das Birkwild verdrängt ? Oder hat die moderne Landwirtschaft den Lebensraum des Birkwildes "verdrängt" (vernichtet) und der Fasan hat zeitweilig davon profitiert ? Hier bei uns war es sicherlich der Emslandplan bzw. die Moorkultivierung, die dem Birkwild sehr zugesetzt hat.

Mein Vater erinnerte sich, dass mit dem Aufkommen des Stacheldrahtes rund um die Weiden man dauernd Birkwild fand, dass sich darin verheddert hatte. Sicherlich nicht die Hauptursache, aber trägt natürlich auch zum Erlöschen der Population bei.

Ich bin da kein Spezialist aber in der "alten Jagdliteratur" gibt es Stellen, wo darauf hingewiesen wird, dass man im Lebensraum des bereits schwindenden Birkwildes keine Fasane auswildern sollte, weil sich Fasane und Birkwild "nicht vertragen".

Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Thematik Fasan-Birkwild-Unverträglichkeit nicht von irgendwelchen Antis aus der Luft gegriffen wurde sondern von Jägern schon vor über 100 Jahren erwähnt wurde.

Trotzdem: wenn Fasane einen negativen Einfluss auf die Birkwildvorkommen hatten, dann dürfte sich das im Promill-Bereich befinden, verglichen mit den negativen Auswirkungen der Landschaftsveränderung und Landnutzungsveränderung.
 
Registriert
18 Okt 2016
Beiträge
1.927
Vielleicht hängt es gar nicht mit Unverträglichkeit zusammen sondern der Tatsache das eine Fasanenaussetzung zwangsläufig eine hohe punktuelle Raubwild und Greifvogelkonzentation hervorrufen kann, die die Birkwildpopulation dann natürlich nicht brauchen kann.
 
Registriert
26 Sep 2017
Beiträge
397
In einer alten Jagdzeitschrift (zwischen 1970 und1980)hab ich mal gelesen das alte brutfaule Fasanenhennen ihre Eier auch in Rebhuhnnester legen . Diese jedoch stören sich daran und geben das Nest auf. Soll auch neben der Landwirtschaft ein Grund sein warum die Rebhuhnbesätze zurückgegangen sind . Vieleicht gibt es Parallelen zum Birkwild ?
 
Registriert
30 Jun 2014
Beiträge
141
Ich bin da kein Spezialist aber in der "alten Jagdliteratur" gibt es Stellen, wo darauf hingewiesen wird, dass man im Lebensraum des bereits schwindenden Birkwildes keine Fasane auswildern sollte, weil sich Fasane und Birkwild "nicht vertragen".

Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die Thematik Fasan-Birkwild-Unverträglichkeit nicht von irgendwelchen Antis aus der Luft gegriffen wurde sondern von Jägern schon vor über 100 Jahren erwähnt wurde.

Trotzdem: wenn Fasane einen negativen Einfluss auf die Birkwildvorkommen hatten, dann dürfte sich das im Promill-Bereich befinden, verglichen mit den negativen Auswirkungen der Landschaftsveränderung und Landnutzungsveränderung.
Moin,
habe in jungen Jahren erlebt, dass Birkwild und Fasane unter der Schütte im Kaffhaufen nach Druschabfall suchten. Die Fasane wurden damals immer mehr.....das Birkwild verschwand . 1968 war das letzte Mal eine Balz zu beobachten. Stader Geest.... Genauere Zahlen oder Fotos dazu kann ich leider nicht liefern. Raubwild und Raubzeug wurde scharf bejagt....Sauen gab es nicht in der Gegend. Die Felder waren noch sehr viel kleiner mit reichlich "Unland"....wie man es damals nannte.... zwischendurch. Seit etwa Mitte der 50er Jahre wurde damals kaum noch Torf gegraben oder Heidplaggen als Einstreu genutzt. Die Moor- und Heideflächen "vergrasten oder verbuschten" sehr schnell.
 
Registriert
6 Apr 2011
Beiträge
766
Man kann glaube ich klar sagen, dass der Hauptgrund für das Verschwinden des Birkwilds der Lebensraumverlust war (und nichts sonst). Fasan und Birkuhn haben nun einmal unterschiedliche Lebensraumansprüche, und die Flurbereinigung und Kulitvierung der Moore hat eben dem Fasan genützt und dem Birkwild geschadet. Thats it.
 
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Online-Statistiken

Zurzeit aktive Mitglieder
160
Zurzeit aktive Gäste
636
Besucher gesamt
796
Oben